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Full text of "Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 69 (1900)"

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ANNALEN 



DES 



HISTORISCHEN VEREINS 

FtR DEN NIEDERHHEIN, 

INSBKSOKDEKE DIE ALTE EHZDiOZEgE KCLN 

IM NAMEW DES VOKSTAI^DES HiCRAUSGEGEBEN 

VON 

D^ AL. MEISTEE 

PB0FE8S0B DEE GEBCRICHTE IN MCNSTBE I. W. 



NEUNDNDSECHSZIGSTES HEFT. 



KCLN, 1900, 



J, A W. BOlSSERfiE'S BUCHHANDLUKG. 



iTHENEWyORK 

PUBLIC LIBRARY 

201SS2 

TtLbtK FOUNDATIONS, 



^ 
tf 



Inhalt. 



Der Territ<>riftfBtaflt (les Erzbischote von Trier um 1220 nach 
deiQ LUjer annalitun luiimn ftrcEviepiscopi et eccie»!e Trevi- 

rensis. Von Dr. Albert Lennar? 1—90 

PrieaWrweihen Keincr Elertker an der Kurie im 15, und la 

JahrhnndprL Vnn Prlvfltiio^^nt Dp, Lndvi^ SelitnitE (|l— 114 

Maler In der 8bAdt Koln wUirend der Jahra 1437 und 14^. 

Vtu Privatdoxent Dr. Joseph Grevin^ 115-127 

Uer ZnAtand dea bergiachen ScJinlweaena iiii Jalir© 1809 und 
die NapoleonlBChe Univerauat in UliBaeldorJ, Von Gvia- 

nftrfal-DiTPktor Dr- J- Asbach I^S-ia? 

HeiIigthimjavorzekIiiii«&e niederrheiniecher SCifter und Kl^ster 

ULu l&Oa Mlt^etheilt von Dr. Pftui lUdlicli . . , . !:«-]&& 

MfszeUen. 

Eine KtiJnor HausmarlEc. MitgetheUt vonPtof. Dr. A, Meister I5€--161 

Zd Nikolans von Cues. Von Privatdraenl Dr, L. Schmits - 162— 1G4 
Des KurfQniCRn Hermanu von Cfiln Aufeiithalt zu Mainz 1517, 

MittheUnog von ArohiTwDr. F. W. E. RotlL .... 165-16^ 

Berichce und Notizeo. 

Adroese an Uerm Geheimrath HcromDu Btiffet 167- I6d 

AdresB© m Herrn Hofralli Juinia v. Fick«r 16?*— 170 

General vra-sninnituiig daa GeHaianktverefiis der deutflclien Oe- 
HchichtB- und Alterthumavfreine in StrfiBflbtirg i- E, tn 
Verbindung mil dcta ersten allgemeinen dentBL-hen Archlv- 

J Ug 26.^28, Sept 1899 lTO-173 

Vereinsl^erichte 173—184 

NotEztiii (Dr. SHuerlHiid. Prof- Meldler) IM— 187 



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U^giii^-t^GOOglC 



Der Temtorialstaat deH Erzbiachofa von Trier urn 
1220 nach dem Liber aunaKuin iurirnu archiepibcopi 

et ecclesie Trevirensia- 

Von 
Albert IcBRimL. 

RrNter TlreiL 

E i n ] e i t ti II g. 

ycit d^D II. Jadrhnndcrt iindcn wir Jen Aifflclruck „tcrri- 
torinm^ als zn&aiDiiieiif&baeiMJeBeKeicfantirig fUr die iimm%Fachen, 
nnter der Roheit einea Fllrsten') atcbondeii Gcbiete- ICt^ in 
der ZnsammenfaBt^ung lif^t die lledeutnikg dieses Ansdmcka' £r 
dentet da^iiit eiiit; gewisse Kinheit aii, die sidi liber dci] dcm 
FCfBten kraft dw vcrscbiedcnsten Rechte nntei^tehendeii grOeserwi 
Oder kleiueren Einy.elgelHeteik eriiebt 

Von den SteK«ii, die W«itx*» s,k Bele^ anfubrt, hi die 
^lleste den in der ersten IWfte dcs 11, Jahrhunderts verfassten 
Oe-sta epificoporniii Cameraccn^unj ei)tiioiiiiDen, woriii in dieser 
bier in Betracht kommetiden Bedeutnng von einem territorinm des 
Biscbofe von Lntticb die Rede isL 1085 wird dica Wort voiu 
Maini^ erxstiftiscben Gcbiete gebraueht u. s. vr.^). 

In einer Urkonde von 1119') eogt Papst C&lixtue IL vom 
Kloster S, Maria ini Koudciwaldc, ea sei gelegcn in tewitorio Tre- 
Terenaiiitri regni. 



S) Doutaehe Verfafiiungs^fftftchichre \\ 182 ». 3, 

3) "WrUz h. il. O- — Wie wciiig ejiklutilv a-ber der Auodiuck 
ft*T, dafiirgfiebtWaite mandie Beispide ; ve«g^- aueh: in territoiio {--urlie 
WiteElche,,. iit temiorio Nfiviam et Mnraiteh, vo also voiitinemTerri- 
tor'aim vonHdfen, beasw. Dorfern die Rede let. fBeyer, Mitlolrhtjin. Ur- 
tundenbueh 1, no 5^3. 116S-) 

4) Beyer I, no 43rt- 



-!.^^^-&^Googlc 



2 Albert l^ennarz; 

Derliihaber ^nesBolcbenTerHtonome mrd mcfarfacli ^etomi- 

Dti»i palri»e" gt^-ae-nni, w* 1099 ein M&rkgraf von FJandcm, 1107 
ein Berzog voii Lotbrin^en. Die gleicbbedeatendc Buzeicbnnn^ 
„priQce(w terrae" imdet dch fUr die Tocbter einea sachsischen 

Au8 welchen r&umlicben Gebieten wird nnn- 
eiik aolchea TerritotinmgebiJdct, nnd auB welebeu 

Eeubten aet'/teicli dien-deiu Furesteii Dber da sse t b e 
ztifltebeiide Hobeit Kosaiuinen? 

Uni zur Beantwortong dieser Frage einen Beitrag za liefem, 
will vurlicj^i^idv Aitwit teraucliviiT BeAtiuiiuuiigtui dbei den Dm- 
fan^nnd die Be^atidtbeile deserzHliftiech Trierer Terri- 
t o r i Q m Bj BQwie iJber die VerfaB&tmg nod Vcrwaltung dm Can%eQ 
and neiiicr Ibeil^ fUr die Z«it der ersten Dectmuicu de« 13. J a L r- 
bonderte sa voiQittelik. 

Ah Grundla^ der Untersnchting nimmt tie den Liber anoa- 
liniQ iarimn arebit^piBuopi t;t ecukgie 7?revm;iii^, eiue AnTKeir^li- 
nungf die den Zweck batte, die erzbiacbQfiicben EinkOnfte an 
Geld, Naturalren und FririiK^eii fest/ustelleii, die in den einzelnen 
dein Er^stifce irgendwie cntergebeneii Gebieten erboben werdeo 
konntcn. Im Wcsentlicheu soil dieAaslc^ng dieser Urkiude die 
ebeit ^atdite Aafgabe If^n^ 

EierL. a. \, wmrdfi zncrst gedruckt in LacombletB „Arcl>iv 
ftir die Geecbiehle des Niedenteinfi'', I, 309—373, Dilaaeldorf 
183ij dann im zweiteu Bande von Beyers ^Tlrkundecbuch xnr 
GcBcbicbte der jetxi die preuEsiechen Eegiienmgebezirkc Koblenz 
nnd Trier bildenden Diittelrhemiscben Tcmtorien'^ S. 391 — 428, 
KcUenz 1665. 

Pie beid^n Anegabcn diffenren nur ab nnd za in den beztlg:- 
licb ibrer Genaui^keit ohnehin inveifclbaftf^ Zablcn, sowie in der 
SchreibwciBe vfin J^amen. 

Die palflDg:i'apbifichc nnd eJiploQiatlficbe Seite and die Frage 
each Zeit uad Obarakter des L. a. L aind in den EinleituBgeii 
za dicker Urkunde feci Lapomblet end Beyer bebandelt, 
auaserdem bci Lampreeht, ^Dontsebea Wirtbsebaftsleben im 
Hittclalter^ TL, 169 f, die dircHiologriBcbe aacb bei S c h o o p, ^Ver- 
fosaongsgeschicbte von Trier^^ nnd bei B^r, ^Oer Kobtenzer 

1) Wftita Vn, 306 II. 8, 4. 

2) Weetdeutflche Zeitachdft, Ergarmunj^en I, 107 il 7. 



i>^^.-&^Googlc 



Der T^rrilorifllBtaftt deff ErabiHchofe von Tri«r iim J290 etc. 3 

Miucrbau" 1) p, 6 f- Die dort uiedcrgcle^ji Ergebni&ae braud^eii 
iier uur kunt wicderbult zu werdcn. 

Zwei Maanekripte lEcgeu ror^ daa mne ana dem 13., das 
Aiidere ms dem 14, Jahrtiandert. Dss eretere trftgt die t^ehoii 
zitirte Uf;bers<:hrlft : ^Liber aimaJiam iurium arcbt^iecopi ct 
ecclesic TrenreBais'*, daa andere: nluro doioini Arcbiepiscopi Treve" 
reneiSf Bcilicet antiquum i-e^stnun ordine quandoque matato*^ 
Letzicres 7^\gi aaeh ib der Scbreibwetse tor EigennameiL nnd in 
b^onderen teehuiBchen AuadrUcken vielfad^ Vari^iiteD gegenQber 
der er^crea Faesun^'}. Lamprechl and Bar vermnthen auf 
Grnnd beetlmmier IClgtentbnnillebhetieD dcs Texiea, dafis bdcIi daa 
erat^^ Maanakript nicbt die nrsprtingliche Anfzeiehnniig gewesen 
fieij sondeni anf dne Alterc, yergebollenc zarllckgebe. 

Da8 hier hanptstbcbUcti in Betracbt kommendc Manuekiipt 
des 13. Jabrhonderte aher Metet bez. der ^it seines EntHteheDB 
eloen eicberen terminus a quo in der Stelle: Item anno domioi 
M. CC, XV novoin fecit \tn maoBDm archiepiscopna de vissciie et 
Boeirie qiiein eontulk steinero et suie bercdihcB^. 

Ale tenuinue ad qnem mnss das D»tnm ^ner bMier niebt 
beacLteten Urknnde vom 6. December ISTi^l*) gclten, in der £tz- 
biaeliof Tbeodeneh II die Tnerer Mfluze an zwei Metzer BUrger 
anf acbt Jabre verpfandet. Da eich im L. a. i. der Erabisehof 
nocb iai vollen Beaitze dieses Keg-alfi bclindct [anaacrden] abcr die 
im L. a. i. genannten Fersoncn nnd die pfil&ographisehcn Yer- 
hiUtni«se der Urknnde anf die erston Dezenmeu d«a 13. Jalir- 
bonder^ binweisen}; *o ergltht sich flir die Abfaasncg des Drbara 
der Zcitranm von 1215 bis 1221*). 

Wie geaagt, bezweckt der L. a. L, die au£ den erxetiftiHcbeu 
Gebieteii fliessenden EiokElnfte festzustellen, nnd /wat niehl die 



1) Publikfttionen d«r Bhein. Oc&. f. Gc^ch. V; 1888. 

i^ Gie BinA, vo ihrc Auffilhrang notki^ i^chien, im Folg^ndeti mil 

3) XV, 9, — Es urird nacli Lacomblet vitirt, weil Beyt^r die 
UnterKbnt'hnlite ntt^tit numerirt. 

4) Bt^VBf m DO 174. 

5) GestUtzt anf die Kotiz XIV. 6 : Mansum ntc^epit vieiniTUM coram 
, . lohdBiiv ai-cliidiftcoDO . • . meint Scln>op, der L. a. i. mnaae awiechi:n 
laiB und der crsiea HHJfte von iSLft nbffpfdsei *«iii, da bereits am IS. 
Jnli 1S19 «iii anderer ArchldlAkon vorkorunie- Abi^ die StcUe bedchtet 
dod) nuF TOB einent zeitlich uicbt naher beetimmien AkE^ 



-!.^^.-&rGooglc 



4 Albert LeniiArsi 

kircblichen, Bondcm die vteltUchcn. Nor an wciugeii titcllcn tiotirt 
die AufAeicbutLtig auoh kirulillche, Auf die iiu Ful^^dei^i ktaae 

KUckflicbt ^momincu wird* 

£rster AbschnltU 

Die i ED Liber annallntn inrium genannteu 
BeBtandtheile dea erzetiftiBchen Territf^riDiuB im 

Al I g- e m e i n e n. 

UetrachtGD wir in cinem cr^tcn AhBcbnittc die im L. a. i. 
^naouloi Heatandtheile dc6 erzatiftiachea Terntorinme ini AU- 

Der L. a. i. beridttct Qber die Einkflnfl£ dea Er^bi^chofe 
mebt in der Wcise, dasa ei- Verwaltiing^bc^^iHte aufiUhri, in dencn 
Bich die eiDzelnen erzstiftie^^beii Gebicte befinden; deren Leiiitangen 
macbt er danu iiambaft. Xor wviiige ^lale weieht er von dicsem 
Schema ab, 

Mit AusBcblnss der beideu letxten Qber kircbliefae EinkOnfte 
hfindelnden er^ben Ricb iiiBgcsamint foli^nde 39 AbscbDitle des 
L. A. 1. : 

I Hec uunt lurs ArcliiepiM^opi apud MEirctttuni^ 

II in Vucbthe. 

ni Wilrft. 

IV Bf^^ertn^n. 

V Stalle, 

VI Bn^ 

VII Safburs- 

Vin ...... . . . . . Hpueiie, 

DC lite sunL inra archieplaeopi BitinHiiiiii pjilatio treverensL 
X Hec GUikt pertiuentia &d c&meraiEt Ar<:hi«piB(xrpL 
Jii Uec sunt iura. ftrtbiepi&copi de officio foroatL 
XU Hec tfunt Lur& archiepiEi^^pi in WalEraehe. 

xin piUiRhe. 

XIV Mieiie. 

XV Pftladolo. 

XVI Ytanc. 

XVII Cordele. 

XVin Blrkwuielt •* *n Branbach. 

XIX quae pcrciucat ad offidam dolbbrl 

XX In AndemMCO. 

XXI Henesoelt 

SXII Ho^burcb. 

XXm KdledeL 



-j^i^ft-wGoOglc 



Dat TerritorF&btA&l de^ Etzbibcliofn von Trier tim 1220 etc. 5 

XXIV H©c sunt inra Br(;JiL(!|j]f4co|>i rle corte In CooQueniiA. 

SXT .......... in Nidi>rHiibeH'. 

XXVI apud OmemeiUnc. 

XXVir in RethiiTOde, 

XXVIII ftlanditBPchit 

XXIX Gtp&uvode. 

XXX Uffiiihi^n. 

XXXI . - Witiich. 

XXXII AltrHft. 

XXXUI Us&rv. 

XXXIV Hee snnt cmie cotni^ At caatio conce»de- 

XXXV C^DstiK archiepiecopi [in Trev^i] qui dRoturln r««loIoli, B&pt- 

XXXVI lice auiit lurrk onUirpiaccrpi iu batino vIUc de llimbAch. [Iuka 

in McDtabur,] 

XXXVII Hec Mint iura arcbiepbcupt desHv^ Spurglnberch. 

XXXVITI In ourifl Monaaftrtrtensi, 

SXXIX lu GeraliMclie. 

Nach wcldieni Ornndftatzc dicse AtacliiiitEe gebildct 
nnd, uiD8a j^okchRt eii>rfcit werder. 

Die me^teo UeberHcbriften leij^en die Wendung: Hec snnt 
iura arehiepificopi in oder apnd . . , oe folgt ein OrtaDune. 

tS«> f>eginnt z, B^ der L. a. i.: Hec mukt iura ArcliiepiHcopi 
apnd Afarcetum, nnd fhbrt fort: In Mercebe tabet dfwiinn& arcbi- 
episcopon 20 mADaoB . . , etc. 

^^areetuiEi oiler Mei-cebe iwl der Ort Mer%ig an der Saar, 
heiite KreisBtadt ira Re^.-B«z. Trier. 

la oder bei ibm bcfindet sicb der erzetiftJEGhe Grundbesiiz, 
4er si<^ ^rtbechsiftEich in Kwei Artect sondert, in regelmjissfg 
beBtelltcB Land: Aecker, tbeils als Hcfen, mfiii&i'}» tbeila ale 
Achten. hattae, batfin') bezelelmet, und Wiesen, bmle"); und 
andereeiti^ iu Watdungen^} alp Ge^nsatz lom regeliakssig 
befilcIIleD Landa 

SpaLerc Abeebiiitte zeigen iu BrglinKni^ dieser Rubriken 
fi^endes: Eijiereeite brhigen gie den Aiudrnck Morgen, jngerum, 
jnrnale, jucbe, cbensowd]! ala allcinstehendc BcKeichnuDgr fl**" 

IJ I, 1 : InMercelic habet dominuB urchi cpiacopne 90 oiftneoB . . . 
1, t>: t^uHfiA pars mansi est i&i qui dicitor beriniiuve ... Ij i: \Pi*!ta- 
torw habeiit dimidiiiiii maufliun, 

2) 1, 3: LB maaei aratit d. arcbiepiBcopo 2 diebiu ifi hattifl [agm]^ 
arc^hicpiticopi ... I. 8: 8 Hattbiu habet arctuetdscopue m Meic«he. 

«) I, 8: . . . (habet a.) 2 brute , . 

4) I, 8: . . {h^Ljet a.j fi nemora vamero, . : 



U^^rSii^-t^GOOglC 



£ Albert T^ennnvJ.'- 

Ack^rland^), wie ale Ma&sscinbeit ffir Hufeu^), Aehten^i and 
Wiesen*), andejroeite bieten eie &n neoen Atlen regelmaHiig be- 
BteHten Laiidee Weinberge, viaese^ picbtere^ peetren, mancwerc^) 
und Garten, horti, pomcria'^}. 

Den WaldnngMi tar Sdte aber tre*en, (^benfAlTn Im GegCB- 
eatze zum regdniftaaig besteUten Lande, ja zam Lande U)>crhaapt, 
ab^c^rens&te WaBserlfinfe, in deuen der Erxbisehof daa 

AiiHscbliefwliE^ FiflcbeT«irecht bRt^). Dieftft bj^idjiii KrRiRe dc« 
erx^ifliBchen OrundeigenthtmiB, das reg^mfi^g' be^tallte Land, und 
abgegr^ixte Waldstrecken nod WasBerlftafe, noilRsst ein dritter 
nnd grflaster Krein, d i- r Rdnn, <)pr »nf^]c>inh i\\ipr jimc^ hpid«^n 
faioEosgeht. 

For Merag tritt er in einer WendoDg iof, die dicseo 

aeinp.n Charahter nocb Diebt ndt genUgendeT DenUicbkeit aii»- 
drUckt, nnd die dberbanplr wieeicb anten zeigcn wird, der Inter- 
pretation gjofise Scbwierigkeiten macbt"). Sp&trxe 8tellen aind 
klarAT^ II, 1^ In Fitten hai dor Enbisebof 11 von viugpflichtigen 

Bancm beseaaenc Bafcn, £idd daranf beisat es: . , eeteri matici 
banno archiepLar.opi ntentfs ibidem 3 diebus in aimo venient ad 
attbin arebiepUeoiH ad araudain. Also nieht ntur di« gatebnrig^n 
Hafner, tlbcr deren Btcllnn^ spater die Rede bcid wird, v&rea 
deni Erzbisebof Terpilicbtet, sondan ancb die Ubrigen Baaen, 

t> [S, 7: Peterea habet archlepiscopas 40 juj^ra in loco ^ . ^ «te.; 
XVI, 8 : De juchia per nnnin mmufn eolnmtur . . etc- 
2) XXXn, 3: Ittmi o^t manfioa in ju^enbuH. 

^ XV, 5; Fretere& sant ibi 8 hatte qne habent M jixgcra . . «tc, 
i) SVI, 5: , , • eodem Jure habpt ibi 2 Jtigera pmtL 

6) iXj 4: All hoa quidem manflos 30 pertinent S4 vEn«a« qnae 
plethere (Pithtere) vocunlar . .; XXXI, a ■ "Hh vinelsriiift dicantur pKHtrm 
dHlur meilietaa . - etc; SIX; Preterea de nlve dantur tot Ji^one^ ^oot 
Ainit Ibi manewerc [Vgl Lamprecbt I, 109-) 

fi) XXV, Ts - . It. habet archieplacopne cnriam niderenberc at 
quata^r orioe . >; XU, I: E^t pomRrlmn ibidem- qiii>d kI HrcJuepiwopus 
committere vohi«i1t> \l\e cat cODiDiiHbuin fuerlt, reddet lyac^tama media' 
latein. 

7) z. B. XVIII, 12: . . el nemo debet piscari in hiia duaboa oquis 
(fl*,drogcneBtNa) nisi ticentia s^hiepiHcopi vel predictomm piHcatonun^ 
Ptncatio aiitem arcbicpiacnpi incipit in ^ . - {Grenzanifabe.) 

8> I, it: et qnillbet in banno mauena dat bannalem denarinm et 
d dtebiw bannalibua Borviet archicptecopo qui uec babot nliodiuin neque 
heieditatom. 



u^^^^i^-t^Googlc 



Der TerrLtoTJalstaat dea Erzbiecbo^ von Tner um 1220 etc. 1 

80weil sie «cb des Ranres bedieDten^ d. h. so weit sie im Banne 
wofenten'), 

Dieser hth&lt, daas die Bannbewobner dera Erzbiecbofe ku 
bestimmten LeistoDg^D verpflicbtet sind, kebrt in deo w^tauB 
meiBten WendUDgan fiber d^n baacoe wieder. Hdst iet cs <^ne 
mebrtagigt^ Fronde^. Vereinzelt wfirder Reathaiipt, MQblentaonnpol 
n. s. w. in Bexiehncg -imu Bhudc gebracbt^). 

Einmal, bci XXXVI, let der Bann in der Uehei-Bcbrif^ er- 
wflbnt. 

80 e^kbt Bicb denn &:if die Frage nacb dcm GniDdBaIze, 

naob dctn dor L. a- i> seine Aboohnitto bildct, im All^t^mcinon 
folgendes Scbecaa: Eine Ortecbaft bildet den Alittelpnnkt, urn 

den aicb drci eriatiftiscbc HeiracbafUkTeiae legen: das rcgclmtoig 

bcatclJtc Land, bc&tcbend in Acckcm, Wicaco, Wdnbcr^^ nod 
Garten; darn abgegjen?^te Waldnrg-en nnd WasserU^afe, init eraterem 
zuBammen das eigentlicbe erzBtiftlBcheEi^entbnm bildend; ^ndlicb 
dcr Rfinn, Uber den der Enbiecbof keine priraten IjgeDtbum&- 

rechte hat^ 

An Ausnahmen vot dieaem fantheiltiii^pnn^ip weist der 

L. a. i. fliebcn Arten anf. 

Um die erate zn erkennen, mnes man dem Mittelpunkte 
der Besirkc Dibber treten. 

Ala Aolebcr wardc g-euiAsa den UeberBcbnftGtt cine Ortscbaft 
bezeicbnet, Hodass es scbdnen kCnnte, al^ sei das Dorf dieser 
Mittdpnnkt, Eb wird sicb aber in eineoi spflteren Abwhnitte 
dieser Untersoebiui^ beraitt^telleQ^ daea nicbt das Dorf, sflTidt:ni 

der eraatifti'Bcbe Hof| die cnria, enrtie, den Miitelpnnkt bildet. 

Somit ncbmen znnAcbst Holcbe Abgchnitte cine SoDdcr^telhm^ 
ein, die zww in ibr«r Debt:r9ubrlfl ein« Oftacbaft estballeo, bei 

deoen sieb aber der eTzBtiftiBcbc Beeits nicbt um einen HoF alB 
Mittelpankt legt. 

Dit^H ist der Pall bvl XV BeHHeriiig^, V Stalle, XXIV 

Gipperatii, XXX OetTliiigeD> bei dcnen eicb der ersfitiftifiche 
Grundbeatti ala tf^t ktein daretellt^ nnd fQr die eine erzbiBcbfif- 



1) bannti utentcs Isi identisch mil commniajiteg, jxiaaentes in banno, 
llf, S; XXV, 2 etc. 

2) H. unt«Q S. 46 f- n. n- 

3) a. UDten & 46 n. 7; 9. 



i>34^.-&^Googlc 



8 > Albert Lennarz: 

bche curia weder im L. a> i. noch souehvo, Bovrdt frdbere, 
gkicbzeitige oder wenig sp&tere Zengnisse vorlieg^Op gemiDiit 
mrd. In diceen 4 Abficbaitten gc&chiebt auch des BonaeB kei&^lei 
Erw^hniuig. 

Fh\e /wdte Art von AoBiiahmeii zeigt sicb in den Ab^ 
ecbnitu^n liber mlcha OrtechafteB, die cntweder gehon zor Zeit des 
L. a. i. HtS.<It*i Hind, oiler nicbt albnbuge imcb dcrn L, a. i, 
Stftdtrechte erUngt hab^. Es rand dies cin^rseits dlie dantalB 
berciis sell lan^rer Zeit ifiit Siadtrccbt begabten Gebiete XX 
Andcmach nnd XXIV Koblenz^ andererBcite die Marktorte XXXI 
WLttlicb'jmid XXXVIll MUnstcnnaifeid*), AUe Tier Orte weisOT 
\m L< a. i. elnc erT^Utiiectic cnna ant. 

Neben dieeeu nimmt Vll Saarbm'g ineofem cme d^en- 
thtimiiebe Stellimg cm, ale ffl? diesen Maiittort weder aus dwa 
L. a. i., nocb ai^ anderen Urkimdec die Uxietenz einer crzetif- 
fiscben c&ria oder yjigelUirtgen Laadea oder eines bju^nos hn obig'en 
Siiine erbellt- Hier tritt vldmebr ein caatrum mit einem mh- 
nrhiLink wtf. Wie M mit den UannverbfiUDieseB bei Andeniach, 
Kobl&B'i, Wittlicb nnd MDnstenaaifdd atebt, wird sich oiiten 
zcigen. 

Lt XXXV erscbcint ^ne dritte Art von Ansnalinien: Ceofios 
aret]iepiwo|)i [in Treveri) qui dantur in feato Job. Bi^t, Er ftbrt 
Ab^ben von 24 ^enmrnteu Trierer Einwohnern and zvtci Coaventen 
anf, die allesi Aiischeiue aach von H&Dsem imd ilaa^Iatzen £re- 
zahlt werdeu^). 

Der vorbergebende Absi^hnitt XXXIV zeigt eine vierte Art: 
Fee sort curie comiti de Casti-o coHceBBc. Er zfi.bU 6 curiae anf, 
ron denen docb wobl jede Mittelpankt eiDe« Bedrka \et, and die 
su einoDder iu keinerki recbtlichem Vcrh^ttii^ee zu eteben ecbeinen; 



1) Die mti^sta Urknnde, in d«r Wittlicb nlB Siftdt bezeichnct 
vfr^ ^8. Niivbr. l.^ton^ Nii^li^^ Itn AiiUKiif^ti bpl (roi^rz, Re^esteit der Frz- 
bistrhi}fe an Trier, S, 61, 

2) Am 12. ScpL 128b verglddiC mdi Enbiscbof Hdnridi II. mii dem 
Grflfori Hflirrich von Vimanburg wcg-fsn der Befcflti^ng' von Mftneteiv 
mairelfl; In Glner L'rtunfle vom 13. Mai 1236 wlrd der On i-ivlutB 
f^arittt. {Ooei3> |),&9,31.) — Avcb Merzig vai cut Zdl d<» L,a,i. 
lifarktorl (I % iitiirdc aber wet iS57 zur Stiidt erhoben. (v. Brioeen, 

Gench. des Kr^aes MerEig, p, 371 n.) 

3) Bei dnzelnon Pofltea wird diee aofidrtLcklich en^bnt. 



i>^ii.-&rGooglc 



DtM^ TvrrJtohiHl^lAiLl cles EfiUivt^hoCit wu Trier uui 1220 hIu^ fl 

znm ErKbiscbofe aber eteht ihr Inhaber, der comes de castro, im 
LehcnR(*nnn«x niul munil, wi<» sii*h Hptlt.f;r zf'igen wird. Id einein 

gan?, anderen Eecbt^verbftLtmsee, als die gewv^bntkfaen Be^rke> 

Bei HerfiiizicbuEg: ciner B[^tei-cii rrkunde erkennt m&n im 
Abeehnil.te XXXItl: Hec siinl. inra itrtibiepiBoopi id lAeere eine 

fOnftd Art von AufiD&hmcn. Er Iftittet: Omnia boDa Hfta in lisere 
teoentur Rervire arcbiepiBCopo preter tres arftaa qnanim una est 
dvptinorum de s. Huperto, una eat Tbwae <3e lisere et Thewlorici 

d« Sarbarg. AdeleJdifi In curia cimoitiE de mlflnt babitane in 
cad^u villa, babet de bonis ad eeryltimn arcbjefuscopx pettineDtibas 

rtA oAtTntam viva. 

Da di« frUheren, gleiebKeitigei] nnd gpaieren DrkniKten viel 
Tom Gmndbeeit^ anderer HeriBcbaft^n ku Licser bandcUi, aber 
fact gar niebt von eiv^tifti^becu, eq Megt es atif d«r Hacd, Jaag 
jenea Herviticm, zd <t^n der go^D^mEc l-rEDdlK^itz kh Lieaer dem 
Er/etiftc gegenUlwr verpfiicbtet iat, nicbt privatrecbtlipheu Urepnin^ 
sein kann. Die boEricdigciide Kj-klamng der Worte den L. a. i. 
bietet eice €rkimde vom 11. Febniar I4(j60j worin En:biecb<»f 
Johami II. n. a. B»gt: darniub bc bain wir den vurbenaateD Jofaau 
Olm^faeit uneein kelner eoleber uberkoaiunge naob bewjst and 
bewisen vhf mm, nneer aaki^nenDe and stifte in craft dicss brieves 
nf zwei folder wines 7-u Welcn and zwd foider zn Liesef us der- 
beden, die wir und nneer stifle jerUcha an den beidea endcn bain. . . 
. Es bandeU eieb demnaeb in XXXlll am eincn Ort, sm dem 
der ErzbiBcbof lediglich die bekanule landeeheniicbe Stener der 
*Bede bezieht, Ubcr dio <lee nJlberen in oiccna epateren Abeclmitte 
^leser Uutei'suchuag nocb gehaudelt ivird. 

Die eecbsle Ari von Abweicbniigen geg^Ober dem durch- 
echnittlich ang^cwandten Scbcnia tiitt in den batd n&ber la er- 
J^rternden Ab^hRitten XI und XXXVli aaf^ die grogBp erKstiftispbe 
Forstj^iete behandeln, Oebiete, die eine Keibe d^ oben knrz 

^ckcnnzcichuctcn gcwSfanlicbcrt crzatiftiachca HcmvchaFt^bczirke 
umschliessen. 

An eiebenter .Stelle endlicb aind zd erwahncu die Ab- 

BcljtiittG IX: Hcc sunt inra archiepiecop] atliccatia patatio trcve- 
r«a&i; X: Hec eant pertioentia ad camerani arcliiepiflcopi und XIX: 
Kec mat inra archkpiscopi qne pertinent ad ofUcinm dolabri. 

nLamprechl III, £79 f. 



10 Albert LetitinrB; 

ibr fnhaU beziebt sicfa auf (lie spster timber zn betrachtendeo 
centralen VerwaltungeBtclleD des ralostc^, der Kammer and des 
BauflmtB. Efl ivf^rden bier a. a. Otiter nnd PerBonen &V9 den 
verse biedenBten BcKirken anF^fuhrt, tlie in einem bestimmltMi Ab- 
hJuigig-keitfiTerb&ttDiBee za der beti-efTenden CentralstoUe Btebeik. 
So gehfiTCn zam PaUnBte an Gatem 35 Hufen^) and 24 Win- 
gerle^), JOie Hufen lAgen, wie ein P&llagtweistbnm von 1322 be- 
merkt^), oberhaib ilea Feldes von S. P^ilin, aleo im Norden vtm 
Trier; von den Wingerten lugeii nach diem L, a. i. 17 in KHrena 
nod 7 attf dem Nenerberg, bddes bei IVieF. D&zd komnien 40 
^ifortrfiii anf einran „Mar^^ srenannton Terrain, wo vordem eiu eri- 
bUdiOflicher Weiher war, nnd daa, zwlBchen Stadtbacb nndPanlia- 
KtrasBe liegend, die &]te Bezeit^bnnng bis heute beibehiilten bat*)* 
Endlicb liegt nocb eine Achte hinterwHrts Trier anf Tbomm Jin*)- 

Eint! Reibe von ScbcltbeisBen, die tbeils Frondeti, tb^ts N»-' 
tnralicD zmn PaLiaate lei&ten, atellt ic beaonders anf^lliger Wcie& 
die Personen dar, die in BetiehnngpeD zn dteser CeiitrAJatelle vor- 
kommen^^ worUber dee nftberen Bpftter. 

iiei dem Abecbnitte X bber die Kammer heieet e9 im 13* 

Abaatze: Camereriiia est ma^iiiter omninm ac^haven, glaehnveiir 
peremintfanvei'e • . — «8 folgen die SondcrieiHttmgen dieeer Hnfen- 
Itrten. Wo immer derartige Grondsttlcke liegcn mocbten, alle 
atjuiden in einc^m Abbfl-n^gkeitavf-rbflltniwie zitf Kamnu^r. 

Der Abschnitt XIX fiber daa Bauamt zidlt LeiBtnngeu anf 
ins den 31 Orten Menig^ Irsebj Serrig, Zerf, Feyen, WelatrbbiDifTr 
Mf^hn, Newt^l^ ITordd, Wittlirh, Altncb, Nnviaiid, RfimrAot^^' 
Monzel£eld; Lon^ampf Kl^nicb, Brombaeh, L^tem (?), Birkenfeld^ 



1) FX, 1 1 Ad pii]dti(iiii in trr-.-rKn HR mBnnf prrtinrpt, 

2) IX, 4; Ad hoe Qnidem mfinsOfi 30 portinerit 24 vmec que pic- 
thEiro vDcatiiiir, qnamtQ 17 sito eutit Id Curve^e ^ 7 apttd Viream [i. e. 

3) Lac. Arch. 1, 3Ti 

4) IX. T: PreterfA hfibet aichlcpiacopnft 40 jugeia in loco nM 
vicarinm ^TiTadum] fnit ATchiepivcopi qnod m&r dicebatttr; inde 
(umuAtim aoivautur 40 laaldrs luiigpiBUfi ic cvimL C^g^ LiKfA|>re^hV 
I. &<»,) 

&) IZ,, 9: In iDOnt« retro Traverim props lumbam dantnr dc qno- 
dani agro qni alba dicitur , . , VcrvoHniLndi^t fflrd f!lese AQfT^hrung 
4ltirch die I'aUaatieirtuniretJ in V, li XVJil, l, b— 7. 

6JIX, 5, & 



i>^£i.-&rG00glc 



Der TflrritormLBtant deH ErzbiEchofe von TrleT um 1220 ^c. 11 
WaMnn^j Oberemmel^ Leiwen, WiDtriu!], Pfalzd, Ehr&ng, Palcem, 

Nach diee^i Erfiitemngen ttber clie Eintbeilimg dcR L. a. L 
mOgeE einige Worte nber die DiBpoaition dereiDzeluen 
Abfichnitte eclbel: folgeu , vrobd vmr eclchc bcrflckfiicbti^ 
werdes eollen, deren geeammter Inlialt sich anf deo inderUd^r- 
Bebrift gensimten Bezirfc bezieht'J. Hier muss zuntlehst zwiecbea 
>wci Kl&9acn nntcnohicdcn wcrd«ii< Wfthrcnd U — VI, XVf, 
XXXm, XXIX— XXXI nur fiber Becbte dea EiYbiacfaofs in dem 
Ort& bericbteu, den die UeberBcbrifl nemty ceigen I» VII, Vill, 

XII- XV, xvn, xvm, xx xxn, xxiv-xxviii, xxxn 

SXXVI, XXXIX im Texte noch andere Orte, in denen web ebcD- 
falh dem Encstifte rerpfltcbtcte Gflter oder Pereonen befindeo, so- 
detsa h'ltr echcra &ueser}ich Baii|it- nnd Neb^morte bervortrett^Of. 
deren gegeofieitJ^eB rechtlicbesVerb&ItniflB^ jeweiltj!; s^r verwbieden^ 
in eiDGiKt epatcreD Abeobnitte di^er Untcraachimg ed er^trteni iBt* 

Dem entspticbt denu anch der Untcrw^htud in dcr Di^cifiiltou 

der einzelnen Abschnitle, Tn eolchen, die einfache Beairke }>e- 
handeln, werden die dcru &zbiBchofc zi\stebenden Kechte der 

Retbe nacb airfge£fi,hU, regelmftmig sucrat die Einkftuftc aiu dea 
zinepflicbtigeQ Hnfen. In dec Abficbnitien mit Haapt- uud Neben- 
OTten werdon im AUgemcincQ ^aeret die Bechtc im Hanptorte^ 
d&nn die in den Nebenoiteu eriedigt. Docb die DiapoutioG, dte 
scbOD bei den do&cben AbscbsitteD im Einzchien manclieoi za 
wQnscben tibrig ISafit, verlieit bier ncK'ii mebr an SchArfp. Dnrt 
»cboii bat e» ofters den Ain^cfaein, ale ub aicb der VerrnaK^r uach^ 

triiglicb nocb ao vorber vergcsaene StUckc acbon erlcdigtcr Kel- 
tegorien erimiere. Mancbmal mag freiJich ancb der beRondere 
Platz, deii eiuzelne StUekv im Tusie einDebmen, auf Ihreiu mt^iut 

nichC mefar festzneteUenden vrirtbscbaillichen ;Sonderrecbte be- 
mben- 

Bei den Bedrken, die eich fiber mebri^re Orte erelrecken^ 
bereitet die laeBige DiBpoaitien beaondera dann Hchwierigkeiteo, 
w^iQ der Verfasser, wie bei VIII, naeb ErEedigung der IJecbto 
in den Nebecorten die AnHdrllcke ibidem simt, ibidem taabet, far 
Rechte aiiTrendet, die sicb dem iacbllchen Zagamnienbange nach 

1) Wamm in XVIU aiiKnahmsweifle ^w«i Baszfrk^, Birkanfeld and 
Brombaclii suBBicineii behaade^i Aind, wlrd uich nnten acijfon. 



-!.^y..-&^Googlc 



IS Albert L^ntiArz; 

bceeer Kof den Ilanptart bcziehen U^^il, oder sich ^r unr aaf 

Lii Laufe dieser Untersuchniig miuis dflber in der Zntiieilnn^ 
lie^liriiiuter Reebte ao Hanpt- oder Kebenoi'te vielfaeli inebr auf 
StDQ ond eachlichcn Ziisntumciihnng^ ala aaf die Sntidvl^c Rfick- 
fiielit ^DoninieD werden. 

Die Abecbnitte dc«L. &< i- Irtaeen i^itgleicb den Umfan^ dee 
erzBtiftiBchen Territorinms im AJLgemeiuen erkennen- 
i>abe] Fiillt ziinikchat dafi anf, wea di€ Urkunde nicbt bietet, tmd 

d(<»c 1. li k n eind eo bcdeut^nd, doos nuf eine geiubaere Be- 

stiiniuung jeiics Umfan^ von vomherein renkhiet ^erden ranBS. 
Den- €mfaii^ dcr eiuzelnen Bczirke i^t ntir b wenigen FSUen 

nfihor aiLgc^bcn. Ea ifit audi nicht bcrtirhj^fr^htig-t* in \rie weit 
sicb /uiecheu sie Besit/un^ii and Herrschaften aoderer Territorial- 
berreii ^boben^ woniber frtihere und gleichseitige Urkinuteu man- 

Aber ant-fa die Au^iiblung der enteiiffit^i^faen Heebie selbst 
iet tCLckenbaft. Die Oesammtlieit d^ aoEge/iLbUeB Bezirke ent- 

i^ricbt keineswe^s *lcr Ges^inintiieit der daft CT?^ifti&chc Terri- 
toriuin hildeoden Gebiele. IMe bereits S. 8 f. gestreiften, yn Lehen 
ge^'l>c(ieji Gebiete* nSmlieb die ccriae zn Morechdd, Mergebeid 
nnd Mombacb im Krcisc Benikiuvt«E, He^.-Bcz. Trier, nx 8cbwarK- 

crden im Kreise Sintinem, Rcg.-lleK, Koblenz und in den nid»t 



1) Die kfLi'iograjiMM'liE Dnrsri'ltun^ d«r B(!HJEKung«ii des ErzRtitts 
nnd eini^^^r bt'sonders reicber Kiostfir am Scblnaet^ dcs zwellen Banders 
bei Lain|irp(^t hat dnb«r nnr rvlatlvrn Wcrth, Immcrhin let es zn be- 
(nmteti, Aaos nac^h dieaen flnffefaiireii Beetjrimunn:en Qin aufrailiger 
G«^n>(Htz 111 dfr rttuntlicben Vflrtbei'ung ^ler erEstLfti^ben BetntzuDgea 
ge^'eiiitber dentin der KlSMer Priiio and R, Maitiniin heflteltt. Wahr^od 
dAH KJTenth&m diescr beiden Abt«ieij wei( atrstreut lae, bemerkt man 
l>«i iLi-in c^nfibtirLit^clicn eine ^wE^ec ConcentraLioTi, die i^ne nicht nn- 
weM'iitli<'hi' VorbcHim^nn^' zur Entwickelnng ein«e krfifci^en TerHtotUl- 
BtasTf-s nl>p:*l>en mii?*tp, Weit entfemte BenilKUiig-Rn, wit* Bie heRonrlem 
doA Kt<>^lcI Vtikn hftttc. «^fircn ochwer su bcfaanirtcn i mehrfkch klngt 
CaeHJiritifi in seiner IS^ geecbnebenen Glosse sum PriinLflr Uxbar vcn 
fi93 Bi^ver I p. 142—2011 uber deni entftprecbeitde Verluatt*. So ver- 
mi^^t'ii wir prtHHicher Wi-ii^e im L, a. i- die fraHziJeigchen Hositzun^eD 
des Kry^llftfi, wie sie tn (Jrkund^^n dee 9, und tO. Jahr^iuad^ria enlg^gt^D-^ 
Areten. 



u^54ii.-&^G00glc 



Dcr TerrHodalstttat des £rxbiGclic& roa Trier nm 1S20 ett. 13 

niehr feetanatelleEden Otteo Gandern ood Weiler, Bind in XXXIV 
nor ^nK alJ^emriii nntift, utcht aber in ihren Beatandtheilen. Diis?^ 
hier flberhaupt grtjasere Lt^hngUter verzeiohoet wT^rden, i»t eice 
AoflnaliEne iiu L. a. i.'}. >M>&et ftlhrt dfis UrbAt nitr einzelnef in- 

nerbftlb der n^rterten Bezirke ife^ende Lebenbnfen auf. 

WollCe ^iidtieh die Urkuiide einu voUstUndJge Besehreibntig; 
des en^atiftiacbcn Territohums ^beCf so hftlt« aic atisBerd^B noch 

dea lAndeeberrliclicn Burgeii uud f^Utdteii ilirc besonderc Anf- 
mcfkt^mkeit zuweudcu imd deren Be&irke eingfhend behaiidelu 
fuIlBaeti. AIh MUteipaakt einfs Bezirks eracheiTit aber von den 

Durgfrn nnr BaAiburg^, wfthr^nd die occhii fibrigei^, ^iruidcmcficid, 

AiraB, firinib«a"g, Wetscfabilli^ , Neuerbnrg mod Ehrcnbreitstdn 
lediglicb. in einem Anliitp^ /n Abschnitt XIX tiber ilae Banantt 
eriVrtert Merdfm, aber nicht als Mitfelpimkie voa B«z;irk«D, i^u- 
dero alfi Stelten, an deneu eervi, vi(>ileet poiteciini, villioi, ceiJe- 
rarii, aain&rii aitzec, die anf bcstiiitmte, im emzelneii aufgeffibrte 

JabrecJciftCungcD ^d GeW nod K&turHlieii Aiitiiirtich biibeii^. 

Be^O^lich dc^r ^^tadt€ sceig^ ^Jcb die nuffaUcmlsten Lucken. 
Was dk Mehopolc ^Iht^t angebt^ so biingt das Drba/, abgeselien 
tlavou, dasu 4^ UberliHUpl keiueii /.uaauiuieufaifeeiideij Abaehaltt 
fiber aie hat, bodasB man die et^stJftiBGheit Eedite in Trier Am 
den drei Ab^bnitten IX Qb&r den Fatl&st, X die Kauimer and 
XXXV dit? ueuaua <|ui dautur In Te^Ui Job. Bapl- -Mi^^BUUieu sLiclHisa 
uiuSB, nii^ndwo einen Achalfepunkt /nr Beantwortnn^ der Fmge 
uaeh dem g^riclitliclien und adminiHtrativen Umfan^ dea Stadt- 
beitirfeiM- 

Ob lud inwieweit et^ dee bet XXIV Koblenz thiit, eoU spHter 
etjirtett vverden. Jedenfalb stebt bier ^ETundsatxIicb die cartia im 
Mtttelpmikte dcs Interufiset^, wie neh aus der gnxr/en Aalagu des 
Abschnilts und der Ueberecbrift ergiebt. Die Stadt Andernach 
endUch getifirte damal» t\eni Ktjtner Erzstifle, uud daa TVierer 



1) Ans item gleichz^tE^n l^bii£buche >Vorrers II. von Bolnnd 
fijbrl Laiii|)r«ciitj IT, 171 11, £, folgeiide Ni»iJx aii : De domlito Bruucrne 
de lEouburg in bcneficlo hitbtso curiam cum omni iuBtitia in Wal- 
inerode cum atibi viUie eideiu curie penjnenitbus; en bericficlum p«riiuei 
TreverBOfii episcopatnL 

S] D&nita tiberRcbreJbt die zweJEe Rettaktloo dvs L. a- i, iiJeven 
Anhang : Anni eervorani^ 



i>34^.-&^Googlc 



14 Albert LenQarzi 

tiatte hicr nnr eine cans; efi cr^lart sich so, daae Sber di€6e 

8tadt bk-hlB mitgetheilt wird. 

Bei seinen grosscn LUcken id den topographis(iben Angaben 
fiiadit daber der L. a. i.^ vne geaasTt^ eine genanei-e BeBtimmuDg 

d«B UEnfanga, den d&s er?^iftiflcbe Territoriuai ura 1220 hatte, 

tuan^glJch. Waa er aber in die&er Hinsicbt tietetr mDge hiw 
ill der Weiae Ver^ecdii]^ trndeti, dase znn&chBt die Lage der 

BeKirksorle uaoh der heuljgea «(afttlichcD E^iitheilung be- 
Blimiul vrird. 

Die fflnf eraten Beyirke, MeTvig, Fitten, DUppenweiler, Be»- 

evringenj GUilIc'), ^fa^cu dcm KrciBc Mcrrjg im Itr^.-Ucs. Tiicr 

an, der secbate, Boas, detn Krase Saar1otii«. Den «iebente& bildet 
Saarlmrg, bente Kreis8tadL Diesem Kreise gebCrt ancb dra acbte 
au, Ire^^bj »ber mxT dvui recbteo Sasrufer, laodeinwarts. Der necate 

i@tWalJracl] ini Landkreisc Trier, zwiscfaen Trier nod der Rnwer. 
Itii aelbea Kreise tiegcn die ftiiif Folgendcfi, der zehnte, WelBch- 

biUig, der e)irtL% Mftbn, beide au dt;r Oi«iize dea Kreue» BUu 

bor^. der zwOlftc, Pfalzel, Ha d^ Hoeel, nnterbalb Tncr, aber 
anf dem linken Ufer, der dreizehDte^ ELran^, iiQterb&lb Ffalzei, 
iaDdeiDWflrto, dur vierzeLule, Kordel, itij di;T uutei-eu Kilt, vtst- 

wftrts von Wolscbbillig. Der fttnfidmtG Abechuitt') fahrt in daa 
Oldenbnrgisciie Knklave Birkenfeld and bebandelt, wie scboa er- 
wftbnt, die beideu B^irke Birkeiifeld und Brumbat^b. Der eecbs- 

zebnte Abachnitt bericrbtet &ber den erzHtiftiHcheii Hof zn Aiider- 
nach, Kreis Mayen, Keg.-B«z- Koblenz, 

Hit dem Hiebzebnten, Eeinsftdd, fabn dug TTrbar meder 
in deu Re^rBei.- mid zugleich in den Landkrcis Trier aurllck, 
deni ancb df^j^ acbtzebnte Bezirk, Oebargj nad der Deanzefante, 
Kell, au^elioren, alle drei im HocbwalUe- Dagegen tritt Im 
zwanzigBtcn Abscbmttc Koblenz aclbat aid, im einnndzvraiizigstCD 
dae EhrenhreiLsteJn beiia^^hbarte Niedcrberg, LandkreiB Koblenz. 
Dem Heg.-BeK. Koblenz gelKiren aacb der ^weiandzwanzlgste Bttcirk^ 



, li DftssStoHe trrferStfthI, Kr BitbtuK (Or^re^ster bei Beyer 11), 
nocli Staadt, Kr. Saarburg- tl^ampreohi II, 177] sciQ k4&ii, nondero 
aui ^iii HlsWohnpIatz nichl mehr eiiatirendes Sulle im KrcLfic Meizlg, 
eieliiT bei w Brie»ien, Gesch. des Kreisea Mers^g (I869J p, SOS — Bia 
ficbreibMciee der Ojrtfinamen u. 5. v. fol^t 4em neuea Preuedacheu 
Orni c i iidddXtkOD- 

2^ d. h. uacb der Zablong der bier eu erErterndcn Bezirke. 



i^5i^.-t^G00glc 



Der TerntorifilfitHfit dee HrzbbclrofB von Trier um 1220 eto. 16 

Ocbtendun^ >m Kreiee Mfiycn und der dreiTuadz^vanzig^ee, Ket- 
terath tin Kre^ Adeuan aii, ersteres fvatiicli, let£tei^e« fiUdne»ithch 
▼on M&yen. 

Die fQuf folgeudeB EQbren koid Re^.-Bes. Trier znrflck, (Let 
vierundzwanzigeic, Mmid«-Heheid, nit der niittleron Lieser, der 
fUiifnndz\\aiizigste, Oipperatb, der eechsundzsvaDKigBte, OcffUn^en, 
beidc BtidCstlich vou Mander^chftdj der McbemindEwanEigBte, Witt- 
lich mi der nnler^ Lieser^ der acbtuikdzwaBzigste, Attrieb, Rtld- 
lieh von Wittltcb, B&mmtlich im Kreiae Wiillicb. Der neuntindzwan- 
2igste> LieHer, am Einfliisse der Lieser id die Mosel^ ^eb6rt dem 
Ereise Bemea«t«j, also auch dem Reg.-Be?,. TVier an. Der dreiSBt^ter 
Monlabaur, daB alle HiuiibHch, fQhrt in din Pi-ovinz Hetwer-Na&Baa^ 
in den Unterw^terwaldkreis des Re^.-Bez- Wiefibaden. Die bfidfn 
letzteii Bezirke, der einmiddreiBBigste, MunBteiiiiaifeld, sDdt^tUcli 
von Mayen, und der zweimiddreisBig^te, Gierechnacb^ nOrdJicb von 
M Unfit ermaif eld, beide im Kretse Mayen, gehfiren wiedemm deni 
Reg,-Bez. Koblenz an^j. 

Abgeseben vi>n dem oldenbnrgiBCben En- 
kl^ve Birkenfeld ki>nzeiitrirt aicb ftomit die 
er^H ti f tificbe Herrscbaft i d d en d rei h on tigen 
preaeaiBcben KegieruBgBbeKirkcB Trier, Kob- 
leu/, und WieHbadeu- 

Vom Reg,-Bez, Trier etnd botbeiligt die Kreise 

Wittlieh mil Manderscbeid, Gipperatb, Oefnicgen, Wtttlkh, 
Alhicb; 

Bemcaelel mit Lieaer; 

LandkreiB Trier mit Waldrar^b, Webu^hbillig, i^^hn, Pfatzd, 
Ebrangj Kordel, JRciiiBfeld, Osbiii!:^^ Kelt; 

.Saarbai^ mil Saarbnrg, Irseb; 

Menng mit Men^g, Fiiten^ Dtlppf^w-eiter^ Besaeringen, 8talle; 

daarlouis mit Bona- 

Vom Beg.-Bez, Koblenz sind betbeiligt die Kretee 

StadtkreiB Koblenz mit Koblenz; 

Landkreie Kobtaiz mit Niederberg; 

Mayen mil Anderaaeh, OehteDdung, Mttnetermaifeld, Gierscb- 
naeb; 

1) In der gi-ogTaphiscben Oidnun^ der Bezlrke schelnt der L, a. 1. 
Elemlich wHIkurlkb eu v«rfabrca; ob er Dicbt doch ejoem Onmds&lse 

JBU folgen voiTjuchte, wird Rich sphXer aeigren. 



u^54ii.-&^Googlc 



IB Aiberti LennarK: 

Adeuati mit R^tterath. 

Uuterweetenvaldkreia mit Moutabflar, 

Was m den AbBchnittcn, ilic tdcb uicbt aaS die crw&bnt^ii 
liv/Arkv te^iebtrji, au Oi'LvcbaReit gdxtleu wird^ ^Iit uicbt Ctber 

dieee drct Regi^niiigebe/irkc hinaas, ziebt jedocb noeh einige asdere 
Xreise in die topogvafiliiaclie Betrachtung; der ^^atiftint^ben Hen- 
fKhRfi biiieiu- D«r AbtM^luLitt XIX lllii^r das BmuhedI IjMislel eiuen 
Ort im Kreise Zell, Reg.-Be?:. Kol^enz, der Uber den Spurkenbei^ger 
Foret, XXXVII, bringl Orte im Kreise Westerimrg nnd StUcke 
ilts CuiirrlHljuki tn^a uud das Kreibos 3i. Gwirabwusrai uIh WhW- 

Die Bezirke luit Hanpt- nud Nebenorlen eodlicb veriueiireQ 
alle diesc KreJBe utir urn Bitbnrg, XllI, St. Goar, XXXIX, Neu- 
wied, XX, cratei-ei' im Kep.-BcK. Trier, die beiden letztereo im 
Re^.-Ber,. Kobieuz, AbBcbnitt XXXIV ftJhrt unto deu Leben des 
GrarcTi yon BliescaAiel n. a- eicen Hoi im Ki'eise Simmeru, Rtig.- 
He%. KoblcBZ, auf. 

Was rfcb an /weifer Stelie bez. dee Topographischen dlu^ 
bietct, BiBd die eparlicbttn Orenzangaben. ;S^(e beziehen sich 
dreimal auf l^'omten, mehrmalfi auf Fiecbereien and cinoiai aaf 
eiuen lenninas bonorum de banno- 

WaidgrenEeo erscheinec zweimal id einem das beireffende 
Foretgobiet beBcndere bebantielBden AbechBitte, XI imd XXXVTI, 
ein drittee Mai unter einem AbBCbnitte Uber zwei der obea ct- 
orterten Beztrite, XVUI, £e lasacu ^cb eomit drei grosse ifTL- 
Btiftische WjUdang^en festateHeo: 

1, Das Gebiet des HocbwaldeeVi *^^ alteste, j^rOsste 
ntid wictiti^te, dabcr kurnwe^ als oibdnm forcsti be/eicbnet 

NachXl, 2 bezant seioe Grenze in Trittenheim*) aii der 
Falre, Uberschrdtel <1en HOgel anf dem Karralwege, gehi auf 
den Droubacb biB znr Mitte dea Wassere, die Drone binunf an 
dem Ufer, da^ dem Dorfe Leiwen^) xulie^t*), bis /am Dorfe 

l> Der Nftine entfttand voW aiw der XJ, 4 gebraucbten Wenduag 
alLA H»VB, womit aber nur der diohW^ VVald im UegenHfltzG amm Eott- 
laadc g'cijiciai ist 

^ Tjitidkr^iB Trier. 

8) LnndkrAib Trier^ 



-!.^i*.-&^Googlc 



Dor T<>rritoriabtaat <los ErabiiKihofa von Trier vm l£20 *lc. 17 

Dronecken'), von da bis zum Dorfe Malboni*) und /,imi Atrmm") 
bis %m Mitte dcs Thores, von da mm Dorfe Ticfenthal*), dann 
KU der Wieee, die „WUste^ heisst^ ISuft dann deD Primsbacb 
fainab fe zum Oiie Traf*), von da xuni Dorfe Bflschfeld^), wo 
die F^rster dieaei^ Gebietee Bitten, von da Kum LoAhdmerbach, 
tiber dieEen weg bis znm Ortt Hargarten^, vtm dft Kiim Seffere 
bacb, dicsen Jiinab bie Merzig- und 11l>eT Merzig hinweg, ebeii^o 

tiber Beckioffen ^) bis zur Ba&r, dieee hinab bis zur ftfofiel, mid 
die Mo@e1 biciab bis zur Tritteoheinier F&bre. 

HVaH von dieseiu Waldgebiete llb^r den Landlireis Trier im 
Sfldfiji irnd Wpsten hinaut^g't^bt und it) die KreL^^f Mei'zig' irnd .^anr- 
bnr^ — die BeteilLgung: den Kreiges Befncasld iiu Otiten ist un- 
l>edeutend — llbergrfift, entepricbt ungt^fahr den^ Stfleke dea 
Ijindkreises Trier ini Nordwfitilen, das nirlit innerbnlh dleaes Por«t- 

gebictes Uegt. 

2. DaeForstf^ebiet Spurkenberg""), Xach XXXVII, 1 
bc^imt die GrcoKC am Einflufiac dcr Lahn in den RbGin» liiuft 
die Lahn binaiif bis zum Gelbach, von da binanf bis zum Eisbacb^ 
diemn binauf bifi kdt Weetwand der Ktrche ku Meudt ^i)^ daun 
bis zur WcBtvpand dcr Kirehc YOn liclfcrskirchcn *')j Btcigl dann 
den Bach dieses Dorfes hinavf bis in die aite Saiu, diese 
binab bis mm Rhein^ dieaen iunauf bis Labnetcin. Vom Rcg.- 
Bc2. Koblenz niufasat iliceca GcbLct den r^s^tarbcintschcn Tbcil dcB 
Landkrcisea Koblenz, ctv/st cin Viertel Ae& ganzcn Gebicts; die 
Hbrigen drei Viertel ^ebiiren dem Reg^-Bez. Wicsbadeo an nnd 

Kwar dem UntcrJahnkreisc^ dem Kreise Weeterburg nnd dem 

Unterweeterw aldkrei&e. 

3- Derldarwald. 

XVIII Hec f^unt tura arcbieplBCopI in Birltenrelt et in 
Bran bach i 

XVllI, 7: It apnd Malebru *> de nesnore quod dicitnr Llere 



1/2) Kreis Bemcsswl, — 3) ? 
4/^) nicht narztiAnfren. 
fi-8) Kreis Menig- 

9) Spurk = WitLliholder, 

10) Ktefe WeBtorbur^, 
113 UHt«rwtisierwsihlkniiH, 

12) MalboMi, Kreis E^nu-Afltel' 



lI^g4^.-&^GOO<^IC 



L8 ^ Albert Lennarz: 

dantnr , . . It. de totQ nemore qaod ticitur Idere » . eolvitnr • . 
lUnd neniDB indpit in loco (jfii dicitur Wi^ahIcw el protenditar in 
longitudioe usque ad iocum qui dicitur Howeburne. in latitudijie 
iiK-ipit Bttlenbercli ^3 et protenditur neque Malbra, 

l>ie«e Creti^:aii^ab€ lei auf^AlJcod nachlSsng. Mau muas jedocb 
bedeiikeiij dass Hocfa- und IrUrwald umuittelbar »n einauder ato^en- 
Malbom Uegt xnj^leicb act der Oa^renzc des Hocii- end an der 

Wcetgrcn^e dc& Idarwalden. Vicllcicbt iet ea gc^taUel, d&si riLlhnel'- 
hafre Hf>wcburue in HaB^ebnme zu andern, wodnrch man daa 
Dorf Hasbom ini Kreiae Ottweiler erbfilt, melt weit von deni 

l'nnki«r tm daa die Ost^rcn^c dcD Hocbnnldca la die Sbd^ctTKC 

Dbergf^fat. Indein die^e Grenze tou Malborn bis zu jeueni Punkte 
best^dig am rHinebaclie entlang tief, bildete sie fOr die d^naU^e 

Idarwaidee. Wutuloz, oder, wie die zweite fiedaktion ecbreibt, 
WkulorT wBfde spracblicli einein modcmert WOalar entsprechcu, 

das aber cicbt eitsiirt. 1st die VeroLutbuiig bez. des llowebame 

rioiitig, SO mU6fit« Wiziilor, itiit Howeburne verbimden, eine von 
StSW naeh NNO veilEufciidc Linic ergeben. 

Weehalb der Idarwald ho Miiuuaari&ch befaaudell wird, i^ 
vorderhand nicht abznBebca 

WaB nun iancrbalb diescr drei grcsacn Forstgebiete lag^ war 
durcbaus nit^bt alles WaJdland. 

Die Gren'/.e des Hocbwaldes umgchliei^t ticben der Stadi 
Trier selbst dio erzstifti&cfaen Bezirke WaUIracb, Rdnsfeid, Oebtirg, 
Kell und Ifficb ^anz, Merzig iLuilweiKti, also bijdeutmtile Kidtur- 
Sacben. 

Daneben batten andere geistliche Institute in diesem Gebiete 
nichl unwicbti^e BBBiLzungeu, wie auH Kalilrtichen Stavkuu h*n 
Beyer hcrvorgeht; so leBondera dae Trierer KloBler S. Maximin 
durcb eeinen GrutidbeBitz in KeouT Longwicb, Riol, Fell, Detzem, 
alle an der Nordgrenze dei^ Hocbwaldes \m Landkreise Tner, 
eincn GntndbeBitz^ der in deni mit dem L. a. i. F^t gleichzcitig- 
abgefaasten Urbar dea Klostera ^pezialifitrt wild; ebenso das Trierer 
Kloster S. Mattheis oiii aeinen im L, b- i. selbst erwabntco Hofen 
2U Lanipadec, PeUin^n und Hentem^ sttdlicb von Trier; d&« 
Trierer Kloeler S. Martin init Oekfen, S- Irmin mil Scboden^ u. s. L 



Der TerfUorlfllaiaat des ErabiatTliorb i/du Trlei um 1220 dc. 19 

[ Unter Amen Verhalliiissen ist die HocbwaMgrena^ fQr die 

■ ^Topflgrapbie des F^^iitifts nur von rel&tiver Bt^f^ntunp. 

i Em Foratgebiete Spurkenbefg kgen die erz^tiftiflchen Be- 

I xirkc Niederber^ und Montabaur, abcr dfunit war der Gnrndhemtz 
: in diespni Gebiete keineswe^ erscbOpfl, w«nn tmch hi^ wie 

i beim Iclarwdde, id deeeen Bereich die cr^fitiftiscbeD Bezirke Birken- 
feld nnd Bronibacb lic^n, die dicsbezUg^hchcn Qtiellen iveit sp&r- 
jicher fiieesen. 

! In wie wdt ^e abgegrenzten WaseerlUnfe ferfiiBfiungs- 

recbtlicb mit den groeeeu Foi^t^bieEen in Beziebang stehen, wird 

iriob vipllfiipbt eptttpr vpi^pn. Hipr intPEvwirt nnc riTir das Top<v 

^prapbische. 

a) itn Abpchnitte VIT Saarbm-g, alBO in einer Gegend, die 

cin FiBchcreigebict anf der Leak vwi dt^cn MUndun^ bie zu dneiu 
fiicbt niebr CeBtzustetlenderi Sencbelstein ^). 

b) Im Abflcbnitte XV Ffal^e), Ab«at:c 1 beieEt est Preterea 

[ in iiio^lit bannum habet (ec. archiepificopug] a ^ Mana seniorc 
UHqne ad flmnen illud quod kilan dicunt. 

S, Maria senior ist S- Maria ad martyree &ive ad litue Mo- 
seJIac zirni Cnterachiede yob dcm jtlng'^^en S, M^a iid)en don 
I)om, deni i>ekaiiiiten LiebFranenstift. Von jeneni Khister xo^ Hcb 
aleo die Grerixe dieeea er^fitifdEchen Flneebannee bie zum Knfiasee 
der Kill in die Moeel, nicht weit von Ehrang. Anch dieeer Fliies- 
bpjin iiogt aasserhalb grfffiHcrer ForetgebietCp 

Daflaelbc ist der Fall tei einem dritten Flu^ab&nnc, de^en 
■Grenzen nicht ange^bcn and; 

a) EhrangXVI, 7: Prcterea linbet ibi arcbiepiscopoe 2 pieca- 
toree . • Scd in Kila nulln navie erit nisi qaorl ieti 2 piecatores 
liabenL 

E^ wai alBO etn Fiecbtann anf der Kill 

d) Im Abecbnitt liber Birfccnfeld nnd Bromboch XVIII, 12 
beiet es: 

Id Ingllnheim manent quattior piEcatoree qui tenentur piBeari 
arcbiepiecopo onmi tempore quo vohi^t in aqua qiie dtcit&r dro- 
g:ene et Na; . . > . Ptscatio ftutem arcbiepiecopi incipit in vir- 



1) Vll, 2: BannnE IIIluq ttaminlG qui diuitnr Lucn ?st arcbiepificopl 
-a Sarah ueque art Sench^leteln, 



i>34i.i.-&^GoOglc 



so Albert Lennarzi 

merjsbai^ et proteiiditur nBqtie ubi suuKbad) fluit in Na et irMlfi 
neque humerewilre; it^t ex i^ltcra. parte incipit in etlet^ivibc et 
protenditur usque dagcbrechde»wa& 

Es baTidi-H mcli um ticBtimmte Theile der Nabe and des 
Thraimbach^ Der der Nahe beginnt am EJafluBee dcs Wormfl- 
bacl)t4 utid geht bb zum EinflviEse dee Sieab&chs; von da bis zii 
deui un^tuffindbsreu Hftintaerewetler. Der des Tbrftuobacbg begiuDt 
bet Eltweilcr eui der TtirauiiT ^^Qt^ jedenfalls die Thr^um hinftb, 

da dtG«e erst bei Eilweikr brciter wird» bis zu d^n nicht mohr 
festzuQtellenden Dagebrechdeswac, wabracheiniich an derMiUiduag 

der Thrftuu. 

e) liu Atfidinittc XXIV Uber Kobknz tindet sicb Jiu b. Ab- 
eakae eine StdJe, die vielleicht &Qta altcn er^tiftiBcben Flufi^bann 
vM rekouBtmiren eriuOgUcht: 

>Si de conflneiitU trevertni t^rit iter arcbi|»^ulis, ptscatores eou- 
fluentie dcbeni E^eom piscando ire usque ad pontem treverieuni . - - 
Ee folgcn doun Beetiinmuii^ei]i Ubcr die Naturalrcr^turt^cti, die 
der Krzbu^bof in die^ni Falle dec Knble&7(.-f Flai^liem ku gebeD 
hat, Hiennit vergieicbe man den UmfRng der enceliftiacben iloeel- 
fi«cherci, wic cr in dem undnlirten, rtbcr jcdcufalla jtingcrcD Tricrcr 
FiscbereiweibthaDi entgegentritt: 

EC dicto di« dicfi pificatoree adiudicnnt dmuiuo trevetenBi 
flOTium luo&tilc iL ripa dicta dylmcrbaclj propc jxcmas remychc*) 
us^ue ad arcli^m ^tam in iitore njoaullc propc miiros conftucntic^). 

Da €ine willkOrliche Ausdehnung der erzfttiftiBcbenFlscberei- 

rcchtc anage&cJ^ioBftcn isl, &o vrird eben dieecr letzterc Flaaahann 
deu ursprOnglteben Recbte enl^precben, nod der ZogtaudT in dent 
dieseB er^Btiftiscbe Kedbt iiu L- a> i. erecheint, ist irobl nur aIb 

eins der vteten Syiuptoine iSr die groese ticlbstandigkeit zu be- 
tracbten^ mit der gerade damala die Stadt Koblenz dem Erzstifte 
gegfnfibcr stand. Wie alcr jenee orzetiftiflchc Recbt cntstandj 
vrird atch vielJeicbt spEier Kctgeii. 

Die dritte Art von GrenKangai>en zeigt deb in einer Stelle 
im Abschnitte Birkenfeld und Brombaeh^ XVIil> V; It. Dotandnm 

quod tcrniiuae bonorutn erckiiepiscopi de baDDo dc birknt- 
velt et branbacb incipit in bniracbenbunie et prot^ditur in Eicbeit- 



L) Remich in Lujcenibtirg- 
2} L^RC. Arch. J, d^ 



i>^£i.-&rGoo<^lc 



Der Tei-i-korlnlfiLAiU; ilen t:r2lilbi:liDr>i voa Trter uiii l200 etc, 21 

bacli el dc illo u&qne ad viUani qne dicittir Aldcna tAIdcoaa] et 

per ailvAni qiu*, dicitar durt^holT. et iu;ijiie 1sr>iift ad pnntenr. 

Die Grenze begann alBO bei Breimjiretibora, Kr- Su Wendd, 
Ti5rdL TOii EautQ holder, gin^ dann ztiiit Keichenbach, foIgl£ diesem 

jedenfells abwAii:^ bis 7,11 d«!fit nicht inehr fesl^ustellenden Aldeim, 

vielleicht in der Nabe der TliraunniUEicfuR^, gmf; d^nn diirch den 
Wfifd J, Oiireholz^ bis fitm Stc^ bei EiBcn, elldweetlirli von Birken- 
feld, Hie Bezeicliimng qlHnreliol/,*' scbeirt iintergygftiigen ro e^in, 
Aber die Gegend /wiachen TAseit and der ThraanmUnilung is! noch 
imnier buscbig'. Vl^a^ nut der Grenze ^emeint i»Tj soil spUter unter- 

Xach alien dieseii BeBtinintu%^en k^uncn emi^ zuaantmen- 
fasdende Benierknngen zur Topograplkie der erzstiftischen Herr- 
sobaft ^'cujficlit worden- 

l>er 6tidlicb&tc Ort iat Bona an der Saar iiii Kreise ^aes- 
louia; der weatiichste Palcem^ uoterbalb Remiehs, &ber atri reeliteii 

iind <JstUcbstcn entJialt die Grenze dcs <Spnrk€nberg^ ForsteB; 

jener ist m der Nabe von Max^n ini Unter western aldfcreiB, dleser 
ani EieU^cb awieelton Meudt und Walhneriid iiii Kreiee Wo&ter- 
bur^ za sue hen. 

Die Uefiily.ungen erstrecken wcli iu eincr breiten, vol 3W 
nncb XO verlAufenden, vielffteh antcrbrochcnen Kettc, die von 
Ssar und Rbein ^i^^nzl wird, wenu man voni For&tprebiete Spurken- 
ber^ Abeieht Den itatbdicben Kem bildet der Landkreis Trier. 
Dicbt tindcn fiicb Gr/«tiftieche BeeitKUngen im untercn Sanr^biet 
und vou der MUntlung der Saar bU in die Rerrica&teler Gegcnd 
die Mogel binab. Von da abwilriSj swwie naeh der Eifcl xu wenlen 
eie apHrJtchei-. 

Zwelter Abschnttt. 

Die HefitandtbeiEe der im L. a. i. untersebSedenenBezirke 
des Trierer Territoriunis iiii beeondereu. 

Bei deFEt allgenicinen Uob«rbliok uber die BcsHtandthcife eiiie« 
naeh deni dureliEchiiittUf^h angewandten Scb^aa beh^delteu Be- 
sirks dea er/stiftischeii Ternfoiiums ergaben sicb als dtrarEigie 
Be&tandtheile regelmfieBi& bebtellte FUichcn, abeegremite IValdgc- 
biete UDd Waaeerl&ufe und die BSrnie. 



U^g^ii^-t^GOOglC 



S2 Albert Li^Dnarz: 

Diese drM Bc^tantlthciJe steben in cinem b^tiaiiuten rccbt- 
licbeii Verii^tnissG Kum ErzbiBchofe — ea fragt dch: in welebem? 

L Das reg^maeeig beetellte Land. 

An reJ^lI^a^i^wg btstelltem X^nde fitrHlen &ieh AeJcerland, 
Wies«n» "Wirigerte und Ofirten. 

A, Ackerlaad- 

At« BeK^icbnungen TOr Aekerluid wareu ihrhsub, hatta^ jn* 
gemm, &^r emiittek worden. 

L ManeL 
Von den msiDBi hciset ee bc^ ihres reclitlicben Verh&itniucfl: 

In N- N. habct dominup archiepiecopue n, maiiBoa')- Dnmit ist 
gleichbedeutend die Wendnng: In N. K- sunt n- mansi"), 

Der EncbUcbof ist aJeo Ei^entbDmer dcr aufgez&blten Hufoo. 

Aber sciion im erelen AbsatKc des creten Abscbiiittef* iritt 
dne stweifaehe Form dieses EigentlmniB auf: In mercehe habet 
dominns arcbicpi»copiie SO manBO^ es quibna h&bct in beneficio 
adrocatu^ 10 et donuniiB PetrUB de luerche dnoa^ reliquoB 6 babct 
arcbiepieeoptis ad vsus propiios. 

Den an ntterbtlrtigo Pcreoticn zm militariacbem Leben ge- 
gebcnen Uufen el«bcn gregenlllrer die luanei, die dcr Erzbisdiof 
ad nans pi-opiioe hat, Diesc wcrden bald daratf bezeichnct ate 
manai qui manent arcbiepiscopo^). 

Aber de nerdcii nicht tininittelbar von erTstiftiechcm Per- 
sona) bewjrthacbiiftet. Der zweite Absatz begiDnt: Cnus man- 
BUB B<Jyit , . . laid fQhrt beetinmjte Sfitze an Geld, Naturalien und 

Frondeii aaf^ di« die einzelnc Hufe ai leisten bat. Dass daiDJt 
jene 8 Hufen gemeint sind, aeigt der Text des vierten Absatites: 
5 mansi €x illifi H m&Em qui inanent archiepi^opo solvunt, . . 

Dic»e llofen mllssen also ebcofallo in irgend einer Weiee 

aoegetban gein. 

So wird denn auch mit J^u^ auf aolchc Hnfcn geBprocben 



I) 1, I; lIMi IV, 1; VI, 1; VID, 1 etc. 
5) II,1,S; VU],4-^7; XHM, 4, fi, 7 etc. 



i>34i.i.-&rGooglc 



Der Territorinlstaat des ErabiHchofB von Trier um 1220 etc- 23 

T^n eioem possewor mansi^)^ Gldchbedenteiid gmd die Ansdrttcke: 
nianens in manBO*), homo qui tenet luansoiD^), colonus^), maa^o- 

Wo voD Bolehen Lenten die Rede ist, wird faat etets cine 
Ton ihnen zq leistcnde, auf d^ Hafe lastende Abg&be oder Fronde 
erwfthnt, fflr die fucb die allgemdneren AiiedT[icke finden: census^ 

denarii censualefi'), ae^eres*), ilia*), ones'"), peneio"), Bemiinm'*); 
verbal: dare, Bolvere, eervire, deberc Die uiannigfachen Sond^ 
bezeicJiiinn^cii fflr befitiiumte Hufeakistungeii Bind em spSlter tbeil- 
weiae lu bertickaiclitigen. 

Dieee HuFen vergiebt der Erzbischof ^u Erbrecbt, wie anB 



1) VIII, 2^ It. qoisque posseeaor mauBi triturabit ai-chiepiecopo 12 
di«s . . . XXXI. S: Qaicnmqne tetornm mansorann po^Aeaaor est, dabft 
in iratHlci dtiniiiij 1 den . . , 

2> nE,4: Omnea rnanentce in Tnacsin ilEie . . , Idetr faciQQt <cme 
Fronde). IV, S; [n medio maroio veniuat oianenteB in luaiiBiB iliifi fid 
pal&tfnm et Berviunt . . . 

3) XSXI, 4t taominea qai tenent hoa muiBoa, t^nam HrchiaplBcopi 
AAc&bunt et coadcervabanL 

I) I, &: ^ aliquifi colonue habaerlt 9 vel B veJ 4 mangos 

XX?tIl, 1: Quiciinque cotonus veciurara ad vehendum vinum non 
habuerlt - - . VITT, &■ Goloni predlctoruni maDsuQin eT ipeis unani solo 
et Dudo pslafrido prKpuatiuat mittet^ ^ ^ - 

61 Vni.I&i Xn,8! XXV,2; XXVI.4.5; XXVII. 2. &i XXXII, 4 — 
Die estate Biehe S ^ f- e. n. 

6) Xn, 1 : 17^/s oiauai solvit quilib«t . . . medietas ORinium predic 
loTuvn cansuunu . . 

7> Xin, ] , < 1? nannl vel«riM quorum qulUb«t «olvlt G deo- lcd- 
floatea . . . cf. XXlil. 2. 

S) XXVt, 2 . . 12 manei et dimidius qailibet solvit ... 10 den. et 
obotom pro aasaribua. 

9) XVn, 2; Prn^erRa 4>st Ibl dimidius inansQfl plecarie qnl de omni 
lure solvil 8 stA.-, XST T, ti . . Ecoutrario quicquLd iuris proveuit de S 
qnartifi uQiufi mansi, redpit ipse viilicus : XXV, '6 1 Proterea apud WaJtcrs- 
dorf QHt dJEEiidiUfl mauBiiB i^ni t<-i:i4>tiLr omi?') Ina quod toneiilur alii lO 
predicts mansl . . - XXXIX, 1 ; , . Mansue etiam eet In metriche qui solvit 
omDui iura que mipi'adicM maiiHi soEvunt, ' 

ID) IX»3: Hi] autem b jnanai oxcipinntnr ab horerc 30 maneormn. 

II] i, &: . . . vai heredes maximam penstonem dent - - quam sol- 
vunt de manso udq (emporft; 111.4: Bubet etiani Hindeiu 3 inauaoa 
quorum pensiocea teneotur In beaciicio, 

12) XXV, 3: It. apud mulene est mansns qui debet simile servitiunu 
sed DicMt aerv^ 



i>^£i.-wGooglc 



24 Alb«rt Tj«nnAi7&: 

f(^iiden Stellen erbellt: T, 5: Si aliqnis coJonus habucr^ 2 rel 

H vel 4 irtansoH vel partem la&nsi quantnlamctinqiie^ si vir moritnr 
in tuftneOf uxor eiuE vel heredes ipsiiia primo Ecdpiunt optimnm 
pccoB qncwl relinqnitcr a mortuo vel optimum BUppellcctilfim, si 

non liAbet: |tf^nft; d^^intlft dmii. arrUft^iKcnpim Hr^c^|ut quod melins 

est, «i nec pecoB nee ^liqaa BUppdles invenitur in domo mortni, 
uxor vel heresies niaxim&m penBioneui dent pro pecore vd suppeUcc- 
tile qiiam Botviint de inanwi iiiio tempore'). 

DerAusdruck pErbreebf, pbereditariura ius", erscbdcrt also 
wOrtlicb in der letzten Stelle nntS offenbar Tur dag bier m er- 
ftrlemde Hnfenlonrl *). 

Die TOtlet/ie Sidle spricbt aehlechtweg vum Buccedam m 
RiflBBo, ak b&ndele es Bich um einen einzelnen, wahrend andere 
von der Galtin oder den Erbeu reden ; etwae ni4bere« Ifiatd «ich 
bkcr nichl ftnnittcln. 

Bei der Uebemaljuie der Hufe iiifolge dee Todes des Be- 
eitzere bab«D der oder die Erb«n cine Abgabe -/^n vahlen, Alies 

weiterc darSber gehoii in die Wirtbechatfa^eBchictte. 

Dieses gaiLxeRecbtsverbfiltDisskOunen witkurzmit pBaocrn- 
lehcn'' be^ichnen im Ai^chtii£ee an XXSClTf 2: It quieunque 
feodatm^ fuerit man^bus IsHb, 14 dte» dominicaJes annuatim Facict 
Im ^IbenSinne wird XXVIII, 2 beneiicium gebrancht: It. qnilibet 
qui bwdiciuin lenct vel mirae vel mainsT 1 den, etJvet ad Heeuo- 

1) Jl, I: Si vir moritur in maneo, eolviiar inde qviod <!e supra- 

HI. d: Si i|tlm Dioritur in mftnaib, idttn e&Jvitar iode ATChieplscopo 
qood de aapradiclie maTisIs et «Ddeni roodo; 

IV, 3 ebenHO ; 

Xt, It: It. »i 4UU1 In bonis iUlfl dectfwfieril, vi^aa AcdpTct ninlEii9 
veatimcntnm eC postea dabit ardiiepJecopo ii>dEue, etpcrwrnun* erit ab 
omni iitte c^xcmptn; 

XXXIX, S: Si quia moritur in mansOi €l succodens in t»adeiii dnt 
tanlum ad vurehur*- i|uaiitnni dai census s^rlK 5 eoJ,; 

XXXViri,3; IpsevtUiKUBhabfl aniuti budEnch sine advocato pioxima 
die poAt JAbtom Martini in t^urto monaetcrH. quod iii aiiqulH homlnuiu 
ad otirtixn illsm «AUBUm uuum p^rtin^ns ill* die non dederit, iiiilutEAH 
babet daudi cenaum 6 ebdouiadas auiequam publiceCur. Si infra pnbli- 
eationem moritur^ qoicquid ad EpBUnt a parcutibue £UiE berec^iurio lure 
ilfiTulutuni est, quicquid baljet allodii, excepta dote uxorla sue, tracsit 
in saJicam terrani curtig &rchtnpi^O|ji. 

SJ] U*bet ^aUodium' vgL S. 52 f.? 82. 



Dcr TerritorJalatAAt dcM EiEJ^ifichofe von Tner um 1220 cic 25 

dnni fenuiu archiepiscopi. Ds^ daniit die gi^wdhdkben Uaaern- 

linff^n geiiipint wncl, leigt iii« Stelle T, 2^ in dfr (lie AbgHl>p vnn 

1 den. for die Wieseniuabt als ordcntliehe Leietung dcr 6 manei 
erscheint, qui manent archiepiscopo: LInu5 mansUB fnAvit . . . . 
ek 1 denar. ad set^anduua prfita in inlio . , . 

Kotnmf daher der Auadruck feodum oder benefieinm vor, 
80 Ut zu nntersuchcn, ob an der betreffeiidt^n Stelle nulit^acJie 
LeheUr Lelien iu) eigQEtt^ich«k Sinne, oder Bau^raleben geiueJnt 

Bind. Untet letxtere Katcgorie Bind socli (He »ieht eelt^D anf- 
gefubrteii GmndBtOcke, uiei&t Hufen, 'in recbnen, die an niedere 

VeMVflltimgftbwinjten otler HnndweFker vGPg**b^n Rind, d. h j^d^n- 

Efille an nieht rittorburtige Personen^ st. B. Vin^ 17 : &M)ntnirio babet 
idem vClicus dimidiutn itiaDsuni cunt omni iure euo et 4 iiirnalia 

ot prBtnm; VUI, f>: It, ibitlem cnnt 2 lu&nei et dituidivs ad fabri- 
canduni archiepiscopo pertinentes ad ciuodcunque ipse Folnoit 
edificinm; sed fabri»^ remini dandniu e«t , . . - etc Dadnreb, 
daBG dieee Inhabet YOtt ibrcn Hnfcn iteinen ZitiE z&lilen, wird 
ibre anitlicbe odei^ gewerbliche MUheivaltnn^^ vergUtet. Bonet aber 
bildet die Thateacbe. daas eine als beneficiuin oder feodum be- 
^^icbnete Hufe unbclaatct iet, cin sieii^reB Merkmal dafur, daafl 
fiie den rechUfchen Obarakter eines Rilterlcbcue ti^. Al^ 
zweites Merkmal biafUr muss e^ wobi -^Jlen, weim eine ale feo- 
dmn odor boneficitmi b«seichcete Hufc in den H^uden einer ana 
dem Zu^^^ninenhdnge dea L. a. i- oder aus eonptigeti Urkunden 
als ritterbttrtig bekauuten PeiH)n crsebeiiit Wo diese zweilc 
TbatBAcbe Quftrilt, mi b\q mit der erstei'cn fltele vorbuiiden, rticbt 
aber unigekeLrt, Die. selbatveiatandiicl^e Vcrpfiicbtun^ rM ritter- 
m&^eigeni Dienste wird dadnrch itatnrlicb iiicbt besettigt. Weiiu 
in einem der folg-cnden Zitate inilititree ntatm mit der Pfliebl 
der Heerfahrt aufgtftlbii werden obiie die au«dritck]iclie Bexeidk- 
nnng ^Lehen^, bo ^horeu dic«e natEbrlieh aacb hierhiu. 

Eb koimnt aiK^h vovj d&t« ^i^he rittGr]n&B^g:e Lehettliufen 
mic einer kleinen Abgabe bdaslet sind, vnn der in eineaj spSteren 
Abacbnitte dteser Untersrebang dai^baiiL wird, dat^ eie keinen 
priratrccbtiicbcn Charaktcr bat^). 

1] Anr Hruncl dkaer CeslchtbpGuktb kann d&her Tolg^nde Auf- 
stellunK aber die rittermUsBJ^en Lehenhufcn gemacht ^«rdeQ: 

Merzig r, I: ... habet in ben^ltcio advooatue 10 {sq. mansoE) 
et doioiDU^ Fecnu de merche duos. 



i>34i.i;-&^G00glc 



36 Albert l-,«n]iHrz* 

Will uiaii ans dem L. a. i. t^elbst einen unterscbeidendeD 
Aue^lraek fflr <Ue miHtttrisdien Lebeii gegenflber den Baiicnilebett 
;:cwinnen, m bietet stcb ^liberuhj feodum^ dar> ein Ausdntck, 
tkii der L. a, i. zwar nicht fUr golclie Hnfen, sondern fdv die 
dem Grafen von Bliescafilel kl Leheti gegebenen HOfe gcbrancht, 
XXXIV, der abcr acch fUr die rittcrmSa^cn Lehcnhnfcn die 
8ac)^e trJiFt. 

WILhrend demnacb die tlbenvief^nde MehrzabI d«r Hufea 
ab Baaemtebei] gcgen Zins zu Erbrecbt vergeben Bind, werdea 
daDeben m einigcn AbBchnittcn ritterniaeaige Hufenlohcn anf- 
rcfttbrt, die aasBcr ihrer ritteiTaiieai^ii Vcrpflichtuoff keine o^Jer 
wcoigsteitB kcine pHfatrcchtlicbe f^claBtung crdulden. 

Oanz vereiiiKclt aber findcn Bicb Hufcu in unmittelbar 
erzBtiftischcr Bcwirt hschaftung- Die dozige StelJe>. 
die ds8 dtrekt Teir^thp fiodet mob XXXI^ 2 : It est \h\ itianena et 
dimidiuB sub anttro archiepiscopt 

So kfinnen dcnn die Hufen unter dm ver^hiodcncn rccht- 
liclieD Formen dem enBtiftiacben Eigentbuni au^hiiren, einereeits^ 



PftllBFt JX, 1; Ad pBtatium in creveri 3B mAiiid pertinent . - - . 
4 pertlDcnc ad cellftrium quotum dommus Walterus *le palatio liabet 
uimm, et 1 iiunsub pertititit ad grAiiariuia ubi amiDiia mpoDitdr' qaem 
dotniDnA WalterciB conDinaiiooi habct cum fratucic doo Hninn<biitiE>T et 
dlcitur ilium ccmmtuidiR esM suum Bt tie^otl^ RUi beneflclum et libernm 
ab «xac1:ione. 

Rordel XVTI, J: Vd cordele hiLb^t nrchi^plftcopiie 9 maauia minus 
oct4v« parte, apd quaitA miiiu inlfcnefici^a eat. 

Bii-ki^feld XVin, 3 : It de omnibue maitais lati^ Gctvititr auiiuatlm 
Ad of^cium dol&bri 1 Itbia cum manaiH iufeodaUa- 

K^U SXIJT^9t It, ibliltiiu snnt 6 uinnHi, it. Si qnomrn uhiih est 
eccleale el alter pertlnet ad vitnim. maiiBus vitrl solvil 3 den. c«PHuales. 
6 man^ qtd conceasi aunt feo^ali inre et mansiia viEri dat atchiepiBCOpo 
In natHle domini pro trifliuiga 7 maldra aTcto. scapniara, donarimn et 
a pane& 

Koblenz XXIV, 4: Dno mtlitareH maufilqui proprio eumptu usque 
ad moDtea d^^ent ire. aed ultra prog^rEMlieiitea archieplAcopi donarla fwa 
de1i«nl su^entare. ^ ad ang'loa vel tenedod annt mittendi provideant 
inteHm eibliii«tlp£JB impansM om^ue waleageitLnndi. uJlra provid^at 

arcbiepiscopoa. 

Niederbci-gXXV, &: - - it dao niansi BUiiG apnd omeze fLttinentee 
carle in nidt^^cut]«rc, qoDtBiD uuua aolvit in ibato Mortiiii 15 dco-, alivA 

inf«odAtua em. 



u^f^-arGoOglc 



Der Territortabt&at dea Erzbischol^ VOQ Trior um IS^ «tc. 27 

in den beiden erOrtertt^ Lehiiefonuen^ aDdcTBeits ala unmitteJbar 
TOa ersatiftiachem Persona] bewirtbacfaafteier Boden. 

2. Hattae. 

Die b^tae, eiDnial kumdc'), vnn der zvrtiUn Kedaktion aber 
stets agri geuannt, werden, wo eiae Maaeeeinheit voi^ommt, in 
jngera amgciecbnet Bei aiier VK^leichung eoJcb^ Angaben cr- 
giebt Bicb aber kein Qbereinstimmeiades Maaaa, 
Eiutnal uufas^D 

9 hattae circa 100 Morgen"), 
em sutdermal 3 , 51 n*); 

2 , ^ .*), 

2 « 40 „•), 

3 „ circa 176 „'). 

EiniQa? iat von ntthin pleuariae die Redc^, ohite daw dleser 
Ansilnick ^rklUrt wird- &ach ludeDSoiistjg-t^u nrkuiidlicben QudleQ 
mid in der Literatur findet fiidi nichte fiber iba. 

Die Achki war nmzkunt^). TTnter Umat&ndeD wurden aucb 
Tbeile voa Achten an Bauffrund imd Gartcniand verwandt "*), oder 
ein GebSude, z. B. ein Kettcrhaus, atand auf ejner Achte^^, 



I) a. Koto T! 

Q Vni, Vdz Item fbidera habet arohiepiscopuH 9 atU0 , - OTnii«» 
iete batte coctinect in ee drca 100 inrualia. 

3) XV, 6; Preteroa sunt ibi 3 bsxte qae linbcnt 51 ing«ra. 

4> KVI, 5: Gnut etiam ibI 3 hntti quoKttm catimotio vjst S6 iugf^r*- 

5) KVTIiB: Bftbet etiam m Cordcle 2 haftAfi quarutn Estimatio est 
SO In^era. 

6) XSVII, 4: Item ardilepiacopue habet itti 3 hntuu. Iiarani J solvit 

7) XXXIS,5; Id CQria Jfila Give mcn&att^rli habet arcbtepiscoEtne 3- 
kiuniEe 1 6- hattan que coatincnt in AG circa ITiS iurnalia. 

8) II, B: Hrohlopiflcopus hAbeC ibi 7 atthin pLcnariAB- 

9) yyXTTj 1; _ . IL de qvolibei iBtoram mansorani fiecaf>uniiir 4 
plauKtra onersta virgifi &rl sepieitdam haltnm epiHcopalpm, 

10) XXVIII, 4: Id eodein bai^nc habet archie piBcopos S hatCna de 
qnibTts &^ique partes hamiQibTte adveolciiti bos concesse avait, vrdeiicet 
aree et orti, imde in codbu per aimiui] soJvaDlur in feato b. Hartioi 
11 denuiL 

II) XXV. 8: Preterea babel Ibidem in a^iis S haitafi, ir eiRdf^m 
batds babet cfl4>eItvDaB riUr torcnlar ^aod bnnde dlcitar. 



i>34ii.-&^GoOglc 



SB Albert L«)3D4r£? 

Des rechtliehe VerliAltniss, in dem die Achten zniu Erz- 
biBchofe sleheD, wird am t)eBteii in Verbindung mil dem dcr b^deii 
folgenden Arten Ackerland erilrtert. 

3. Iugera> iurn&na, luchi. 

Die Auedrticke iiig^mm und iurcale werden eiiterseite al>- 
-wechM:lnd als P1£/^henma&flae fttr Achten gehr&ucbt; obaberheide 
AusdiCtrke vOUig gkiehbedeutend siiul, kaoD nach eincr Stclle im 
letzten Abscbnttte in Zweifel gczogen warden ')< Andersdts 
komiiieii allein^bende, iiicbt zur Einheil von Aehteo zusaiLimen- 

4. Agri. 

Der AusdinGk ap;ri ist rieilich an und fllr @mh dnrcbaus 
sUgcmein* In diceem f^imc tgt cr in d€D zitirten Stdl^n XV^ o, 

XVJI, bj XXVIT, iS <lcin Wpite ivgemm ai^^IiHRgt odcr M?n>U;n-ie 

mit ihm in Beai^himg gebracht; letzteres ancli mil dcm Ausdruck 
Achte^f. Wie bereita erwafant, aetzt die aweite Rodaktion ilbcr- 
bftupt fittfts aget »ftatt ahta. Daoeben abev trcteo ttLcile einfacli 



1) XliLXIX, 5i habet etiam ibidem 19 iiig:erfk cobtiucaUa totidcm 
inrBaTiA; preterea hab^T GO Inroalia. — Wamni nit^ht glcich: habet 109 
iumalia F 

Sj IX, 7 H. S. 10 D 4; XV, &: Pr«ERrea de alifis a^rla rhqi ibi 3B 
itig:«ra; jfVl, Si D« juchis per L aiiDiiiti snlvDntnr IS maldra eL diii^id. 
aili^uiBf decacdo anno tantandem) ttii^io auno n[ch1I. iC> dc 6 IucIiib 
^ni etiaiu ibi svait, medieraa tructnTun HrvhiKpitcopc aolvicur^ XV I, 5, 

nnt-h dt^ hnttiii-: ^. ftliN iirtii,[ ibi 19 intern di^ qaihoK niiniihrL^ mt-dit^HA 

fructuntn &n:hicp1ecopo sclvltnr; XVII, 5 nach den batcae: eodem lure 
(a. S- 29 n, 4) hnbeC mleiie S lagera agil ec In cordele 2 iugera agri; 
XX, 5: Freterea attioent cvjie- ai^hicpificopi ibidem 40 iorDaled qaarcini 
BenitnaiitiLr ono anno lb, alioro 25; XXVn, 5-. \i. habet ibidem cunam 
ad qnam pertinent 56 Ittgfcrla agri com brairo suo arHndu; XXX: It- 
habet ibidem 13 iucliv de qnibn^ predicto lermino fiolvuntux b hoIl^ et 
5 denarii; XXXtX, 2i H!i£ qui Icnent Eatoa 8 mai^aoa dantur ex cnrte 
fltehiepiscopi nnmn iuche cnm av^na et iiniun luche ctuo fiifigice itx 
meaee; XXXTX, & ». o^ n- I- 

3) IX 9 r Jn TDonte rnlro Treverim prope tutnbam dantm- de cjnc' 
d&iti a^io qui &tlm dicltnr [continciaB 4? iuTQidln] annuntiiu in fcato 
Mar^rd 10 ^Lidi in ceoea, . - . d S. ^ iv 11- 



i>^£i.-&^Googlc 



I>er TerrliorSalEUUti (lea CrzblfCboiG von Tri«r urn 1330 etc. S9 

&ls fi^'), tlieilH aX^ agri mit einem beeonileren BeiuAmeu bezeich- 
ncte GmndetUckc auf^), 

Haltae. Ingera. AgrL 

In wdch^i Vei'hJUttussc abcr stehen dicsc drei Arten von 
Orondatilcken zum Er/bischofe? 

For die Hufen ergahen sich die drei Formen de& Ritter- 
khcna, dca Itou^nlehcna und dcr tl^clbatwirthfichaEt. Die er^te fallt 
bei Acbteo, Morgen und Aeckem fort, da ketne 8tcllc daranf 
hinweist Dageger 6nden sicU vergebene nnd unvcTgebene Aehten, 
Moi-gen und Aecker. J)am fiolche OmndBtUdce vergeben waiem, 
folgt anB ibrer Bel&stuog, die tlieila in Form ei^ws, fenten, wie bei 
den finfen ^ci?iihu&" genannten Satze« ru Geld oder N^aturalien'), 
th^la in Form eines Ertraglbeil^ m\ ee der Hfiifte^ sei es eines 
Funhchntela*), aufuitt 

Eine Fronde wird von dieaem var^bencn Lande aleo nieht 
gefordert; ineofern ihI das AbliUngi^keiteverb^ltniBs ein frdcrea a1& 
dae der BaFen. 

Die vnvergebenen, in ficlbstmrUiBchaft dee er^tiftischen 
Domaninmft betiiidlicbeD Achten, Margin nijd Aecker laseen diesen 
ihr©i Cbarakter auf eine niebrf&cbe Weiee erkennen: Eininal da- 
durch, dass auadriloklich bciiierkt ivii'd, ale Beien tinter dcm Pfiage 
dee Erzb»Hcbofs odet, was dassdbe ts^ aie wUrden nit demPfluge 
dee Entbiacbofs ^epfiugl^); fcmer dadurcb, dass von ibncn gesagt 

1} XX, h: Prelerea sudc ibi ai^ri qui cum aveixa Beminantar^ 
XXVIi4: Tc cjalGuim|ii« mHiiiiJciiiHrl'a'i khi, aive hnbeitt ptvn vel mLDUKp 
5 dactTi8 curmum cum segul« fa<^et in mease de a^ris ic borreum 
urchlepiscopl. 

S] XXV, 4; ■)« <{aodai[] agro qvi dicitiir dickecerie £ deiu de 
eodem ngro etxletim monialixim in Talendai- l denariani; XXVI, 5: Ar- 
abic pifii:opiii4 hubei ordeiiiedlDc 11 a^ro9 ijiil di<;untur btmdca qnomm 
aegeteh niantiiDDarii iribiLrHhaiit lotalitfT. SlXX; It. ibidf^m de agriH 
qnos ubirlCDdc di.c\m(i DoJvanEnr 6 solidi et 6 denarii. 

3) IX, 9 a. S. 2» n. 3( XXVlll, 4 a. S. 27 n. 10; XVI, 8 & S, 38 n. 2^ 
XXX ebenso; XXV, 4 s. o. n. 2; XXX ebeiifio; tX, 7 a. 5. 10 n. 4. 

4) Vlllf 19: It ibidvm hsbet archiepiscopuB 9 atlas. Una conceeea 
est ad tnediet&teiEi'co^enda; p^d potent revocari qnando vo!u«rIt avchi- 
epibcopba; de reliqui^ 1^ rec^plc arctiifpisf^opiu ijuin^Am et decimanii 
partem . .; XVJ, 5 forbfahrciid {s. S. S7 u. 4): 5. 28 n. £; XVII. 5 fort- 
fahrend (S. ^ n. 5, ct Sfi n. 5) : qnomm frup-fnnm in4>dletn« fiine eTpenEa 
I'piscopl ei coHl^ltnr; XVI, 3 a. S. 2ft n. 2. 

&) XXYII, fi B. R. 2S n, e. 



if^ii^-t^GoOglc 



30 Albert LcDnars; 

wird, der ErzbiBChof gel>e den Froneni bei der Ernie einen Theii 

demrti^ei] Bodcna zura Abcmten fflr cigenc Rccfcnimg'), die crz- 
fitifliBcben Hiijber oder die Baauleute Terriehteteu ibre Prond^i 
auf diesen GrflDdstUckea*), dieee GruorlstQckc wUrden in be- 
flfimmter Wdse bcaAt-**), eodlich dadnrch^ dius eolcbe Bodcnflacbcii 
€]nfach aufgefuhrl werden, oline dass eine Ahg^e bet ihneti er- 
wahnt wird*). 

AuLj dcQ btoseen Namcu inaneuB^ liatta etc. iet mitbin nicbt 
zn ereeheDi ob das betrcBfende GnindetUck ira umuittel^Hvreti oder 
mittelbaren Eigenthum des Erzbisckoia eteJit^). 

B- Wlesciu 

FUr die Wicaen findcn eicb die gkichbedeutendcD Bezeieii- 
nuugen pratiun und bnilc. Wo ein Maaas ttn^egcbcn mrd, ist 
es der Morgen^). Aucb Bie sind eiugea^BDt '). Ihr Ertrag- wird 
nacb Fndwu, curratae, bereeiinet^), dereD GrOese wir hier nicht 

1) XXXIX, 2 a. S- 28 n. 2. 

2) I> 1; ]8 mADsi nrftnt dom, archieplHcopo 3 dicbuH In hattls 
Ai^ieinacojrii lit I- ceteri rustici bacao furcUe|>iHca|]i oleutca ibideia 
3 diebue m ^nno veni^nt ad afthin nrdjiepiscopi ad araDdoin; III, 4 
nach ^beiieacio** (a. S^S^In. 11)? hoc eiceiitoqaod tribuB dicbns veniimt 
In atthiu nrtfaip|i1s(^npi; VI, fl: Quilrhet inAnenfl in baiiQC lllo facit tres 
dle^ ad rLttlila exct;|fl]tf iLlifi qui fu&nent in mauHO doinini Petri «t in 
domU terra ecclesiae; XXV, ^: Omues maxkentefi in banno NidmeDberc 
uietenl dont. archiei^itjcopo in haitle fiuis £ diebun preber iii&aE»l(^aE-iofi; 
XX.VXI, ^2z . . It. qaliibec qat Bratam habet, dncbiu dieboja in anuc in 
hattia nrrhieiilscopi arabiL; XXXIl, 9: , . In vn^e qT[ani1o oratur eplE- 
Co|>iiliR huUa iUHlrtj, HTAjiti ibidem dabiintur 2 panes, etc.; XXVI, 4 », 
& 29 n. li XXVI, 6 B. S. 29 n. 2; cf- SXXir. 1 (a 8- 27 n. 9)- 

S> XX, bfi. $.^n.£,^n.l. 

4) r, Hi ^ battliic habet arcbiepijacopua in M«rcQhe; II, 2 e, S. 27 
D. H\ Til, S: Ibi e^atii habet H atcbin; XXV, 8 h. S. 27 n. II; XXVlH, 4 
<UkeiInciao> b. S^ 27 n. 10, 

b) ITcber dfts Verhfiltniss der Terminclcgie de^ L. a. i. ^n der dos 
U. Prfim ia dieuer fiijisicht h. S. 78. 

B> XVI, 5;: . . . eodem iure habPi*ibl 5 iapHra prati, 

7 1 XXXVI, 4 (27 iUAiwi); Pieterca scpCA circum prate pHrabsnt 
et ftianin in tiorrea congregabont. 

H) VIIL 14: IL e^t ibidtsm prahim id eal bmlt^ de quo poterunl; 
provcnire 20 carrate Eeni; XXXVH, 4t It. habet Ibi B ptata bruel de 
ijliihns itrovenlet ctrua 10 currate Teal; XXXIX, 5: bat>et etiain ibtdon 
2 prata dantia circa E carratatf fouL 



U^gi^^-t^GOOglC 



Dar Terriccriaietsst dea Erzbiecbors vod Trier tun 1330 etc. 31 

ttotersuclien wollen. Besflglirb ihres VerhflltnisaeH zuid Ervhisdiofe 
liaben ^e gros&e Aebalicbkdt rait den Adbten, Hor^eo und Aeckem. 
Wiedemm fuiden sich belaatete und aomit vergcbeac Wiceen, die 
ebeufalls eiitweder eiocn Ertra^tlieil zablen'), oder, was die Regel 
■et» eiDCD festeu Zine'). 

Dnneben gieht et^ Wiet^cu is ^rzgtiftiacher ^Ibatwirthecb&ft, 
■die entweder einfach olme Belastutig uotirt werden^), oder von 
denon gCBa^i bezw> an^edenCet wirdf d&ae &uf ibnen Frondcn 
ficitcns der Hufncr odcr der BaDnlcute rernchtet werden mQasen*). 

C, Wlagertc. 

Die veischiedenen Kamen far Wlngert vinea, picbtei'e, ptetre, 
manewerc, wurden bcreits oben^) aufgefllhrt. 

HezU^Iieh dee Vei'hftltuiaBce finden eicb wiedenim dieaclb^i 

bdden Fonnen, die der SelbatwirtliBcbaft jedodi our eimual^). 

1> XVI. 6, fl_ S. 27 D. 4. 28 c. 2. 30 d, tl. 

2) XVII, 6: Iq pilchc est pi-atum pertinena ad cordele de qiui 
fiolvimnir 8d&n.; Xfl^ 2t de rtreie, ortle et pratig in walfrache {ec. et) in 
micatib ceoaihua d^iilur anau&tinj 34 sotidi et 2 demirii; XXTI, 4; It. 
ibidem tu feoLo a. Petri etP&nlj dfibuntur dc prntia ct miuuEiB ccn^bna 
S ootidi; XV, 3: Preteres de a,reis et s^icifl agris pt pr&tla in fealo 
£. P4^trL soivantur 10 nolidi et 4 den.^ XXVIIT, 4: IL in [DRldeadLeit de 
HFAih f^t prhtik HQ^vimtur urrhicpiseopn BO deu. eL 4 KHinbrEDH nvece- — 
Ueber derartige Kougtoiijerate (i^raba, areae, ht^ti, eallci agri} Biefie dea 
Achacg iiber sxeae rmA t«rrf4 aaliCH^ S^ 65 ff. — Die micnti cecfina, nftd^ 
Lamprecht J, 763 wenTg^ wichtige Abg&ben, hler vohl voc 1i]einereii» 
BJeht spewififliitPii Oljpklen hepruhrend, Hinil nnr ftu^serlipJi ang«retht. 

3) I, 6: . , hAbet ardiieiii^copus in Mercehe , . . 2 brulc . .; II, S : 
Habet eiiam Ibi ftrchiepiscopn:^ 2 prats que dicootui: bmlci 111, S: Ibi 
etjam habet . ^ 1 brale; VI, 1: Habet etiam ibi , , 2 brule; XV, &: aunt 
etfam ibi 2 prata; XXVJII, £; pretet-i!& habet ibi 2 prala qae bnil« 
dicimtur; XXXII, &: It, Archie piseoptw habet ibidem pr&Ium f. g. bjaeL 

4J I. 2i Tl, 2; VI, 9; XV, 6; XXI, 3: Pratum quod eiai ibidCDL 
archicpiscopi, hotnincs ibidem. coiiHciiiDqiie eHnU mctcrc, congnregare et 
in horreom duccre teneatur, XXIII, 3: It< est ibi pratum archiepiacopi 
Id «B| bnile Ejuod metiint bcDiines de curia archiepiBcopt et coinponeDt 
fec&in pt diH^erit Id horrea; XXVllI, 2; XXXT 4t liDniineH c|Ui t^.iieDt hoK 
loanaos, feimiu aircfaiepiBcopi Hccabant ct condcerrabiint^ XXXVi, 4 
B. S. 30 D. 7. 

5) a a 

G) XX, B; PM*erea habet atchieplecopus andemad 7 Tineaa par 
vulaa iu ijuihos aUqoandn cieSKUnt 4 ame vinl aut 3. hec otiaiia jtbaqne 
ulia iufeoda^oue ftunt luchjeijisctrpi. 



U^g^ii^-t^GOOglC 



32 Albvrl LtuuhrE: 

Oder '/a dcs Ertrags^, 

Nfteh XII, 6 iind XXXI, 3 mfleeen die WingertbesitstGr den 

eiVjBtirtiedrcti Windelhoten be^w. diceen and fien Meier bci dcr 
Lese verpfiegea 

Von WiclitigkeU Ut die ^elle IX, 4, indem sie Anf ^n ge^ 
wleaes AbluttigigkeiisveHmltniee derWingene %u bead mmten Hnf ^i 
ficblicBBen laaat; wofllr noeh mehrere aoderc Belege vcrhsnden 
flind^). 

Was ea mil deii Id SII, 7 auf^fnhneD, bier nleht toeroek- 
sichtigtCD 4 pittrin que pertinent ad offteiuiv eitisdcm viLIe anf 
eich hatf sowie ink der Abga1>e von jedem manevrere in XIX, 4, 
floll Biiater er4>ite[t wenlen. 



1) XXV, 4: Jn mnM^rbac qnedftni vinea solvit € dec. coloo- 

2) IX, 4: Ad hoa cjnidem mftOGoa 30 pcrtiaent 24 vlnc^ f-tc 
(s. S. 10 n. 2). Ex hiie datur medietas frUQtnnin ftrchiepisoopo; XII, €: 
finbet etfam at-i^hiepiNiropiid in wakrache 15 Tinen^ que nppelfantiir 
|iichiere, qDamni viotiaTuni fnictas T«dditnr nrchiepincopo dlmidtos, cut-* 
tOtCA autfliti barum vineanim t«mpor^ vindvniiarujn pAPceat ei DtUiUuiD 
&rchiepiBcopi tt equivn si forte haboeiit V€l dabit qi^iibet 3 denai'. et 
16 s(iznbna& ftvqne et paii^eiiii 1 m&iorem {ec. i- «?) villicioiii; XXV, Bt 
Cannes vmee in molecclerbach Ruut iircltlepiscpji] et hoIvouE tfrHam 
fiartem. Oninct: vinee in umtcubacli el omnep qmie habet archiepiocopui* 
Drvar HoJvimt terttHm putem preter 1 qnain babel, g^odefridus qui' Hclvit 
inedi«tatein; XXV, U: It apnd pafcpdorf habet archJep^copOfi I vmeom 
que fiCilTit medi^atem attinene nlderonberc ; XXX[, 3: De vineie qu« 
dicnnmr peetreti dainr medietoB. Unnm de eisdetn vtnels exprlmelnr in 
rorcQljid archie ptsccpU Dabit (ihItih coiti^r de eisdern vSnrb sumbri&um 
avece nnctio arcfaiepiocopi qnt vinnm con^egat. 

8) Tura . . aUlnuntia FaUatlc Treverensl .... 132?, Jan. 20, Lac 
Arcb< I 5, SlGi , . . . uaam pylheram . . que dlcitiLT- el^nde pytbere 
que, bon h&bet aliquein in&neam; U. MaiJcjm, Ueyer II S> 441: Eeiia = 
habet qTiitrbet ntanetm pctitnram; Longivich: habet qnilEbet (tnaoHu^) 
petitnrari; Decern^ 443: In hac villa habenius SO msUBCw cum SO peti- 
Euris; Poelich, 444: Snnt in bai^ villa 20 liiaD»4i cum 30 pAtUnrin; KJi- 
vericb, Ti-itienbetin, Niederetnmel : In Kcv^rche sunt ^no mansi ad 
KmbeMe pen JneiUea ^ Id Trittenbeim duo mansI ad Ptnbelde pfrlm<!Tit<>H; 
to Embelde trea Ennt cnapsii solvit maiiam lo autnirpno duas amoa 
«1ui dt? petEinra pro ceiwu^ rj0r,4fi1: Habut 4ui«HjUe (iuaiiifiirs) pvlituriini; 
v^. Lamprcchi \, 410 f. 



i>^£i.-&rG00glc 



B«r Territoriolstftftt dee Enbisdiofs von Trier am t£20 ate 33 

Aucti cine iSetrachtung dea tiartenJandes zdgt nii^hl^ wesent- 
lich Defies, 

An unbeloatetenf in BelbelwirtliBcbaft bctjndlicbcn, wird dner 
in XXV, 9 atifgeflihrt'), em nnbelastet^' neben drei belasteleD in 
XXV, 7*}, ebenao eio nnbelagtetei- ia XH, 7, dessen Vorgebucg 
abo' bereite ina Atxge g^aest iat^). 

An betasteteu, aUo vergebf^ieii GlUkJ) kommen nebcD den 
dm in XXVt 7 notirten, zur Abgabe der Ertrag^Mlfte verpfl^cb- 
teten, mebnre andere viir, (lie dneu festen c^iBue zablen^)- 

Damit ist Hej' dem Erz^irte gthfirige stfindig bewirbbscbartete 
Gnind uod Poden, soweit er Im L, a. i. aeftritt, ioi einzeluen er- 
Grterif ab^esehen von be^immten im Anbange 7ti bebandeluden 
Stncken. 

Da die Anfgabe dieser Unterauchnag Tcdi^cb darin besteben 
soil, <Ue verscbiedenen l&e«tandtheik dcs Trierer TenitoriDme 
rsiGh ihrer ^gei^art zu kennzeichnen und dann die sich tlher ihnen 
erbcbende privat- and hobcitrccbtlicke VcnvattangsorgiamBntifn zu 
ennitleln, bo musete vod eineni Eindringen in die wirtlmcliaftUi^iien 
VerUbltniaae fob voniherein abeeeehen werdeiip Zu einem eolcbeo 
aber btlttc gerade dk Bctiacbtun^ des at&ndig bewirtkHdiaftelen 
Gnindee uiid Bodena veranJassen kfiiinen, So aber wnrde denn 
weder die im eiii2c[nen otl eehr versehiedene H(>he der auf d^n 
vergebeoeu Lande rnhenden BeUfttung berUcfcsichtigt, zuraal die 
GrUnde dieser Verschledenheit fast nie abzoseben eiod, docU an^b 
die wicdcmm je each der Art doe Bodena oder dcr besocderen 
Arbeitsleiatun^ d^A Besitsers zn Tage tretende Verat^biedcnheit der 
Leii^iing^t. Diese letzlere aber veranlasste den VerfaHser des 
L. a. i. riclfach dazu, cinzctne Hufen mit bcsonderen Beinanien 



> 



1J It. habet &rchicplQCOpiui maJeiie 1 ortUTn. 

S] It- hftbet archiepiBCopofi . . quHtuor ortos, i|Uomin unnin hi^bet 
qnndaiQ hHd^imdis, et hertwinus I et bertulfofi I, d« qnibtifi dAtuf 
Dtt^dietas fitjctuum; ^e.i 4 isl Abo ninht vergebes- 

3) Em promeHom rbEdem. guod ej archicpiflcopu^ corninittere 
voloeiilir nie cui commiBsiun fnerit, i-ediieti fmcmitm jnedtetatem. 

4) XX, I: QuidArui etiftm de qaodam orto dat 3 denar. Uq- 
hflfltimmi hielhr Aip. ZiLht 4l«r Gtti-f^n lb den «choD bei «1en Wf«i«n 
becnr. Acltton s^birtea Stellen XII, 2 oi^d XXVIII. 4, si«he S. SI i^,^3, 
27 n. la 

AnnklEn flea bJsL VeretnB LXlX. 3 



31 Albert Leroarz: 

EU verseheti, odei- vielmebr, ihre Hftinamen lu notiren, ifift bfirdciH 
hnvij, beriuhuTe, hibiihus tjiitwllarie, UHpellanu etc-'). Div Bestbarti- 
gang mil dieeen eowie andercn fliifetmanien, nie n&n^us inente, 
niaoBns ysac etc., geUfirt ine epr&chliche uad wirttischRftiicbc Ge- 
biet^ und aar Im Aabange zu diesem Abi^bnitte wcnli^n wir auC 
eiui^ ^cuige be«ondere tl of eii bezel c^Dungen u. e. w. Etlckaiclit 

a, Wald und Waeser, 
A. Wftid* 

Ahechnitten dea L- n. i. werdeu an WafdmtgeD an%efl3h]t UDfer 
I Mexxig je ein ^^Kflmmarwald" zu Reiuig*), Fitten, 

MetHach=), DoppeuweilcF, Merzig, Bona*); 

Vm Irach 1 KammerwaJd*); 

XXV Niedcrherg 2 Kammerwklder''); 

XXVI OebtenduD^ 1 KammenffoW); 

XXVII Eettcrath 6 Kamroer^rMdcr"}; 

XXXU! Manaersi^eld ein halber Frn^t in Mellich^): 
XXXVI Moniitbaur 6 RflramerwftUer"^; 
XXXIX fiierachnach ] Kammemald"). 

1) ZQ^atmneneestdlt bei Bey^r 11, &40 f 
S) Laiidkreis Trier. 
3) Creie fAermg. 

I) I, K: hAbet ftix:hi«pi9C0pii« - . , 6 nemora cjunerc: ia :^oing«Q 
1, in Vnhtis 1^ In MctriHche 1, lo Wilre I, ha Mercolt« 1, In Bu^lu 1. 

5) Vin. IG: ibidem h&bet archScpiecopan fiolam n^mos camcre de 
quo recipiel iue saanj q^UBEecnoquc. 

6) XXV, 7: Item babet HFchiepiacopue cidai-enberc 1 camervorat 
in que &dvocatQ8 iilchil imia habet, eL ante caatrum erenbre<^t1st«Jn 
(Ebreabreitatein) 1 CftmervotsL qui cruceberg diciCor qui atbjJJiet carle 

7) XXVI, 6t Ai-chiepiflcopUd liflbel 1 CHmcrvorEC ofdmiediDe in quo 
advocatne nichii inria h&b«t- 

8) XXVII, b: Item KrchiepiBcopua b^bel ibidein 6 fi>r«Hta camere. 

9) XKVIII, 5: IniticlichemedJctGB foreflti csl archiepiacopi, (MelUch, 
Kr. WlCUich, vcstl. von Wittlicn.) 

10) XXXVI, 6: It, archicpiscopoa babet ibi 6 Toretita cunera; homm 
2 mccisa BtuAj d« Rir«ro homm En obduD^ dantur 10 maMra aveoc; 
de ftltero 40 modli. 

II) XXXJX> 6; Habel Ibidem archiepE&copiLd nemua camere quod 
dicitur faich (Fitch = amzauntee GebietJi de aqoa pec idem uemns 



i>^M.-&^Googlc 



Der Terniorlnlslxat des Erzblwhoft von Trlw am 1220 eic 35 

Abgesehen tdii dcr tiofach alp ^medfetaft ffjrefiti" bezeich- 
neten WaiUtung zu Mellich (untcr Manderschcid), sind mithio aUe 
^esc Waldcr ^KaiDincrwalder^ oder ^Kammcrfoi'atcn" ge- 
nannt. Dntcr den Wenflungen, die elwas voni rechtUclieD ^ 
We?en dieser Kaiumerwalder vermtheD, hegegnel tv/e\ma\, XXV, 7 
vnd XXVI, 6j die, da&s der Yogt kein Kecht in deoi Eammer- 
forste babe. 

Daiaeclbe VerlialtuiBs tritt in der Vogteiordnang des KIoBtei-e 
Biirt»(!lteid vova Jafare 1326 ent^^egen^): Abbatjesa et convratus 
-fld edificia et alios uens ecclesie et curianim infra predium For- 
ceteiii^e quantum estendititr adv^catio, ligBa lihere incidat et acci- 
piat aOvocato nun requisito; erne datioBe vel venditionej advocatua 
quoque infra eundem tenuinum ad ueua suce necef;Karii>a Ugna 
potent accipcre^ eine datiooc ant vendtti^^ic. Did datio ipsa vel 
venditio iiat per ipsius abhati^sae ei advocati consenauoi. De 
^va qtiG camervor^ dieitur, ahbatissa et conventua libere di&- 
ponant ad euam voluntatem abaqne advocato. 

Kfi wJrd hier ^eo von dem Forst im weiteren Sinm^ der^ 
ana deiitKelben Iierausga^uhnitteue p&anmierforBt^ dadureh nnter- 
achicden, dass letj^rer von der VogtcigcwaU zu Gnnatcn dea 
Elosters eximtrt ist. Dieses befiondere VerhRltnist^ vchii Kauuner'^ 
forsle &Ib dnem ausgeschiedenen Tbeile zum Forete im wdtereu 
Sinne als dcr grCescren und eigcntlichcn Maeee vvird in den sn- 
gefnbrtea Stellcn dcs L. a> i. mdit tezeiGhnct, keiirt aber wieder 
bet den ErSr^enm^en flber die Fors^bi^e dea Idanraldes und 
-dea Bpurkeuber^i Waldes: 

Nacb XVlir, 7 ist der Graf von Spoiiheiui der Vogt des 
Idarwaldefl. In XVHI, 11 aber beiest e«: Preterea » qh^ depre- 
henens fnent in ailv^ arciisepscupj que dicitar caroervorst, in 
qua advocatns nibil habet iuriB^ ita quod incident ligna qne inci- 
dcQda noil Bunt, campoiiet arcbiepiecopo vel enc officiate 60 bo- 
lidofl, in quibua advocatoe nulbtni hahetnt p^teni. 8i auteni sil- 
vatn exierit ultra rivtim antequam deprebendatuv, qiiicquid post- 
jnodnm dedcrit, in terUa parEe erit advoeaEi. 

XXKVIl, iij Spurkenberg: Quiqvid in bae silva emipoBitum 



fcsto s. MftrtinL 

J] Lac. UB. lino. 133, S, 70, 



i>^i.i.-&^Googlc 



&B Albert Leataaiz: 

fuerit, due partes sunt archiepiecopi et teieisi pars ailvcrcati; 
XXXVlIr 10: It eilTQ quo dicitur caiacrvoi'st, Bdiiis arcbicpis- 
copi est- si ipse volueril earn uicidi, Taciet, et decimitm et nie^ 
deinen solus recipiet; «ed ad mm »ratri terram illam dne conBilio 

ftdvocatoiiim non convertct ; eed silv&m rccrcfn^crf^ Hinct el volacrtt. 
It- per totaiD silvam due partes de medemeu siuit archiepisL-opi 
et leriia advocatornoi- 

In XXXVII, 10 wird mithiD iiuteractiiedcn zwiechen tota 
Eilva and camenorst, uiid aua XVJII, 11 crfalireu vu; dase im 
Idai^ehiet der R&mmerwald durch eiueo Bach vcm Geenmmt- 

Der Satz, daas der Vogt kein Recht an den K&iDmerforsten 
Lat^ wild &]m hter besonders dabin erUutert, d^» er keineu An- 
tljeii an den HtTAfgeMern hat, «bcr rucIi (Spurkenberg) dahin be* 

Gcht'Unkt, daes die UntwandlDng dee KammerforBtea in Ackerlaod 
nicUt obne eiue gcvviase mit eonaitium be/^ichDCte Mitwirkiiiig roii 
vngleilicber Seite geeultelieii dnrt 

Fra^ aian non, weslialb f^r die also exiniinca Waiduogea 
~g:emdc der Nanie ^,KammeTfor^D" gebraucht ^ird, so liegt die 
Veraiuthang iiabe, dKHH aiv der OiitralbebOrde der ei^itti^hoOlcheu 
Kammer cntwcdcr iimniUtcIbar oder doch nilhcr untcrgeorduet 
waren, aJe jcdc kleiaeti Veiwaltun^bezirker zu deuen hie Iheil* 

wetHe f;e»:bla^ji »iud- 

Letztere Tbatsacle wild aber ini L. a. i- deutlicb iiur iu 
der Stelle XKV, 7 ausgeeproehcii, wo die Rede wt von eineiu 
caniervorst ijui unteeberg dicttui' qai atUm^t cude uideienbere. 

Aehn&c^ iieisst ea bei^flgiich dcs Bceit2ct-a dee Kloetcrs Am* 
stein in einer TJrknnde von 1197: qnandam foiest^n Que dicifur 
Cautervoi'st que epectat ad eandem villam, Mit der rUla tet der 
Hof zti Sclieuren') gemeint*). 

Nach diesen Hcispieleii ist es freilicb tvabrscbeinJicb, dasa 
di^jeiu^eu KHium^jforHteii, die l^ei dea Bezlrkgorten SQlbei lageit 

und In den Abschnitten (tbei jene Bezirke aufgcfdhrt wcrden, in 
der Tbat. ale iiitegrireLdc Bestandtheile dieaer Bezirke zg he- 
iraehteit sind. Dies gill dauti wohL fUr die KamnaerfoTSieTi zii 
Irgch, Niederb^'gj Oehfendung, Rettei'atb, Monrabaur und GierBub- 

1) J^ts^t mit N&aflflu ein Orl. 
^ Beyer II no- 163. 



i>^£^.-s^Googlc 



Der TeirllDFtAlstaat dee Eizbifichorfi von Trier um 1220 etc 37 

nacli und woM melt Jtlr den bftlbeu Forat zu Mcllicb im BcKirke 
Etwas ganz auffalliges ist dag^gen die Aufzitblung d^ fi hei 

den versetiiedensteii Orten gelegeneii Knmm^-w^liler in der Steife iin 
AbBchnitte Merxig, 1, 8- Schon die Foitn dieaei^ Absatzce ifit eonder- 
bar: !^ hafthin h&htt archiepiscopus in Mercehe et 2 binle et 6 ne- 
niora cniiiere: in Riniu^n 1. inVuhtin 1, in Melelaciie 1^ inWilre 1, 
iDMercehel, in Biuun 1^ Dieee Stelle ist durchjiuB nicbt ^r'^ignet, 
doe X'erJifiUnis^ tier 6 KemnierwiUder xa Mersti^ klar ku niaelien. 
Gtammatiech soJUe man erivnilen, Arbs die G KammcrwiUder bci 
MerHLg Ifi^Q. Diee iet Ab^r ni«ht <LeT FalL }Ctn<>i^oite tiegen 

mehrere* wie di€ za Reini^ nnd Itoim^ von Met^i^ rev^'ht weit ent- 
fernt^ in Oegendei>, wo von einem Bezjrke Menig im nbi^en 
Sinne ^r keine Rede eein kftim; andereeite werden Kamiuerwtklder 
btrl Orlen Aufgefttliitj die eetb^ ale Itezirkt^rte im nbigeii Sinne 
bald daranf im L. a, \. auftreten, wie Fitten, Duppenweiler, Eoub. 
Dabci wird der Kammerforfit zai Mersig nieht cinmal ae eretcr 
Stelle ^nannt- Warnm aher %ali1t der L- a- i. die Kanmierforsten 
m Fitten^ Dtlppenweiler und Boas nicht nnter den betraffendcn 

Ahac'lmitCcii 11^ III und VI eclbgt AufV Doch offcnbnr dcaball) 
niebt, wei! diese K&inmerw&ldar mit den Bexirken Fitteu, DUppen- 
weJIer und Bona rGcbtUch niebts za tbnn habeni BOndem vrn 
Mcraig aup vcnvaltct wcrdcn. MervUg mues dcmoach der Sita 
cinea griasscren Forslvenvalfnngi^hezirks geivewn aein, der die 
ga:iEmnten 6 Kammetw&ldcr zq einer Einbeit znsamnienffisate nnd 
nAtlir)ir:h tibf.r dc-n cintaehcn B&tinbes!^rk Meit^ig iveit binauaging. 
Wie dieeer Bezirk enlstefaeii konnte^ wii'd sii^b vielteicht 
epater zeigen. 

Der Beai^br^nkung^ der Rccbte de& Vogta iui 

KaiiMnerforste korrespondirt eine BescbrilD- 
kUDg der Reehte der Untertbaneii* 

^e beatelit dann^ dnm die«e nar dnvre? und als Nctcltnlz 
nicbt verwendbaree Ho!z ans dem Kammerforste entnehmen dtufen: 
XVIII. 8: It. de siiva t^nc dicitur Caniirverst annuatim solvuntur 

Bcnlleto (sc de Brrkenfeld) 20 Hidldi; nee aliquH ligna iu ea ae- 
caoda sunt nisi inutilia et ftrida'). 

1) Dtts gJeirhze'itige IT, Mnximm b»t fiir Mamer (bei Lujiemburg) 
4ic Nol^K (Be^'erll, S. 484): Uuum ndnueeet ibiquodrocator VikkeoO' 



u^^iii^-trGoOglc 



3^ Albert LenDHr;i: 

Dies i^ind die ein^ig^n gemtceren Benierkmif,'^!! (^b L. «. L 
Ober die Kedite dee Erabiechofe nn den Kammeriorsten, Dagegeu 

eirtli&Ileii die Absclkititte lib^r die S- 9 kur« angedeutcl^i nnd 
S' 16 — IS naeh der geo^apliiecben Seite genauer b«schriebeneD 
groseen Foi-sthezirke, die mcbt als Kftmmem&lder be- 

£eichnet werdeii, Bestimmujigen ilber er^biacli^riiche 

Forstrechte. Eb lie^t auf der Hand, daes slle Rechte dee 
Erzbiacbofp in den graeeen Fot&ten mindestens irn ^leicfien Um- 
Tmige ftlr die KHiiii[ierrin%l«n gelteii. 

Niteh Fe^t^llung der Gren/en des Hochwaldea bringl Ab- 

berg fit eut kajneivorst; fii quis boc Intraverit, duos solidoB pro oensu 
dabit Deulliciier ist dei Si-hiedavertra^ zvriscben dem Kloster S- Maxi- 
min e1neree1t£ udA dem Ht>rrii voq Bettin^en sovrie d^D beLder^iflgen 

LfCUtcr. *u F-KsUngeja aiidcreeits vom Jfthii'- 12^: Tn qu»(iJor VctieAtiSi 

que petti riebnnC de.teEero ad terrani ipHOTODi homininr ^ue vulg-ariter 
dicitur Hoi1TF-ut, habebunt ins qaod dicitur AithHu, Tree foreKiiu^ resi" 
<lua6 hflbebTUil abbas el eooventoft Hberaa utpow Ipeotum Camertorst- 
Si tametj homines tpsi erilfieare voluerint, llgm ad hoc ueeesaariB In 
quatUQr fuiiuitis ad eue dicto nindo pertinenLibtut ncolpere poteruoC de 
licentiB viUici abhads. Et ai non inveniuntur Ibidem, tune demum ncci- 
pare poteruot do IribUB foTBHtie abbftti* et coov©ntu»* de lieentia lameo 
vtlilei eomnii^in- (Beyer IIX no. 636; vgl Lac. UB. 1!, no. 366.) 

"Wo ^ch in den Wel^hUnieriL r^^tSehe HesLEnimung'E^ii Tiber 
Kammerl'ontteii £ndeu, bcziebeu ain aidi tbenfalle auf daR Nuttuu^- 
reri>ot Oder die Kutziiii^fibeechrHtikODg gepCDubeT den Hoileuten, »»o 
ancb In den W^stbtimerii Dber den erzstlfUscheu Rncbwatd. (Grimm 
IV, 712; VI, 43fl-4S0 

EIne derartl^ Beschrnukung der Recbfe der Fnterthanen beu. 
der Kammerforsten let jciJoch in d^n Uteren UrfeundeD nicht naeh- 
weiabar- Die Vermuthuag liegi nahe» dass diese TendePE der Einricfa' 
tung der Kammet wilder jikngei^en UrsprungE ist gegenttber der aiceretii 
div Klrli ^^«[i dli; Yo^Etii^whll. ricbtijle. 

Die Urkunde fiir Branweiler vom 17. Joll 1051 isl ^pnilscbL 
(Lac- L'B. 1 na 164^ vg\. u> a. Stumpf- Br^ctano, Jieichsknuzier, 
1 Kegeet DO. S40Tf was Lamprecht I, 463 n. t nicht bcriicktichti^ie,) 
T>eren Sutxet In eodem quoqae predio quntuor silvFis . . . mouasterio 
. . . onnti^erunt . . , quBrum dnHS . . femllifle Hfifclesiae ^lue eensuiu 
solvit ntl At^levarjen cnnri^Hcranl . . . Porro duaa tf^liquas . . . Fibere 
Dt iiiiegre nd ci^mcriuii abbatiti conatitucrunt - dio oJao incht den Vo^ 
sondern die GrnndhOrfg^n des Klo»iers vom Kacbte am KammerfotBte 
ausscbtie^en, kaun man daber Dicbt mil Lamprecht ale Beweie dafir 
bt^:rHcbten, dana sicb die Inmitution de« KammeT-fon^teE schon von vom- 
herein gegrn die Orundh^rigen richtete. 



i>34^.-&^Googlc 



Der TerrlKuiolatAat dea ErahlFchofa voo Trier urn 3B20 etc, 39 

sebnitt XI id Abaatz 3 die &l1^inme yorGchrift; Infra bnnc am- 
bitutu ncmn dcbot vcnari, j^acari vol in filU eilva novale facere 
nisi pertDi88i€Qe episcopi re! eius cai ipse hoc oFficinm commiscrit; 
nou eat cmOB ben^^ficiuiii ^)- 

Ebeaso XVIJI, 7, Idarw&Id: In hoc nemore ncllns ali^uod 
faciei mtvale oifii de hc^itia arcbic.piscopi vel sai ufficiHti. hqIIds 
etjam id eodem vennbitar neqne piscabitnr ntei de penuisaiotie ar- 
cbicpiacopi* 

Im Abechnitte Uber daa Spurkeuberger Foretgebfet (r^ dieses 
drdfache Verbot getrennt anf: XXXVII, 2; non licet rdicm in ea 
(bc piIva) venari tiifii cam liceiitia ftdTor&toniui qui t^eut ah ar* 
chiepUcopo. 

XXXVII, o: In Ktmmhns riraTis bnine silve nemo debet pift- 
caii nisi de licentia amhiepiacopi vel Advocatorum. et & aliqaia 
sine liceiatia ipsomm fecent, ita pn) miaiiuo pisce w>iiipunet 60 
solidoB ^cnt pro ceiro intravent 

XXXVII, 10: ^ vero aliquie ftine Ueentia arcbicpiscopt no- 
rale in Bilva feeeril, ipse arebiepiflcopns firecipiet advocatiB, qaod 
Begetes illa^ defitninnt et tamen ilie qui ftdt, cofipcmet 60 sdidoe, 
at ¥ero scgetes n&ijcie ad maturitateiij gtetenut, arcbiepicopiis ac- 
cipiet inde d&aa partes et advocati tertifuu, et nichik* minna ilTe 
conponet 60 eoJ. 

Das Jagdverbot erstreckte sieb selbfitredend vor altem 
anf ihM Hoclmild, Hinieh umi Eber. Aber die SteUe XI, 6: Si 
aolem venator vel forestarins aiiqofin) dGprebeoderit qoi cippum 
nnt laquenm tendat, policcm 9o fimputabit, zeigt, da^ auch die 
Jagd auf EJcinwild Terb<jt«D war. 

FVei ist mir der Vogelfang, aiisgenomnien dp.r derMeise: 
XI, 10: Si quia sibilaudo vel ^tj niodo volucreiu iiluia cepent 
qai vulfro mciac nancapatar, hanni rem est. 

XXXVIJ, 3: Si quia anceps banc siTvani intraverit, pro nuHo 
^^enei-e rolueram c<»Dponet, niBi capiat meisam que dicitur bat>- 
meiee; et pro iJla conponet 60 aoU tanquam pro cervo^. 

1) Waa der ambitus allea umftisace, wurde bereits oben S. 19 her- 
VDrgehohen- Durch novale faoere komite man aich dnber nnr in aXta 
fiilva vprgcliCQ. — non est enhn bcneficium dtlrrte rf«lleicht im An- 
echliiBse an dfe Betteunirig: des beneficium im C J. C^ zo ttbeTsetsen 
fiein; DeDD Co iat keia Prlvn^tum Toriiaudi^, ea elebt kcin d«m ent- 
gegenetebendea PdvilegiuiD iHr die im Gebietc Aneefiai^n- 

S) „WobI wegen ihrer £kg«D9chafC, die flchiLdlichen Foretlnsekt^i 



l^g4ii.-&rGOOglC 



40 Albeit LencaTE: 

Da^^n hi der Fischfang, wie avs der eben zitirteD Sidle 
XXXVII, f> hervor^elit, wieder vOlUg VCTboteD. 

Auf tirnad dieses aHeiiiigen J&gd- und hiscberarechts werdev 
V<jr8ehrifteii flber die ^hcinzeit eriAaaen, die fOr die Bewobiier 
d€s ForBtgebiet8 eine weitei-e EiuBchriknkung der Beweg:iing8fr^- 
beit berbeifflbren^). 

In geringerem Maaae eralreckte aieb die erzBtiftifiche Foretge- 
recbtigkeit auf die wilden Eieneb: 

XI, 4: <^ne£ apes et mel qu<>d mfra bunc ambitiuu mve- 
nihir in rOta 6if?&, magiatro forestoriorum medietas eornm exhi- 
bcatDF. " , 

Daa dritte in den fmfang^ xitirten Stellen entbaltene Verbot 
wflT dafl de£ Roifens im Fors%ebiete tiQd er^treckte aich Boinil: 
auf df^n Grand und Boden. Wo aber mit Erlaabmsa dee Eni- 
bi^hofs Neiibrliehe TorgenouimeD worden, ivird voni Ertrage eine 
prftKeniuftle Abjrabc geKsblt, eler Medem, 

Im Gebicte dftB Hocbwaldee ist es ein FBnftel*), im fdaiv 
walde e in Siebentel *), im Spnrkenberger Forate ist die HObe nielit 
angegcbai ^). 

I^Q wejteres wiciitiges Eecbt dea Erzbischofs fUr den Urn- 



su verti|geT)| wenn nldil dn besonder^r Jft^r^laiube Im Spiel ibfr 
meint Imc. Arch. I. 303. 

1) XI, 5- 7. XXXVIJ, fi. 7, 

2) XI, 8 . . De quiDto ven> maniptdo qui de novalibus pioveuit, 
psBcenttir venatorea. 

3) XViTI, T: Tt- de (oXo nemoi'e quod dl^Jlur Fdere, dc medcncorn 
aeptima geiiini eolvitur sculteto de birkecvdt. 

4) XXXVII, 10: Itwrn per lotam uiivajn due partofl de medenien 
Buct ArcbieplKFopi ei tercU advocaiorum. (Vgl. S. 36.) Ansserdeni er- 
adielni, um dl«B hier gleich anzubuQpfen, diese Abgnbe iKcb In den 
Absdiniteen ^ber Fitten, 11, i: rbicumque Id ielo baono communes 
campi colunUtr, 3«iiipei- manipuhis septiin&a |qucd i:iedcme dicttmi 
nFcfaicpi^oopn solviLur; flhi-nji^i XVI, 4: It- per oiamEL rurs. que iu e^lvA. 
t^oluntur, iinmej^ niedinkin earn archiepiacopi; Kordet, XYU, 6: pr^terea 
per omnia mra que coLunlur in >iilva qne ktlwalt dliJtnrj medemln Bonb 
omnes axchiepiscoia. ^}er jtla veio que fitiul in silva que lorche dicittu; 
incdict£3 cat archiepificnpi, medietas abbnCis e- Marie; Manderscheid 
XXVIJI, 4: Ti. quicquid in EoHtheit e?^ dom- archicpiBcopus tolum mUco 
inre tenet, sed iude conceeei sunt S mattal quorum uterque In feeto 
E. MartlnE Bolvet & boUiIos. De aTits ooinibus medljao eulvUur videiiceE 
1 m&aipulns arckiepiecopo. 



U^^rSii^-t^GOOglC 



Der TerrttoriAbt&At des Erzbischofs tod Tner urn 1220 eU, 41 

fanfr einee ^nzen Forstgebietes zeigt tier Abecbnit* fiber den 

H<ichwiJdj Xl^ 7: It. iiifrn prcdictuni bftDRuni nalH Iii:et siiie per- 

missione aircbiepiBcopi molendinuiii exstruere- 7.U jeder Mllhlen- 
anlfi^e mu£& algo die erzbiE^di{>fiicbe KrUtLbnisn eingeboH w'erdeii. 

Die 4l!^:eiueinen tiDd Atrikten Verbote err^treckcii sicb al»o 

iUjf J^^, HBcbfaKt^i Neubmcb nnd bet XI aucb fiof Mublenbau* 

GanK aiKlere eteli) es mit dem KecbteferbzUtnias zvi-iecben 

ErzbiM-bof uiid Uiilerthaneik lieKllglicb dei' Httl/.naizung. 

FreiNcli bietet der L. a. i. merltwGrdig nenige 8tet1en, die 
dieses VerbfLltBiKS nniEdttelbar beleucbten. 

Villi diebCii nut^ebeud iiiuaa mfiii duiiii abet eint; Reilie nvi- 

derer ah solehe anaeben, die indtrekt davoo b&ndelii^ 

Far das Oebict des Hocbualdes bei*st es XI, 7: It. eondensa 
frutiuuiu ubi i^uiii lu^iUii ferftriuii, imit delreut excldl- 

Daejcnige Buscbwcrk, wo keine imtm feranim wareii, durfte 
abo gesobTagen werdeD, somit aJt^o lebeode^ Kleinliolz. FUr das- 
eelbe Oebiet lieg^n zwei I\'{jtizi!u flik AlHjcbiiiiieit ulitu- in ibm 
liegende Ba^irkc vor: JUcinsfeld, XXI, 5: Qaod ei iidvub archi- 
episenpu^^ elefins vel inntiitttu^ f&erit, M>]amincida» rnBliei de reiieB- 
relt pro qaodaTu hire qncfd dicirttr breclefenke (Busctof^ke) ipsi 
arcliiepiscopo 1* polidw solvent- ddnde reddent idem iua in sep- 
tinio anno. Kell, XXIII, &: Cum novus fuerit iiif^fikilns arcbiepiB* 
copogf dabuntur ibidoin pro redemptione neraortim atcbiepiseopo 
11 fiolirti. dafiir etiam e&dem redemptio semper septimo anno 
«um totldem Robdis. 

AUem Arwcbeinc nacb haQdcbi beide Stellen von der 
g^leieben Abgahe, die von der xweiten ala redeniptio neinoruni, 
Ton der ersten ele brectefenke, von der zwejten Kedaktion 
fm dicecr ttteHc fti& Bueclofenke beKeiebnet wird. Der Aus- 
dnick brectcfeiike findet eicb ebensowenig wte Buj^clofenke in 
irgeud einem Glossar. Braken sind oncb Sebiner-Lutben^) 
arbf^rmn flageUa; brecle dllrfte das Dimmutivnra eein; fenke 
ist wolil gleirb Entpfan^mbme. Die Abgabe \v&xt dann also 
gezablt worden fWt das Hecbt, kteioeE Holz, da^ &ich breeben 
licee, an aif^h za nebmen')* and die Abgnbe ^r dieses tncbt gerade 



1) NiederdeulPches Wurterbucb. VI, &*. 

2) Aehulich faeat ^r Lticomblet: SprockbolsSiifnmeJn, von 
Brock, Brficliel (Atcbiv i, S. 31M). 



lI^g4;^;-&^GOOglC 



42 Albert L«uiinr!<? 

sehr bedenlsanie Nutzui^reelil wird rIs redeioptio iwmoTiini^ 
"VVaUltoskfrnf, bezeicbnet. Id den WeisthUmGm fiodet ^eb oEters 
die ZusammetiBtellun^ bnach und t^'akc. Dar dOrftc auch di^ 
"W^iKlong Bugclcfeoke erkUren, aIs „Ba8ch)eiTtrnng^', was sftchlicb 
dasselbe w&re. 

8ondeH)ar lat e«, dnss immer Dur von BuRcbwerk nnd Klein- 
bolt die Rede ist, da« doeh zum Banen nnvei-wendbar war oad 
wobi haapts&cblkh zQiu BreaneD benut^xt wurde. BanbolK i&t 
iiirgendwo tmmittelbar erwahnL 

Aber vielleicht laB^en sich mittetbHre Zeugniese finden, nach 
dcneu den Waldbewotmci-n das ScblAcen fob Nctzboiz erlanbt war, 

XXXVIlj 5 beisat es: De ijaoKbet instrnmento quod he|>a'> 
dicitui' da\M 1 den., et si tam magonm It^ani incident^ quod 
^ccitrim apiio&tierit, de qualibet acctiri dftbit 6 den- 
Da die S&t/e sehr glaring wadj so ist dies w*ibl nor eine 
Strafe Fur r^ellosea ScbTagen. Der Oebranch dea Beiles aber 
dUrfte auf Kutzhnlz M-.tiliesBen laBsen. 

Ad ztveiter Stelle konnte m^i die Orte ReinafeTd nnd Kelt 
mil ilirer Rotz.TergUtung ins Auge faeeen. Wie eben erOrtert, 
a^abien aie due Abgabe fflr RleinholsL Nun Uegen aie aber inner- 
halb dea Hoebwaldf^bietes, nod fllr dieses findet sicb eine aIU 
gemeine Abg^:)e, die doch wobi ale Holzver^tang zn betrachten ist. 

Xi, 1: qnehbet area in qna fit igrnia per singular villas ad 
bet epectaatefi debet episeopo diDudiuin maldroiu areike annuatjm. 

^area in qua fit igmia'' ist eine Dmscbreibnttg l^r demng. 

WuA aber Bind die ain^lae villae ad bee apcctautes? 

Der erste Satx Lantet: Hec sunt lura magiBtri foreBtari*)rnin. 
Bann folgt der Satz: quelibet area etc ad bee bezicbt sicli alao 

anf iora. Es lie^ das SperialweiatDni der OberFnrsterd dea Hnch- 
waldee von Der dritte Satz beginnt: Tenmnue autein bniiiB officii 
iDcipit in Trittenheim n- a. w., ee foi^ die oben zitirtc Grena- 

angabft. Das hiiiDs f>f!if^ii bf^zii^hi lueh wiedemni Anf her iura. 

Somit ^anden dieee iura, oder beaser, dicgc^ ins, das von '/* Malter 
Hater pro Hans, dem En:biacliofe innerbalb des geBammten Ge- 
bieten xii, dsiR von d*in termini bmns ofli<?Ji uii>w^hl*j»spii wniylp^ 
nnd die aingnlae villae ad bee speelantea aind sftmnitliehe villae 
inna-halb dieser Greiraen. Mitbin werden aneh Reingfeld nod 

1) Hippe. 



Dor TerTitoHalotant d«B Erzbieclioffi vou Trlet nm 1^30 etc. 13 

Kell TOD dieeer Abgabe hetroffen. Da ae aber bereiU eine be- 
eonderc fDr Kleinholz zahlen, dllrfte jtoe far djcsfl bciden Orte 
ala Verg^ltHng fBr l^Aahiibeirtii^nie zd betrachten sein*). 

In eagst^ Be^tebong mm Hotzrecbt eteht das Koblenrecht. 
HierUijer sagt eine Stetie int Abacbnitte Uber d&s Spurkenbergcf 
Fiiral^biet alles nClige, XXXVK, 9: It. si aliquis sine lirentia 
carbotcB combueeerit, itlc componet de qunlibet fovea 1 coUdum- 
Et si licpjitiam foiT^tarii babueiit, dod conbnret nisi arida figriar 
et ^ alkiimni arboreni fettitem combueEertt^ iterum cionporet 60 
eolidea* 

Ea b^gt enrfHcb ebenfall* mit dem Obemcentum des Ei^- 
etifte an dca Wuldnn^n 7,ugamineD, wenn, allerdingB niii iin I)e- 
zirke Reingfeld, ¥on der Ma^rlkben NutKnieB&ung an 
besti mm ten BanmfrUcbten unter hesi>ij(Ieren CmslHndea 
eine l>esondere Abgabe erbohen wirdi XXI, 4: Apud r^^neBv^t, 
himcenrntli ^, polroth^) et bure*) dabit qnilibet aratrorum ter in 
anno 4 den. et eedeni fill^ ins quoddam quod vocjitnr deuee 
eolrere debent, ei fnictns quetettnm et faj^oram habundaverif. 
. Preter faaa aolvit idem itiB qncdam rilla i|tLc appellatur baacsetb^^ 

Eft hftfideli: nicb alno nni die Debiii^, dncirnft porcoriim, tlfti 

Scbweinev^bntr die Abgabe von der Eicbel und EdiermaKt, die 
in manchen WeiathOmern eine scbarfer herrortretendc RoHe spiclt''). 



1) Di« hervcMrrAg«nde SteUuti^ dieser Abgsbe ini Texle unci ihr 
UDmJrtelbnrer Zuenninjeiifaanjf mit d«r Obt^if^niterE^ und ihrbo Gren^ec 
seigtii iiberdiee zurGeniig^ ihr« Beziebung ztau W&lde. Dhks fiie Aber 
geradeau als Vergttnng tHr Hol^nutsuii^ auf^llDL^8«ll istf ful;^i; aua 
ciuer Par&ltelatelle unter Ocbteudting, XXVI, G; IC- <|Uelibet domus in 
CrfdemedLnc daC annu&lim dimidiam maldruiiL aveite in fciito GiTtrudie 
(IT- iU£i-T) quod liicitur holzt:oj:>n. Uiese Stcllc u-ird ihTfirseilB GriAUEert 
diirch eine im Geterveraeit^hnisB des KJosters Mt'er von 3201 <Lh<!, ITB, 
II, no, i); Hoc quoque sciendum, quod bombiea in h^c nitva commu- 
nioaem habentes la catb«drn a. Petri (22. Fcbruar) permJlvent predicle 
cTirle tree modios avene gui vul^o dicunt-ur holzkoni {vgl. no* 121). — 
Bei den itbrlgeu Orten des Hocbvald^bi«t«e wivd Jeue Abgabe fUr 
BaiL' und Bremibolz susammen gegoTten habeit. Es isl verdtHiidUch, 
daaa die mittAn im Hochwnlde eeieG:^eii Orte Reinsfeld und Kell bes. 
der Hchv^tg^tung etitrker heraugca^^en warden, 

S) HmzE^rt; 3) Pblfrt; 4) Bturt-u; nWe Im Landkrel^^ Trier, 

5) Beiieh^d, Landkreia Trier- 

6) rn% erklftil LAcnmblei; (Ati-hlT I 8.304) de mve = dieMaicn 
=^ die jungreu Zv^g'e bezahlen. 



i>^ii;-&^Googlc 



4A Alb«re I-cnuarzs 

S<» tat deim d&e ErKBtift kraft semes Figentliumg beiw. 
Obereiffenthunia an don Wnldnngen folgendc Rechte: 

1- Ba8 ansGcblte&sliclifi Jftg^recht tlber Groas^ uiid KTein- 
'Wild- Nar die Vtigel slnd fret, ftb^esehen ron der Meise; 

2. daa allciniee Eecbt dca Fisebfangis in den zunt WnM- 

gehiele gehfirigen Gewasaem; 

Z- deD AnBpruch auf die H&Ifte des im Walde gefmidenen 
wildeii Horti^: 

4, dns Becbt, t^enbrUcbe zn erlf^nbeo oder zu vcrbicten 
nitfl vom Ertrage der eilanbteD prozeatnale Abgaben £0 er- 
bebeu: 

Tj. im Gebiete dee HnebwaEdefl daa B«H^ht, MUlilenbaiiteQ ku 
gentbmtgen oder zu vf^rbiDdetn; 

6, das Verfflgnngsrecbt Jlber die Bfinme und ihre Fillebte. 

An Telzterem sind die WaUlbewitlmer niit beteiligt gegen 
bestitnmte Ent3cbadig:uDgeD, die sie am Er^tifi zu IciateQ Imben. 

DcB anderen Ge^cnfitand dee zweiten HerracbaftskreiseB bildet 
<las Wafiser. 

8owGit es innerbftib der Forstgehiete nnd kleinereit W&lder 
liegt, untergtebt es, wie wir Bnbeu, dem Forstrecht- Das wc&ent- 
licbe let bier das alieintge Becbt des Erzetifte aaf 
den FiechfaDg. Ganz dasaeibe be&ageo die Stellen fiber 
Fiscbcreien, die nicbt In Qnmittclbarer tieziebnng zn einem Walde 
bezw. Foral^biete auftreten: Saarburg, VII, 2: in banno istoV) 
babet arcbiepiscopiig 2 piecatorea feodatoe urn piseabuiit arcblr 
epiBCoiK) qnando voluerit et cnBtodient it^nira flumeD. 

Was unter daii casUidire flnroen /u ven^leben hi, zeigt 
VIU, 6, frS4^b: It- ibidem eat dimidius maneua piacator^>uB rivn- 
lomm e^nceasua. leti piF^eabucitnr in hvtilie qnando voEn^t arcfai- 
episcopas et custodleut nvulog ab aliia piseatoribus; ebenao XVI, 6, 
Ebrang: Preterea habet ibi archiepiscopuH 2 piacatores , . . Sed 
ID Kilii i3Dlta navie en't piscatioDiB nisi qnas iati 2 piscatorea 
faabent; XVIII, 12: Id [ngliDheim uiaDent qu&tuer pi^cattires qni 
tenentur piacari arebiepiscopo omni tectpirre quo voluent id aqoa 



1) s. S. 19. 



Der TerriioriAlfctaaf fiea ErabiEcholB von Xiier mn i320 ew. ^ 

+ 

que dicitur drogene et Na; et Deiuo debet piscan id biis darabu^ 
a^Dts nisi de liccntia archiepiaeopi vel predictorom pUu&tomm. 

Dem widci^pncht aach nicht die Beetimmon^ liber den 
Ffalieler FischbanD, XV, 7: id qvm (baoDo) quicanqDc piscator 
Ycl Balmcinem vet Incinra vei siltirttm vel carponeiu pronderit qni 
6 den. vei ampliiis ti^i^I, dimidietafem arcbieptacopo d&bit; aed 
arcbiepiscopna ei ^d pi&ndiaiii panem et vidqiu dabit vel 1 den, 
eolvet, Prcterea rf rethe mum in en baoDO pi-imo inimiHeris, ei 
predietDFum piscium BJiquem nbtcunque extra baDnnni iUum pren- 
derit, idem ins archiepiBcopo iude Bolvet - . ' Borum doniini' 

oaiiotu piecatoTtiDi erttnt S et ^ n&vea habebnnt nd hac. 

£e iat aUo tod den erzstiftisehen Fi&cbem die Rede, vod 
ihrer Prticbt nnd ihrem Recht bci bed€i:d;€nderai F&ngen. 

Spinet enthttlt der L, a. i. keinc dircktcn Bcatimcatmgreii Qbcr 
W^tsemutzuag- ^). 

3. Der BaotL 

Wir batten den Aaadmck bannue bereifs ale Bezcichnung 
einee abgegreo/J^ii Wald^ aowie eioe^ abgegren/ien Fiscberei- 
gebietea kenneu geleroi. 

Von dieeeii Bpeziellett Forst- und t'^ecbereibSimen veracbieden 
aind die BRimej deuen wir nnnmebr n^bej treten. 

AusdrUckhcb erwilhnt eie der L. a, i. fur Merzig'), 
Flttcn*), Dttppenweiler *), Bobs'*), Irsch*), Waldrach^j, Birken- 

1) Was fw mit der Abgab« in XXXIX, 6: de aqua per idem n«mu» 
dcuirrebte d&ntur Atclifeplaccpo HQiiab[iiiB, 3 ai1lgitii£ et 3 ordei in 
fGSKo & Martini auT aicb hat, ist nicht abzuacben. 

S) I, H: Kt quilibec Ut banno caanene dot bacQalcin denarlum et 
3 dtebuit bs.i]TTa1ibu« a^uviei a-rchieplficopo qui nee hsbet Hllodjum neque 
beredidatem { I, li l^scHtores . . culiuicanque bonn, leneAiu qui in banno 
arcbiepincopi Hint, natlaiu aXicm inde solvent e:iacdonem, 

3) II, I: peteri ruatici banno archicpiscopi titentes ibidem 3 diebxtf 
in ftnno venient b4 atthin arehiQpiscDpi nd amndum- 

4) ITT, 4: Omnes manenies m mansie illiSj »imiUter oiati«s ciimmii- 
rnnt&s in b&nno illo idem Ikdunt (ikamlii^S Tage zudenAcht^u kommen). 

f>) \J, 2'. Quilibft nianeiib in bnnno illc facit trea diea ad atthiu, 
exceptie iis qvi mancnt in manso domini Peiri el in dotalj terra ectJcEie. 

6} VJII, 15: Tt. qoiviH ninn^onarius I^t bazino eiiudent uxtU> debei 
!^ domitiicales dies archiepiscopo cum orntro qui aratruzn babuerit, et 
qui non> cum nifOii& 

7) XII, ft; Igitur qoicunque manet fl-Rltracbe, 3 bandach arcbi- 
episcopo Ef^vire teQet^r cuiUBcunqae homo Git iUe. 



i>34i.i.-&rGooglc 



46 AJbtirt Lennarz: 

feld^), Uroiiibacb'], Cfabcrg^), KelM), Kiederbcrg'-J, Ocbtcndiiiie:^)^ 
Ueiiernib''), UaodersGlidd^), Altiicli^)^ MoQfahnur^o). Alib den Zitaten 



]} XVIIIt 1: In baniLO hirk«nvelt habet atchiepiecopios 10 luatu^OB 
, , . XVIll, 1 : It. in bauiio apod bli'tP-i^veii quLIIbet maneuB aohlt ficulteio 
4e vmnde uuntii niGUHiirKm aillginlfl ^ 1 Avene qnarum 4 faclunt m>iL- 
4lrum quod didtot faaccoru. 

2\ XVIII, 6: It. in uanun apud brftnbad) habet ftrchicp^copita 36 
ijiansos vel 9.mpliufi - - XVIII, 7; in banoo v«ro branbach Untoia una. . 

mensara fiiliginis eoiTitur de vrrmde. 

3> XXIl, 5; In baono <\e hoaburch quodlibet aralrum pro redemp' 

4) XKLIl, 2: OiQQ^ de baixoo einsdctp vUle quivla pro Tedomp- ' 

tirnt: ftraUi dabit aiiQUAlfiLk l2 d^t.; qiU dod babuerit aratnuu, 3 doDdnl' 
cal^ fadet dies arcbiepUcopo ad quodcmique opue vocacafi fuerU. 

5> XXV, 2: OmneA marent^A in bnimo nidereuberc metent dom^ ^ 

ArchiepiNcopo in hattia 9uis 2 diebos in anno pretet maiisionaHcB- 

(t) XXVI, 4t IC. onKies id banuo ofdemedinc nietent arcbiepiac;opo 
quinquH di«bue in nnno. ^ 

7> XXVlIf I: In bauno rethirnide hsb^t ATGhiepEricopua T&tnHnacifl 
: . . XXVII^ 2: Omneif maiiBionarli in isCo bannOt excepHs ecabinU tt 
Eaini:^ferialibua, tcnentiu' urn vice in anno domino archiepificopo cnm • 

plaiiHtria unum iC^r Taucre Vbl ad ohtimedinc vcl monadtcrinni vel 
caj^nn. qui vero nolaerlt iter faccre, redintet qu&nior deu. Iei^9 moaeie 
Tel 2 cotoDibn^buft deoanifi. It. quiilbeb manelonArius qui aratrum j 

habfF, duobus dieboa in ^ona in battis arcbiepiscopi arabit. ... IL 
eorundem maneiDnaricruia quiltbet dabit archiepiecopo pTimo die 3 
menfuyi^ti quibun archie pEi*co|iaH dAbil ununi pH.nt::ni. Et. quilibf-.t triturabit '. 

una die . . . XXVil, Ei: It qnicnmque mandoDariUB in eodem baano 
uiorhur sculCbtiiH KcidpiC mcdiorflEU bevtlftm. aed qui nullAH bcaUiu 
habucrit. heredee eAub 6 den. colon. floJvcDt. i 

8J XSVill, 2: Protarea hoxaiuum in illo banno manentium qui- 
libet qtb araimm habet, tribus diebue in anno &gros arcliiepiBCOpi 
arablt. Item quiifbpi In eodenj banno ni&n«iiR ad metenduui et ad fonnm ^ 

GoadcfTvanflum tribu« diebuH aerviet et tria placite in anuo poasidcbant; 
SXVnii fii Item predfctnrum manaonim qnilibel inter feEtnm Bcmlgii- 
et DatfJe dcmini dabit H«r^tiiim unins homiuie 1^ dieboe in propria 
^xpenaa mfctt terminofl bannt. £ed ei ex^a tennliioA ilios aTchiepificfipi;tB 
necesse habuerit, paw«( ooe; XXVIIIj 4: In eodem banno habet nrrhie 
piscnpus @ hattae . . , ^ 

U) XXXn. 2: it- quimnqutt fuodatue njerit manslbne istia, 14 dice 
donkinioaies annuaitm t^i^t net^ri ouii»eB dp hanno predicie curie Hive 
in aratrb eive lij^onibus vel aliqno alio InatruTitentD 8 di«u aingilU pera. 
ff^ait.; XXXtl. 4: Qnillbet civium d« platene (Platt«D» Kr. mttlirhk ' 

pretttr niiniHtetialea dabll in martio de Lanuo sohua denarinm. Si archi' 
cpiicnpua ibidem edificnvcrit moJendtuiHnf omnea de banno illo hominea 



i>^£i.-&rGooglc 



ii 



1 



Der TerriloriaTslsHt des Erahischofe voii Tttpi urn 1220 etc. 47 

ergtbt siolij does dcr Erzhischof als H^rr des iUnuea eiue jefleu 
B&DubeivohDei fieH^ude L^tung l>f;aimpnjcht, Einc BoI<the all- 

geuaeiue Leidlan^ fiber findet sich aacb bei den Ab- 
schnitlen Ober M^hn*), PfalKcP), mgldt^b fUr Ebrang nod 
Kordelj Ebraug^), RtiuEreld *), sowic far die Xebenone Hlozert, 
POlert mid Benreo nuter Rciuafelc^; Winningeu, Gtila, Metterni^b 
Bubenbeim, Wallerfibeim, Immendorf. Arenberg, PfafieDdorf outer 
KoWeK'^); Waldorf, Saekcaheim nud FresaeiL bcute Waltlorfcr-, 
Sackenbeimer- and Fresserhof ^) nnter OcbEerdungn; Graach nuter 
Altrich*), obne dasa der Aut^drael; banntts in Verbiuclnng 

venturLt tUnc motere, et fiufctin<jtie poetqnatn iWuc venaii, bi intra Iri- 
-duuTQ molcre non poterit nee especUre voIueriE quoufique moiat, dabtt 
tftmen emolnmcnttim et abire i>oterit; XXVIII, &: Item Quivis hominum 
de banTkO t^dus uurie dabU [a natftli usque ad cApnt icJunii| clenariunt 
«t in tnartio S »bulos pro calels red Gm]i Hone, 

10) XXXVr Hec sunt hira arehie|iibcopi in bnnno vftle de Hlm- 
httKh. — DIr cig^cntLiiiiilicticn f^tellen XIV, 2, Mohn^ Et suntibf 2 mfln^i 
dc quibuB bculietUG ttcvercttaiA Accipil quicijuid [Hrovenit preter petilio- 
nein <tuam omn(% nansi dant archiepificopo cufnscunque sfcnt ^ti ia 
bttno pflilceTiei, und Montabaur, XXXVI, 6: Preterea in eodem banno 
ftd ^>etii]oneji] 900 nrorlfH avene, soHen ie eiui^iij bp^tcren AbschniTie 
differ IJiiierbuchuug herii(^£ichTigt n'erden. 
1} XIV, &: de quolibet arati-o IS den. 

$J XV, ^i _ , fenuvu airchicpiKopi t-ancvrvahtiTtt lam illi de ccrdcTe 
qunin ilU de ^ranc quam er iall de palat^iaEn. 

3) XVI, 6: Item illi de vrnnc tribas diebas m anno vennfim 
piKcarle parabunr In preptio vicfu. it. de venna oioleudtDum Aicere 
tenentvr- 

i) XXI, 4^ Apnd renc€velt, huncenroth, pdroth et bure dabit 
quTilbet ftrHiinriiiQ ter In anno 4 den.i XXI. :\ m. S. 31 n. 4, 

&J XXIV, 8: WEnnin^enses debent . . . tiibitti lemporibuK ararc et 
dvaa me^iones metere ^ . 9: Garescnees debeni . ^ . A^icu^taras trea, 
mcfisiones duas .... 11: Oli qui metrlche treu debent agticuttumfi et 
duas me££r«iieF . . . Hii qni de buobrnheim snnt, debent - . - tree agri- 
culiunu el dusH metofioneu J^i-vrv . . Itir tJiv wHlJrit<Ti«ETii Iren^ deb<^iit 
^ricalturasj duos rneBsiones . , . CitrTui^ di^ Ibinedorf debi?( - . . S a^- 
cultural et 2 meraiones , . . De monte superiare [= Arenberg) 3 a^- 
coltura^ cum ducbus nies£ionibue. De pafCDdorf unam a^cnlturam 
debeni . . . 

6} um OchtenduD^, 

T) XXVI, 4: It. Illi de waldorf, sakenheim er vresene metent irrbus 
dicbus . . . 

>i] XXXII, 5? Cives d« graehe tribuE dlebu^ In hatta arehiepiscopl 
^rabnnt ar-atrls et ligonibnH et 3 diebus unnon»in MrchiepiKCopI mEtent. 



if5i^.-&^Googlc 



46 Albert Lenoarz; 



— Die Slelifi umer WaVdrach, Kll, 8- Ad rennAm IbMera Apiscopl, oi 
fofte necf^^se fuerii, hominee ardiiepiscopi de ozliiircb sudea ferre debe- 
bQDt et horaincfi de wAjtraciic ferrc afB^ent . . . t^f el fi^rJkere non 
vaJuerlnt, proprll manwonttrti quod HUjierest, snpplebunt, HRheinl bu 

le&Ktorc hixid db Baanlei^e, — Analog- den Bannabgaben bei M2>fau, 
BcinsfcM, Qsbcr^, Kell, ist anch die LeiBhin^ bei Waldr&ch XII, d: 
Apud valrrnche quMibet aratrorum debci tet id anno arcliiGpificopo 
4 denarlo^ — aJs Bannte1«mnfc 2U IjeiraclileA- 

1) S, 7. 

2) V^L die Steltoo bei Iri^clL, Alirfcli, Kefl, Montabaur (viUa = 

3) S- 6 r. 



^ 



> 



iQit ihnen erwubnt wird^ ledi^ich in Polgo 4cr mangeljidcn 
Koirektbeit. 

Was fiber let de&n dicser hannua? 

Die Stelle bei MAnd^'echeid zdgt, daas er tenmu hatle 
und somit ein fleutlich umgreu/ter He^irk war, 

Dessen Mittelpunkt bildctc der Hof, die coria, wie bereite 
obea^) vorweggeuommen wnrdc^). iSein Bereich eretteckte uch, 
vrie obeD^) aus der Stelle bei Fitten gezei^ wnrde, nicht nor 
aber don Kreis *les Qmnittclbaren and ties veriieh^ec eristif- 
tiEchcn EigG[ithniii9f sondern ancb aof Aekerb&ucm^ die in keinem 
privatrech cliche D VerhftltniBSC itnm Er^bigchofe standi. Weitere 
Beiege bieten die Stetlen bei Duppenweiler, Waldrach^ Altrich^ 
Meraig, ans denen ebenfaUs fol^, daes es im Banne Gmndbedtz 
gab, der dem CrsHtift niebt ^choite. 

Auf die Frage nach dem eigeutlichen TuLalt and Grand 
der er^fiHftischen BannherrBchaft ^iebt nan der L. a. i. 
nirgendwo eine klare AagknnfE;. 

Das freilieb mit diesetu bannns nicbt ctwa eine al^akte 
Gewalt geinemt isl, %eigen die xiWrter Stellen oninitlelbar, ipdem 
sie das Wort ansnahniglos m lokaler Bedectaiig gebrauchen. banciie *< 

als Gert<^btsgewalt, Geriditebann, wie in manoben aonstigen gilcicb- 
leitigf^ Urkauden, koEiimt in nuseren Zitaten nicbt ror, Auch ^>' 

■&onst €nden sieh bier, ab^eeeben ym der spater zn beeprecbenden 
Stelle bei Uandei^cbcid, niebt die geringsteo Bosdebungen znm 
Geriebteweaec, sofk^ ancb die Frage, ob der bannns vidldcbt i 

der lokalc Gericbtsbczirk iat, vor der Hand keinc weitere Er- | 

firtemng r^aolasaen kann. 









1 

• 



; 



i>^£i.-&rGooglc 



t 



I 



Der TerrltojrialBtftalr cl«6 EntbiechofB von 'i'tier nin ViSO etc. 4!) 

Da nan aber der L. a, i, setbat ho wenig Anhaltepunkte fflr 
eine Erklbroog <lee Etenu^ liietct, muss nmn eicb zuuaohBt n&cb 
Analogieen in der N&chbarsehafl nmBehen. In gleichmtigen 
TatttelrlieiiiiBchen TJrbarec fiitdcn wir dartlber folg-eTides: 

U. Mnsimin*), LBrach*}; 

QuicttnqDe in banno noetro paecnm et aqua atttur, rul moten- 
dimim et pratttm noetrnm ire telictvr. 

U. y, Simeon'*) ftVr Winchcringcn*): 

IdcoIc qnoqae omncs qui aunt in banno predicts, debent 
Qovem dies in anno in scmcio fratram ... pro commaTiibne 

p^aeciu^ ct commitnibQa oqiua. 

Beide Stellcn sprechen our ron der Gemeinachaft aci Waeaer 
tmd Weidc. Ua^tgtssi heisf^ es im U. Mettlacb^), Wahi^): 

Alierai etiam qni ntnntnr nostra ailva et p&scnis, 40 pnllos 
et urmm aunul aolraiit- 

1m Vergleiicbe ztviechon deni KlOBter Himmerctde and Tbeo- 

dcFich llerrti von MaTiclerw:hf^d fiber rIaH Hnfrccht r-ti K&iP) ron 

1201*) iat die Eede von Htreili^eitec super terris et posseeaiGni- 
bos qtua idem etmobmm poBsidcbat in b&Jino et terntoho preiate 

vjlle- - ' . Theoderich . . c^fnicenHU cia (den M^tacben) conseuau 
rnsdeoruDJ per totom bannnm »ium commnDee as^nti^s tam in 
paacaia quam in eilviB perpetno poeBidendas - . . 

DieBC KlOstcr und der Hcrr von Majidfiracbeid batten dem- 
nach bezUglicb in den betreff^Ldcn fiezirken das ObereigeittLmit 
an dur Wdde- und WaldaUmende. Nach HoLchen Ana^ngiten 
liegt es nabe, die Wortc dea L- a- i, bci Pitten, wo cr von einem 
pOti^ des bannns spricht, anf gletebe Nntznn^n ^u beriehcn, nut 
fra^ es aich, ^b hlo^^ wie id den Oebieten von Maximin und 

3. ^meoD, &af WaHser kind Weide, oder Micb aaf Wald- Nun 
nnrde aber bereits obcn gezei^^ dass nenig^ena im Gebiete 
dee Hochwaldea die Abgabe fOr WaldaGtzTing ala ctwas flcltet- 



1> Xm aaec. Beyer [I, S. M2. 
2) B«i Schweieh, Ldkr. Trier, 
3J XII eaec Bp-yer H, S. 364. 

4) Kr. Gaarburj?. 

Si) X— Xir saec. Btsyer II. S, S4t 

6) LoKejnburK' 

7) Obe^NlederkaU, Kt. WiltUch. 

8) Beyer JJ, ii«. !93. 



->^^.-wGooglc 



&Q Albert Lcnnars; 

^it&ndigGG aiiftritt, alB cine LGiattrng, deren GdtDngabereicli flas 

gesamoite Gebict ist. Hier kiinoeD alao die iiinerhalb des Fomt- 

be^rks Uegendcu Banne^ Merztg, Dappenweiler, IrBch, Waldmcb, 
Reiimfdcl, Oabarg, Kell^ mcbtd luit dcr H^zmitzuug za tbnn 

WIe e« in diee^ HinBicht mit den llbi%eii Bjliiiien etebt, 
dfldle eine tiUbere UnterBUchung cr^bcn, die ein^xu flpitcreu Ab- 

»i;linitl:n fl»e«er Arbeit vorbptinlten bleiben mnss. 

Dage^n 1st eine Betraehtong der Art der Bannleistnng 
and der PergoBen, die ihr nriterl&greii, geeignet, fiber die 

Kntnr df« Hsnnf*»t rj&berpfi v.n prmitt»1ij. 

Die VerpfikhCDDg, die anf den Bannbewobnem mbt, tritt, 
wie eehoD im ergtw Abaefamtle^) berUbrt wnrde, in vergchiedencD 

Formen A(if- 

Unter dieeen ist (lie wiebtigBte, wci] rcgolm»8»gste and 
in lokftler Hinaicbt verbreitfttete, cine geringe j&hrlicbe Lei- 
9tnag ao Fronden, NflturulicD oder Geld. 

Eine Bancfroode wirft ervrftbut fiir Mcraig, Fittcn, Dlippen- 
ndler. Rime, Trach, Waldrach, Niedcrberg, Ocbtenditng, Eettcratb, 

HtLiulendcbeicl^Eorddf Ffohd, Elir&ug; outer Koblem fUrWiomngen, 
Gflle, Mctternich, Rnbenbeini, Wallcrabeiin, fmmendorf, Arenbei^, 
Ffaffendorf; nnter Ocbt^^ong fllr Waldorf, S&ckenbeim ond 
Freeeen; outer Altridi Rir Graaeb; nnter Waldraeb atieli fUr 
OKbarg. 

Eine Natttrralleistmig kommt nut bei Birkcnfeld and Brom- 
bai^ vor. 

Eine Geldleistong findct Bicfa bei Mendg, Osbnrg, Keli» 
Flatten nnter Altnch, M^Ijd^ KeinsTeld mit Hin»«rt, PdEert, Beuren 
cmd bei Waldrach, 

Die Fronden vverdec natdrtich, wie bereite oben^ bcrQbrtr 
anf dra als hattae wler agri beieicbneten, snter eTr^tiftiat^ber 
Bowirthscbafttxng nnmittclbar stchcndou GmnflstuckGn geJeiatet, 



1) Aitf das S' 41 ff. ^sagte stirUcbgreifcnd, beme^cn wlr far 
die rAvmliche Vepsohiedenhelt der Bbnne nnr) (!er WidrlinTiteitngiilinsnrtte 
ein beaondcra klmdches B«Upiei Em Absctmiu iiber Bebrafdd. Hier 
Eahlen ReinsfeJd, Hinzert, F^lert nnd Beuren die BBuns-bg-abe, dicse 
Oile nebet Besch^d die Debme, Eeinafeld alleto die Breklefenke, 

2) S. I> t. 

^} & aa 



i 



\ 



1 



i>^£*.-&rGooglc 



Der Tenirorijtltitaat dee Erzbischcfe von Trier utu 1220 ett- 51 

«ls Pflug> f/Ukh-f Hack- ofler Het]arl>eit, rerern^^U anch als Pabr- 

leiatung (Retterath^ Hacbtdch- and MQhleubaa (Ehrang, W&ldraoh, 

■OBbiirg). 

Die Tbatsacbe, dase imt^ Umstandcn oder rcgelmaB&ig die 
Bewohper mehrei-er Belbstapdiger U&nite ku gewiieen FroinEcji au 
einenk On€ Kneammeatreten ^)i irinl cub in eiaem ep&tcn;n Ab^ 
^cbnitte dk^er Arbeit beach iiftigen. 

Dob fllr nnaemn Sweck Itdang-loM Qutuitnm ilcr Froude 
cliwankt Kwi&cheu 2 (Niederberg-) nod 9 Tagen (Tracb). 

Als AblOBong einer Fronde ersi^Ji^nt die Oeldabgabe fleal- 

licb bea Osbnrg KXIL, h, Kcll KXlII, £, Rcttcrotfa KKVII, S, 

und dne VergleichDBg der Stolen liei Oabn^ and Eell mit denea 
bd ]U»bii XIV, 5, ReinsTeld (netmt Hinzm, P'^ert, Beoren) XXI, 4, 

auwie W&ldracb XII, 9 f^i^ fllr letztere Dezirke fbisselbe, 

D^ E^ie Kataralli^feriiiig bei Elrkenfcld uud Brombacb die 
Ahlj^saag ciacr alien Fronde ist, fol^ aim der Bemerkang „de 

vruudtr", tmd uus ibrer BeaeicbQau^ ^Ilackkorn'' g^bt bervor, 

dass jeuc nreprUagliebc Fronde loit der Hadte gelcietet wunle'). 

Geldabgabe nnd Fronde znfiammen kommoi nacb der obigen 

AnrEielluu^ uiilbiu bt^i Mi;r^lg, O^burg, Atlri<?b tuid Waldruuh vor. 

Die betreffenden Stellen aber mtleaen, im Zoaanimenh&ngc 
mit anderen betraebtet, die Frage anregen, ob bier vielleicbt ein 
UntersebKd beaflglieb der Bminbewubutfr geuii^4;bt warden smJI, 
in (lem 8iiu]e, [laas die eine Klasse front, die nndere zabit, Oamic 
tr^eu wir der Frage nacb den eigectliclien Trfigeni derBann- 
JeUtang nilhw. 

Acf den erstcn Blick scbeint jenes die T^d^z der Mcr- 
Jtiger Stelle T, 3 zG sein, wenn man iu d<rr merkwllrdlgen W^n- 
diing einen Wecbael deB.Snbjckte annimuit. Sie sebeint zn nnter- 
^ficbdden xwiscben qnUibct in banno maneiia nnd qai nee babet 
lUlodiiim neqne bereditatem: Jeuer jaHU, dieser front 

Nnn let es aber zanacbst niche abznseben, wic diesct Cnt^* 
^f^bifid geBefzl werden kann, wenn man in hanno maneng nvr 



1) I'fol^d, Kordel, Ehran^ unter PCala^J^ Oshorg und Waidrach 
nnrer Waldfai-h. 

S) VetKleich* die Stellen bel Irecb VIII, 15 und Aitrich XXXII, S 
^0 HUBdruckliclL von Harburbeit mit B«:£U^ not' die Bannfitinde die 

Eede Isx. 



u^^^.-s^Googlc 



59 Albert Lcitnars^- 

befengen RofFaFsl. Denn aelbstrcdend wobnte acch dcr qm nee 
habct etc. im Bann. 

Bedarf abcr vielleielit daa ^tuanens in banco'^ einer Rcbir- 
feren Lnterprelation oder ctnea Znsatecs? Viclleiebt iet es gre- 
stattet, ane der Stelle bei iions VI, 3') .^roanere" ala gleif^Ii 
j^msmere in lusmeo" zu Fasseo. Daan hie^e es alsu bej Herng: 
qcilibot niansionaritts (in tiiaoBO manenB) in banao, wie It^ irseh, 

Retter&Eh, W^drach nnd Oabnrg nnter Waldrach. UxnTi mfbifite 
man aDf:]i die ^manf^tes in baooo" bei Birkenfeld, T^eilerberg^ 
iind ^landcracbeid als T,DiianBioD&rii in baimo" betracbten. Dajih 
aber k2nie mao in Knniiikt mit i\esr Atellc bt^i NiederhArg^ w^ 
DBcb gerade die mangionani von der LeifitJiDg der in banno ma^ 
DHittia auBgeM^hlosaen werdai, mid diese Scbwiengkeit lost uch 
nur diirrh dift Annnhn^fl. flftss nnter Hen ..nansinii5irii" »ohleeht- 

weg die Beait^er erzBtifti^cben Hafent^idea ^mcict adcn* 

Man hatte daher bei Merdg eine (leg^tiberatelliing des 

man^ionennH in b&nno ond desj^nig^ti, q<ii aei? babe^ allodiani 

nc<]oc bcrcditatem, Dml diesc Gc^cGiibcrateilnDg konntc bei cincr 
besiimtaten Interpretation beziv_ Krgiinr.tiii^ dea Texte*^ eioen ver- 
nanifig-Mi Sine ei^ben. 

Id dieeer nod in der Steile Qber dae Banding; bci MflnsCer- 
maifeM*] gebrancht der L. a. i. die Atudr^ckc „&llodiGni'' nnd 
^hcreditas'^ besew. ^ailodimu" nod ^qaicqnid a pareDtibTta ber«di- 

tario iDre dcrolntnm est**, W&hrend eB bei der Mfinstemiaifelrter 
Stelle zweifelbaFt bleibt, oh die bloBs^ NebeDeinaDderBtellnn^ der 
beictcn Weiidun^n :iu^]cicb cine beji^fflinhe Soheidvii^ enthiilt, 
i^ ana Eler Merzi^r Stelle di<9e bi^nf^idie Scbcidosg aiit Ge- 
wisebeit za entnehmen. 

Mehrere StelJcn ane mtttcIrbciniHch^ Uz1»aren aeigeiii da»e 
pbcrcditaa" der techoiacbe Ansdruck fOr die erblicb Teriiebenen 
bftoerlieb^ Zinsg^ter war*). Was aber war dem gegenflber yalki- 
ditun" ? Sdner arsprQuglicben Bedeuttmg nach ist es das vcWlg freie 
Eigentbam. Nioinit man abef diese DcdeE^iing auch fflr den 
L^ a, i. an, so kommt man zu dem katun annebmbareu Rvsultat, 

I) S 4& n. &. 

■2) S. 24 n. 1. 

3) U. Maximln, Beyer IT. S.45^f: ManBionarii vero vHiiente abbale 

hereditates svmh recipient U MettLach, & iHt: give autism unus homo 
totam poKKidcrtM; ticreditalem, non ploe sotverct qu&m 1 den^ . - . 



U^g^ii^-t^GOOglC 



Der Tcrriioriaiat&ai lies Erzbiifchom von Trlei: um 12£0 eic &S 

dass iiii errstirtiachrai Territorimii Leate aassec, die zog^lcicb freie 
AUt><lialbauem iiiid abhangige ZimhvfJiCT wturen, and an? der 
MUnatermaifelder 8telle fotgte dann sogar, dase der Erzbbchof 
4as Reebt ba,tte, Fur Zinsrersfiunmiss vop tier Erbbnfe das ErT)- 
gnt riieht nnr, eoDdern aiieh dag freie Eip:enthBni ita fconfiszirea. 
^o muss denn „a!lodiTim'^ int L^ a. i. doch woht eiac ganz 
Aiidere Bedentang gebabt habeti, uDd bier gibt das U- Maiimip 
^iDCn Fin^rzeig: in Machervelt L maDSiim et qdortarinm et &}lo- 

diODi solvens in Eeeto b. ADdrce sex dcnar^) Ex wAg 

anteiu qaililict maiiaQa solvit iu feate s. Rcmi^i medium ^qdi et 

in pA^oha dnoe g'allmnf, et do quodaiu allodio acdvuDtar dno fiolidi- 

ZabicDdes „Allod", daa in eioein Atbeiu mit Zinahnfeii acf- 
geffibtt wirdf kann kein , frcice Ei^utbum gcwtmcn ecin- Acf 
*eineii CliHntkter aber la^t def-^abltermin anigerntaseenBcblieBsen, 
& Audreas in der enteti Stelle. Dieser TerniiD komnit hUuHger 

fflr vergfcbcELf:?* aog-. Salgnt in Bctracht. Obcc dcr UDtcrsnchung 
Ober din terra 9b}\i'& irnd das irb salicnm im L. a- i. vof^iigreifeiij 
kOncen wir bier doch sebon die he^in^mte Bebanptunp aafetell^ 
Anm da? ^AllofliLim" in den 8tellcn bei Mcn-.ig acd Mtinatcrmai- 
feld weiler niehte war, als ein unier beeonderea, «paterzn erOrlern- 
■dcD Bedio^ngen vergcbcncs Lacd* 

Die GcgcuUbfintl^lDiig (Its naaccns (^ ukanQtoDariaa) id banno 
Qnd das qni nee babet allodium neqne bereditatem in der Mcrziger 
^Stelle nitre dann die des g-rnndbesitrenden und dee niebt g;n]ud- 
bcflit^enden Bnnnlicwohneiq- 

Dmh abw aneJ] die zweite Hllfte dcr Mend^er SteUe, wic 
^ie u'ete der Er^nzang bcdarf, 7.e\s^ die analo^en Verbal tuiBi^c 
■des PrQiiter TenitoHums: U. Prtliiii Glo8«e de« Cesarius: Scim* 

dunk cfit qood oinnea hnminee villas ac termmos nostroe inhftbi- 
tantC0 tenenttir nobis CEirvadafi facere, non solum antcfn man- 

fliorarii *), icTTnti etiam et scarariii id est uiTuisteiiales, et haietaldi, 

id est illi qoi non tenent a curia hereditatem — quia comntonio- 
nem habf^t in pascais ct aguia nostrie^). 

Haiaialdi vocsiitur lu^tueutCH iu villa, nou tniiicu babeii1e« 

1) Beyer II, S. 438. 

2) Beyer H, S. 439. 
3j be. abbatUe. 

4) Beyer I, 6. 145 n, 3. 



&4 Albert Lenn/irz: 

hereditateDi i\c curio, nm area^^ tantam et coiniimnioiieni in aqais 

HaiataliU fip|>ellaiitnr homin<^9 haytacc^^s tii curiis noetiie, 
Tion habeiitea hereclitatem ck eii^, msi hareaB tant^nt H coiamnnio' 
nem in pftscnis, in aqais et sJlvis^). 

Die Pnuner ^liafetaUli'^ sincl mit tleu HaniiJetiwn der era- 
stiftiachcn, Maxindner, Siineoner und Mettlactkcr Urbare spracLiieh 
identisrli ^). 

Bei f,giti uec habet aLlotliuui nc^ne bereclitatem"^ ist dem- 
nach ZD ergan^D: de €uri& episcnpalL 

Fraglicli bleibt dagegeii, nb cLcr Betreffende vieUeichi allo- 
dinm be7w. heretUtas von eitem anderen Hcrra. oder ob er ttwa 
soDStiges Land, [kfi in der ilainaligen Ternunologic weder mit 
atlodiniD noeb mit hereditas beEeichnet wnrde, vom Erzbiscbnfft 
Oder einem aucEeren Herm hattc, etwa Wingertc, oder aber — oh 
€r anch das nicht nnd somit llberLatLpl keiit^a Orund tind Boden 
bess&s- 2ar Beantwortung dicaer Frage bieiet der L. a. i- keinen 
ABkaltspunkt. Ob dabcr die obcn env^hntc Gc^cntibeFBtcllDiig: 
TOD gerund he^tzendeii end nicht grandbesitzendeii Bannbewi^biiem 
in der Merzi^er Stelle tbatsacblich gcgcben ist, ob somit nicht 
grimdbcsitzcnde abbangigeLeateim L, a. l, vodtommcn nnd, falls 
Bie iimerhalb der l^tine naaBeu^ znr Banideintniig verpflicht^^t wareii^ 
[fiBfit sich niebt entacheiden. 

Nicht geringere Sthwicri^eit^w bietet die sicb bei nftherer 
BctraohtuQ^ der oboi*) gc^treiften Stelleu noter (^btirg, Altricb 
qui] Waidnicb ergehendc Fra^, ob die besitscenden Bmmtwwobn^ 
¥idld<iht erat von einer bestinimten Besitcattife an 7jIL der bier ^n 
erOrt^'Liden B;uudeii4lt[ii^ verpfiiebtet waren oder von dieeer Besiu- 
BtDfe an bt^osders etai^ oder m beeonderer Weise in Anspnieb 
genon^ineb wnrden. 

filter Osbnrg XXH^ 5 win! unr eine jedcD Pdng o-cfTtjude 
Jlauiuib^ie crw^bnt. Bei der StcJle Ober die Oebiii^er Buiui- 

2) S. 1&6 It ^ 

3) M/ich Dn Canffe (ed- [£«TiH>?h«l> III 11)^44) S. €16 ist hniiytnldiiM 
sueammengis^lat auG Itnie und aUL filal ist nach D- C, = BCdeu; haie 
Uberael^ er mit HftUfi, Hier iet rfcbtigec nnd wortEicher UectCj ZamJr 
Einfriedlgnng^ zn AJt^cn, und damil eiiid dk bni-eiAl-dJ ^die iitneiltalb 
<ler fiecKe !!itKeniL<:n", dte m banno {= vinculo) raanenlee- 

4) S. 51. 



i>^£i.-&^Googlc 



Dcr TcrrftoH&lBiBAK d«a ErfHecliofB von Trier uiii l^K) etc B& 

■ 

^xmde antcr Waldtaeh erachcmcn die proprii mansionani (sc. 

AlioTQiti dnmiooniTu, wdl im GegeosAtL m lien homines arf;hiepifi<^pi 
fltebemd) verpdlchtec. Eb wird &l80 anr ffen Beeil^ o<ler Nicht- 
besitK cinet^ Pflugea kcinc RUckaicht grenommen. Ucnc daBS (ter 
man>i]ikiiH.nr» nt«>tA eJn^ii Pfltrg^ IreRaHH, v£^rn^Dt iFie Rtelle hvA Ir^ch 
Vlil, 1& ansdrncklicb. 

Dass die rcstici banno ntentee bei J'^itten PHa^>e«tBcr waren, 

folgt Anft ili^r 8fpll<^ unmittf-lhar. 

Al» Antworl aof <lie Frage nacli ^en Trfigern der Bann- 
leiatnng ^^be sicb mithiD b€i 

^fi^rsj^- Jfttlpr HiiffU^r tmi? i1»>rjpni^, qui nfi<* hfihpi nlTndinm 

neqtte faereditateni ; 
Fittcn: Jetter PfiQgbesit7er; 

Bows: Aile Eufncr; 

Irach: Alle HcfncT; ob ^ie P^ng oder liacke Ejesassea^ 

Waldritch: Alle HnfneF; 

Birkcnfcid: Alio Hufner (Hackenbesilacr, ygl. S, 51) ^ 

febnrg; Je^ler Pfioghesitxer; nnter WaWrach;-J€dcf Hcfneri 

K^: Alle Bannbewobiier, ob Pflit^besit?:er oder nioht^ 

Niederberg: AUe Hofner (aoBser dec crzstiftiecbeu); 

Ochtendong: Alle Hafner; 

Rettemth^ AllGHzifDer (actgenomiueii Sch^fFen aiid Bficieterialeii) 

zar FnhrlnHide, alle pflTigbeaitaendeii Hafoer zd AckeHronrlen 

verpfiicbtet; 

Mander^cbeid : AUe Pfingbeeitzer zom Pftflg^n, alle Hul^er ea 

acderen Ackerfronden Dud zd 3 GcrichtflsiUnngen vcrpflichtet. 

Altnch: Alle BatittbeTrnbDer -mr AckerFroiide veq)flicbtet loit 

. Pfl^T Ilaeke odei" eiuem andereo Werkaea^, ebeneo alle za 

eincr Geldabgabe; 
, [Flatten: Alle Bjuinbewohner]; 

MObn: Alle PflTigbe«iUer ; 

Pfabcl; 

Ehrwig: »Die" (= alle) v<m Pfalzel etc.; 

Kordol: 
^ Ecinafeld: Alle Pfla^besitzer 

[do It Hinzert, 

P5lci% 

Bei]r«m]. 



[- 



c 



J 



Gfllser, 

Mettemicher, 

Wallcrsbeimcr, 

Immendorferj 
Arenberger, 

Pfftffendorfcr- 

(Uufer Ocliteiidiiiig): nDie*^ (= alle) von 

Walllorf, 

Sackenhdiii, 

(Unter Allrieh): ^Die Bllrg;er^ von Graacb. 

Wie emchtlich, wird also cin Unterachieil gi^macbt zi\ifichcn 
BBtiDDcivfjhncrQ, die einen i'flng beBiUeuj and BolcLen, die kciuai 
besitzi'n, Letztere werilen ad mebreren Stellen ak Hadteitb«dlzer 
Qfther gekcTiDZcicbnot. Dieeer Gegensatz bembt wf>hl aaf dner 
Versehicflenbeit fles liFtin^tvftnDr^getcs: Wer mit Fitcg qdcI natUr- 
lieh ileii zu^hi^rigen Zngthieren froutc, war selbstverst^ndlicb 
reicher an Gnm<t nod Bodec ale derjenige, del- nnr mit HmmI und 
Hacke diente. Wartie er ahcr a neb Hf^mF^ntspreohend stoker 
Knr Bannleiatui^g herftn|^4)gen^ sucI;lbb sii^l] die^ sIb eioe ^uf der 
Verecbiedt^beit der Grtindbeeitzbobe betiibende Staffelaiener dar- 
atcUcn wfirdc":") 

Wir erhaitcn daranf die verschtcdcoBten Antworten, Nach 
den Stellen hei FtttcUf Mobn and Rcinefcld hatte die Lcistuiig 
Qbcrbacpl Icdiglich aof den Pdugbesttzein ^lastet; andere Leute 
w^eu gar atcht berUck«icbtigt, iin Gegensate zu alien sonaligen 
8tcllen. Will man nun nicbt annchmcn, dBse diese drei Be^xiHce 
be^flgltch der Zamessung der Baiinleistnng eiite Ausnafame bildeten^ 
Oder diuss bier nur Ptlu^besitzer cxiRtirtcn, so ^rird man nicbt 
mnhin kr>uneR, den L. a. i. an dieeen ^tellen des Mangela an 
Koixekthdt in mben. 

Bet den (ibrigen Stellen ist bezdgliGb ^er Pflieht aur Baim- 
leistniig UberhaDpt due KQcksichtnahme anf den Grundbeaitz nicfat 

I) Eine gewisae StafTefung: lieg'l fk^iKch bereits in dcr Lcielvng 
dcH riingbesiizvre gt^enubcF- der dm Hackenbeuitzere nn Hicb| Indem 

die I'flagfi-ondt^ nerthTolkr irt. 



ij^grs^'-t^Googlc I 



Der Teniiorialfitaal deFJ Ei-zbhchofs von Trier um 1230 etc. E7 

zu eikeDnen, find hesQglich der iitilje det^ Ld&toug, die hier mcht 

vreiter jul erGrteru isl, keiii Priii^ip^ aoudi;rn iiur Ortlicber Oiiter- 
ficbied '). 

Alt€s in alleiii Nnit Mimit die Anl^oiten^ die der L. &. i. anF 
die Fnf^eii iia;:}i deui dtarakl^r t\*ir 21111 hHuHg^ttmi vorkuiuiumi- 

dcn BAiinleietnng utid nncb dem Krcise der von ibr betroffenen 
PeiBonen gibt, derart ^rtiich verschieden^ dnss ^radc das Wich- 

klarcf^ PriTizip erbeunen^ Ein grandsilt'/licbeT Untergeliied zmscbeii 
fiannbeivohnern, die frooen und solehen, die :tahlen — und dabei 
kviuiu«;ii wir auf dit! 3- f>l Hufgvwurfeiit: frit^u zufUtrk, vcji Orr 
vfir au^g'in^n — ist nicht zu erkeonen, Es Weibt zweifelhaft^ 
ob audi die nictit gi-tindlKfiitKenden ti&d duniit sfinimtliche im 
Banne wobn^den Leute vmi der Lei^nn^ getroCen wurden, 
ebcDeo, ob die bci Boub und Retterath em-fibutco Ansnahmen von 
^er VerpfTicijtmig gL-niiilsii(dieh mler ^lilich gnlten. 

Nh'ht cuimnl die l'>fi^f ob aacli die ersbischaflicbeu Hutiier 
211T R^nleistuiig verpfiicbtet waren, erf^bi-t diiG ^rnnfMty.liebe 
Lr«iuiig. da stcb die djesbezllpliclien Stellen") ftrllieb wider- 
8preel»en. 

Daw anch a«f ^ixiSKcren oder gx^ringeren (Irundbcsiiz keine 
prinzipielle Hlleksicht gmioi^unen wurde, ist bereite erOrterL 

AiiB einigeii der obcn in ibrer GeBamnitlieit zitirteu Stellen 
er^'ebpn eieh nocli besttmnite andere Kcehle deB Era- 
bigchofs anf Grand Beiner RauDherreebaft. 



11 Hlerhln j^th&rt Ruch die Sieil« bei Ochreiiduug, die obf^n un- 
vollst^djg^ ziTirc iruntK. \V«»nu es uamllL'h uach d«»ii & Erit|e!fr4>nla^eR 
der Baiinleuln Diid den 3 &nt€frniibag-*»ii i\vt Leuie von Waldorft 
Snckenh^m uad Fre^&cir u&milfcelbar dnrnnr heiit^t: T|, riiijcimviiie maa- 
Biouai-iue e«t, sive hat>ejit pJuG vel ininue, 6 <]iic1ii>; earruum com terete 
fnt^Lct in iEie<-i« d« Hg:ri9 lu tiorrftiiin nrpUie|tli^opi, -io Kr dit>«e I'^i'^Fiinf^ 
UDzwiill'elhart den Oi^htendun^er B^Littileuten zu^UHL-hlirbKii ; >lv Itildet 
die aftiurgem^^He Ergiaznui^ za dt^o S ErotermatageD^ — Hier er- 
scheiccn elso am^druuklich TheUhufnti'. FUr die (-r^etifti^heii Gtlter 
eclbi^t i*r^rdeu £i« m der S. 24 aUirtmi Stelle r, 5, iM^wic XIO, cJ b&zen^: 
Sciendum est (|Qnd quaado eolvltur ^imnn^^e, niAvit ijuclibei ]>ars mattsJ 
divin i|iiantum mansue inieg«r et iadivifius; ccontra aliquis dives s^ri- 
«<»la plurea habeas mansos arm ile miiliis manai^ pliiasolvit uuara pauper 
aolvtt de aolo manGo vel de putle macai. 

2) Bei Fitteti, Diippenweiiler, Waldrsch, Kicderbepgri AUrich. 



i^^j^fl&rGooglc 



^t^ Albert LiennHrjCi 

Hei Retteratb wird das Resthaupt ron alien Hanuleuteu^ 
iiii^ht iiur voii <1en ea^BtiftuicbeD Hufu^m ge/sblt; b^ ^lauderst^lieid 

uiEl^tH^n die BaDDlente aucli eine dreitagige Gericbtsuin- 
staDdsTToude leisteu^); bei Altndi ittHseen ae YXir ^rvMlHii^hea 
>l U h ) e -/um Mflbten koiiim^n, wenn -dort eine eolcbe gebaut 

wird-); atich geben eie bier im jyiara di-ci Obolen pro calcis 
redent ptiniie, noruDtet uur dk AblO^mg einer KHlkoff^batt' 
froii4e ^emi^iot eein kflun^). Day Repht, das der £r7.bi«chof ki 

der zweiten 8telJe bet Merfig in Anspruch uimmt^ geht fiiclitUeb 
anf die Bede: [^ 7: Pisc&torc^ habent dimidiutn maneuro qui eront 

-X 4|iii noete dic<(no D«mpvi' peifiti etruut dd vervitium data, orcbi- 

e]]i»oopi qui enmt libert ab omni reliquo ittre et exactione; ^ 
caiuscunque bona tetieant qui in banno arcbieplEcopi mt, nnllam 
ftlieut inde eolvent cxactionetn, Man aiue« berUcksicfat)|^DT dae^ 
Uereits znr Zeit dea Erxbiscbofe Arnold I, 11B9 — 83, da« Erzatift 
ill ^ler/ig' unr die HAlFte der Bcde be^o^^ wghi-encl die audere 
HalftG dem V<igtG, ilamnls Arault von Walecourt, KufieJ. In dt!m 
Vertrage r.wifichen Kr7-biscb<>f und Vogt*) aber wurde ansdrtick- 
licb fesfgCBetzt, dass die ^jntstifiiscbec Mmisterialen uud Beamteu, 
woranter aueb die Fiecher, von der Bedc frd eeiu BoUten, eine 
BestinLniangr die eich natUrlicli gegen den Vr^") ri<^htete. Da der 
L. a- i. bei Mer^ig sonet nicbts von der Bed(! aU emem hi^ 
weDigstenB tbeilweiae en'.stiftiecben FinanKrechte sag:t, bo ist es 
nicbt auBgcscbloeaen, dasa um 12^ dor Vogt w, Merzig dtr 
alldnigc Herr der Bede war. \on den Gfltem, die die er?.- 
etiftiechen Fia6her un Mcr^ig im Bannc inticbattci>, tvihlten rae 
aber dem Vogte kt^ine {)ede. 

I) AUei; nShere dai'iLbiir in einem Gpatereii Abechiiille. 

9) AUes nShei'S im Auhang:, 

S) Vgl. IT. Prilm, Beyer I, 8. I5t u. 1: Scteadum tmi^ quod domi- 
Due abbas quctibet anno &i vaEt, ad edificatiouein ecdeaJe calcis fmriium 
potest f&ccre, et ml hoc omnCB curie cilra kile Eenentur eum laTarp . . . 
ygl. ftuch Vll, 5, (i^oruber iu einem i^pd-reren Abeclinitt^ 

4) o. J- Beyer n no. €1 S. !0l ff. 

5) PelicioneH vero sive exHclion^s qnocnnque modii in pfRfaui 
curia Gant vd iu valle ilia, sive in annDiia, si'ta in mimmifL^ ex tqno 
(= Aei|Uo) ilividemufl . . . nee in peti(?icmlbu6 vel per se vel per nuiiiios 
tsitoG uoe aliguo rnudo circumveniet. MinLsteriaie^ autem noutri el ofll- 
HjiIca, hvollvii, I'ureblarlfj bubuli^i, piJtcHiurvs et hIii hi1 ctiUiduuuiii >er- 
viiiuin Ti4>atruni spedAlitfr deputati &b umui esnctione iibefi eront. 



J^g^ii^-wGOOglC 



Der T«iTiloriftlfitaat den LrzbuchoFs von met urn l)£^ etc, b9 

Alle GOQStigen den Bftnn 1>etJ'c£fend€ti Fr&geu, wie die oaeb 

den B&nit^GnzcD, nacb dcm Vcrhaltiues von lltum, Hof uml Dorf, 
nach deu Be:dehuDgvu zwiselieu Hanpt- und Nebeuorten iu Kflck* 
Bicbt mf dec Bann, nach dem ifrspnmg der er/stiftie^heii Banit- 

hcrrachaft mid evcntucll dc^cii ^Itcaten Vcrwaltungsbc/irkrn^ 
mOBsen dem folgenden Abschnitte dieser Arlwit vorbebatteu bleibeu. 

L Muhlen. Keltem, H&uBdr. Ho^dtten. 

Kebeu tlem crorttn^n Uegeuden Gut fulirt das UrbBfj rrei- 
llcb in weit geringereni Maft^e, auch Geb^ude fm- J^dwirtscli&fi- 
Hehe Zwecke, Muhlec uitd Kelterriiiiraej Bowie Gebaude und Gnnid- 
mocke anfi die dem WobcULfrgbedurfriBS dit^eu, HiiUBcr ntul Hof- 
st&ttcn, bcKllgLich dereo das Brrstih ^wiBse Rechte hat 

Je eine MOhlc lludet sich in den Abscbnitten Mendg^), Savr- 
burff>Q, Irech'), Waldmch*), PfakteP), Eliran^«), Wetecbbillig'), 
Osbnrg*), KeH"), OchteiidDng'*); 4 m M6hii")i 3 zii Ketle- 



1) I, 11: Hab«t etieiD archie piBcopas in Merceti€ moiaiidiittiiD 
uuile ButvuiiLiir 3 wiifdra triiKi, S mal^ra BlIif^hLlE^, G luftldni iitixta 

finnoiLC Qt 1 porcua vel & uolidi 

2) VIJ, 3: IleiiL ibidem e^t TnoreDdlnnH ^[111 flat Archteplscopo 12 

.^J VIII, 1: it- molandlnum quoddam soLvit pro ceneu t et Aimi- 
dium Difildruin sHEgiule. 

4] XUt 3 : de mnEendmo waUr&che G mtddra (tic. ai^Iaia) et i|ua&- 
do^ue pfn^^ 

&] XV, ii il- de molendino in pHlaciolo It^ maldtn MJigims- 

6) XVI, 2t £flr. efifim ibL molendtuaiD de <|uo per aiiDum solvunrur 
12 m&ldiu 9iB|^nif< et 2 nmldra fVumenti. 

7) XIX, 11 loffidum didabri): Ahduji herv<>runj in plllfthe . . - int 
turri 4 servi quorum ouilibet , . datur el G maldra Af mnlEiidinn- 

8) XXll, S: In in«rtio danfur ihidum 4 maidrB siil^pis d« no- 
leudtno. 

9) XXIII, G: it ibidem dabu&tar & maldra siliginia de moleudiuo. 

10) XSVI, 6r BrrhTepiNt^opitu habei oldemodinr . . . uunza molen- 
dmum- 

11) XIV, &j Freti'rca siuil Ibl 4 rnoliQitdtDa t^t daotur La |»v(itioni* 
aDiiiialiin 100 maldi« kemeu. 



i>34ii.-&rG00glc 



TAth^)^ je etne in den Nebcnorteii Biewer*), Escbelbacli*), Boden^}, 

Fill' deu Bann Albich Bcheint nacb dem obigen Zitat die 
Erbaaung cioer MUble in Aassicbt geataudeu za haben. 

Die Weodnii^ii^ ilif Hs« r«cbt.)icbe VerhHltnies der Wflhlen 

anui ErKbiBchof ausdrttcken^ lanten wic bei den Hnfeo: archi- 
epheopns babel ibideia, nod: ibidem eet. 

Ht>/£irbiien we iiltpr HiiJ?b bier in gleieber Weise *l«s ert- 
stiftisi:lie Eig^uthnmerecbt? 

Daet> eiii niches bei den Jiltihlen zu Mer'zig, OcbtGodun^^ 

Getteratb niid bei d<>r v.w^if;pn 711 Thnlf^hr^nln^iieti^in vitrliP-gt^ 

TOD daieo esheiBflt, der ErzbiHChof babe sie, isiniizweifelhaft- Id 
der Tliar«ai!be aber, dase von dieses nur die 7U Ocbtendmig mid 
ThalpbreiLhreitatein oboe Ijeietnng einfacb nnfgefflhrt werdeo, vou 

den ander^ Ua^^i eine Abgabe ge/abit wird, erscheiiien 
wicdcrsm, me bei den GnindatEickeii, die beiden Ei^eatbums- 
Jir>r»i?ii des nDmitlelbavvn uud dee fuiltelbareD BeEitzee. 

Auf die Bedin^migca d^ let^&tercQ Ifisat ejucn g:ewiHaeKi 
Sclilass za eine Atigabe in dem am 13. Mai7 \'^2'A Terfaaaten 
Crbar des erzstifrieoheD B«zirk« Ehnuig, Abeat^ 5^): Item habel 
doukinus ibidem I molendinnm qnod locatar secundum quod pnH&st 
fieri, et valf:t bix? anno 20 maldra «i!igmiH et 1 pnreum . . . 

LHe Muhle wurde 1^0 Jabrlieb na d^ii Mc^istbiotenden ^ver- 
mietket"- Dieae Fonn der Vev^abung ^beiiit nm 1220 nielit 
nberall be&tauden zu baben, da uu L. s. i. die MQblenabg^be 

I> !XXVn, 3: it. an-hjepiacoitus habet ibi tvia. molendiuH de quibud 
per aitmim daatur nn^biefjiisi-opG 9 maldra annobe raizte. homia 
triuin mnleGdiDoruin 1 nolvi* ttcR deonrio^ colon; allorum 2 utruroqne 
■otvii 10 dtn. roioii, vt S dwrnriiilai.'* pfl^li^ Kt ULium nialdruni et-one; 
pteitiri^B Aca.biiris T den. i-oloit Mridteto 1 den. advixato 1 dco. TioroHtariiti 
$ d«u, budcJe obolnni. 

2) XV, 8 [FTahei}; Dc molendino in bihere \a natale dommi 6 «oL 
*t G rteti. ic pa*cha UDtnnd^m. 

3) XXXVI, 6 tMontebsur): in esdiiaibmh de moJcodino 10 modii. 

4) Id bodjme de motendiuo 10 (avenc). 

h} XXXIX, 8 (Gierschftachli Molflndloum iliidcm £«c. In metriclie) 
solvit 12 den^ et mam^us ad quern hpei^tet mokodinuin, solvit 8 aoL 

fi) XXV, 5 fNiederberi:); It, flveraduB de quodauf raolandino »pcd 
ntoleiic solvit 5 den. XXV, 8^ Prererea babet . . - molendinum apud 
luuieDc . . • - 

7} Lacomblet, Aivhiv, I, S. 383. 



1 



«0 Alkierf Leuuiir«: 1 



• 



u-^£i.-&^Googlc 



D«r TorHtoriftldtoal dt^ Erzbb^hctfi^ tod Trier um 12£0 e,tc. 61 

meist koBstant bMbt; freilieb llegt in dem r^tjiiATidoqiie plus" bei 
Waldr&ch eiu deutlicher HiDweiB auf die Verfttei^crung. Jcden- 
talh aber ist die Art des Besitzverhaltnisses aUch fur die Zeit 
des L. ft. i. dorch die Stelle von 1323 im wesenttichea erkUirt: 
der Er^bischof f^ebt Reiu<^ Mflblcn in ein Freies Verhftltnisa, daft 
ala Mietbe bezeichnet wild. Die Abgabe vou der Muble lieisnt 
in der Steiie boi Iraeb ^coiians". 

Ueber die SteHuu^ dey MtlbJcn mi ether haben wir zwei No- 
then. Bei Niederberg bezfv. TbalehrenbreitHtdi;! bitt dn ^wiefier 
liveradas ak soldier anF, und das Uibar dee er/stiftiEehen BeeirkA 
Widdrach vom t3. Jnci 1^23 ueont die MeienD von Moracheid 
ab li^babenn der Mllhle fUr d&a betreffende Jabr^). Man gebt 
daber kantn febl, ^renn inaa die MnM^ntietUer im allf^emeinen 
als bemitteltere HflFiier betraebtet, die aber, wie daa Waldracber 
Beispiel '/eigt, uicbt dem BezirkETerbande^ in dem diu MUhlu lag, 
axmigiebOreu braucbten- 

Jedeiifalfs ist die Mttblemniethe vou der HiifenEeibe g^nz 

nnabbsngig, und <!ie Stelle l>ei Merternieb, die von einer Hufe 
fipridit> wftm eine Mrible grebOrt, kann nur dabin verstauden wer- 

deii, dnas die Hufe xni^llig /jiA&mmcn niit der Mnble an eine und 

dieeelbe rerson vergeben wor<len war, 

Doeh Kuillck zu der t>age, ob die Wendung ^ibidem est 
mnleiidiuum^ mii T^genthniusre^'ht des Kr/stifU imsdrllrkt. Vi\t 
die Uableu zu Irseb, Eiiraug:, Waldraeb, Mettemieh and die erste 
zu ThalehreDbreiteteiD konnle dies^ tbeiU ansaDderen urkuodliebeD 
S^^ng^niRHen, tlieila ttas der Art der Hebandhin^ im Tj. a. i. fe«t^ 

geetcUt werden- Dies w&re auch obne weiteres fflr die tibri^a 
Mflbleu aLzanebmGii, weuu nicht die Abgabe der 4 MObner Mtlhlen 
Hi^rl^rklieb «!■ Bede i>e/^iehnet warden wStp, ftomit »b eine 

Abgabe, die nach den bi&berigen Foi'scltimg^ ale landeeberrliehe, 
hoheitrecliliiche bezeichnet werden muaa, die dabcr audi tou 
^pben Grundsllipkeii *inil fJebHndeD nrhnben wenleii konDte, die 
detn Landc^berm Qicbt privatrccbtlich znetauden. 

AuH der Alt und llObe der iJelastcng l>ei ^^aarbarg, Pfabel, 
WelBehbiliig, Osburg, Kell, Bettentth, Ei^wer, Ewbelbach, Eodeu 



1) L^r. Arih. I, S, 387, Aba- S: . ■ Item hflhei i]oiiiiiiUf< ibidem 1 

liio]<;ii(iifLitm ijiicd [innr hnlier vitljra de niDi-M'^if, de cj u.n CF;rLi;Tar 
domLiio quoiibet nuuo *j nisldt^ siligiiii>, ef H4:atMniri, :ii-ultGlc et foie^iaiio 
unnni voraraer^tionem in primo plzu-ito porl pn^'ha. 



U^giii^'t^GOOglC 



42 Aklferl LeDnm-z: 

nnd Mettermchf sowie atta den beiden dnyjgren TermlDaD^Abenr 
bei fCi.-ll uud Biewer, IU«Bt ee ^ch nicbt ermitt«liij ob die Abg^b« 

bier Mielbc oder Bede ist, wabrscbeinlich aber dae erstere^ da 
■dfv L. a. i. erinsf fa^t flb<n^]}, wo er fme Bede auffQlirt^ dicBC 
fiucb Rnsdrfii>kiicb ate i^leb? bexeicbnet. Aussertfem kRun zirftr 

■eiue hobeitrechtliche L^ietang von einer Mahle erboben werdetij 
die deru Erhebungnberedifjgttin nicbt cigeotbOmKcb ^n^b^rt; dass 
aber eine bobeitrecUHiobe MUblexiabgabt neben einer pHvatredjt- 

Ucb«^ einbe^eben kaoD, mgt dk Stelle ana dem Waldi^&eber 
Ci'bar von 1323, vei^lichefi mit der fiteUe bet Retterath, die 

dnri^b prst^re pirklftnt nHIrd Wfw di« Wftldia^her MdLI^? d»ia 

Gericbtspersonal id nstura leiBteteT die cwBmeatio, eine N&tnrnl- 
liefei-Gi^', dn Egeeu, das ersobeinl bei Retteratb darcb eine geringe 
Oeldnbgfibe abgeJii^t Die anedrQekUobe Bezicbnng zn eicem 
Hocti^iicht wird bei Waldracb^ wo, wie wii- id eiucm sp&teren 
Absebuitte Rehen werdeOf om 1220 kein Vo^ existlrte^ durch die 
Teminang^be, bei Rotter&tb dtifcb daa Auftreten des Vogte ^r- 
Btiztf worllbei' alles Njihei'e t^p&ten 

Die Vermutbuug ersebeitLt d&ber alg die wabreebetnlif^bei'e, 
daee al]e aufgcfuhi'tcn Mublcu, vielleicbt niit cinagor Ausnaboe 
der vier ku MiVbn, erzBtiftiftcbeH rriTateig:entbuni ivai'eiii fUr eine 
Eeilie von ibnen Btebt es fest, 

f!XnG bcQondcre ErJirterun^ verlangt doe VerhiiltniBB der 
Mabten Kam B&nn< 

In der btellc im Abechnitt Hber den Hochwald, XI, 7: Jl, 
infra predietum baunum nalli Jioet sine permio^oiie arcbiepiscopi 
mokmliuum exsfjnierc, ^sebdnt da£ misschliessticbe Mflhlenbati- 
reeht des Er^tiftej woh! als Refjal belraebteti vielteiebt als Ans- 
fitffifi dca kroft dee Foretbonnce Ubcrtro^nen Bodenrc^ale, worllbcr 
Alles Nabere iirt drilteu Abscbnitte. 

Die finanzielle Foige eines eoloh^s Eechte ^eigt eieb in der 

Altiicbcr 8tc]]c'), wo wicdcrum die UcrrBcbaft Ubcr cincn^ hiCf 
fiejlicb luideren, kleiueren bannu^ der Reebtstitel fcr dss einr>lEi' 
mentum iet 

Es crhcben eicb nuo die wdtctcn FragroD; Siud im erz- 
etit^tsclien Terntoriam die MQbieii so vcrtheilt, daefi aof jedeu 



\i a 4e u. u. 



i>34^.-&^Googlc 



Der TeirttorlalACAai d& ErEblMbofH tod Trier uui 1S20 cti. 63 

Beztrk due MUhTc tallt^ mid haben alle erzstiftieclien MQhku dBS 
ftiiHM*hlip«ft1ich^ MaUlrerhl'^ wie ilii* Altrii^her9 

OasB erstercs uicht regelnrt&s^g: ^trifft, zeigt eben die 
Altrichci SicUc, iro die MUhle erst geplnut iat, abo bie uiri IS^ 
ni>rh keine b^Ktarid, gmiv ahgr^elkeii von ilp.n 4^ MuIiIah kii Mlihn 

nod den S ?^ Retterath, sowie vod ^len MflhlcD in den Neb<m- 
4>rteD, die heine Bezirksmittelpuukte Bicd. 

(}^^o desbalb wird mnn Ruoh die vw^Ite Frage nieht ohiae 
weiteres bcjahrai kOnnen, woruber sicli Uberliaupl nichte gewigo^ 
ea^ren l&sst, 

2. Keltern. 

Zu fihnlichen Frageu, wie sie eicli l>ei deu MQlilea erlioben, 
vetaDbtisaeii die vereiazelteu Notr/eu Uber KelierHj wo nou dss 

Uitar Ireilich aocb mehr im Stiche f^st. 

Env&hnt wcrden &ie nnr bei Andem&cb ^)f Niederberg^) uiid 
Witllicb °}- Der Au^rudt f,uouHiruuli>^ bei Aud^uuuU vcbeint 
an^ndeuten, dasB cs sich nicbt um cinfacbc Ttistnuacnte, Bmidem 
em Oebinde baiideltc'). Nor bei Wittticb erscbciDt dafl Erzstift 
im uuiiiittvlbareu BesiLcv d<;r Kf^ltt?r^ iu Audernacb zHliles AIk In- 
babcr der beidcn Keltern Abgabcn. JedenfaJJs licgt bii^r ein ahn- 
licbeR Verb&knias der f^Miethc^ Toi' wie bei den Mublen. Die 
im BeHJLw dea Dnrflapliuis befiiidlwhtr Kelter zu Nivderber^ 
liegl im ei-zstiftiscben Acbt^nlande end isl, wob? ivegen de» ^iat- 
liehen Oh^rAkterg des heutiGTSj flbgabenfi^, 

Das VitrkcHimien zweier Keltern zn Andemacb zt^t, wie 
wentg regeima^ig anji^h bierin der Hestand an WiitbscbaftB- 
gebauden vertbeilt w&r. 

Immerbin Bteben aber die Keltern in eineni oalteTeu Ver- 
b&ttntme znm Bezirke nnd seincnt Mittclpnnkte, aJa die Muhlen, 



1) XX, I; Qiudftm det de torcnlari in eadem ruilfl tf^nHmrcto 
4 t«L et 2 puIloK; it. qnidam dc alio tonrulan ibidem 6&t 3 aol. 

2) XXV, ^! in ei>i^eiii liAttiF^ hsbet L^apelltinai^ ville lorculttr ttuod 
bimdu ditjlur. 

8) XXXI, 'Ai De vltivAs^ que dicuutur peetrcn datur medietas, 
vinuiii de el^eii^ vin^Eb iMiuimetnr in b)n:iilHn arcbiepiscopi- 

A) Vg\. U. Mettlatif, B*jer II, S.347: . . i ejct^eptit duabus domi- 
buii ^ui> [u eudwii vliJn .... ><ll« Huubj uim aiuam volgo kelteifiiu 
Tocaut - . 



i^^^-&rGooglc 



Nacb Uer SteHe bei WitUicfc wird der Ertnig der dorligren 
vergebeneu Wingerte iu dei eryetiflischen Kdter gepreest. 

Dass^Ibe ^Qlgt d^w Waldracher Urbar von 1323^): Item BODt 
ibidem 1;> pythcre id) astiqtio que divine sunt in plnvta ^elia^ 
de qnihua datiti- domino diinidiet^ vini, et teaentar portsre in 
toroiil&x dommj ibideia et divid^e sub expends nais, et teucntnr 
pTOvidcrc mintiis domibi in vindciEiiis et rinum ducere trevem. 

Es wDd (lieselben Wjugerte, die der L. a, i. bei W^tlracli 
aufFuhit^V Freilich k^nte eB ^{ih bier atch nnr mn die dem 
Erzbiechof zn verabfolgeiifle Ertragsbfelfte hanrieln, ebenso bei 
WittUdi, Jedocb ist es fttr dieee Hfilftc eigectlicb 7ii eelbatver- 
stiDdlieh, daas eie in dicr crzatiftieebeu Kclter pcpcBst witd- 

Etwae sidieres Ltot eich wtederum nicbt crmitteln. 

DasiB aber auf die VoUetandigkeit dew L. a. i. kein Verlass 
ist, ze%t bcE. der Keltern das WaJdracher Urbar von V62i^. Es 
bat Uberbaupt den Anscbdn, als ob im L. a. i., abgeBGhen von 
der BteUe bei Aii(leniacli| wo aHe Verii^tnisse aiiHSergewi^hidicb 
mild, die Eeltem our gcle^nthcb erw^hnt; nii^ht absicbtlieb aof" 
^fftbrt wUrden. 

3. Htiireer. 

Wenn es im Abscbnitte Nii-deiber^^ XXV^ 9 beisat: it, habet 
arebi^mcopiiE molene 1 ortnm et domnm prope ortum^ und fQr 
beide Oegin^tUnde kdnc Ab^abe env^nt Kt, eo oDterJicgt gs 
wobi ketBera Zweifel, daes bier daa Geb&ude eelbst zum uomlttel- 
baren Besitse des Krzetifie eebiwrt Abgeseben rofi den Trierer 

Verbifltnie^cn bez. der QcbJUilichkcitcn, die im Bo. Abschtiittc in 
weuig befrietlJg^der Wt;ist geatreiff: werden, nnd dereu Bebawd- 
IcDf,^ in doe Arbeit liber die Stadt Trier hineiD^ebOrt, Uegt hGcb- 
stcas ttoch hci ^A&rbuirg ciu pnv&tccchtiiGhcs Vcrb&LtiuSfl vod 
Rynsern zuni Erzsttfte vor, VII, 1: lu eodem saburbio Bunt 6 
domoe que daitt amtnatim 12 deu^ 

Dag^c^^ vreidcn sich die an^emcinen Hauaabgaben VIII, 8^ 
11; XI, n, 12: XV. 3; XVI, 5; XVII, 4, in eiiiem spat^en 
AbBehnitte diesef Untersuehnng ale toheitrechtliclie, anf dei- Hoeb- 

^cri<;btfigcw^t dea ErzbiacbofB beruhende Leistuugea lici-ausBtdlcu, 

1) Lw. An-h_ I, a 387 f. tAbs, 4). 

2) «. R ^ n. 3. 



ingfi^h^ Google 



I>«r T^rritoriabtaat 4es li^r^bi^boAi tou 'J'rier um i£i^ etc- 65 



9 
-4 



'V" 



I - 

L 1 



wjdirend ca eich f(l¥ die allgemeineii Hansab^ben zu Ochtcndaii^f 
t MUnelcruiaifeld tnut im Hochwaldg^biefe bemlB ohen cij^b^ ilusa 

sie HolzvergpQtuDgeii waren. 

S iScharfer sind die Rcchte dee Cr/^tilta an den Hans- beaw. 

!-,"_ HofetfltleDj den areae, bier ins Ange xa fa^aen. 

fieinbrt warden eie bel Waldracb*), Riveris nnter OeTjuig*)^ 
Kell>), Siederberg*), Urbar nnier Niederberg*), Tbalehreubrett- 
Bldn'Jj rfftlzeJ'), Korde]^)j Manderschcid*)j Giereehiiflch^*), Andw- 
naeb '^)- 

Die ar^fte werden nicht abera]] gldebDili^tg behandelt B^ 
Kell, Niederber^j Uibar. Thalcbrenbreit^teiD, OierRcliDach, Ander- 
D&eb und dei- evteiien ^telle bei Waldracb wird die Zabl der 

4 

abgabepflichtigen areae genan angegeben, bei KiTeiiB wenig^ene 
' migefUbT fwgedeutet. A1>ge£«heD voii der tJobelasteteiL dem 

r 

1) XII, S: de Arei^ orti^ et pratL; in wsltrache («t) in tniuiilii^ 
I'enfiibufj de&tur an&u&tim 31 soL eT ^ den.^ XTT, 5: I^ef«r«n fiunf 10 
Hs^itt* Id waUrKL-btf <le 4ulbu'i ■cuuntlin dimtur 30 pullL 

3) XXITt 5: ii. in rovensee ^e qnibusdain ureiK <1anlur HDDuatlm 
24 dGB. 

BJ XXIll, 6: In eadem viHa i^ont T Ofeae que 'U>tvunt & ^^Uinas 
^ et 9 den- 

1^ 4) XXV, 4± iL 9 areae apud mderenben iiolvuut eodcm teimlno 

I (ff. n. 5> 16 den. rolon, el oboinni. 

^ G} XXV, 4. ik. apad orvnr danl' 38 Aice que Aotvunt is fc^to Mar- 

tini ^ deii- coioT). 

6) XXV, &: (aivMepii^npUH habet ^pnd mnleiie) uiiam ai'^Ain prope 
molHiidlniini quam hab«t wilelmus I'fimeraiiuti in f^do. 

7> XV. S; Preterea de areia et sallcis a^s et pi^tis in festo r. Petri 
Aolvnntur 10 riolidi et 4 den. 

H) XVII, y; Prelerea de areis eslii^if; in rordel* in natato domini 
■TolvaDtvr dO den, ot oboliiii, 

9) XXVIir, 4; Id eodem bHiiiio habet arrhieplHL-opu^t 2 hatCH^ de 
quihiji^ alique paries bominibu:* adreoientibti^ com-eHse rai'otj videlit-et 
areae et orti, unde iu f&iJ^n per aunani Hclvuntwr in fe*fo s. Martini 11 
denarii. - , . It. m maldesi^heit de areiu et praUp foivnntur arubiepiAropo 
SO deu. eC 4 :^umbt:ma aveoe. 

10] XXXIX, 6: in gerMenavhe quedaiQ area f^oUii 6 den. Ievi>> 
nionete. 

11] XX, 1: it quidam de are& In qua horreum arrhiepisc«pi sittim 
, eiat, dac 3 ^oL, er quidam ilc aiia area dat It^ denaiiOH. 



l> 



>^ii.-wGooglc 



^ 



6« Ait>crr Xiennftrs: 

Kammerer AViHipIiji, woh! dem KSEamerer tie* ErastifU, jedcn^lU 
fiber einem rUteniifififlig lebendea Hanner ?u L^hen gcgcbcucn ai'Cfl 
ZQ Thaklirenhi-eitstein^ Kahlcn di^e areae erne Abg&be, dema 
TenDin da^ wo er aufidr1t<^licli ang;egebei3 wird, bei Niederberg 
mid UrbfirT ftuf S. Martin, deu wicbtig^teo crKStiftiechun Hufcn- 

Bei Pfal'/el^ Kordel nod m d«r ersteu Stelle %u W&ldraoh 
let die ZiM dur ar^ae nicbt angcf^ben. Bci ManderacHeid war- 
den in der ci-Bteii SteUc areae aufgefulirtj die anf 8. Martin 
nCenevB'^ zahlen; ihre Zahl iBt uicht gcn^nt, aber darcb die Be- 

merkuDg, does ete Tb^ilo von S Achton siud, eiDt^rmaAsaQA b^ 

stimmt. In der sweiteo Stelle komm^ andere areae vcr, ^nlich 
wie die arese bei Wi^dracb gcgenQber deu 10 aroae daselbst. 

Dte enimtiamch, ohuc jede direkte oderiDdirekteZahlangobe 
aufgefnbrteu arf^e etnd stud em entweder mit andercn Omod^ 
siuckuu in Beziebung gebracbt oder mit €iDer besoud^'eu fiezeich- 

luiQg vcrseben. 

So trelen zu Waldi'ach diese areae zuBammen mit Gftrieu 
mid Wiesen, zn Tfalzel mit nSalici agri^ auf, uDd die areae b^ 
Kordel wcrdiari ^arcac fialicac" g^cnaiiDt. In dcr zwcitea SleJk 
bei Hander^heid iverdeo eie wait Wie&eu ziiaauinien bebaodelt. 

J>ie andcren StUeke aoteber Kongloincrate, Garten, Wieeen, 
Baiici &gnt eiud ibrer Z&hl und GWrne nacb ebeufatlfi oicbt berllck- 
«icbli^- 

Aiich bet der AbgnbetwiniBe aeigt mch ein hpiuerkenawerther 
Uiiterecbied. Wabrecd die areae der crstercu Kategoric amf H. 

HaitiD zablen^ tbun ee die der leuteren bei Pfalzel auf S. Peter, 
d- h. Peter and Paul, bci Kordel euf Weibnachteo. 

Uuler deu Stuclteii^ die bei diesea our bier voiltorEmiendeii 

Kong:]omcrat4^D idt d<^ areae cine VerbinduDg ein^hen, Bind die 
zu P&l/^l ervrahntfifi ^aalici agri*^ dcehalb von dcr grfiaatcn Be- 
deatan^, wvi} 'la Kordel die areae sidbat aJs ^nre&e salicjie'^ be- 

scichoet werdeu. Hier liegt daber der Aasgangepnukt fllr die 
llnteraucbting nacb dem recbtlichea Wc«ei* der area. Da aber 
der Aaaiknck ^Balicua^ aacb nocb an anderen, bi«ber uiebt b«rQi!k- 
sichtigten Stellen des L. a. i, in veracbiedenee WenduBgen vor- 

1) B«i GC«r^lmach geht eiii« &uf ti. Martin nUJig:e Abgrabe kxirz 
TOi'her. 



i>^ii.-&rGoOglc 



Der Tenilmialstttsl dea Er2bJf«hDrs von Trier urn 1220 etc, 67 

kommt, so fUhrt die area toq selbBt in eine neue Untereucbung 

liin«n, itt <lcren Vciiaaf oicli frst die Antnort aul die Frage 

nacb d€Dt W(^n dei' area, wie dieflc ira L. a. i. finftritt, er- 



n. Terra ealics. nnd iua fiallciim. 

Die in Betracht kommendcn Stellen elnd folgende: 

Diippenndkr^ III, 3: Qmcqaid est ibi in agn% v«l silvia 
■qao^ nrcbiepiscopi est, exceptis mansis terra salica €Bt. 

In^^lt, VIlI, 10; Item In festa e. An<Iree de ealiclQ terrts 
arehf^piseopi dabuntai- 7 solidi. VIU^ 12: . . Item in festo Petri 
et Paali ^ d^> de salica terra. 

PFalzel, XV, 3, s, S, 6& n. 7. 

Kordel, XVII. 6, eu S. 65 n- 8- 

Ocht«ndung, XXVI, 2: Item de ealiea terra in fegto Martini 
10 solidos et 4 denailos et obnliim. 

Retterath, XXVIi, .H: Preterea de aalieta bonis sitrg:i!lft ajinis 
4ebentar archiepisccpo fn censn 15 solidi levis monete, 

Koscbeid (Mandcrscheid), XXVHI, 4, a, S, 40 n, 4. 

Wittlicrh, XXKI, 3: S^i^am tar&m arat aratnini arelii- 
epiBCopi. 

Manatemaiteld, XXXVUl, ^, b. S. 24 n. 1. 

Ge^Qber den biBher behnndelten TbeiieD dee er/^tiftiscJien 

'Gnmdeigenthuma flLllt bei der ^terra eaJica^ zunachat aaf, daee 

dleaer Ansdrnrk oder der g'leicbbedentende „bonum Fialiciiin" nder 

■daa Adjektiv ,,aalieiis" von GrundstUcken gebraucbt mrd^ dit den 

yerecbiedensten wirtbsebafllicben Katef^riteD angebdren, 

Bei Dfi^^ienwdicr bezt^icbnet Aei L. a- i das gt^^mnite era- 
fltiftiaclie Gnuideigeiitbnin an Wald and Aeekem aU Salland, 
aoweit cs nicbt Ilufenland iet 8pezifizirt werden von dem £^gai' 
thuni an Aeckem 'd Aehtea, nnd nnter Memg tritt ein Kanrnter- 
wald zu Dttppenweiler atif; dieae Grondflachen umfaast aleo die 
terra saJiea hier< 

Deiii ^Salao.kedande zn Pff^d und Wittlich Btehen &albaB»- 
etttten zn Kordel gegentiber, Bei den Ubrigen Ortcn ist die 
Nutznngsfonn des Salgntes nicbt angegehen, bei Eoecheid aher 
}U]B der Abgabc cles ikledema zu erschlieasen. 

Somit gobOrt der AoEdruck „t«Ta ealiea" nicbt d^ Wirth- 



i^5£^.-wGooglc 



6^ 



Alberr Lennarz: 



Ecbftft^, smideni der Recti tstcrminologie an. Dem ents|H^icLt dte 
Wendung ^itUcum ine'^ bt^i Roucheid. Durch da« ia« untetBchied 
Bieh das SaJland vom Nicht-Salland. Der eigentliciie Gegeneate 
des Sallaiides aber, da§ leehtliche Wesen des Kiclitdall&ndea, 
tritt in d«r Mtlnetermaifelder SlcLle deutlich zn Tage, in der die 
terra unter dcro hcredtfaritim ius ciitCTBetU, daa r,aUor1ium'' and^- 
«dt8 der ^aalica teri-a", also der anter dem saiicum ius stehendeo, 
^nigog&DgG^^tzt werden, 

D&8 ^allodiuEQ^ vorl±tii% bei Seite lasBend, wenden wtr ana 
TOr altem dom Go^ensat/^ KwiBchen terra ealioa und terra beredi- 

tatifl KO- Mil noch g:raBBercr KUrboit drQckt dieeon Gegdoa-t^ 

eioe Urknnde vom 7, Januar 1266 ^) aos, in der ein Streit zwischen 
dw Abtei Sp M&Kiniin end der Gemeinde Keiui*) Ubcr einen Wald 
b«i Keim ontBehieden wird. Dio Streitfragc ^ird von beid,en 
8eiten foI^enden»»aB8en prfl/isirt: - - , nobiK , . < abbate el con- 
ventn asserentibu^ dictam HilFam er^se aHodialeDQ et Bslieam 
ecclcde noatre ^luioti Mrhximini et a<l ipeaoi eccleeiam pleno iure 
per (N3inta pt^rtinere, iLobi^ vero nniverBitate de Kenrte scilieit 
boDimiboH advocati de Rupe et domiDorimi de Guntrewe dicenlibas, 
e^uidcm ailvam nobta fui&ee per cceicBiatn eancti MaTumim aub 
annuo eensu eoncessam et hactenus a nobis tore bereditario 
f<Dre poGScegam. 

Da ^ch uun da^ hcrcd^twintii ina vgt ailciu nnd nrsprOn^ 
lich wohl atif«chiic»alich auf dasHufcnland erdtrcckte, so bedcutet 
die GegetUberetclIung von bona manau&lia and ealica terra, wie 

aie in def folgcndcn WenduiJg &us einer Urkutidc rom 14- Angnat 
1260^) entgegeiitritt, iia Grunde dassielbe wie die beiden ange- 
zogenen Stellen. Der AuB&telter dor Uikunde bat Eofguter vom 
Tri«reT Kloater 8, Simeon xa Roblingen') erb^tcn and vcrBpricbt: 
que omnia promiHimUH fideliter observare, nos et nostros succes^res 
ad eoruDQ obaervantiam obiigantes, ita quod dicta bona de Koj- 

fingin qncmdam ni^inEiialia t&ctnm sub peoEione retineomue prfy- 
dicta, bonia salice terre diete ecdeaie sancti Simeonia ibidem 
in eampis silvis prntis et netnoribim eit^em capitvio et eede^e 

aalvio et liberc reeerv&tm. 

I) Laaijjrecht Ml, & 5a 
9) Laiidltrftiii THer. 

3) Lai]i[)i-e(-hF HI, S. 18, bs- 

4) l^i-de Baarbur^. 



i>34^.-&rGoo<^lc 



Vet TerritoriAlatAAC des Erzhiaciioft voo Trier um 1220 <Ttc. 69 

Es kantt aIbo keinem Zwelfel unterliegen, daes der Be^riif 
tcrrji salica gniDd3&h:lich daa toil dcm Grundei^enthUmer nn- 
mittclbar be»eBBene uimI mdst bewirthschaftcteLHtid im Gegeosatze 
7.U deiii irgendwie^ bcsondere au dem cnteT Erbrecht und zu Zins 
vergrcbcncn Landc bczetchnclc, irenigatcus in d^r vorHcgenden 
^it^). In dieseni Sinne sprivbt dcnii aueh der L^ a, i, von der 
Balica terra eurtis archicpiBcopi ku MUnslcrmaifeld, worantcr er 

eichtlich die (le^aiumlLelt de^ vom Er^atifte iininittelbiu~ b^^cfv^neo 
Bodens fflsst^ ebeiiso von der terrft salica «a Dtlppeiiweiler, vro 
in del' l^bat nar die lEufen an^gelhan ^ind, 

Dic^n iveiJi^cri Btellcn i:>(c]ien jcdoch wcit z^nblreiclxMro 

^eg^enllbeif iti denen der Anadmek tcria ijialica ^eraeite eine 
wirtWballlicb eiigerc, and^ijeiteeme r^x^htlich der obl^ngerade^a 
«n(^'egengF™tztp Hedeutung liat Ersteres Alldn trilt bei dtr Sidle 
2a Wittlieb ent^guk, we die letm ealiea lediglieb Ackeriand int; 
kfitereB allein bci Hoacheid, wo treilkh das ^Sftmmte Areai unter 
dem STiKcnm ins steblj abf^r. wie ntia der dRu gauze trel^ntleii 
Angabe erbellt, nicht iia uncaittelbareii Beeit^c dee Erz^tifts ist- 
BeJdes Kusaiunicn aber trifft bei den ttbrigrcn StdlcEk kh, durcb 

die die terra wiIjch, wit Abgabeii behtslel, von den WHldein^ 
Wiefteii, Aeht^, Moi^n and Aeckem im nnmittclbarcn er/MWfti&tihm. 
BcMtze gesondert nird. Uebri^enn kann die Stelle bci Koseheid 
smell dnhiii betracblt^t wenleiij datu» 8J« beidea ^^^j d« be» einem 
Theile des df^rtigen .Sallandes der Ackerlandeharakter ausditlek- 
lidi beUiii(. bt^i dem Rest aber aus der hfedemaligaiw zn er- 
eeblie^f;ij isl. 

Wie aber das Salland in lUe H^de von Lenten kflm» die- 
nieht awm er^ati^i^ben Peramial g:ebArtenr aondenr dap Land auf 
«i^n« Reebnung bewirtlxRchaltt^ttiik, Keigt di? 8telle t>ei Ruscbeid ; 
ande (da terra aaliea) eoncesBi eunt 2 miimu. Also dnreh eoih 



I) Die vie) uuij^ritFenen Fragen nacb der el\niolo|j:i£chen und 
der urtspriiQerLii^hen jqristJjteheu Bed^utunjf de& AUEdrncke terra aaJica 
k^cncn hier ksara Q^'»»treifi werd«Ti. Jede nftb^i-e Kri^rterung mll^^ste 
miL uSiifr H.EiBftilirLicht'ii uitd gvimui'iL TiiLer|}i¥tHlEuTt vuii Lex Setit-A 
tit. 59 de ftlodiB and Lex Ripuariorum tiC, 56 cle alodibos bt^nnen. 
Anf die Anfifiiit SciirJid^ra, wonaeh terra saUra scbon bald 211 der 
Bedcutong: terra dominlea komi ist dabei ebeneoveiAig eiDEageheu, vrie 
aui die Lainpi-e<'bce (I, 'i4b\ iroiiach terra salica — terra nviBtica = 
4tem vBierlicJien Stammlande dor L. R[p. irf. 



u^54ii.-&^Googlc 



70 Albert Lennvrz; 

frewQo seitens des SftlUadt^enthflEoere konimt >^1lRnd an r^ilche 
Lettte. 

Uier vrarden timd SallfLnfift v.w^ Stficke in Iiitfeii^r5ra& 
beransgesehnitten, die doji itof S. Mflrtin, dem gevrUhnlii-bBteu 
Zinata^, ihreu cer»tm k 5 sol. zahlen. 

8omit entsleht durch conceesin vonSalland 
aLs zanfichat zu erOrt^rnde Kattgorie neue^^Zins- 
hDfetiland. 

Dicser hier deutlich zu verfolgende VcH-gang ist vrcdcr ira 
ersfltiftischen Territiiriiim noch in amleren eine Seltenheit- 

Wir mbaflen hier auf dnigre der obcn unbeachtet g^^lnf^erteu 
Sonderbezeichniingen erzetiftischer Ilafen n^er cingebeiu die aa 
dieaen Vorgsn^ noch deutlkh erin&em. 

Der AuRdmr^k ^SfilhafA" tritt nntaiUvlhur enlg^gen bei 
&f3bl^) tinter WelschbilL^, XIII, 8: Est ibi . , selhure solvens Dt 
mj^nxj nfimlich wie die gewobnlichen Hnfen- 

Die gleichhcdcutendc Wcndune' „iiianai donrinicalee" *] be- 
g^^et \m Eeimfeld, XXI, 2: <^mt etiam ibi 4 euaum dominicalcs 
qui einsdem iuris eunt cuius et Buperioree, nSmlich wie die g^- 
wr^hnlich^ Hufetu In dieBen SteUcn apieJl der Auedrnck ios 
b&uptflilcblit^h anf die BeUstungsbi^be an. Da^ 9ich aber derart 
^konzcdirtefi^ Salland bez. d^ ErbKc\M von dcm ^ewOhnlichen 
ZinahuFcTilande nicht tmler^hied, /eigen folgeiide Urkundenetf'Jlciii 
Lac UB. I no 253 a, 1093: , . . omne Selt^gut qucid lit Leie 
(matnina Guta «t filing eiuR Udo) hereditano iure possidebant . . . 
Im Vei^l^Vhe xuisrhen Aht Wilhelm von S. Martin zr K^Jla and 
den Lenten dee Kktsterhofe zu WinningeD 1140^) b^ESt es: Ad 
bee etiam dominicfilem lerrom que le^&li rerbo Selegnct appellator, 
powiid«>ntihiiit hpTfulitario iflt-e ma (^oTu^^caaimne, uL pc«t <lecef^sTiTn 

abhali€ succ^eBeor etue itlis anferre neqtieat et donum eeinel eoUatimi 
immiitabilc penaaneat^ poasBBsor quippc bona sua qnicte teneat, 
gno defuncto proYimiifl heres nhsqiii^ (!Aiitr&dictM)ne enecedena 

priGS curie aatiafaoiat*) et deinde cadem bona ciiia pace finna et 
onmi gratia habeat, 

1) Kres Bii burg. 

2) Ij*c. UB, I no air a. 1068; BotiiHmnng ^ber decitnaH a<| 

dominicatofl ui&dsoh quod vn^go didtut- eetehoTa pcrtinentefl - . 
a> Beyer H, S. 20. 
4) Anspletung anf dfis Beivthaupt. 



U^g^ii^-trGOOglC 



Der TertiloiiatsraBi d«» EKzlkiMhc^ von Trier urn 1220 etc. Tl 

Eine ^aii2 Abniiche FcBteetzong zd^t ein Vergleich imiet^hisD 
dem Abt von BrMiweil^ nnd den Angeh(5rig^n des Klof^tethofa 
:en Kaifenbetut^) vom Jalire 1149^^ und von dem SulJsinde, das bei 
Lrc, UB. II no 9d a. 12:^1 e*^ecii eincn fc^tcn KoniKina vct- 
^^:^>en wird, heisst ta: tarn ip&i (die liekkhenen) quam pornm 
heredes qoieta possessione in perpetunm poeside^it. 

D&B hiet gekennzachnete konzedlrtc KaUand nntci^chied 
Mieli also nicht ¥om g^w5hn]ichen Hnfc^nlajiiile, hehielt ntieT <tft«-a 
die Bezeichnnng ^^ull&nd", ^SaJhufe^ hei, die sioh a^miit bier 
lediglieb ala eine Antiquitat darstellt; eA trat einfeeh »ia neues 
Hufenlaitd dein fiit^Ji an 41k> f^it^. 

Jetzt verelthen wir aueh einen Unlerachieflj den der L. n J_ 
bei linfen zu WdBchbiUig, Sulm und Hohi nntor Welschbillig nnd 
b^ Mf^hn mseht, den ^wischen manKi veteres und mnnsi m^vi: 
XIII, 1: In pilliche sunt 1? mansi veteres - . XlII^ 4: Preterca 
aunt ibideni 4 novi mansi actnaleA dicti ab actn archieptscopi 
treverenKiB — n&mlicb ab netu ooncesHiotiib . - XIII, 7: In auU 

Diene sunt 18 maESi vetere« . . Preterea sunt ibi 2 nori mati^. 
. , . XIllj 6: In rule sunt 13 mansi vetei-es, , . Preterca est ibi 
dimidios muimus et octava paru maiuu novi^ XIV, 1 : In nie&e 
aunt J^ manBi vetcree. 

AUe dieae m&ngi nori aind zweifelfos konzedirtes Salland. 

Die Kweite Kategorie konzedirten Sallandee 
Ifisat sich aue einer nahercn Betmchtung einer Abgatie ermittebij 
die auf den alien und neuen Hufen zu Welsehbtllig, SUlm^ Kflhl 
and h^K. Kii Mohn laeU^t: XIII, S: (mansue vetniB solvit) nnum 
uodium kernen et unum modiuni aveoe que dieitur Juchkoi'n in 
die s. Andree. - - - XIII, 4: solvit quilibet man^ms notna . - - . et 
kernen et avenam ut eupni^)- Dieeer Anedruek nJaebfcem*' konimt 
im MH. UB. nur hier Tor, aber noch ^weimal ia Kwei erxstiftiacben 
Spezialnrbares. 

Im Pallaatweistham vwn 30, Jannar i:-*2&*) heiset ^j Item 
dnminna habet 2 partefi deeime de SO iumalibus «itiB apud Ste^n- 
brncke in media via eunde palacioliiDi ratione patronatus eeeieeie 

]) KrtiH Kochem. 
3) Lac. UB. 1 no :te7. 

8) FQr SUtm, R5hl und M5hn veiwclst der Text bCK. der Belastung: 
dnrch „ut supra" aul WelschbiJlig. 
4j Lac Areh, I, S, 377, la 



U^g4£*-wGOOglC 



73 Albert !L«Dnari£- 

B, Martini in palai^olo^ et rector ipeios ecclede pereipit tertinm 
pait^ni, et ipea 30 lornalia spectant at^ mansu^ in 
palaciolD et tenentar jachkorn. 

Dab Pfal'/^ler Weisttiirni void 17. Juui 1^23^) aherbeginnt: 
Hftbet domiwie in pallaciolD de lu&Disis ^Omaldra sili^nis que 
dk!unh\r JT^chkorn. Dc liiis cedimt cccl^c L Marie ibidem ID 
maldra de i^unta parte. , , 

Diese AbRabe fuhrt der L. &. i. an, obne sie mit deiu be- 
aoirderen NaiQen zu bezeichnec, aber in derselb^n VVeise und 
wieder an crBterHleUe, XV, 1: In p^aciolo ^ntt 3^ mand. ex bis 
2b man^ t^oivunt in feato s. I'ttullni 60 Dtaldra silifiriniB de quibus 
cauonici ciiadem Loci 10 tnaldra recipiunt, aba 40 arcbjepiacopns- 

Soniit vvirddie Abfabc dcB „Juchkom3", dea pMor^nkorns'*, 
ill zvrci F&llcii von Hufen, in eiaem von Morgen erhoben. Von 
diet^eiu letzteren Falle iat ao^.ugeben. 

Die 30 ^foi^^, voD denen dt^ Jacbkom er^oben wii'd, 
koiuE&en im L^falv^clcr SpeidaKvcistbiiEa ron 1323 nidit mehr ror. 
Ebenfalh fehlen bier aber 38 ^orgen, die der L. a. j. als unver- 
^benee, also im umiiittelbareri Besitze dee Erz^fte befindliobee 
Eig:entl]ut)t unter Pfalzel, XV, 5, auMhrt: Preterea sunt ibi .H 
hs,iie <jne habent 51 iagera. Preterea de alb's agris sunt ibi 38 
iagera. Ini Weisthitni von 1323 haimi die drei Acbten nur 48 
Morten und ^ebcn diti>idia decima. wovon der Entbiscbof iswei 
Drittel erhtiit: Item babet dominus ibidem tres atbts^ continentei^ 
4S iumalia qne sm\t Ubere dominij qne atlite tenentnr dimidiam 
decimani, et doe partes snnt domini et tertia pars pertinet ad 
ecclnjiam s. Martini. 

Sie siDd atao nicbt nieht im nttmiFtelbaren Beattze dc& £r%- 

stifta, i^ndern irgendwie vn-geben. Dies nowie die Uebt^reiii- 

stimiuung bez. der Zebntverba]tniE«e mit den 30 Morgen bei 
^tcinMloken Ifisst keinen Zn-eifcJ darflber m, daas der H^p^ 

theil der HR Mnrg^i in» Fj. a. i. ftln rlai* Area! von SO Mnr^n 

im Pfalzeler ^ipe^i^wet^boDL wieder mm Vomehein kommt. Von 
gritBpter Wicbtigkdt isi aber htcrbei die Bcmerkun^, da&<^ dicse 

30 Mnr^en zu den Hnfeu bei Pfai/el gebflrpji, B»s kann dovh 
nor ao verafamlen werden, dass die Besitzer der Hsfen xugleieb 
diese Mor^n besitten, nnd bierflir laetet das U. Maxiniin stwei 



Der Terricoiialeia&t Oes LrzbifirhofB von Trier um 1220 etc. 79 

Parallel lai He: Heisdt^F: Sunt ibi iugtra uttineiitia luansU que sol- 
rant Diodietatoin")* — Matx^Mi: Dat nobia raaneus . > . . «t ecion- 
doiii qito<l 10 casd dantnr itobis de cennu salid boni. Dat 
DiRnsiia ...*)- 

Somit laetct die Abg&be dee Juchkorns nuT noiuincll &nf 
den Morg«n^ tlfftlsftchlich auF den um die Mor6<^^ veniielirlen 
Httfen. 

Wcnn iiuu abcr bcrcitH im L. «, k> die Hitfoi tk Pfaliwl, 
scwie die alten urd neuen Hafcn zn WelBcbbtlii^f &Dlm uni^ K^fchl 
Dfid die alten ku Biifbn die Abgabe defj Jncfahonm /^hlen, 90 

niflf^acn fie ctcniEiacb bcrclte vor dcr Abfaa^utig^ (tc^ Ur^^r!« mit 

M(trgenla>id auegeatattet gewesen setn, und bei PialKel lie^t dauD 
znisch^k ca> 1220 and 1323 eine itweite Ausstatt»Dg roi. 

Oer Erzbi^cbof »cliftfft also nicht nur iieac Hnfen nns 
deui ^^fllkude, sondem rermelirt auch ilas Areal der aHeD 
wie neiien um Morf^ooland. 

!>?(■ »ic?h nun H.aFi^rBngend«i Frag*^ aber, in w^lcheiK Za- 

etande bicli diege Morgeit bcfanden, i^olan^e Eie der Er^- 
bischof nocb besa^s, wird nnn wiedcnim tiefcr in die Uotci"- 

JHichun^ Ub«r dan SaJland biifceiiirtlhren. 

Die Veniintbniig, daBS die 38 Mergen braeh la^en, rcn denen 
das Land Flir die Kwcite Au^stattung dcr Pfatzfkr Hnfen g:e- 

nomitieu wnrde, ItisTit neb tiicbt »t<tt^c^ii- 

Da^^n 1st es ana /wei GrUnden zweifelbaftj ob aucb die 
Morgeii dor WeluebbilH^er, Slllmer, KChkr und ersteii Pfal/eler 
HiifviiHiisKljiituiif^ iH^bant waren. Elnmal buite dann der L, u. i. 
wobl kaum veifchit, me dm Spczi^lvLOisthum tou 1323, die An- 
7Jibl der Mnrgen zn nennen, nm die HCb das HitfenAieal ver- 
grog^sert batte. Andereeits aber bihlelf was Pfalzel beirJfft, daa 
Becbt des Stifts Pfalzcl aof '/s dee Jucbkorns einen I)cmerken9- 
wertbeii neiieh Ausgatt^^punkt. 

Dlet^es Fuuftcl kebft In der folgendeii Stellc de* Ptafoeler 
Weii^tJkiitns von IZ*2'^ nieder: Item per luiinia rnra que colnutur 
emu terra sattea rectptt dtMninos quintam gelimarii. et dat de s<La 
quiiita geJima uKina&Ferio pallaciolensi quintam partem. 

I>iec^e Aehnliehkeit in der FeBtsetsenng dea gegeuBeiiigen 



]J Beyer U, S, 436- 
5) S. 44B. 



U^giii^-t^GOOglC 



74 Albert Lnun&rz: 

finuizieHen VertilUtniSBeij xwiechen Erastift nnd Kloetcr IfisPt einor- 
M^its Auf die VerwATLdt8(rh;^t dt:r JB^den in nirthscliaftliclier llior 

sicht ecbli^Beeiir aof die sieb dieee Festaetzntigen eiBtreekiwi, ander- 
acm aof die Gleir^hheil dc& Kecbtmirspnings. 

Wo man die Ahgnbe der i]uinU «]der Heplima geirma flfnat 

antrifit, ^eht sie grew^hnlich in Beziehung ^utii Waldneiibracb '). 

jSchon hierana iieese 9i::h die Bottiandii&tuT dei- Pfalzeler 
Morgcn vennathen^ 

Dteae Vmuuthung wird noch beaonders ^stuizt durcli due 
PetrachtUDg, die /ur Erkenntnies des Ursprange dee Ke(;tites von 
Erzfttifl und Kiostcr an dem Pfakeler Jiicfakoni fUhren darfte. 

Unter Kordd, XVII, 6 heieat e&: (nach den areae ealicaa) 
preteres per omnia rorn que coluntor in Etlra qui} kilwalt dicitnr, 
mcdemin sunt omneB archiepieGOpi ; |)6r iHa rero que fiunt in Eilva 
que lijrche didtar, medietas eel arclnepiBcopij medietas ahhalia 
s. T^farie. 

Ue^t hicr nicht eiu i^z ahnlicbes ^aiuiellee VerliiHtnies 
zwiBchen dem Erzstift und dem Kloster S. Maria ad martyrc8 
vor, wie xwiBcben dem Er^tift und dem Sdft PfakeLV 

Bei erBterem Verh^tnies lieiTt ^iclitlicli ein nelteiclit anf 
frnhere rrzstii'tische Schenknngen ziirUckg:ehend^ Miteig^nthuins- 
recht des Stiffs Pfal/.el atn Loiehwalde /u Grnnde, 

Ang den verscbiedeneo Pnnkten aber, die die beidcn FilUe 
analog machen, and aua dieser Analogic folgt der wirthachaftlichc 
Ofaarakter dea Bodene, der spiLter f:ur eratcn Piakder Ana^tattimgr 
vemandt warde: E» ist Waldland, Kraft welchen Reehtes dieecs 
aber dem Ereslifte Knetand^ wird sreh vielleieht iaj dritten Ab- 
sehnitte z^gen. 

IndetD wir ao die im Pfalveler WeiBthum von 1323 vor- 
kommende terra salica, die die ijainla gelima zablt^ ebeitso die 
yorhCT im nnmittelbaren Beftitze dee Erzatiftfi beiindlicben nnd dab^ 
nach den obigen prin/ipiellen ErOrterun^n ab terra salica zn 
bezeiebnenden Morgai, die a^u den Aofistatturigen b(^ Welsc'tifjillig, 
Suhnj RoW und bei der ersten zu Pfalzel verwamh worden, al» 
Waldrottland orkennen mUaBeni gelsn^en wir va den beiden 
wirlhacbaftliclien Kategorieen dea SaUandeSj die der 
L. a. i. bd Dtippenweikr mit den Worten ausdrtlckt: Quicquid 

1) F^- da8 KrsBtift vgl S. 40. 



Der TemioMftlscaat dea KrEbiBchDCb von TrLer urn 12S0 etc T9 

est ibi ill agri^ vel Riirie ftaod arcHejHacopi est, eiceptis hianuis 
ten-fl ealica est Es handelt Bieh alao ura den Ge^ireiiBftlz 

von bcreits bewirthechaftetem nnd nocb der Bovirtb- 
schaftang bsrreiidein Boden. 

Itidem sber boide Arteu dae Sftllvidea ditrcli conces^io an 
Baueni k&men, entatanden die ni&Dikigf&chen, aber Ickht paf 
diesen Hauptanterst'hit^ zorttrkiuflihrendeii Diff^enzen in tier Be- 
lastrmg, die den Verffiaser de^ L. a, i. zn eincr veracbiedenea 
Beh&ndlrmj^ dee SalUade^ v^ra&Iai^sten, imd deren Gnuid wir duq 
eret einscben. 

art de« vergebenen Sallandea, woraitf ^ hier bcsonders aiikommt^ 
tritt fichon bei den neu^acha&cneD Unfeu zq Ta^. 

Am ScbloBse dm Pfal^elef AboehnittBi nachdem bereils die 
Snmme der ftbrigen Einnabm^i ^e^ogen istj steht nocb fol^eiide 
Notiz, XV, 9t It. anno dominl 1215 novum fedt tnansuni arcbj- 
epiaoopue de vieaerie et sueii-le quem contnlit Bteiuero tyt anis 
hei'edibiis^ qui solvit cum 25 mansis et est ititegratiter iste L'eii^ua 
archiepjscopi, 2 malilra silif^inis et dimiditiiTi av^ne ete. 

HJer verratben die dcQtaeliep Bezeicbnongca (Icn Clmrakter 
dea fUr die neoe Hafe venvacdten Landes: 

fiaaen = zerknittem, zerkntLllai, rerwiiTen^ verwiokebi"*. lat- 

find<:rc, fr&. fifi»arcr — apolten, ti^ura, fiepurc ■^ Spnltc, Kis»< 

BvisBeric"* ware abo etwae MCi-attlckcitcB, utid dicacr Hegriff 
wird crgfknzt durcb ^saeine^, ein Wort, daa »cb nor im Zu- 

sammcnbaDgc mit d^n verb, echwira^n = acbwirrcn, acbw^rmen^ 
oraberBublendeni') erkljirt, und iIps biw jedenfaJls ^nniberliegen'' 
bedeatet. Somit wurde die netie Bufe, die 12io zn Ttshcl ge- 
ec.haScn wvrde, &nH /.cTstrcnt umhcrlje^enden Bodcnsttickcn ^c- 
biJdet^). 8oieh^ Land aber, daa weder /ur Einbeil einer Ht^fe 
Docb einer Acbt£ zueanimGngefasst war, worde oacb M^vgeo 

l,'^) KaltEChiiiidtf GesmaimtwDrteibuch der dcuierhen Spraciie, 
N^fdltn^D I8&0- — Die tibrigen Lexka versa^rt, 

3) E^ i^t frfiiihtlitli cjifjirlbe Hufe, von dei' t« ftin Sclilu>^ des 
vorhergeheudeti Abschnittea iiber Mohn, X1!1, 6, hL-ir^: ManBUm recepit 
sceineru^ coram Joliauiie orchidiacono, cantore Cunon?^ eoahinis et 
curia in Palat^Dlo. Dorcb elncn tecbn^Achea Fehler ma^ dicker Satx 
aD die. fnbiRhe Ricllf. ^lomnieii ^In, und \-iell^cht t^itnu^ dat di'a vfm 
Lampiecbii uad BHr veirtreteue An^iicbt, da^^s iJer L. &, i. auf i-iit^m 
Oltereik Urbare bembt, au seSnc^m Theile ^tilt£en> 



U^g^ii^-t^GOOglC 



IfA Albert LranArx: 

gemcasen, wk vnr oben sahen- Wir verstclien nun anch die Be- 
merlcimg oriEer Altrif^h^ XXXII, 8: it. eat ihi tnAii^ta in ttt^ribus. 
Aiieb hier bandelt es eieh uin cret ii»i?hirftg]icb :(ur Eiuheit einer 
linfc znsftDirntngcfasfltcB Mor^nland. dfis freilich bier noch im 

Gegeiial>er dieBe» ana ^eretreiiteni Mor^nlande geUideten 
Hnfen Iretcai in den Wald- nnd Forelhufen kompakt^ aus 

d«in Wnlde ln*rausgi*srhnltlPfie Bniieiiflfii^ben anf: 

Irseh, Vni, 7: It, ibidem mnt 2 ntait»i neinorattij uterqae 
solvit in festo s. Stephani nuUflrtick avene, 2 gcspulafl^ ? den., 4 
panpH ... Tt- Ap. fVRi^Ain inanRifl fiAninrniii dnntnr in fpsto Pc^tri 
et Paoli free ^Ldi et in fe»do e. Martini 18 demani. 

Hoehwald, XI, 10: Prel^^^a maosi qai lorslbuven et eidel- 
boi-en^) vo(»in1iir^ in poteetftte sunt ani'hiepisoiipi- 

Kordel. XVII, 3: Est etiam ibi 1 vorstbuve. 

Wahrend die l»eid@i Waldhiifen bei Iracli vergeben sind, 
ii'int beim Hocliivalde airHdrn«^kliob bemerkl, t\»9s die Font- nnd 
Bieiienhafcn in dcr Ucw^t des Erzelifts, d. h. dccb wobi in deesen 
imiiiitte)i>Arem Besite wnd, utid von der Foralhnre «d Kordd wird 
■dieti dnivb das F^bleu einer _ibga.bc Btillsobiveigend angedeotet. 

Aber direcr Zastand tst bei Kordel nnr provisoriseti ; denn 
im Kordeler Urbar votii IR. Juni 1323 beisM ce: item est ibideui 
nian^ut^ <|tu dicttur vor^buve bo]t«ii« diniidiuru tuaUirDur avene et 
S'J denRrios iii dieto festo (narale domini)^. Daraus darf man 
ecNIiest^tiV daps aneh im Hoehwalde dieser Zflstwd nur proviaorisch 
war, und das erbdit auuh sob der Xainr der Saobe. Wolcbon 
Zwcck battc tB fftr ein^ Grundcigcntmuier, Hufen kp bildeo, 
wenii €r sie nieht verleiben wolIteV fWsde dadurcb nnterscbicd 
tiob ja da^g ^alland vom Zindande, daw es gninda&tdich ntebts 
niit Hufen zu tljim batt€, da^ bier der Geg:eneatz des Baiicum 

ill* g<^gen d^ bereditBriuca ins rnila^. 

Wo daber iu einetn Urbar nnbeU^tcte Ilnfen vorkthturueTi, 
»ei t^f il&as sie als Saibnfciij mans douiintealcs, aei e£, daas »Le 
als Wald- ftder For^bufeii etc. be/eiebnet werden, avA nicbt eine 
«twaige anitbelii) od«r g:e^Grbliclie Lcittung: aiu^ dem Beinameu 
auf cinen Beijitzcr schlic»B^ \AsBt, da liandcU ej^ ^eh offenbar 



1) ^iti<7l hit Tell — blen^-btiuien. 
2} 1.SLV. An-h. I, S. 3M, 



U^g4£i.-&rGOOglC 



Der Ti^Trlrofijil^HAt den Erzhisctiofb von Trier am 1^20 Hc^ 77 

Kin altcB Sallflnd, dessen Ver^ahmig vom E%einthtinicr bereit& 
beHbsiclitigt, atier vor Anfeitigung d^ Urbure ni^cli uicLl aiis- 
geflibrt woiiieik ist. 

Docb iDrHck zB dtr Arl, wie skJj ilei- wirtlidcbaftlicbe Ciittr- 
Ecljicd der beUleu Salljinilartf^n iii iTvEseit vergcbvncu FlILdii^ii 
zeigrtp Hier ist von Wiehtigkeit die ^tcUe bciEoachcid'), in dcr 
z'wei Hufen deiu Ahrigej^ ^alknde oder den ILbrig^eii lliiren, je 
nachdcm uiais dits ^aliia oninibcs" faBSt, cBtgegeiigeset^t wcrdeo. 

Wir gelHiD kaum fehl, wetiu wjr jene fib bereits frl1b€r kalti- 
virtea Laud aiitTasa^n, VFabrend bei den Ulii^^n die Itibaber noeb 
Ui« arsui KodLLiigt^artieii zn verricbt^n bacteii. Oadnrcb abcr, du^u^ 
die Abgab^ vom ^ssereD Tbeile dee RoBcheider Sallandee at^ 
drUeklich ais Medcm beaeichnei wird, eBlsteht ein Parailelfall zc 
clt^Q Ftalzelcr, uud dud rtiBkt dae gesammic mcdcinpflicbtigc Land 
ID den Ki-eie dieaer Betracbtting. Da im Walde die ntieracbtipf- 
licbe Quelle des SallaDiles ^iogt, inFleHen nir daa Medembind ab 
SoUatid ion weitesten Siiine bezw. den Wald eclbst als terra 
RaLica in dieKem Hitiuc anffassen. 

Tm Anscblnsfic bieran abei lert^en wir eitie dritte Form 
der Vergcbnng von Saliand kencen- 

Jiei FitteiSj II, 4^ beiaat es: Ubicumqiie in isto banm) com- 
muTies eampj eoIuDtcr, seinper uiaiiipnhia st^ptimos [qnod Medeme 
dicttnrj archiepiecapo solvitDr- 

Der ErzbUeliof scbnf also uicht niw neue Ilnftn mid ver- 
gri^crte alte uud nciie mit Morgetdandj soadeni er Dbcrwiea 
aucb Waldflftcbcii dcD Bannbewctltnern zn gremeinsaiucm 
B«trieb. 

8o krenzen etcti bet der conceBsio des Sallandes drei recbt- 
lichc Fomien mil zwei vrirtbschaftlicbei] Katc^ohecn. 

Dieaes kompliKirtc VerbttlUJiM %ci^ ^ch tbeilwciae aticb in 
den Beziehangen der Aebten, Morgeu, Aeeker, ereaej 
Wieaeii trod Garten xnni S&]lande, fretlicb in cntaprecbcnder 
Aeuderung. 

Bereits lei der Er^rteniiif,^ tiber das Jncbkont wnrdeii Achteu 
uud AlorgeB in die DutcisQcbQug hincingezogeu. 

liier zunficbat eiiuge Btcllen ana aiidcrcii Urbi^eDi die den 

1} S. U), 



U^g4£i.-&rGOOglC 



' 



T8 Albert LennArx^ 

iniugcii Zueflmnienliaiig diceer Boflenflficbcn mit der terra salicA 
cDthUlleh. 

Das tr. Prftin setzt die B^griffe Aeliten und Salgnt in einer 
<llo8BC flee HerauB^bers Ceaariu8 (1222) Bcblccbtbin ^Icicb: 

Pri^terea eti^iu iiiTenitnr in iibro de mansi<i indorEiiikit^stis 

<{m siHit ngri miric quoB vnlgariter ftppellamus &clgaet Bive atten 
vcl cimden'). 

CesariitR ntnimt hicr ituf din rm alien Teiti> v<iti ^93 gelegent- 
lich anfgefoliTtfTi mansi iiidoininicBti Bezug') nnd erklart eiCj so 
|:til er kaniK 

DnHi dif«ft, di(^ lM>Annr1iM*fl in Hrkiindpn dps fi. mid 10. Jshr^ 
biindetia aaftreten, aiiid init deo eben behfmdeLtcn Ssilbnfeit diircb* 
AUB DichI identisch, Alles Nftbere wUrde hier xu weit (flhreii. 

Mit den Aehl^n ^lei(<hwefl«iitlich sind fiber die oorviulAfl 
Oder carradae^). Ihre Bezielmitg zum Sallande zei^cn die SteUen: 
U. Metttftch; Wadrill: De dominicali terra babemns 4 CArradas; 
9 flrantDr ei aratrc nofitro el alie 2 einn famiUfl. Prefer ipsas 

in bciieficio ennt date 12 ct dimidia que omne& eimilitcr Bolvunt 
«t Rerviimt*) . . - in villa Walftmonarterii babemofl eccleHiam 1 
«t d« Icrrn doEDinicali 6 eorvBdae^). TJ, Maumiii- Oldjngea: 
- > , babemiTS . - , croadaa 7 saiice terre*). 

Wo aber 80tisl lis fj. Maiimin and in anderen Urbareo <las 
S&lgnl mit einer FlflcbeniLE^be vereeben wird^ d& jfeBebiehl die 

BerecbDUQ^ meiet in Morgen^). Solche Salraorgen befinden sich 
dcrcbweg ini UQmitt^bfu-en Be«itze defi Ei^ntlinmcra; ee kommen 

Aber aacb ver^cbece vor>), 

AttsflGblag^ebcnd aber tat die Art, wie dor L. a. i. raebrfoch 
von v^gebenen Acbten spriclit; so bci Jnchj Vlll, IS'J; beim 



t> B«r«r 1, S. 144 n 1. 

2) t, S. 144: est jbi (SArensdcrf] mansiim indomiiiicaEiiin 1. , , Sunt 
In Eumertfhejt'iii . , . terra Indoinlnh'ata manfia i. 
n) Lampr«cbt I, 418 ff* 
i) Bevftr H, S, dS9. 
f>) S, 340, 

6) S. 43tt. 

7) IJ. MKXimln; Bescli, Kf>nn, DctEcm^ McnnfngeOf Ititieredorf, 
Eniind. Bobthiiv bt??:. 11. & 44a 444. 446. 449. 45811 

S) ^. 4<ii, 

9) 5. ^r ti. 4. 



l>g4^.-&^GOOglC 



Der TvrritorlHlbUtm ties Ersblb^^lioni von Trier ma 122D eK\ TS 

Fallnst, TX, &: In monte reti-o TreTcrim etc.') . , . qnt ager in 
uqIIo fuJI uttlia arcbiepiscopo iis<|iie ad tempera itrofaicpiHeopi 

Tbeoderici qui eundem ae:rum conceaait ad colendniD? bci Mander- 

Bch^d, xxvin, 4'). 

Wie die Salljafen, komnt^n aDch die Acbtsn dnrch coneee^io 
an die lTihd)er, und die ^tellcn bci Ir&ch nod bcini Pallaatc dcutcn 
darHiif htn, dass sokbc Vorg-^uge theilweific erat kJlr/Tk-b slatt- 
gefuTideii hattGQ, Dr^bogt eich (U ruclit der Scfalnee &ni, ditea 
eben allc belastetetj Achten ijnd Morgen dtircb concesaio tod Sal- 
laud ZD erkULren sind, and dae Feblen dcs AuednickB ^sidtcae^ 
itn L, e. i. gtiusf ofaoe Bcdetittnig iat? 

DarfiiiH aber folfft, weleh' bedentenden Umfang die Vcr- 
gebnng von Salland znr Zcit dea L. a. i. im erzetiftiBcheD Tciii- 
tonum aitgeVDmtnCTL batte. Hicr lag jedeafallB em driDgcndea 
BedElrfnids za Grnndc- Worin das aber hanptsAchJieh wurzelt-e, 
xeigen dent^ich zwei Stelleu^ die von der VerUietliing dea Hiifen- 
laiides iiu Kreiae der m&naioaaiii ein iicgangtigc^ BiLd entwerfen, 
Merzig, I, b^) und Wdechbillig, XIII, 3'} sotvie XHI, 6: . . snmma 
. . . aveac 25 et diiQ. (raodii) qoe dicitur wUunge vel Forte mtdor 
propter partitionem [diriaionemj maiieormn. 

Eti hatte tdi^b also infolgc von HizfentheiTiingp^ eine KlaN&e 
aruier Banem gebildet 

Diese Tbeilnngen aber berohtai jedeul&lb aof dcm Erbrccbt, 
und daranf spieJt wohl die Bteilc bci Mcnig an^ indcm sie sa^t: 
hkof eine vel beredes ipsiim . . .^) 

Dadnrch konutc freilicb eiac groeee Armnth der Hnfiier bci*- 
Tor^mfen weriTen, und es ist be/eiebnend, daea die Stelle bd 
Verzig den Fall in Betraebt ziefatf dass aicb beim Tode dnee 
Hnfncfu in dcaacn Hanac wcdcr ein Stack Vieh, noeti irgcnd ein 
HanB^rAtlL vorHndet, 

So atellt eich denii die concossio vob Salland 



1> s, 28 n. 3. 

2> S, S7 r. 10. 

») S. 2\. 

4) S. &T n. 1. 

ok Ob fVailiclL gev^Hii dor St«lk b«[ Oierachnncb, XXXIX, 2: Si 
qulfi moiitur in luan^^o, ei h:uccei1«ni^ in eodFm . . . dfts Eibrecht mehrerAr 
Kinder aitf die s^dUcben Bc^^irkc dea Erz^tifr^ beacii^ankt irar^ kann 
idcbt ermiUelt w«rden- 



u^54ii.-&^Googlc 



in c rater Linie als nothwf.ndig^e aoziale Ma&ss- 
nahme dar. 

Es ist aiicb kcin Zntall, dass gcrade b€i Merzig trad Wcfect 
biJIig flbcr arme Hnfner gesproclieii wird, nnd bci Welschbillig, 

geh^rten, wic wir sp^ter aehcn wcrden, zu den blteeten des erz- 
^tiflischen Tertitfuiums, in deoen sich die WirkungeD der fort' 
ptesetzten Hiifenteilungcn am st^broffHteii g^ltend machen moeBtcn. 

AndereeitB aber diente die concessio von Salland, vm »ii8 
der Stelle bei Mandersebeid Uber die Aditen') faervor^eht, &ach 

dem Za^ng von ensscn, d^os^n &«d«fitnng fmlieh, wie ntia 

der geringen Menge (\e& dafUr anege^ztcD Bodeos 2q schliei^seD 
ist, ntcbt erheblicli war. Hier eiad es araae and Garten, die den 
At^k^iintnilugen itis dexa ^rzetiftUcbeTi Salactitei^l&Dde gemaolit 
wurden. Ob sic dancben ^icb Ackcrtand bekamen, nnd wie sich 
ihre gaoze i-echtliulie luid soziale Lage im er^tiftist^en Terri-- 
tmnin gestaltete, iBt nieht creichtlieh. 

Jedenfalls ging- aher mit der Konzeasion von Sallaud m Acker- 
zwecken an die eingesenaeneD Familien audi die Neaaal&ge 
kleiner bfto^rliohor Haue- ttnd Hofgebtinde Hand in 
Hand, deren Areal natQrlich auch wieder dem Sallande entnommen 
wurde- 

So werden di« bdafitoteti weac e^iUeae, odcr, wae mitbin 
d&Bselbc iat, die belBsteten areae verstfindlichr t-on denen wir bel 
dieaer Untersncluirtg aue^ngen. 

Dase Gber, und daoitt knDpfcn wir wicder c»^ die S, 65 ff. 
gestellte Frage aa, die areae tlieilfi Rorg^ltigj theila saniniariseh 
behandelt iverden, ist nacb den Ermeran^n S, 74 — 11 niehi mehr 

nDVGTStdndliclL. H&ojl aoolo^ vcrf&hrt daa^ Urbar a&ch bci den 
vergebenen Aebteo, Morgen and ^agrl'^j von denen es zweiFel- 
baft bleibt, ob sie in tiemeinbeBitz oder in Einzelbceitz nnd bier 

mit odcr ohne ZnaoinmcnlLang mit den Hufen vergebcn warden, 
Diese vcrgebeuen SailandstUeke werden, wie ans den zitirten Stellen 
erhelU, nicht viel sorgf^ltiger behandelt, als daf* spe^iellals terra 
Ndica beieicLnele veig^beae Ijaod^. Frcilidi begegaen aMch 



1) Bpf PfAlzel nnr ^ Bvfen vor 32. 
E) S. 27 o, 10. 

3) s aa ff. ti7. 



i>34^.-&rGooglc 



Der Terriioriiiima&i dee GrzbUcbori^ von Trier ucn ISSO etc. dl 

dortf tei den verg^benen Morgen ond agfi, mehrfiurfa Uirt^^cbiede 
ID (ler Bebondlung, die den erwlilniteii wirthech&ftU<fheii Oegen- 
salz aacb bier zu Tjige treten laasen'). 

IMe VertiftltniBse der mit deo areae /asaEamen Birftretenden 
horti nud prata erlodig'eu Bic^li ioi AnschlnoQC an doe Uber die 
ar«ae GeBogie*). 

r^£ei] wir das Gan^ kurz zuaaBimen: 

a) Wif tbeobaf tlieh eondert sioh die terra ealictt 
in hcrdta kultivirtes Land nnd in Waldiand. 

Bei jeDem S|»elt dus Ackeriaud die Haaptrolle, ciB^theiLt 

ID HufeUf Aobten, Uor^ea imd n^gri^^ l>aiiebon wird doa Sal- 
land ZU Wiesen, Gfcrtec nnd Wohnplttzeii benutz*, 

b) Rechtlich isl das Ballaud nreprVnglich nnd gmndsfttz- 

lich der im utrniittdbufm Bcsitz^ dca GrosB^^mdei^jithUincrB bc- 
findlicbe kultivirte Bodeci, Rowie das geuaikinite seiocr Herrsehaft 
anter&tobertde Weldg^ebict im GegeziBatie zn den Erbziuslmfeiu 

Infolge der mit tlen erbrecbtlii-ben HiifciJlbf.ilnni^ wacbfttu- 
deii biinurlicbeo Veranuattg, powie xiu- Versorgung d^- ^ugezogenen 
Freindfiu eiebt eicb der GroBBgrundeigentlmmer gezwiuigei), Theile 

dea 8a1landea zm vcr^bcn. 

Fdr das crzstiftkcbe Gebiet findeu sieb bierbei folgende 
rcchflicbe Formen; TheilB aoB zeretreni nmberliegeudcn Morgeu, 

tlietln aiis WnLdl&Qd vrerdeu octic Hvfcn gcscbuHen^ &.lfc qeq Mot- 
geD vci-^B&sert- bcreits knlEivirtes Land wird in Fora> von Acbten, 
Morgen and Aeckeiit, Wohust&ttcn, G^rtrai and Wieeen an Ein- 
zelne odei* be£- an die baiieilicbe Gentiii^intlieit vergebeu- in der Maaes- 
ciiibeit dea MorgecB werdeu ^eubracbe, in freien MaaBBen Wieaen- 
nnd GarteDanlagen ge^cn Abg&bcu geflt&ttet, ebciifalls Ackemeu- 

brUcbe Hciteus der Bantibcwoliiier ge^en die MedemleistuDg. 

Die nenen Hufen werdeu deii alteo rechtlich gleicbgcetellt; 
dagegen beb£lJt aiob das Erzstift bei den ana kultivirtem Lande 

vergebenCB Acblei> weni^^teos tbcilireise eio gi^4}&scre« V^fUguugiii- 

recbt vor^- 

DaB komscdirtc Salland bebillt eeiDC nuamehr veraltete Be- 
zeicliDiiDg vielfacl^ bei^ 



1) 3. 28 D, 2. a S9 LK 1, 2. 

3) Fiir die Be^iehungen d«r Wie^eti smm SaUande v^l. iibrij^ns 
iltH'li U. Mai. Eriun, S. A^-t . . Iihbenms hie ^alici boiit 5 praia, 

S) ^. S. Sd Ti. i. 

AvBftlcn (Te* hlAt. V«r«lnB LXIK g 



U^g«£<kTa^G00glC 



Knm ScbUieae irnch tin Wort fiber ^allodiittn*^- Wenn es 
o1>ea S^ 63 L«is9i? dietam dlvain ev»e ii.]1n<1in1eiii ct salir^ant 

eccleeie, so werden hier heide Be^ffc offenbar pynoiiym ge^ 
braucht. D&a ^cistUche Iimtitct letnchtete das f^alland ab sein 
Allod. VerlieheiwH Snllauil w»r <1emiui4tb vom Standpunkte defl 

lustitnts auB vet^ebenee, zablendes Allod. 



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Bevnr wir der Fragt? naeh dem Crs|»rniig:e dea erzstjftiscben 
BannrecbtCH unt? d«i}» infol^e der Wafameliniiing der AHmende- 
iind HoJKFcchte imnier komiilizirter wcrdeDden Verwaltung^rgnuis- 
mua der erzHlifttBcben Gutaherrecbaft id den folgenden Abscbnitlen 
dieser TTnlersnchung n&her treten, nd\ge beifn%PTide Tabeile 

eine Ueberftieht Uber die Vertheiluiig and Anzabl der 
dem Erzalifte zogcb^ri^en bcniilzteii FUcben and 

(rt^bJinrle miter AnBHchln^ der Wald-^ udiI Wu^iAer.slrefken ver- 
mittelD. 

Vorbemerkon^en. 

1. ADordntmg. Zwccka besecrcr Ueberaicht nod mrcb aua 
spfiter xit erCrteruden Qrtlndcn wnrde statt der geo^rapSiiscben 
OrdnoDg der Bezirke im L- b. i. die voHiegende n^wtihlt. 

2. Bezirka- Hanpt- nnd Nebenorte. Nnr aoli^he 
Nelienorte sind anr^t^hrt, bei deneu eg eicb aua dem Texte dcs 
L. a. i- nmuittelbar oder mittelbor er^bt, daee die dortl^D er^- 
stiftiecbcD Rechte anf dem pnvaten Gmndeigenthum bemhen. 
AUe Gbrigen Nebenorte schieden darcb Vorwegnabme ana. 

3. Bezlrke and EigGnthnmflstfl ckc. Die i& eincpi 
fiezirke grelegenen Sttlckc warden ancb dann nnter dem be<- 
trefTeadeD notirt, wenn aie der L. a, L nnter einem anileren bringt. 

4- Salland. Ala terra salicH wurde, abgeachea von den 
nmbeldn zn Ehrartg'], nnr daa im L. a. i, ^>ezieU ab aoicbea 
bezeicbae^ anfgefuhrt. 

5- areae, prsia, incbe, Bei dea nabeatimraten Wcn- 

diingen: de areis, de pr&t»j de iuchis, \rarde die ZabI der StUcke 
durcb X aitagedrllckt. 



1) S. es. 



Dtar Ttu-iiwrlHlKtHHi des ErzlridL-bofit von Trier urn ISao eic- *>3 

6. Bei dei- Notimng <ler Hnfeo iiu unraitteibAren Bc- 
«itKe des Ei-^slifts wonle httaptekutjlicb anf den Mang-^ 

eiiier Belaatung RuckBicht genonnuon'). 

7. ZHischen gew&hii lichen Hufeu mid 8 cbtfar- 
hnfen wnrde id der Tabelle niohl iinlerHchieden, Dm, jodoch 
dft» Scha&rtmfeiiweBcn ftir deD cnatlftiBC-hcn Tranaportdienat voa 
Bedentung; ist, SO mflgen hiw fol^wide nemerknngtn dartlber Pl&ti 

Die allgemeine Verpflichtiinf^ der 8c)iAArliiife& wird bei der 
ErOrterong tier Kammcrreciite festgeaetzt, weiJ d^ Kiliiimeri^ der 

^nutgiet^r^ der Sehoarhnfen ist; X, 1^- Scnvtiittverc dfttnnt arcbi- 

epit^copo Bomorios e% laftndato e^mcrarii, i^imodo ituruB cfit ad 
enrieia impcrfitone ve\ in cxpeditionc tran&aipiua. abi bI somahuB 
jnoritar^ eapud ct cauda inde reducu redditnr oamcrario, et tpee 
b miiiim de denarjls archiepUccpt dabft illis iiooram fnit 80111&- 
rine. &i fivuB redudinr, redditor BcarliuvereB, et ip^ pascnDt eom 
qiL'fiisqne itertini rcQtiiretnr ab ^8. Dues ^ttra Saiimtbier ein Bervug 
geirOrt, zeigt dk Stelle bei Sfllm noter Welschbiliig, XIH, 7: Et 
est ihi ridelmv« tjni teiietur dare servnm dncentem somarittm 
trmi€ aipee vel neceBearinm vel p&noiculoe ad coclnras archkpiHCopi. 
Die Leistiiiig' besieht hJso iiicfat in der persfinlichen Het^resfolge, 
lioiidcni niir m einer Bacblicben TraDsporthulfe, die bei Snlra BOgar 
mit eiiicr Abga}>c voa KflchetLalcndilien iLbl^bnr iat. Vfic ersicht- 
iicb> stiuitDGii Schitar- ncd Keitbnfcn in ihrer w^fcntliclicn Leistung 
Ubereiii; nar atiid die Schaarbaft^ii aiiBimhtUBloH nodi mit census 
bdnstcl^ woraiis crhcllt, da^ ihrc Euhnbci' einFAchc BcLUcrn wareh, 
^niii UnterBchicde von den PrQnier Vcrhfiltiii^cii, uo di« scHrarii 
idontiBch etnd mit den Ministeriaten. Aber di^e Pminer Miiti- 

BtcriaLcii warcn cbcii nnr j^iiobciie Bfntcm; sic nntcrxiebcii &ich 



1} Dagcffen tnu&^ten die 2Vf Hufen zu TtiuitihrRnbreitstein, vua 
den^a d«r L- a. i. nvt^Ar^e^iWh die FreibeJl vom ^«rvitJQni ftLi uin^n 
Aujrtiahnn^Bntand hervorhebi, hI^^ vpi-g-ebei) beirai^liiet warden: XXV, 3? 
It npud EnuLene esf uim?i man^UA qut debK ^Imllp btvvitkUiDj ned nitliil 
bcrviti iL diiiijiliiia mnnrtua qui diciEur giaiji^huhc qui niL-liil aervit^ iL 
ei^t Ibt nrnnaus (jni dti^itur volhenandehlitilK' qnl nichii Aoivii. Dn^ 
Niditlei^tun der Hufen j»t hler «ben dn Ubrecbt, vgl. die km^ V(rrliei> 
gvbpndeSielit: Pveicreftapud waltersrtorfest diuiidiu^itiiflnb-u^qui leiietur 
uDiirp iuh guod tftneniur fllii 10 pr^diufi niaii^i (£U Niederb^r^); M^d diu 



u^54ii.-&^G00glc 



M Albert LenuHrz? 

znm Unterschied von dtn erzsliflbcbeii Mioisfcnalen der Baan- 
leietnng i). 

Da die flRcitbufcD'^, wie m im L. a. i. crscheinen, den 
Sdiasrhcfeo am nftchsten ateheii^ mllsaen nireh sie bei dtr fi^lgen- 
dett liste bcrtlckeJchtigt iverden'): 

Fltten n, 2 5 Scbaarhiifea 

Wetacbbillig XUl, 5 .... 5 ^ 

S«"^ ^' ^ jl ReitMe 

MChn XIV, 1 2 Reithnfen 

Oebnr^ XXII, 2 5 SebaarbttfeD 

Montabaur XXXVI, 1 . , , 38 „ 

64 Scbaarliutcn 

fS ReitbafeD. 

Dain bommeD die ^feoda" sn T^iidBcbeid onter VaDder- 
Bclieidf ^ic znr titeJItiBg voq Sauiutbiereu verpfiiciitel gind^), und 
wobl auch 8 IlufeD zii Kobteoz^ von denen cs beif^nt* XXIV, ^: 
it. 4 Q^ausi debent UDitm stipeDdiarium in burgiLndium et alii 4 
boniinem imam earn iia\i quantum 14 diebns ire potest, et tii* 
itinera mm tiavibus uaqne ti^everim citm vino et annona. 



1) Vgl. & 46 o. 7; 58. 

2} Dage^en notirt dne pAlIafihirbar von 1322 (Lac, Aic. I S. 374) 
cind ReithafE an RkTArlGhen: Tt«m (L PautDt^ de eyoti hiu ft maasfa 
uiiuiu qui diiitur Rydeburc queuj nixUu'^ debet poi^dcre ni^i uiilca vd 
AFinigi^r qui tcnetur e&ee eques In >ierV]tio duin reqaJBitoa t>i(s-it; q\ii 
non hitb«t p^iherstn. 

3) K. S, 89. 



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D©p TeiTitorialataat dea ErzblM^Ofs von Trier ura ISBU etc. 



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Der TerritorialsUat <te« KrzbUvhofe von Trkr uni 1220 etc 89 



') Aunierknngen zur Tabelle. 

Waldrftch, XIJ^ Ai . . ^ apnd mort^dt dimidiup modiue iwcno 
[SG- dcbctur iu cudam Waltrflchc). Dftfl* diCfe Abgabe kii Mon^cheid, 
Ldbr, Trii^r, elidl. von Waldrach, auf vergcbenen Hrea? I&itfete, bczetigt 
die Siclle lia WaidrAcher Wei^huia vo» 1B28 (Lnc. Arch. I, 937, 2): 
Item 'PUiit qnedam aree eUe in 0]OFM:eit et in iftnzinba^ (dieaer Ort 
Btelit niche ini GeinelRd«lexikoii) qui t^.nenrur nnuuAtim ^ m«1di-a ftvene 
in fcEto a, Paulini, que mm fipectnnt ad mniiaua. 

Mullf»iiriflr, XW^ M- rLmiiPV vinpp in iiirLJoiirlfirhn^h mint itrffM- 

epiM^opi ct anlvuiiE tertiain partem, 

!^l€hTi: Bede von den 4 MithLeti, vgL S^ ^i, 

KhiAng: ^D." iu Spake IE bedeuict uiiil>eteiu, K^X 1: Preterea 
aunt ibi ninbelein Jvinbeleinl dc qujbus in natale domjikk oolvuntur 2 
Ifbro ot f^ Kottdl. 

I)r£s dieser BjjrHchlich rKthselhiifte Aubdnick Land aus der terra 
salicA bf^deutet. ^ci^l: iIak Ehraii^rcr erK^tiftt^che Urbar von 1S^ fLac- 
Arch, I. IKI): Prerei-*;fl sunt ibidem rura aflva nJta de qnibtis dantur 
domino 3 iihru censufi^ annual:] m at nichil piuH <juod dicitur umbeJin. — 
Zii Spalie I3t gennaer: 2 jugt^rn, pTwli (XVF, 5). 

Lnrtd^orliVid, XXVtll^ IJ: l» IsiicglHfai^hetb biUub HtUidll tertia pars 

cuin onkm iure nmni cum hominibua est 9. Petri, sf^d iiuLljLr^ ceiLsue mde 
aolvitur archtepibcopo. Preterea t^nidain hoTuinea ihidcui tcneut feoda^ 
Ultd4T in e»ipeditiDnG arcKiepicirujii t^nentnr eoriiaiice suot dn<;er<-. qui- 
dam leneii: ibEd«'iK ftoda, unde aruhiepitieopo ad ijuevuD(|ue mrrvitia 
voiuerit, eervire teaenCur. 

Altrich: Zii dem noiirt«ii houimt ein abgabep filch d^e Land. Fon 
dom en XXXIt. 4 h«iebts De moiite '|ui di-^tur t4u|»hcleiibui-Gh [Siiffel- 
berg' bi'i Altrich) dantiu' annuatim 30 maldm ^^iliglnls et 30 maldra 
nveaa. 

Den ui-faprtin^lk-heu Sjilcharakter dieses E.aade^ beKmigt eiiie Ur- 
kUDd<f von UttO (Bcver II, f>. 80\ in der dcv Eisbiachof dem KJoHter 
Himmerode (b^i KiMburg, aber bn Kmae Witiiidi) tiber^bt reliqiiam 
parKm <Eiutidein tcrre ^ic^ (s^:, que Hart unn4:upacnr, Thefl de^Stiffel- 

bc-Tfff^R) qtip iiotitti Uirlti (■ml . . . fliih nri>iiin vf^nMi vld<j|Ef-»>r HQ innldrii^ 

eiliginJH (^ ^10 nvene In ft^ntt) ^. Martini annuatiin itobiH ex^utvtMidib . - 
a tioVqH et oomibiis succesnonbus noatrib FrevirenHibas archiepiseopts 
iuFO hcrcdStario perpetnaljtcr obtitiendam. Dieecj^ Beaitf^ dee KloeFerb 
kiehrT wltdpr In fieri von den Fap^iiin LucIur III nnd CLemensi IJI on- 
0tfiti|;ten GUterveracicbnisficQ von 1184 imd 1190 (Bey er 11, S. 1(H 144), 
Mi^nstorniaifeld^ Die betr«ffenden GUiei- tnwH uiiier GierRclinnch 
notirt. Ucbcr die Konfuaion dee Monster maifclder und des Gi«Tfich- 
naehcr Speaialnrbarft nnti* Gieracbnach wird noch In einem epfttereu 
Abschnilte dlesei CntersucUun^ die Hedc spln. 



i>34ii.-&rGooglc 



1 



-I- 

Anderaac^: !□ dic^m Absclinittc wjrd XX^ 2» 3 cine Ansnh^ m 
AndaTiinoh i^^lbst, eowip in LcuivGdorf (Andcmftch ge]3fcniibGr)» Miesca- 
lieiin fHiifll, vuii AnOvrnticli) uiiil Kndivh (sUdOKtl. vo n ADdernach) hoIui* 
hiil^fr FcreoDen gfiiLannt, die einKn jtthrlichen GcldxiiiH nitd ein£ Bede 
i^Jildi'D. Dcr Grand de:^ AhhAngij^tdtfiverhHltnii^iee dieter Lentc Eiim 

Allee pflhere dniiiber in sp^ercu AbecbniUen- 



Es \rAre verfcbU, wenn man die T&t)e1Ie als GniDdlag^ fur 
eine cr^iftiachc Arealstfltistik verwenden woUte- 

Gan^ ab^sehen von <1^ obcn '} erSrterten LUcken, Rtetlcn 
FK-li ecltoD der Umreclmutig dcr alteo AcKcrmaosec m ttioderne 
Wcrtlic die grusslco Schwierigkeiteii ent^egen. 

Zwar berechnet Lamprecbt 1, M6 die NornialgrosBe dcr 
Hpfe auf 30 Miir^eu, deik .Uur^fu 8. 'M4 attt dDrchschnittlicb 
34,83 ar. 

Wie weoig damit aber fUr die erzetiftieohen Verhftltniese 
gewoBuen ist^ zeigt <Ea>( Ebrfiu^'er Weisthuip von VS^'J^h Vrimo 
habef dominus in yranc 20 mnnaus (nie ini L. a. i.) quoruiii 
<tmjibet contit^t 15 jurnalia^^), 

Daon aber: Was fat ^iiirQale''V Der L. a. i. aoterscbeidet 
bei GierGcbnach XXXEX, 5 d^eutltch zwischen itinmle vnd iu^erun^ % 
ebenGo das Urbai^ des Kl<^ters Ruperfebcr^ bci Hiogen (1200), 
Beyer il, S. 370: Qai>d sunt 40 ingera pt dim, — in Klammer 
voQ sp^terer Hand: S9 Jd^, 6 Jum. 1 Zweideil — ofTcobar cine 
Reduktioa. 

So tange dslier diese Verhflltnieee nicht vOHig ^kltirt siiid, 
itiUEe anf jeden Versuch einer statistiGclieii Bei-ecbaong des dem 
Ensatifte xustetiecdco benutzten Hodens veraiebtet werdeo. 

Das in dieseo beideii Ab^cbniden Gebotene erBchi>pf£ u^llr- 
lich die ini L. a. l zn Tage treteoden ei^biscliriflicbeD Rcchie 
keiucewcgEr mdit tiran&i die bioher bcbaiidcltCD. Auf Gnind 
spfiterer Untersuclmn^n dUrften sicb zuipal be/- des Molwechts 
noeh mebrerc bkale Naebtrfige ergebeiu 



ij a 12 m 

2) Lac. Arch. I, 381. 

(Cnde des ersten Theiie.) 



i>34i.i.-&rGoo<^lc 



Priefiterweihen Kolner Kleriker an der Kurie im 15. 

und 16, Jahrhundert. 






In) THDnschcD St&aUarchive bdindeu ficIi neljcit doer An^^bf 
anderer Akteiij die der apoHtolischeD Kammer entstfimmen nn^ 
au0 (leoen in dieser Zcitschrirt Hfft &6, S» 144 ff, nnd 61, &. ISH ff. 
von K. Hayn eine ReJbe voj\ Anv7Mgen mllgellidlt w^rdeu sind;. 
noch eine Setie RegisterbAnde, die far die Provinzialgeftchichtfr 
eine nicht weniger interes^ante Angheute ^wiihren. Ek eind die 
sog- Libri foimatwumT deren fUr die Zeit von 1425 — 1524 sicb 
14 B&nde erhfttten bab^. Uebcr die fiusecrc Dnrichtimg dic^ter 
lie^BterbHnde und ihren Inbalt tinbe icb in der ^Ktai»4f:hen 
Quart&ltichrifl fUr christJ, Alterthtroi^unde mid fdr KircbcD- 
gescbichte, fi. Jahrgaog, 1894, S. 451—472 ausffttrlich gelwndelt 
Indem ich im Uebhgeu auf dieseu Aufsatx vervrdse, lieKchriiiike 
icb micb an dieser Stelle dsraiif, anr das Nulhwendigste fiber diese 
RegiBiereerie ku sa^n, soweit ee das VerBtfiiidniee dcr unfcn 
foJ^nden AuraJge erbeischt. 

Der Name ^Libri forraatanim'^ rfihn daber^ daae dicse Ife- 
giBter haupt&ilchlicb die von den KaDonii^ten nl» r,)ifterae formatiic'^ 
bes^ichiif^en Bewheinigun^n fiber ertbeiTte Wdheo — id dir^rcn^ 
Falle alBO die an der K«rie ertbeilten Ordicationen — enth^lteii. 
Danebcn nmfa&sen die Eegiatcr noeb etiie fiodere Oruppe vou Lr- 
kundeiij die iude^ mtt den erwAbnlen irt eng&ten Zn^kmnienban^ 
Btehen, n&mlich die litterae dimiuiorialeB oder dimitsoriae. Die& 
eind, vnt der Name scbon besagt, Du^pensbiiefe: sie abEoKireii 
von der Beobaebtnng der eiuen oder audereu fOr die RecbtmUe^ig- 
kdt der WdbeQ sonst gdten<1eu kanoDlGelieD Vorscbrlft; meiaten^ 



gehm eie dcm En^pf&n^r die BefugnieSf Btch von cinetn beliebi^n 
Disclicfe ueiheu /,ii [ae^en^ aiiUere erlauher den Empfaug der 
Weiheii an aiissergewOltu}iclie)i Tagcn oder in schnellei-cr ais der 
fion&t g'ebHluchlicben Aufehinndcrfo]^. Eineo groBScn Raam cod- 
licli itimmt anch die RegiBtrimng- dcr allgemeinen Ordinationen 
«iD. <1, Ik, der nach den UictilkliCD Verordntingen an deu 8;iims- 
t^cii dcr vier Qnatcmbcr, dem Sainstag Sitientee (Twr PaBBions- 

fionntag) iind dem Oltarsariistagc regelm&saig Rtatt^Ddeuden Wdbcu. 
Der Feter dieeer ^Oniijiee geoerales'^ wolmte jedestiml tiH^ Vcr- 
trefer der Kammer, ta der^ Ke«sort idle loil der Ertheilnti^ voii 
Weil»eii KiisHitiniMililln^nden Angcilp^iihAitMi gehftrten, etn Nobir 
helj <ler dann die Kegiutriruug der Weihen in urkuodlicber Foriij 

Wold ^iitH ^Weu Ditixe^Q findpi^ wir in dip»«ii ReginferD zald- 

reiel^e Xeopreebitcr verzeicbnet. So lemen wir aus ihnen aucb 
uo^tHhr 30U Aiig^hrtrige der Kabicr Di(>zese'), die an der pfipst- 
lieUeii Kurie di« ver^biedenen StufeD der Weihe melir iider 
weni^'cr vollE=1&Lidi^ eiuptiji^i], fUr deii Zcitrauui von lOO Jabren 
fceiiiicii. Die^ Zalit hi anj^siclklR der gr^iRaeu AnsdebDimg der 
Kndiii£&ie gew'i^a ni<*lit ^ru^s xu oeuneD. Aher wir mft««ciL dabei 

ebeii bcittcksleliti^cii, daes die HcgistPr einerseils i»icht voUstandig 
€rliahrJL siiid, andererseilp uirht alle Naiuen der Getveibtei:i vtT- 
7eicbir(?]i ';. Freilicb i«f *s unindglich^ dk nidit registrtrten 
Weibeu z&hleuiuJ4S.«ig zu scMlxeu, bosonders weil fieit 1501 die 
Benrkuiidnng der ^OrdiiieE f.^euerflles'* >tegfalll*}. 

Dii> nnieD niitgclhcilleti kutitec Ans/tige tind der Deberfiiobt- 
liclikcit uud RauroerspRrniee wegcii nacb eioem ychcnia bcarbcitet, 
Anf don Nameii des Gcweihteii fol^ ^un&cbf^t die Angabo der 
Weiljo — 4>b Toiisur, niedejc Weiheo, Subdiakoimt a, a. w ^— , 
fiodaan dafi Datnmt wana sic atattfaiid. Der Ort dei' Weihe ist 

1) 1£& J^CL dnrAvf hiu^u^v'tcsen, dnefl unch dt^in SprRcli^cbrfiuth dcr 
Knri*' mii«r ^clericun Colonitreis dice," iedoHmnl cin durrh Gcburt 
deiri fleWet der Kt^liwr DU\7«S6 angrhorS^r Klfrrfker 7U veratehen fet^ 
iiia^ ri' AJi:h Atifh/dii'Mf wn er viiJ ; rtirHrub Cotcniecifili^ iht dagc|^n eUi 
<tu& dtT KtftiSt K'>hii p:<it>iii|if>^tr Kltrikci. 1» ahuliciict Wniee bcdeutftt 
r,<>{:dt*riin HAnt'ti Mnrtit^i Olonien^is*' dl(^ Kirchc St. Martm in d«r$tadc 
KoIh; ecckijia ColoinensiB, ohnc weltt^i-eit Zu^Mvi, int die Hnuplkircbe 
KOht^'. dor Doiii. 

:*) Wrgi- ROmisolie Quarlalstht. a. b. O. a K>7 u. 470 ft; 

;i) ^ II. 0. s. 461. 



Pr-fetit«rwelh4>n K^loer Klerikfr aa der Kurl« Em 15. u. 16. Jahrh. 9S 

DAtjIrlicb abhiLiigi^ von dem jeweitigen Aufentbaltsorte der Karie; 
uod zsvRv siiid die Weihen uuter Nr, 1— ^ in Ronj, Nr. 9 — 1& 
in Florem, Nr. 16—26 in Rolagiiii, Nr. 27—29 in Fcrrara, Nr, 30 
bis 35 wicdentm m Florenz, Nr. 36 in Siena nnd von Nr. 37 au 
itlle ill Ruiib erUjeilt wuj-dtjij. FUr aM« Weilieu ist uus uuch der 
Nanie des ordinit'endcn Bi^bofe wic nuch die Kirebe, in der de 
vor sich ^ngen, bckannt; beide jedesmal bewmders anzuftlbreci 
ware aber icu wt?itlilu% gBwe^eii und liEile auub kHuin Zweefc ge- 
babt, da ibre Mitthoilang aehwerltch ft3r die KfJgrnphie u, fi. n. 
deg Geweihttn von Intere^se seio dttrfte- — Die Ftille, in denen 

ims^ru Notjzeu hu^ einur eingeirai^t^iieii Liitt^ra fonnaEa enniomiQea 

sindf werden dnrcii die eingeklflmmerten Bnchgtabcii (LF) n\\i 
dem DfttuKi der Aus^telltrng diesor Beseliebtigmig gekeiiitKCit^hnet *)• 
Deim d& cine dcrartige Littera forunia wahrscteinlich m der Kegel 
nnr auf besoiideres Verlangeii des (ievTcihteii, z. B. bei ^^einem 
Weg(^ng voH der Kiiric, aos^'sfelit wuHe*), so kaiin di« betr. 
Daiiini fttr dte nio^mpliic vr>n Bedeiuim^ scin, Fclilt die Kiniumer 
(LF), so haiideh ts sicb qdi Ausziige ans den nur lu Kaminerei- 
zwecken erfol^fen Einfmgungen der Ordiiie»: generfdes- 

In den Anuierkangen mid went^fcns cine Anzah! von 
PersGnlitrbkoten identili/Jrt wordeii; jedocli babe icb inich hierbei 
hfiu|>tsfteli1icb auf Keupsen, Matnkei der UniversitHl KOlii ^eitirt 
iiaeb Rektomt und Nammer), auf die bercjtn envabnien AaezQ^e ana 
de» Annatenregiateni von H ayn (citht: Hayn mit Nnmmcr des betr- 
RegegtB) uiid d:e ersfen 60 Hefte dieeer Zdtt^brift besclirttiikt. 
Die vonToepke hersnege^ebeiic Matrikel der Uinveraiti&t Heidel- 
berg (3 Hde^ Heidelberg 1884 ff.) mid dan Repertu-iiim Oermani- 
eum, Bd. Ij Berlin ISdT, die ebetiFalle ver^iebejt wurdei^ wareu 
weniger ergiebig. A]lc soiisligeit etwa in l^tracht konmicitden 
Werke, besotideis die lokaJgeBchichtltcbat, 7M dieHeni Zwecke 
berakizoxiebeii, war aber uiobt m^glieb. Eine aos^edebntere Fest- 
stellung der cinzelneii l^rst^nlichkeiten tnuee der LokalgeschichtS' 
fiHvebung UberlaaseiT werdeit, uiwl das nm so raehr, als bekaimt- 
lieh gerade die Itatiener in der falecben Scbrcibnng und Liitsfellung 
deatscher Namen nel^b faat unglaDbtidieB geleistet bnben. 



1) Di<;AC« Dnloni ist nlclit bfbondeis bemcrkt, weun es — HJ« 
nieiel — identtach ist mit dcm der kuI«U( ertheilten Wellie- 
9) a. a. O. S, 47!. 



U^g4ii.-&,GOOglC 



1 



^4 Lndwif Rt'hmllizi 



perp. ^ pei'pet«uB 
r. ^ rector 



b. = beatc bozn-. be&li 

cap. ^ capcllaEitts 

d«r. ^ cIprlciiK 

CoL tlimx :=t CuloDiensig flio(?eeii4 I &s- = ssnctorum 

diftc, ~ djacoims iwoi. = fcolaria 

ectfl =^ eccle^A I Tio. ^ vicanus. 

1. TheodericuH Eempen, r. attarie b. Catharlue et E^cholai 
ilk eccL de Bra,lre]«n Col- dtoc.^ acol. — ' Snbdtak.* 9. Nov.; 
Di«k-. 10. Ni>v.; PrvMbit.; 11, Ntjv. 1425- 

2. HenricuE Ooddc, de Attendorn^ r, p. eccl. in Menden CoL 
dioc, — Siibdialt,: 2h Dw. I42fi. 

K«udaen B4, £6^ HAp. I, no- Aft^. ^87, 6&9; EAconikiu ad fit. An- 
dresb in K5Id, Vikar In MaEnz u, Strassbui-g; Hay it 174, ^och i»z Mt^nden 
Kr. l£«rLohn g;etaeiDt' 

3. Johauuee Deghcn> r- p. eccl, in Mederic, Col, dioo. — Sub- 
diftk.1 23, Febr. 1427, 

KcBbseu l7M9i Hflyn 104, 107, 419, fi23. 

4. MflthiftHMnthieCnLdioc. — Tousurn. Akol.; IL Mttral4^. 
D. JohaDcvi^ Jjowe Col. dioe, — ebeiieo, 

6. TicJmannuH de Droileha^eHj decanue et can- cccU a. Mar- 
tini LD Muntrttormeyfelr Treverensis di(>c, Mitbdiac- CoL dioc- — 
Biak.: IL Muta 1430. 

Keafisen 109, lOi Eep. 1, 1147; Hayo 6,46, TO, 88. 

7. Bkbertns Siberti de WaecteodoDch cler* CoL dioc< ■ — 
Aliol-i 10. Jimi 1430. 

KcufiHea 170^: Hayo S9. I70i Bc|>. I, ISlOi r, p. ecd. in Son- 

8> H«nrictiade Nueitkerk^n dtac. Coh dioc. -^ Presb. ; dotgL 

Keaesen 73,1 oder 125,S? 
9, H«nricim de Home CoL dice. -^ Tonsur u. AkoL: 18. Dez, 

1434. 

10. Jokaiiu4^H Sprovenmnn tier Col. — Snbdiak.: J5.Mai 1435. 

11. Jnhannc»4 d« Werda, can. eccL s. Andree CoL — Diak-i 

defigL 

Joh. Cabcle de Werda 1431 Kaiionikue in Xanteu, nach Annrttec- 
re^nster IS, f. 48", 

12. Jtikuiine?' Upgeateiidoock CoL dioc. — Snbdiak.: 24. S«pt. 



i^^«-!.^Googlc 



PrienervdheD K&mer &Jeriker an der Kxuie im 16, ii. 115. JHhrii. 95 

13. JohnnnCB LsBsenich^ cap^ CoL — Di&k.: desgL; Presb.: 
17. De>. 1435. 

Hayn 447? 

14. Kermaanus Becheler Cotonieneia. — AfcoL: 17. Pes. 143^. 

15. Johannes Lngner CoL dine. ^ Subdtak.: dee^L 

16. Johanites Pederbarti Col, dioc, — Toneor u, AkoL; 2. Juni 
1436, 

Stammt ^vohl ans Boesu vgrl. Kcua«en H, 11 

17. Henricus Sthope de UiiDa CoL dioc — Toimur: 16- Milm 
1437. 

18. Johannes Oolhaee Col. dioc. — T^nenr u, AkoL: dess]. 

19. Frcdericitd Lair acol, CoL erh^lt VoUmacht, aich von jedem 
bcliebi^n kntli. Pischofe zum Fnesttir weiheu zu Uiaseii. Bo- 
logrna, 3. Juli 1437, 

20. Tli«od(>ricii»i Sniwint de Heiii^ber^li, r. p. »ceL in Moclielcfii, 
disc, — Prewb-: 25- JiUi 1437. 

KcusTien 149,27; Haya 397, 495. 

21. trerardus de Bellichovcn CoL dioc. — Tonsnr: 21, S«pt. 

1437. 
S!2, Hefmannnw Ritier CoL dioe. — Toiisnr «nd die niedm^n 

Weihcn: dcagL 
23, GoMWiniiH de Bvet^tedeii CoL dioc.' — Niedere Wcihen mid 

Siibdiak. ; d^tigL 
24- K«Dricus Henrici de Briloi:! CoL dioc, — Snbdiak.: deMj^L 

Keii!<s«ti 171,26. 

26, Wilhelinus MJrebet CoL diwi. — ToiiHur u- AtoL; 21. Dck. 

1437. 

1442 in Heidelberg, Toepke 1, 536. (?) 
26. Jokttnneti Mni«qutnque (?) CoL cUoc. — desgL 
2Tp Bemardne Wocger de Bedeu, plebwina in yrJen CoL dioc. 

— Snhdtak,: 7. Juri 1438. 

28. Wilheimue de GHneohlt CoL dioc. — Toiisur; 20. Sept. 
14^7. 

29. Hermannuw Guthet CoL dioc. ^— Touaur: 20. Dei. 1438, 

30. Henricus van dcr Heydeo CoL dioc — Piak.; desgL — 
can. CoL Pt^sbit.: 21. Miira 1439. 

Spaiur Abt von Kloeter Caiiip, Ani>a^on 20, S. 369, 3TJ, 3tlt 

31. Bruno Spruten bcoL Col. dioc — Tonsur n. AkoL: 30. Mai 

1439. 

1445 Proknratur dci« Her^o^ Adolf von CleveMark an der Kuri^ 
Hansen, Ithcinland und Westfalen T, S, 164. 



i^34^.-&^Googlc 



B€ Luiilwig Scliinitz- 

32- MsthiftuL^n d« HoiLsbeeck Col, dioc. — Toii^ur o- nied^»* 

Weilien: !T. Dez. UiO. 
.■P3, EnkundusPf^llHrt;, r. p. eccl. in Olnwel Col. dioc. — Pro=*bit^: 

16. April 1441. 

Hay II 13S; oHo.h Zaltschr. de* Berg. Ge^i-hictit^verciiis. IV, S, 265 
e. 1447 KauoTjikiib vtin S. Maria im KdpitcJ id Koin mid Ffarrer in 

34. JnhftT]u«s de Ber^haiiRen (aiich Joh. de C<>ifinift nJi»i* *J* 
Bei'gBPh««en» Joh. de Bergerhiiacn), r. p. eccl. in Versen CoU 
dioc, — SiiUlink.: 14. Jiim 1441? Diftk,: 23- Sepu 1441: 
PresbiL: 23. Dez. 1441, 

R^UBficft l^TTi IforrcDber^> l)ek, Glaillwicb S. ISI^ 

35. KicoUiin LccLxviuk u:lt!i. Cil-ilJov, — ^ AkriK: 24. Fob*, 11*2; 

can, s. VicroriH Xantensir^ Siibdiak.: 'M. MSrx 144^. 
-%. Borboldiis Nes cler. Cfil. d[oc. — Akol.r 6. April 1443; r- 
p. eccl. de Donispick TntietWnsiF dirho. Subdiak-i 20, April 

1443; Diak.: 15. J.mi 1443, 
37. L«df»vicnf> de Borekoveu Col. — Atol.; 19. Dcz. 1444- 
3H. iTnliiLiiiieh Boyjich cpn. tet'l. b. Marie Reynr^isiiwis Col- aioc» 

— Swbdiak.: 1^. D«>. 1445; Diak.: 12-MRrBl446i Presbit.: 

2. April 1446. 
y9. Jrihaiiiien yhiper vie a. Gei^onbj Col. ■ — Niedero 'Weihen 

u- Subdiak,: 12. Msrz 1446. 

Hayo 392, 437,439. 

40. Heiiricun d« ABiitiolt vit. ^. Cateriiie hi ctcl. a. Afivri« de 
Biiieii Col. dioc. - Subdiak.: 12. MHi^ 1446; Presbit.: 11- 
Jani 1446. 

41. Wilier rausWilleriuy dcH-^^iio Col. ,lioc — Diok.: 8< April 

1447. 

42. HcuTtcubj Henrici ecol. Col. — Tonaiir: 3. Jiini 1447: AkoL 
u. nifti..re Weiheiii 28. Pebr- 1450. 

43. Jo}ianii«!4 Rutae Col. dioc. — Tonwir: 23.Dea- 1447; AhoL 
It. niedere Wejh^n: 22. Dez. L4d3. 

44. lien r I cua Van denocver Cnl. dint, — Tonsiir u. modern 
Weihen: 25. Dea. 1447. 

46, Johannes Weythafle Col. dioc. — Tousun 17, Febr> 1448. 
Keu^een ys, SI; Hayn 89*i, 620. 

46. HenrjGUH Rotperi CoL djoc. — des^L 

47, Hearlcus Loterij Col. dioe. — Niedere W^ihen; desgL 
4S- JohanncB Urbi^^ben Cnl. dioc. — Tapjtot- 1H. Mai 1448 



i>oB«cii:^ Google 



Frieererwcihen Ki^lncr KJcrlKer an der Rurle Im 10. u- 16- Jahrti. fiT 

49. JohannCH Everardi acol. Col. dtckc, — Tonsnr: 21- Rept, 1448, 

iiO. Johannes Herinck CoL dioc. — Die Diederen Weihen : d^sgl. 
51, Ger&rdne de Ligno scol- Col- dioc^ — Tonpur: 10. Bea- 

1448. (L. F.) 
^2. Ger&rdufi Sughendonoh Col. dioc. — Tonsur: 21- Dez. 1448- 
0-S, Johennee Harder cler. Col- — Niedere WeiKen: desgL 
o4. Winandua B^tzel^r aliaa A^ipintu^, r. p. €ccl. de Wiresen 
0>1- dioc- — fiubdiak. : 8- Mkrz 1449 ; PresbiL : 12- April 1441*. 
int. Henricus de WH OoL dioc- — KulKliafc.: 20. Dea. 1449. 
o6. TheoderJcns 8t«ch Col, dioc . — Toneiir utid nied^^ 

Weihen: 28- F«bn 1450- 

57, Oerarduif Harnon CoL dioc- — de-u^l, 

58, GnillermuE Ho 1 1 and Col. diou- — Nledero Weihen: dcKgl- 
5&. .rohfi.n«q Theoderici Ool. di<»c, — de^l. 

6U- Johftnnea Nape Col. dioc. — Prewbit.; 4. Apri. 1450. 

K«u3:^on 211, Hi Ha^n 451, 179; Toepke f, S. £0a. 
61, Uuillelranfl de Stan Col. dior- — d«tigL 
62- HermflnnuK de Ham in one »lias Yde Ool- dioc. '^- Niedere 

Weihen: 19- Bee. 1450, 

Keuz:r>ei] 292, &I. 
63. Tilmannuj^Moirie deWnidorp cap. ad altare d. Riaoldi 

C'>1. — Hulxliak-: def^t- 
64- PetruH Sen rman Col, dioe- — Siedere VVeihen: 20. Msra 
1451. — r_ par, ecol. in Rtidoiikirclien Subdiak. : 10- April 
1451^ Dtak.t 24. Ai>ril; Presbit.t 19- Jnni 1451. 

65. Arnoldus Darte OoL dioc. — TonHur; 10. April I45l. 

66. Uenricua Bruuonis cau. et ?^colaHticu.s ec^L WerdcnsiB 
V^h dioc. — PresbiL: 24- AprU 14ifl_ 

Hay II 440, 4AI>, 6ia 

67. Sanderuj* .S<rebrncli Col. dioc. — Ton?4ur u, niedere Weihen: 
18. Sepi, 14oL 

68. Oolielinus Flesnen de Hnren f^au. ecrl. s. Victoris Xanc- 

»enBiH Gol. dioc. — -Sobdiak,: 18. Sept- 1451; Diak.: 18, D«z. 

1451; Preebit.; 4, JI^iz 1452. 
Hayn 53b. 639- 

69- WalnernM St«lr«n (oder Sterlen de Borchen) can. eccL Col. 

— Subdiak.: 18- Sept. 1451; Preebit.! 18. Dea. 1451. 

TO. Oerard'HH de Capella, r, p- eocl- iu Much Col- dioc.' — 

— Diak.; 18. Sept. 1451; Preabit.: 18. Dea. 1451. 

AnnalirrL da Jilitt, VtrtJim UCIX, 1 



98 liudwtjf Schmits; 

71. H«iiricu» Wissel 0>1. Jicic — Tonsnr: 18- Dea- 1451. 

72. HermannuG de Domfitorpc can^ eocl. b. Viotoris Xfinotefuiu 
OoLdioc. — NiedereWeilien; la Dei. 14I>1: Diak.:^.M6ra 
145^; Preabiti 8. Aprtt 1452. 

TS, Johftnnee Btoer can, ecoL g. TitrtOirie Xanct^neip Col- dioc, 

— NieUere Weihen u- SuMiak.: IS. Dot. 1451; Prft^iLi 
8, April 1452. 

74. Simon Hoer OoL dioc — Ki«<3erA W&ili«n: IS, Dez. 1451, 
H&yn fiSa 

75. Petrufl Squelpe g&q. Xuictensie Col. dicC' — - Subdi&k.: £?&. 

Ml^ 1452. 

Ob Hayti 2 = Pctrua Schalpi|je? VvrgL iiber dicaeo lUp. !» ao. 

76. GnilJelmuB de Breil© ntriuequc iurie doctor, prepoailuB a. 
Ouniberti Col, — Diak.: 25. Mtir« 1452. 

H&yn 6S1 n, h32. - Bep. I, £tS7. 

73. "Walterns Krag r. p. eccL aive peraonatua id Wregh«D Col. 

dioc. — - Biiik.: 25. MErx 1452 ^ Pnwbit, : 6. April 1452. 

Hnya 397. 
78. Johannes L^nepe ecoL Ccl- dioc- — Tonsor u. nJedere 

Wciheni 8. Api:U145S; r. p. cccl.. in Stovami^I Subdiak.; 21* 

D«B. 1454; Biak.: 10. Mfirz 1455. 

K^tUEBen 239,95? 
79- Alf oneuB Bcnhughon Col. dioo. — Nioder&Weiheni 8, April 

1452. 

80. Johannes Delo Col- dioc. — Toneur: 3. Jum 1452- 

81. Ma^Lstor HcriTiottH Hni^ciabb r. p> cccl. in Bootorp Col. dio«. 

— Siibdiak.: 23, Sept 1452. 
Haya 419, 412: Kenssen 224,12. 

82. Arooldu* Mehcter CoL dioc. — Niedere Weihcn^ 23. Dob. 

1462. 
Ha^n 4AT. 

83. Wtllelmuo dcSarbrucken CoL dioc Tousnr; 24. Fobr. 
145.S; Akol. o- medere Weihen : 17. Man 1453; Snbdiak-: 
22- De2, 1453; capellaniis KryneciEbach nnacupatus Diak-: lt$. 
Milrc 1464. 

84. Nicolaae Moer tic. ad allure trium re^m Biuiease C<^1. 
dioc. — Ni<,dere Weiken: 24, Febr. 1453. 

8&P XftidovicuA Gerirtixi OoL dioc. — Tocsur: 17, Mftrs 1453. 
86. Ooswinus deVecten CoL dioc — Tonsor: 26. Hai 1453. 



i>^ii.-&^Googlc 



Fr]e»t«rwel1ken RfUncr Klerikn «a dot KuHe Im 15- u. IG. Jfthib. dd 

67. JohaDDoi* Nnl Col- <ii©c. — dw^, 

26, Mflj 1453. 
Kaya 468, 615. 

69- Ghi ulier t ti H 1^ « G^^r Col- ^lOTr- — NindprA Wfliben: ^- 

M&i 1453. 

30. 3fathJAs Nickelen de fikiskircben OoK dioc. — BnbdiftLf 

Bitnm ID «cc1. sa^ Orisanti et Darie HonastenenaiB E^rfflie^ ^ 

PreBbit-: 6. April 1454. 
Ob Havn WS? 

^91. Johannea Mercaloris A% 8eggeroid Co)^ dioc. — 

Niedere Weihwi: 22. Sept. 1453, 

"92- HormnnnUE ErtiM«r CoL dioc. ^ Tcnaiir: 22. Dez. 1453_ 
93» Vinricna Krul dc Wushiem OoL dioc. — Toiiaar u. 

m«de[o Weiheu: 22. Dez. 1453. 

Unyn S79, (?) 

94. EutheruB{?^ Berkya Coh dioe» — Niedere Weibeci 32- 
Dez. 1453. 

9&. JoLAiineti de K.em.p<^iL can. b. H&rie BoeaetiaiB Col. dioo- 
— Snbdiak.: 22, Dez. 1453, 

96. RftdulphuK WJnckelliuBeii scoL Col. dioi;. — Tooaurr 
6. Apra 1454. 

97. Job«niie8 Uiiyar«»€t acol* Col. dic>c- — Tonaur: 15. Juni 
1454. 

98- F«trua CorneJii de Freria r. p. eccl. de Vereen Col. 
dioc, — Kied«re Weihen; 1&< Des. I4M; Bubdiak.: ^L Des. 
1454; Diak.: 10. Mftrz 1455; Preabit.: &. April 14^5. 
Hayn 601; Norrenb^rg a. o. O. S. 131. 

99. Jacobua Wiasccbct alias Monick cler. GoL dioc — 
Nieder« Weihen: 21. Dgz. 1454. 
too. M^theus Lobe perpeUiiiB vie. ad albare b. Marie virg. iu 
moDaat«rio S- Corijelii Indensis 0. S. B. Col. dioe. — 8ub- 
diak.: 2L Doa. 1454; Diak.: 10. MSxz 1455; Freabit.; 22. Mftrs 
1465. 

101, KicolatLB Cremer de Beroba cler. Col, — Niedere Weihan: 
27- F*tff- 1455j Subdiftk,: 10. MHre 1455; Diak.: 22. Mfira 

1455; Preabit: 5. April 1455. 



201SS2 



1 



100 Lndwig Schmlits! 

102- Thomas de Berghen Col. dioc — Niedere WeJhen: 10, Mitra 
145&. 

Ob KeUBsen 209,47? 

103. ChrJ6ti&nuG Tfcyser scol, Co), dioc, — Tonsur: 22. S«pt* 
1464. 

104, Theodericue Kyat^meker de X»ntiB, ckr CoL dioc, — 

Niedere Weihen: 22. Sept. 1464. 
Keubbfin 2m, 11. 

105. fitepliflnnM Greverode cler. Oil. dioc- — deagL 
Keit4Aei> SH 48. 

106, Arii4>ldiis Dernen de Erpcl, i^Mstor in Winteren Col, dJoc- 

— Niedere Weihwi: 22, 8ept. I4*>4; Diak.i 22. Dee. 1464; 
r. p- cccl. in Wiithicheren (?) Prasbit.: 30- Mfirz 146&. 

107- Giiit]«liaitB Nolden j^utdiAO. C^oL diou. — Diok. : 2S. Sept. 

1464. 
106. Henricns DaluiAn olei. CoL dioc, saiict."^ douiinj nc^tri 

1466- (L. F-) 

Hayn WS^ 448, 4o^d, dJiS, 488, 490- 

109. PetruK VernuJektii I'lei'- Col. dine. — Niydwrtf V"f?ilie»i : 

22< Dez. 1464. 

110. Albertne Cruse cap. cs-peilaiiie in Gere^heiin Cnl. dioc- 

— rrftsbiti 22. De%. 1464. 

111. HenriciisdeOphnssen cler. Col dioc — NiedereWeibeii 
n. Snl^dEak,: 9. Mttrz 1465; r. p. e^L iu Rinderen Dink.: 
30. Mftrz 1465 ; Preebit, : 1.3. April 146-5. (I.. F. 4 Mai 1471.) 
n&^n 407 {Pfarrc Hindern bei UevelJ h32; K&uBsun 2^,lia 

112. Theoderic«« Undei-Rykyn scol, CoL dioc — Tmiaur: 
13, April 1465. 

Hayn 628. 

113. Johunneiri de P&pi8 ncol. Col dioc- ^ Touaur^ 8. Joni 
1465- 

Hayn 5fa 

114. Ludovicufl Crewin r. p, ec^^L in BnrgreKtheme- (?) CoL 
dioc. — Subdiftk.; 8- Jiini 1465* 

115. Winandiis Ro^geman cler. CoL^ perpetuns vie. in ecch 
Lubic«nsi. ^ Snbdiak.: 21. r«z. 14^; Biak.: 1. M&rz 1466; 
vie, BreiQensig ot Lubicenme ecdesianini Presbit? 21. Msrz 1466, 



i^34^.-&rGooglc 



Piieeterw^hcn Ktilner KJeril^er an der Kurie im 15. n. 16. Jnhrh. 101 

116. Bartholomens Qoir scol. CoL dice. — - Tonsnr: 1. H^trz 
1466 [L. FJ. 

Uavh bin. 

117. Lambertas Waitll^^rde Sybort^h, r. p. ecel. s. Georgii 

in Kyderplej'se — 4 niedera Weihen u. Subdiftk. : 5. April 1466. 
lid. MdthiaaSftrtoris t^coL Cd- — Toitsur u, med^re Weihen: 

3L Mai 1466, 
119. Johannet^ Jacharoz bCoL Co], dioc. — Tob^iit: 20. Sept 

1466. 

120> Albe^tu^ Schomken scuJ. Ool. dioc. — Tonwur n, niedere 
Weihen: 20. Dce, 1466. 

121- Joiiannee PiBtoris bcdL Coh dice, — ToQBnr: 20. Bez. 1466. 

133' Heiiriciid Tosjsiit cler. Col. t^ioc. — Kicdefe Weihen: SO. Des. 

1466. 

123. JohanriCR L^nH can. etc), w. Andree CoL — Subdkk-: 28. 
Mivrz 1467. 

124. Johannes Ruacher de Kanctis Ecol. CoL dioc* — Touf^ur: 
23. Jdai 1467. (L. F.) 

126- JoUaniies We&terhotilt BCoL Ool. dioc — Tonaur: 11^.8«pt. 
1467. 

126. rclieioBUH frftter Jordanne de Uterwil domnH e. PranciBci 
de Valle Jiwephat CoL dioc* ord. minoiuiu de obfierv. — TonBur 
u. niedere Weihen: 7. Febr.; SubdiaL: 9. Febr.; Biak.: tO. 
Pebr.; PreabiL: 14. Pebr- 1468. (L. F.] 

12i- Mathiafi Kaltboff cler, CoL, r. p. eccl. in 8teldorpT aco- 
litus. — S*il>diak.: 12. Pebr.; Diak.: 19. Febr.; Pr^bit.: 
■2± Pebr. 1469- [L, P.] 

128. GuillelmuB BoLth (fioalt) ecoL CoL dioo: — TonEar: 25. 
Febr. 1469. [L, P.J 

129. .Tohannefi Berne de Unna Cob dloc — Tonsur: 26. Febr. 
1409. 

KKuaeen 249,16. 

130. Syraoo de Wientren CoJ- dioo. — Nicd^% Weilien; 23, Bea- 
1469, 

Kenaeen 267, 4?. 

131. Bruno Cluyt de Werda cler. CoL dice, r. p. eccL in Wijlre 
M, OereoniH. — Niedere Weihen: 19. Bez- 1470; Hubdiak.; 



U^g^ii^-t^GOOglC 



1^ Ludwig Schiaitsi 

22. Dei. i4'iO; Bifti.: 9- Mlu^z 14^0; Pte«bit-= 12- M&rz 1470. 
[L, F. 13- mrz 1470-1 

I46& Sept, &. In RoDi nftcnwciebar alB hnmlliar des KardiDalB von 
Spoleto und Kanonikus in Maiifitermaifftld. 1467 Febr, 23. be^ahlt er 
persfinHch ihe AoDAte. KSmlM^hM SuLHbwnhlv l)\v. PnDH 1464— 146&, 

132. M^thlas Marpotze, r. p. ecch in Orftenkyodorp {ob 8tal(ii)~ 
kyndorp = Selgersdorf ¥) Coh dioc-, acoL — SnbdisJt-: 1- Mai; 
Diiik-: 3- Mai; Preabit.; 5- Mai HTl. [L, Pj 

133. Johannee van der Lynden seoL Col. dioc- — Toiisur; 
16. Juni 1470. [L- F.] 

134. Johaitnea Lyndemac scoL CoL dioc, ^ des«d, 
135- H^rmanntiH T«pel acoL Col- dioc. — deagl- 

136. Johannes Zctie Col. dioc — Tonsur: 22- Sept. !470. 

l37- J«iliiiii]i VK Buchel de eancto VUo cler- CoL dioe., i\ v*xJ- 
b. Marie in Nov&villa alias in waacto Vito Leod, di<«. — 
Niedere Weihen: 8. Mai; f^Eibdiak.; 12- Mai; Diak-: \^. Mal^ 
Pr«Bbit.: 2G- Ma* 1471. (I« F.] 

138. PetrusBerche&j pcoL CoL dioc- — TonBiir:21. Se|»r. 1471. 

139. JoltanneH de Lenep kcoL Col. dioc. — desgJ- 

140. GerarduB Hint hcol. Col. dioc. - Toasru:. 2].Dez-]471. 

141- ArcoJdus Merj&pfer (Mereker, Melxter) Col- dioc- — Snb- 
diak-£ 22. Febr. 141^; Di^. ; 14- M&rz 1472; r. p. eccJ. in 

Vamel Prftabii-i 28- Mmst 1472- [L- F.] 

142. Guerwi&ue Micken r- p- eool. in Briscbe CoL diocn — Sub- 
di^.: 22. Febr. 1472; DUk. : 14- Mitrz 1472- 
Hayn d«^ 31% 801, 4fi7. 

143- nhrfntiaiKiH Worst alias de Caatro CoL dioc. ^ Diak.: 
22. Febr, 1472- — Proflbit.- 14- Mtu^ 1472, 

144. .Tohaimee d© Petra acoL CoL — Tcnmir^ 28- Mitn 1472- 

14ol J nbatLbCM XihoruR scoL CoL dioc. -- Tonsnr: Id. Sept. 14721. 

146. WJnandns Dyeteren, r. p. eccL in Vetten CoL dioc. — 
Nied©re Weiben: 7- Nftv-; Subdiak.: 8. Nov.; Diak.: -3. Nov.; 
Pre^^bit.! 16. Nov. 1472- [L, F-| 

147. Henricufl Hecht, r. p. eccL in Dattenvelt CoL dioo. 

Niedero Weiber: 24. Dez.; fiubdiak.: 26. Dt™.: Diak.: 27. I>w. 
1472. [L- P-] — Erhfilt I.itt. diraisK. mil EdniibniHs, sich tlber&U 
sum I^ester weiben zn Iftssen: 1. Jnni 1473, 



o^zi^-t^GoOglc 



148. Petrufi Syftii^i de 'Wyriogia r> hoBpttalis oppidi Ju\»- 
censiB Col. dice., cl«r» — Nicdere Woihon : 29. jMinftr; Bnh- 
diak.: 30. Janaftr; Diak. r 2 Fet^. ; Prtabit. : 6. Febr, 1473. [LP,] 

149* Hermanmis Mor hco1< Co!, dice. — Tonanr: 13. MStz I47S. 

160. JohKctntis BcLdvb scdL CToI- dicJC« — Tonsur: IS* Juiii 1473- 

161. PetruB Welk«t can. Col, — Prtsbit.: 12, Juni 1473. [L, P, 
^5- Juoi 1473: gratis pro coqno r^ domini CBmerafii.] 

1&S. Adiiunus Tlieodeiici d« Foreatt in artib. luftgister, caji* 
ad B]f£,rA s. Orncifi id eccl, 0. Andrec OoU, clcricus. ^ Hiedere 
Weihen; 15. Aug.; 8abdiak,: 29, Aug-; Di&k-: 5. Sept,; 

PjesUt.; 6. Q^pt^ 1473. (UP. 15. S^jpU 1475-} 

153. Henricna Terwyck scoL Col. — TonKur: 18. Sept. 1475. 

154. Snndorus EyokpaBB de Eompeii, r. p. ecct- s.... in Sc- 
pcnori Bachcm Col. tJioc,, cler. — NiedereJWeihen : 1, Febr.; 
Snbdiak.: 2. Pebr.; Diak.: 5. Tehr,, PresbiL: 6, Pebr. 1474. 
[L, P.] 

1^, Petrtjs Altichart r. p, eccl- b. Chrietoffm Col, — Subdiak.r 
5- Bbir^; Bi&k.: 6. Mftrz; Pi^bit.: 13. M&ra 1474. [L. F-] 

156. Ariioldne d© KerBten (oder JEeetereit) vie. perp. ad alfcare 
e. Antonfi in p. eccl. de Horsen Col. dioc — Kiedere Weiheu: 
Sabdiak. u, Diak.: 4, Juni; Prfsebit; IL Juui 1474. [L, P.] 

157. Johannes Muechen aeol. Col. dioc. — Tohbut: 21. Aug- 
1474. |L. P.] 

158. Andreae Haerberli (Herbord) eco!. CoL dioc — - Tonsur; 
^4, Sept- 1474; r. p. occl- in Monliem* — Niedete Weiben 
xu Bubdiak.: 5- Jnni; Diak.: 9. Joni; Presbit.: 10. Juni 1487. 
[L. F.] 

Idd. PetTtit» Hilpot ecol. OoL dioc. — Tonanr: 17. Dez. J474; 

r, p. eccl. in Vyrsawi Col. dioc- — Niedere Weihen u. Sub- 

diak,; 17. April; Diak.: 23.April; Presbit-: 24. April 1485. 

tL.P-1 

Hayn 601; Norrenborg a, a. 0. S. 131. 
160. Petrua Persinan ecoL GoL dice. -^ Tonaur: 17.,De£- 1474. 
161- Johannes PelEJohannis perp- vie. eccl- Snzaticnaia CoL 

dioc. — Subdiak-: 18. Febr.; Diak.; 11. Mlrz; Presbit.; Ki- 

Mitrz 1475. [L. P.] 

162. Jobannes Greve de Kempis r. p. ecc!. in Reide CoL 
dioc. — PreabJt.: l8. Febr. 1475- 

Keueaen 2^3; Hayn 4S>2. 



0^5r££i.-&^GOOglC 



101 Ltidwig ScbmilB* 

163. Giiilhelmue Ginsgiu cler, CoL, perp. vie. in eccl. ^ Sererini 
Ci>L — Nied**rP Weilien n. Snhdiiit.: 9«. Nppt.: Bi«b.: 30 Sept.: 
Presbit.: L Ott, 1475. [L F.] 

164. HenricuH Bocholdie t. p. eccl> in Woelrsschera Qol. dioc. 

— N'iedei« \V«Wn i>. Rnhilinb:. ^ 13. Mfir?; DiRlr : 13. RIftrz; 

Fresbit: 2K M^ 1479. [L. F. 22 Muz 1479.1 

165. Johannes Garschen ecol. CoL dioc, — Toneur; 22- Sept, 

166. AlbertiiH Brochte ftwL ,Col. dioc. — Tocsnr n. nied^re 
WeiheH: 22. Sept 1481. 

167. Hf^rmATin nn Itrf^hRy (Rftv^i) sr*Dl_ HrJ. — Tnntsnr- .2^_ T>(«i. 
1481. [L. F.] 

168. Johannes Himelkror cap. nd nltare triiuu regiim in p- ecc]. 
in T>Mi»meltorp CoL dtnc, ncol. — ^ubHiak.; 2. Pebr.; Diftk-7 
10. Febr. 1482. [L. F.) 

169. Gabriel de Bryerfcze cler. CnL dioc., Newwteich Poraeza- 
niensJE et E]binjD;k WnnnienHiE dioc pnrDchBalinm eool^uiamm 

rector, — WuWiak,: 17. Febr.; Diak,: 22. Febr,; FreBbit,: 
:;4. Febr, 1482. |T>, F.] 

170. MRFtiDUH Tiink aocl. Col- dioc. — Toiwur: 2- Mar7 14:^9_ 

171. Iv<. de Orsoy Hcol CoL dimi, — ■ Toiisur: 2L Sept, 1482. 
172- GobelliiniB Jiiliaci stu)h Cnl. dior. — Tonsar: 20. Okt. 

14S2. [L F-] 
173. Henricus Eeeiz scoL Col, dioc. — Totisur? 21. Dez- 1482; 
iiiedeie Weihen: 22, Dez- 1492. 

174- JohAniieB Doiefl-tflris ficol. CoL dirn;. — - Toiisnr; St. Dez- 

1482. 
176, Henrioub Horsel cler. et vie. in eccl. au. ApOHt^lnrum CoL 

— HiibdUk,; a Juni; DiiJi. : 11. Jnni; Presbil-; 21, JqU 1483- 

[L.FO 

176. Jolianiie» Bo^^gen can. ecf;l. collegiatH hk. Crisanti et Earie 
CoL dioc, — Niedere Welben: 13. Mtti-z 1^84, 

177- OuillelmuB Gerlnzii ecoL CoL dioc. — Tonsnr: 3. April 

14B4. 
178. Henricofi Wida CoL dioc. — Niedere Wfiiher; 26, F*br. 1485- 
na PetruB Tilimanni CoL — Toiisur: 24. Sept. 1485, 
180. Heruiannus SforHtenbercL Col. — Ton>inr- IT. T)ea. 1485, 

IL. P.] 



i>34^.-&^Googlc 



Pric^cnreilicii KSIncr Klcrtkcr an dcr Kuno itn ]&> n. IB. Jahrh, 105 

181- Pctruu JtlichaeUu cler. Col- dioc-j r- p. tech a. Fein in 
Deybkirclien dicte dine. — Subdiak.: 18. Dez,; Biak.; 21. Dez^i 
Pi^Bbit.: 27, Dea- 1485. [L. F, 30 B*-z. 1465.] 

1$2. EaHtachius Segrndo perp, vie. &J albare b. OomeLii in 
moitaBtpricn h, OomHliJ IndRniu Hoi. diiift.^ r1«r. — ^!ederd 
U'eihen: 28, Jftnuar; Snbdiftk.; 2. Pebr.; Diak.: 3. Febr. 14^ 
[L. P. 6, P*^br. I486,] 
StAiniitt wohl aUA A&cheiit verfrl- At>iiaten 57, S- 111- no. &63, 

183. An^onius Stennw ecoK Col. dioc. — Tonsnr? 18* Febr 
14S6. [L. F.] 

184- .TAbnn!i«4 RfhinndTi porp. v\p. ud altAi-o H. A^tlifi in ^nMpg. 

etrcL Boniienei Col. dioe- — Ntedere Weihen u. Snbdiak,: 
21 Mflra; Diitk.: 26. Mfil^j Pi'^^bit.: 27. MHaa I486, [L. F_] 

186. Henricus Keymerlinch cup. onpelle b. M&ri© Vill* Kors- 
wich Coh dioc. — Niedere Weiheii «• Snbdisk-i ^. Mfirz; 
Dkk: 29. April; Pre«bit.: 1. M8n487- [L. F- 12. Mai 1487-] 

186w Jr)bfinnet4 Fortie bcoK Co), dioc- — ^ Tonsur uDd iued«r« 

"Weihen; 3K Bferz 1487. 

187. PetrnB Sme'lt, vie, altarift b. Murie virg. in eccl. h. JohatinU 
B&ptiete CoL — StJbdiak.; 14. Okt.; Diak.; 18. Okt.^ PreBbit.^ 

21. Ot-L 1487- [L. P.| 
J88- Matbens de Roda p«rp. vic^ ed itltare h. Marie ui coU^g- 

©ocL H, Ouniborti CoL — Niedere Weihen; 6. April J Sabdiok.s 

7- April; J>mk.: 8. April; Prcebit.t 13- April 148iJ. ' 
18^ WJllrehtiue de Wicben cter. OoL, in artibu^ luagister, perp. 

vio. ltd (fcttarc n. Antonii in occK a. Mnuritii Cob — Nicdore- 

"U'eihen: 20- April; Siibdiat.; 2?^. April; Diak.i 27. Aprilj 

Presbit.! 1. Mai 1488. [L. F, 2. Mai J4S80 
JfiO. ThcotlcricxiB RpiJHt, perp. bericficiatiid ad ftltere b. Petri 

apottt. in p, «ccl- de Haren CoL dioc. '— SnbdUi:- : 6^ Juli; 

Diak.: 7. Juli; PreBbit.: 13. Jnli 1488- |L. F-] 

191- Jobannee Greyff perpetuus cap- sen vie. in Lubricb Ool. 
; dioc-, mtjnm bBcCBkreos- — Snbdiak.: I^, Okt.; Diak.: ^- 

Okt.5 Preebit.r 28- Okt. 1488- [L- P-I 

192- Gaafridna Xffardi r- p- «ocl. e. Cuuiberii Ool- — SnV- 
diai.: 19- Jnli; Preebit-^ 22. JuU 1489 [L. Fj 

193* Jobanaes Koningefibo^ven perp- vie. ad altare tu Ci^cis 

, in p. ecci- in Lapolcrer CoL dloc — Bubdiak-: 11- ApHlf 

Diak-: 18. AprUj Presbit.: 20. April 1489, [h. F,] 



U^g^ii^-t^GOOglC 



106 Luawjg Schiuitz: 

194. Tlioinas Rademecher r< p. tcrl, in Ettberrli Col. dJoc ■— 
Subdiak^r 7. Jiini;lH6k. ■ 9, Juf.i* Preflbit,^ 11, Jimi 14S9, [L- F.) 

19b. HermBnnuj; Kael cler. Col. dioc.j r, p. eci^L e. Martini £n 
HtigerU — Xiedere Weihen u. Siitdiak,: 22. JuLi; Diak,; 
^5- Julij Pi^sbiL: 30. Juli 1489- |L. F.| 

196' JnhAnneu Helwingen cap. ad altiLre b. Marie virg. in p. 
«iyd. in Giiterawyck CoL diiw. — N'iedere Weihen: 25. Okt,; 

Sub<aiak.:28 0fet.;Diak.;l, Nov.jPresbit.: 8- Nov. 14«9 fl.. F^J 

iy7. GocBwiuua Noeck cler. CoL — 8ttbdiak. imd DiaL: 8 Nov-j 
Pt^flbit.: 9, Nov. 14S9. [L, F. 11. Jwiuv 1490.] 

IW. Henricus Theoderici, acol, et can. collcg. eccU bs. Cri- 
Hanti et Darie in MoiiadCerio Eiffalen^i, — Snbdiak. : 6. Des.; 
Diak-: 7. I>ez.; Pw^bit.: 8. Dez, 1489, [L, F.| 

199. Petrnfi Vocodertroppen cler. CoL dior., r, cRpelle s^ 
Ueeilie in Hnbenredt. — Nioder^ VVeih^n; 21. Febr.; SuV 
diak-: 22. Pebr.; Diak. ; 24. Pebr.; PrtpbtL; 2S. Fcbr. 1490. 
[L. P.] 

200. Audreafl Swolis can. eccL.b. Marie in Capitolio Cnl. — 
Diak.T 4. April; Pre«bit. : 7. April 1490. [L. P.] 

201. Mauritius Fern is cap. ad altare triutn Begatu in eccl. Col. 
— Tonsuj- u. m«der« W^ibeia : 23. April; Snbdiak.: 1. M&i; 
DiHk.; 2. Mfti; Prflsbit.: 3. M&i 1400. |U F.| 

202. HermanauH Korbacb, r.. p. ec^^l. sa. Petri et Pauli C<4.. 
dif>c, — Biak.: 5. Juni 1490. 

203. Uenricus Hevesaenberg cap. in cccL b. Marie £eiena- 

burgensis. — Subdiak.i 18. Sept. 1490- 

204. HenricDS Buck de Osnaburg perp. vie. ad altare b. Marie 
in Hackemburg CoL dioe. — DUk.r 1ft- Sept.; Presbit.: 21, 
Sept 1490. [I>. F.) 

205. Petrite Steynt de fileafize cler. CoL, perp. cap. g. Cimi- 
Iterti in UEpedit^ prope Tulpetnm dicte dioc. — Subdiak.^ 
13. Nov.; Diak,; 18. Nov,; Prosbit,; 21. Nov. 1490. [L. F_J 

^f06_ Tbpndorir-iiBHat ti'TnAru^ t^i^L Col. dioc. — Tonaiir: 18. D«L 
1490. 

20T. Petrns Sten (Steyii) cler. CoL dioc- — Niedere Weihen: 
18. Dec 1490^ c^. a. Cimiborti 8ubdiafc.: 23. April? Diak*: 
24. April; Presbii.i 26. Aprfl 1491. (L. F-] 



FneBt^rwelben KtUn«r Klerlker ui der Ktuie Un 15. n. 16. J&brh. ICfT 

208. QuerbarduB HerahuiKen, brnieFfciatus provisus in patn- 
mcKtio in Vesalift infariori Col. dioc, — » Kieder« Wexhc^n: 16v 
JumEr; Subdiah*: i7- Jeuluot; Diak.: 20. Januer; Presbit,:. 

21. Jaiiu&r 14d] (L. F.] 

209, OorD^liuB NuyBs«n de Emtae&ich in artiboa mag., vie 
seit cap- perpeL ad alUre s. JoWnnie evan^. in p. ei-cL de 
Roden wjfce Silvam Col. dioc — Subdiak.: (5- Murz: Diak-: 
7- Mara; ProBbit.: 12, JUra liQl. [L. F,] 

2X0* Arnoldus Tulpeti bcoI., perp, vie &d altare s- CriK'U in p- 
ec«L s, LiBolfi Col, — Sabdiak.: 12, Bfilrz; Diak.: 13. Mtirz: 
PifsbiL.^ 19. Mftjc 1491, [L. F,]. 

211* JobanD«9 Lirgis de NidogfiQ, porp. cap. mmplicis et mraJi& 
copellaric e. NicoUi Steynbuchcl Col. dioo. — yabdiak.! 2. April; 
Uiak,: 24, April; Pre&bib.: 25. April 1491. |U ¥.] 

212. WilhebiLiie Ercroer cler. CoJ* dioc., parp. vie ad attare a- 
Actonii in p. eccl. in Halderen Col. dioc — Niodere WeibeiiL 
28. Mai; Sabdiab. : 12, Jimi; Diak-: 19. Jnuis Fr<»nbit-: 26. 
Jiini 149L [L. F.] 

213. fr, Jphannes de Ercklenfl Col. dioc. — Preabit.: 28, M^ 
1491, 

214. Kftthiaa Haler perp. cap. in capella 9. Agathe in Moleiianch 
Col. dirx^. — Kiedere Weilwn: 17. MUraj Snbdiak,: 18. Mfirs; 
iKah,; 21. Mflra; Preabit,; 25. Mare 1492. [U P.] 

215p Jobannes Kopp deNtiiteiadier. Col., t. p. occL in Phwieit (V) 
' — Nicdore Weihen: 4. Miirz; Subdiak. : VJ* M&vz; Diak.: 17, 
Mutz, Prasbit,! 18. Mara 1492. [L. F.] 

216. He n ricua 8ondoc^h de Tnlpeto* perp. vfc. it. dcd. s. Petri 
d© Tn^etA CV>J- dioc. — Subdiak.- 8. Sept.; Diat,: 9. Sept.; 

Presbit-; 14. Sept. 149?. [L, F.] 

217. Jobanues 8chlr>i^f4ert, pdrp. cap, ad altai'e 8, lilarcelli CoL 
" Diak.: 19, Okt,; Pire&bit.i 21. Okfc. 1492 [L. F.] 

218. Vernerua 8colarir», perp. beneficiafeis in ctcL Villenove ad 
altars U Marie Col. dioc. — Tonsnr iind iif«dere Weihen: 

22, Nov.; Subdiak-3 25.Sov.j Diak.: 30.Noi,; PrflsbiM 2. Daz, 
1492. |L. F.] 

219. Petrua Bilgenbach, cier_ Col. dioa, perp. vie. ad nltai'e s- 
Catherine in Minbacb dicte dioc, — Subdlak.: 22. Nov.; J>i&k.; 
^. Nw.; Prcsbit: 30. Nov. 1492, (L. P,] 



i^^^'^-t^Googlc 



]<W Lmdwig Si-bmits; 

220. Henricus Meyerap^fccb, perp, tfip. *u3 altare gJnriosi**im© 
virg- Karie iti t^^nceptirme la p» eccL Ad^iar^ CnL dicK.-. — 
Hubdiftk.: 30, Knv; Diak,: 2. Xki. ; Pw^bit. : 6. Dez- 1492, 

221. Hpnricu** Vinkei, perp- *:^V' ^^ flltarf h. Mane vir^. estra. 
mi]rr>« Aii<leniaceu9efi- — Subdiak.: 30. Kov-; Diiik-; 2. Dez,^ 
PrwbiL: 6. Bea* 1492- [L- PJ 

S2Jf. ArnnldiiH d P! Vulff cler. Tomaf^nais difw^. ac perp- vni'. 
capellsDie ad altare b. Harie M«.^;dalei)e iii p. eccl. opindi in 
Ke<rlieliiicliiif«'n OL difn:. ~ Niedere W«ihen: 30- Nov,; Rub* 
diak.; 2. Dez.; Diak.: 6. Cez.; Pw«biL: fi Dei. I4ffi>. [K P.] 

223. Johannes Pou|fPr acol Col. dine. -— Tonstir: 2. Mftra 1493- 

224. Anloniau Git, vie. ad altnre s. Antponii in «ccl. b. Bri^ide 
Coi- — Siibdiafc.: 23. Marz U93. 

225. Otto de 8perh can, h- Ca^pii BoimRUAiF GoL dioc. — 8ub- 
diak.: 2. Miirz? Dlak.: 23 Mftra; Preabit.: 6- April 1453. 

j£^4j, HRdriunm^ Hiuuboncz Co], dloc. ^ Kiedere Weihvit: ti, April 

149;-^, 

227. Elbertiie Vrede cler. CoL dioc. — desgl,; r. p- cccl. a. 
Odolrici in Alpen Cob diof-, Subdiak.: 21. Fabr.; Dnik. : 19. 
Mfira; Prffibit : 2, April 1496, 

228. Jnbaniif^s de Fa^qua kl'o]. CoL dio*:. — Tozl'^ut; 1. Jum 
1493. 

229. Adam Chfl^baoh scoL Col. dioc. — Toiwur: 14. fiept- 
1493, (L. FJ 

230. ArnoldnH Siapperr ficoL Cob dioc. — Toiisnrr 21, I>ea- 
1493, 

231. Patrri^lim Teverpn scoL Col. dioc. — d&^L [L» P.] 

2i^. ThoraaM Michaeliff scoi. Cob dioc — dewgb 

233. Johannes Tithriua der. Ctil, diot:, — Nicdere WeUien; 29. 

MKrz 1494, 
S?34. Johantiey Haron hcoI. CoJ^ dioc — Ton&uj-: 24. Mni 1494. 

235. Johanne^i Pruys der. Cob, acob, vie h\ ecc^ p. fl. Martini 
ininoriH CoL ad altare h. Agneti^ — : i^ubdiak.i 14. Htir^; 
Diak,; 15- MBiz; Pit«bib.: 25. MHrz 1495. 

236. AViltelmiiu Langera^t, pet-p. vie- altori^ 8. BbiBii eupnt 
l>ortem lo ©c*tb u. Hichaclie CoL — Kieder^ W^ben .n. Sub- 
diak.; 23, April ; Diak.: 2P. April; Preabit^i 3. Mdi I49&. [L. F.] 



\y^^.-f^/G00^lc 



PrlH4erw«llwij KvIuHr Kl«rlk«r ao tier Korle iai 15. u. lA. Jalirh. HfJ 

£37. Joliannes IngerAud, perp. vie. &d ^tare b. Marie vir^. iu 
ecd. B- ]UjdiaeIifl Col- ^— &1>ecw>. 

238. Petrti8 Wide scoL Col, dioc. — Tonsur: 13. Juni 1495, 

239. Johannes Fiffer, cler, CoK diw^, r. perp* fApellanle ad 
filtar© H, Cu<entii in p. ecol. Alod^^rff, CoK d\oc- — Niedere 

Woiben iL Knbtiiak.: 13- Sept,; Diftk.: 14, Sept.; Presbit; 
16. Sept. 1495. [K F.] 

240. Goorgius Stongel, acfL Col. dioc, — Tonmr? 27, F©br. 1496, 
24L £enrxcu8 Geberti dc Pitiffeiick CoJ. dioc. — Ton»0^^ 

18- Mfira 1496. 

18. MiiTz\ Rnbdiak.: 2. April 1496. 
243. <56r»rdus Scoitenscol. Col. dioc, (Scliuolt, Scholt). — Tonsur 

n. nl«der« Woibena 2. April 1496; aJtarista ad alfare S, Lnci« 

in eccU s. Antonii ► . - . (uuleaeilict). — t^ubdiak^: 2if. Msd; 

Diftk : J3. Mai: Prerfbit,: 24, Mai 1496. {K F,] 
244i C&roJiia do Eyilc Etcol, Col. di-^o. — Tonuur u. iiiedere 

Weilien: 2. April 14%. 
245- Johannefi Fluei-entii Bra^atoriK pei<p. L-a]>. alt^ina: 

b' 3iori<; virg. ot ^ JVgatho in p. oc-r^L e- Lniiibrrti in Eiunn- 

troide CoL dioc. — Snbdiak.: 17. Apiii; Diak.: 24. April; 

Pi«,ibit: 25- April 1496. [L. F.] 

216. Johnnnc^ Cronenbargh, porp- ci\p> tapcfic if- Gritit 
{fb Briccii?) in Udcmpret CoL dioc- — Subdiak.i 23, April; 
Diak.: 25. April; Pi^bit,: I. Mai 1496. (1^ F.J 

217. Henrlcns Bibert! tic perjj. ad altnic n. Catlierin^ in. 
p- fiCj^L (le Vanchern Cnl. dioc. — TonKur, niedere Weibpn- 
n, Subdiak.: 1. Mai; Diak.t 3. Mai; Frei^bit.^ 5. Mai 1896. [L. F.) 

248. Arnold tip de We rsthDven p<^- ultAnata albariri b. Marie 
vii-g. in p, eccL a. !Nicolai in Aaboch CoL dioc. -^ Sab<Unk. r - 
6. Mai; Diak.! 12, Mai; Pre^bit-; 15. Mai 1496- [L, P.] 

249. OoffridiiA Knrffj perp- cap, (:A|>elle »- IjftonArdi in Hil- 
wart Cnl. dioc. — Subdiak,: 22. Maij Diak,- 23. Mai; Pi-e**binr^ 
24. Mai 1496. [L. F.] 

250. H e li r i u u A Wr e <1 e junior &cr>l- Onl. dine:. — Toiidut und 

niedei-e Weihen; 28. Mai 1496. [I.. F.] 

251. Reneriutf Howgh (HuRgh), can, eccl. rolleg. S^. Mari*^ in 
DatiAeldorp Col, dioc. ^ Niedere WeiLeii; 26- Mai; Subdiak..: 

2, Jimij Disk,: ,5. Jani; Pre^bit.: II. Jani 1496. [L, Fj 



IJ-^si'ir E^ 



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110 Lttdwie SebmitE; 

252- JobanQesEoppgii (Roppijfiit) ckt. Trev, dioc-, r_ rap«Il« 
^ AJdogwidiB in Recht Ool. dice — 8ubdifLk.: 19, Jnni; 
l>iAk.= 2S. Juni^ Pre^it.: 26. Juni 1496. [L. F.J 

253. Nicolaus EreDeBenbacb^ perp, beneficietofl ad altare 
s. Nicol&i in p. «ccl. in Adenan OoL dioc, — Knbdiak. : S5- 
Aug.; Disk.: 28. Aug.; Preabit.: 29. Aug. 14S6 [L. F.J 

254. 0«rardii8 Nicojai de Cre veldia seol. Col. — Tonenrs 
22. Sept. 1496. 

255. QoitfriduH DuDtgfiDB clfr. Col, dioc^ r. perp. vicnrie 
ad oltare s, Miijliaelia ftnihsngeli in p. eccl. in Poraato- — 
Nied«re W«ihen und Babdiak.: 18. Okt; Diak.: 23. OkL; 
PrBaLit: 28. Okt. 1496. [L. P.] 

256. Johannes Micha«]i« ptebunue p. eccl. s. Btephnnl in vil\^ 
ZtUuisiiwKa (?) Col- dif>c_ ^ Toosur, Diedei^e Weihec u. Sob- 
diftk.r 6.Jan.; Diak.j 8, J»n-; Preabit.; 15. Jan. 1497. (U F.) 

257. JohauufsPriecbe, r^p, eccl. in Hog^ikenaett (?) CoL 
dioc — Subdiak.: 15. Jan.; Diak.: 17 Jan.; Preftbit.: 20. 

Jan. 1497. {L, F,} 
2&tJ. HenricuB E^ken cler. Cob — Niedere Weiben; 20. Mai 

1497. 
259- Henricufl Meyer scol. CoL dioc. — Toneur: 23,Des- 1497. 
260. Rudolph UB Airch Col, dbc. - Subdiak.: 21- Sept- 1499. 

§B1. Pa til II >i HeTTnitnnnfl s^nL fVil. dini^., r^n, ei-i*b r. Halliiiifl 
virg. in Sachtelen Col. dioc- — Tonsur, niedere Weihen a. 
Subdiak,: 11. JiJi; I>iak. : 13. Juli; Praabit.: l8. Joli 1501. 
[T.. P.] 

262. Johannes Bensberch porp. cap. capcltanie vdle i^aofrin- 
doi-ff Cob dioc. — Niedere Weiben u. Snbdiak.; 23. Januar; 
Dink.- 25- J-tiaar; Prsabit-: 30 Jftnmiar J5ft2. (1- PJ 

263. Hartzab&idua Harclc perp* vic^ &d altare s. Leonardi in 
p. eccL s. Paub in Colonia, cler* Cub dioc. — Subdtak. ; 13. 
Febr.T THefc. : 19. Febr.; Preflbit. ■ 20. Pebr. 1509, [K P.] 

264. Jordaaua Gerardi d© Be tlnbor eh (!) r. p- ecd. in 
Harwen Trsdect, dioc., cler. Cob dioc- — ■ Niedeto Weihflo u. 
Sutdiak.^ 17, April; Diak, : 18. Apnl ; Prosbit. : l9. April 
1502. [L. F.] 

265. Martinnn Teuchem^ vie. vicarie ad filtare b. Catherine 
Derhdllen Cob dioc. — Niodere "VVeihen lu Subdiafe,? 9. Jnli; 
Diak.: 10. Jnli, Piesbit. : 11. Juli 1502. [L. FJ 



Fliefiterweiben K^lner KJeHker &d der Enrle im 1& iL 16. Jfttirh. Ill 

266, Jttcobnfl Neven cler. Col. dioc^ vie. ad altare h. Anne in 
pur. oo«K », "Vilbrordi in Asaum OoL diE>c. — Niedere Woihen 
n- Subdiak*: 10- Nov,? Diitk.: IL Nny. ; Presbit: 12. Nor, 
1516. [L. F.] 

367. Johaunea S&lmacher bc6L G6L, |>crp> bocEcfit^atftifi &d &ltfti'o 
tr!um mlhdaium In p. eccL s- Diony^ in Villaaova dicte dioc. 

— TonauTj niedere "Weiiten u. Subdiak*; 10* Mfii; Diak. : !!• 
Mu; Proal^t.; 12, Hai 1&17. [L. F.] 

268. Qtiillelmiis Kode cler. Col. dioc., perp< cap. ad altare b. 
Mane vir^^ in mouaBlerio fi. Comelii- — Nieder« WeilieD u. 
eubdi^.^ II. Uai; Dimk-i lii. Up.ii Fn^tt.^ 16. Hu 1617. 

IL, P.J 
S69. Petrus Ueedftrd«llQ(?) acol. OoLdioc, perp. b^nefici&tod 

ftd &ltAr« b. Marie vbT£. in }i. bt/cI. Moiiderabeim diote dioc 

— SubdlsLk-: 3. Juni; Disk-: 4. JuQt< Presbii-: 5- Juni 1511- 
[L. F.] 

£70. Willelmua BpjkemAgeJI olcr. GoK dii>c., pcrp. cap- ltd 
idtar« b- Marie virg. in p- eccl. s- LaaraiatH in viUa Mmtert 
Biufid. dioc — Niedoi^e W«theu u. Snbdi&k.: 20. Sept.; Di&k.t 

21. Sept.; Presbifc,; 24. Sept. 15L7. [L. F, mit Zuubs: der 

Geweihtd darfe erst nacb 5 Monatac und aur mit Brlaubniss 
wines Ordinariua oelebriren-] 

271. Jacnbue Ptuys de flcbwejuhe^m aco]. GqI. dioc., perp. 
vie- ad albare s. Cuteriue yiig. in p. eccl. s. Cosiae et DamiaDi 
in villa Holtzwiiler. — Subdiak* : 17. April; Biak,: 19. April; 
Pieotit.: 22, Api-il 1518. [L. P.] 

272. Jahsnacs de Ts&ane cler. Col- dioc., perp. vie. ad altar« e. 
Crticie et b. Marie virg. in p. eccl. a* Laurentii civitatis Cob- 
uienwa, — Niedere Weilieu: 50 April; StLbdi&k.: 10. Mai ^ 

Diak.: ILMai^ Fr^bit.: 12. Mai 151S. [L. F, 30. AprU 151dtj 
£f73. QotfriduB d^ Oisterwick can. prebende eccl. se. Casali et 
F1ur«iitii Lippidi BuuuenvJ& Gul. dJou. — Diok^ : 29- Mhi 15ld- 

f [L. F-l 

'' £74. Victor de Cerpena ac CoL dioc, perp. vie. ad altare b- 

*" BarbiLTB vii^. iu p. ectd. b, Laurentii tivitatis CDlonicni^ls. — 

^ Snbdiak.: 28. Juni; IXak.: 29. Juni; PreabiL: 2. Jnii 1519. 

[I. F.] 

'^ 275. Johannes Bel, clor- Col. dioc-, perp- vie- ad altare a- Kicolai 

''•^ in capella 0. Seb&ettani extra muroB oppidi Wachteudunck* — ^ 



V 



i>5i4«.-s^Googlc 



112 Ludwig Schmitz: 

Ntedore Weihen tuf^iibdiah*: 7, Aug.; Diak. ; 14. Aug.; Freabit.; 

276. Renei-iaf^ Saffenber^ de Botine, der. Coh dioc^^ perp. cap. 
ad altare x milium mai^tirum in ]>. «cc[. s. Nlcolai in Bratioen 
OemineiL^H dioc, — SubdiEik^: 1. Mars^ Distk-t 2, 3IUrz; 
Presbit-t 15. Mtoa 1520- [L. F-] 

277. WoK^angflfl Polkh, dar- CoL dioe., r. p. ecd. in Sybiirch- 
— Niedera Weihen n. Subdiak.: 22. Mai; Diak-i 25, Ma! 
ib2(}. [L. F.] 

278. PetriiP Tnte pJebanns ^ve iwHtor nuncupams perpetixe vicarie 
ctinLte ad airare ^ Crudn lc ecvU j^ Tictnils XimcteiisJp Col. 
dine. — Niodero Weih«n u. Snbdiak.: 5, Jhii.^ Diak.: tt. Jan.; 
Preffbit: 7, Jan. 1521. [L. F.] 

279. Jnliani»eH Gerthnwen der. Co)- — Niedere AVwhen u- 
Subdiak.: 15. Jimi; Diak.; 16. Juni; Fr^blt.: 17. Juni lo2l. 
[L. F,] 

280. Leonardua Fabri bcoL CcL di(X^, \)er^, cap- |ieqi. i^a- 
pelknie ecdeeie jinrorh* a. Pancratii in villa do Jereu (ob zu 
lesen Gldin?) oil ftltare a. Anue dicfe diot. — Siibdiak. : 
K Sepi-; Dirtk,^ 9. Sept.; Pr^bit, : 12. Kept. 152K [L, F_] 

281. JohmLDOR Bocholt der. T«fHli«]irii» dio<%, perp. i^pell. 
<^pel1« H- Geor^i^i inxtft ca^trum de Nieuhftven CoL dioo. -— 
Niedci-« Weihen lu Snbdiak-^ 15, Nov.; Diok-i 16, Xov- ; 
Prertbit,: 17. Nov. 1621 (L. FJ 

28^. Adam Siir^nn dpr. C.o\- fliix-., ji^H^, PHpell- nd n^tnrp n. 
Catharine in p. et^-J. ti. Jobanuiu iod de Sni'ff<oi ditte diw. — 
Nicdei« Weiben und ^iibdiak, : 27. Juni; DJak.; HO, Juct ; 
Pi*«Ht.T l.\ Tidi 1.^22. |L, r,| 

283. Ni<^olaaM Hei'maiini p«rp^ vie. ad altare ss. Ajifcnii et 
Lflurentii in capellft a, JnhBDni8 in Hm^fgen. — Subdiafc.s 
17. Okt,^ Diok.i 18. Ofct.; Pi«jibit.i 1. Nflv. 1622. [U P>] 

284. HeriuaniiUB np den GraeTf de atitiqna ecf-lenia cap. 
4'apfllle », Anrnnii tuih et infra limires [iaro<-bie ecel. s. Petri 
in Oldeukerhen Col. dine. — ebeni^o, 

28t>, Arnoldun Tenhcnhaert der. Cd. diw., r*^ Clemen tiff 
Wj'Hwleii,^is et b. M^rie virg. Ress^nnis ilii'te Col, dioc, ec<dB- 
Mtarnin collegia tarn in i-an. — Xie^leri* We»ben u- ^abdtak.: 
1. Km.; Diak-: 2. Nov,; Pi-esl>ir.: 4. Nov. 1522, [L, T,\ 



rieflterweiiicn KSlner Xleriker An d«r Kvrie im 16. n> 16. Jahth. lUi 



■ Jk 






286. WiLhelmus Muche cl«r. Col- dioc, cap. ad altare b. C*tha- 

Hne in |i. eccL dc MucLe Ool. dioc. — Diak.^ 3lx M&rz;^ 
Presbit.: !• April 1523. [L. P,] 

SSI* A mo Id us M o I er der. Col. dioc.^ perp. vie eccL s. Cathe- 
line HanaburgeufiriB BreiDeneid dine, — Nledere Weihen und 
&abdiak.j 31. J&nutir; DUfa.^ 1, F^br.; Fresbit.: 2. Febr. 
1524. [L P-) 






VerzeichnisB der erw^ibnten Blircben, Klfister, 
Kapellen u. e. w. 

(Die bci^fiigten Nnmmem beieJeben aich ftof die Nummem der 



Adeuau 253. 

Ald«kert CKr- Geldern. jeiEl Diot 

MUnslor) 284. 
Alpen 0^":^^ I^i^' Miineter) 537- 
Arsdorf 339. 
AJlPnahr 220. 
Atidemach ^l. 
Aehach ^4P. 

BEfnf'n (Kr. Heeis jabfit Pid^efie 

Bonn, SuCasirioftKiftWC/j,!***,^ 

273. 

Brakel |Kf. ncTtmuml, jefzT DE5e. 

Paderboro) oder Brachelen hm 

Jtllich 1. 
Breifiij^ (Kr- Abrweiler) 142. 
Bri^men 115- 

Conieltmiinster 100, 1*^, 56K 

Derhellttn, sifilie H^IJeii. 
Dorftiiflpyck {DiSz. Utrechi] $^ 
nuriseldorf IBK. ^1. 

Dbir-g- {BioE. ErmmodJ H>9. 
FtGcheii Ti. 



GftraoiiHweilBr 131* 

Gerre^heini 110. 

Glehn {bei Neum 2f^. 

Gleu€l 3S. 

Cii^uerewicfcerhamin, (Kr- Mfilli«ini 

n, d, R.) ISfl. 
Groenkvridor|r (?>B»be Selg^^adorf. 

I Hai^henburg ^04. 

I HfiMern (Kr. Reee) 212. 

I QABibtug 2»T. 

tf9Ten 190, 
I Ha»um iKr. Qeve, jelai Di^zese 

I youHWr) sea. 

I Herwen (hel ZevcDaaTf DiGz. tJ^ 

rechO 264. 
I Hitfnhrt 245. 

, Kc^enkene^D (?) (ob H5ngen b«l 
AiichtnV) ^7. 
Hota^weii^r 2T1. 
U4illeti (beiRodi]i|^n«Kr. Julich)2(;&. 

■ Hubbclraih 199. 

' Kugert (obHer^forttn bidZQIpich?) 

' 135. 

■ Uiu-uen 15S. 
I 

Imiiieiaili 24(1. 

Ji&lich ]48. 



. Kalticr£tt«rlh CC 



i^^^^-t^Googlc 



1 



114 Lndvi|r Schmits; PrleAlcrnfuhen Kutner Kleriker &, cl.KiLrle etc- 



Eevenbcj^ 33, 503, 

OJn, St. Andreiuf 2, ]], 123, 152. 

— Rl. Apoatoln 175, 
^ St. Brigirtfl aS4. 

— St. Cbriotoph 1&&. 

— St- Cniilbertie, 18ft, 192, 207 (?). 

— Dran 69, 151, 201, 217, 

— St. Gercon 99- 

— St. Jobann 187. 

— St. LflurentU 979, 274- 

— Si. LiBolplii 2ia 

^ St. H&Ha ini K&pitol 33, 20a 

— St, Martin minor 2^. 

— St- Manrinus iss. 

— Si- Michael 2S6, 237, 

— Si. F&ui 263. 

.*- St. Pe*er u. Paul f¥) 202. 

— Si. Bcinddskftpello 63. 

— St. Sevcrin 1G3. 
RorsdienbroiCb 1^ 

LCbl&r 19S. 
LoHbonch 191. 
Ltibeck 115. 

Me(^licleD (bci Antwerp«D) SO. 
Meidericb t^r. Knhrort, jetat DiSau 
Miinster) 3. 

Mt!nd«ii (Kr. Taeilotin, jetzt DtOz- 

P«derbom} 2. 
Minbach tob Mlntard?) 219. 

Mintard 270. 

Uo^enai-ck 211. 

Manheitn 1&8. 

Mucb 70, 286. 

Muddcifihcim [bcl D^cq) 239. 

WiinBtereife! 90, 176, 19H- 

Mflnslermaifftid {Dibz. Trier) 6, 131- 

Koucnhoven (bei Nctus) 061. 
Kenndprf bei St. Vlth 187. 
Kcutefcb (Kr. Marieubui^) ISB, 
NiederpJ^fi 1!?. 

Nif.ukerk fKr. G^dem, j^zt IMfiz> 
Miinatar)? 218, 267. 



Oberbftcbem 154, 
Ober winter lOG- 

Phftoert (?) 2I&. 

lUdev<vrmw«Id 209. 

Rf^i^kliD^HUbfui. 222. 

B«cfat 2^ 

Reefl 88, 9G, 2U&. 

Rheydc 162. 

Rludem (Kr. Clev€) 111. 

Rodeitkirdi^n 64- 

Selgeradorf(?) 132. 
Sl«gbiirf 27T. 
Soest 161. 
St«iiit>lic:heL 2U. 
Stettin 2T6. 
Stildort- 127. 
Stonuoelti 7& 
St. Vith l^. 
Sacbt^Jn, P&rre 1. 

— Sfift Eade 261. 

SUIcn (untergegBiigenrr Ort la Kr. 

Reea, jetrt Pfftrr© l^aeal) 27. 
Surpen? 2b2, 

Udenbrctfa ^16. 

Ulperic^ 205. 

Tira^Q 84, B4, 98, I&9. 

Wachtendonk Klostet Ilwl Jcsa- 
pbat 126. 

— SL SebaatlanakApelle 276. 
Wumnl (Jetzl Nit-dn^lande) 141. 
WanknTD 247- 

Wesel SOS. 

WoRen (Kr. G«1dern) 14& 
Wiflst^ (Kr. Cleve) 286. 
Wotleraheim 164. 

Xanten U, K, €», 79. IB, 7B, 278. 

ZtiJpich 216. 



\y^^.-f^/Gooq^\c 



Maler in der Stadt Ktiln w&hroDd der Jahro 

1487 und 1492. 

Joseph tlrertiig. 

In K^ herrachte gerade wie auderewo am Knde tlea Mittel- 
niters unter der vornehmeren Biirgersehaft ein nsnnlicfaor Wetteifer, 

^e KirchcD mit Bildeni za ecluiilicken, nm Gott in ehfen, den 

^fichfiten za erb&nen and oft genn^ anch, nm sieh eelber zu ^r- 

^Hawigen. Es w&re leichtfortig zn lougnoUf dftsa der religiose Sinn 

der ent© aud tie&te GrtiDd fDr eolclie ScbcnkaugCD gcwcsen ibI, 
^>er die Fortrsits der Stifter, ihre Wftppen oder Hanamarkeu iiiif 
den Bildem weisen doch snch daranf hin, dafie sie nebenbei itircr 

eigenen PereoQ ein ehrende« Aodenken aichem wollten. Kftnnten 
«ir Dor no oh die Niunen der EOimtlOT wie die der Ge^clienk' 
geber! Die grosse Zahl der Bilder lA&st schon vennatheti^ d&w 
«B damals deu Meislern ad Arbeit nud Verdieuat nicbt ^^ehU 

hBtf tUoer Rntm haben Bie ibrea Namen bei der Nachw^t faat 
^r nicht gcbracht- Mag ee Demnth ^wcsen eezn, die nnr Gottea 
mid Beiuer Heiligeu Ebre wolltv^ oder uug e^ ibaeu iu Folge 
handwerkfimfififiigen Betrtel>e6 an kflnBtlerieehem SelbatbcwnsBtBciii 
^feblt haben, eie haben ea znni Aer^er der RnnBtbiBtdriker nnter- 
ItWMfli, ibn;u Nauteu auf das Werk ihrtjr Haud au H«tz«u, Mcrio 

QDd Beine Bearbeiter, Firnienieh-BiGhartz and KenBsen, haben 
nan aUefdings durcb Forschungen im E^tner Arcbiu, besnndera 
tn des9^ SehreioBbaebem, eine Anzah) Namen vim Kanetlem, 
Bowie einige NachriGhten aber ihr Leben gesanimelt^ aber leider 
iBt es nocb fast gar nicbt getnngen, dieae Namen mit den gleieb- 
seii^n Gcmalden in Verbindung zn bringen. Mit Bedauem mtiss 
icb geatehen, daes aneh tcb hierin nioht frdt^ gokommen bin; 



i>^£i.-&rGooglc 



1 



116 JoAepb Graving: 

indess ^Isitbe icb bei meiu^i StadJen liter die religiOsen uad 
bui^erlichen Verh^ttniBee in K4^d wftbrend dcB 15. nod 16. Jabr- 
bonderts doch einige Baneleine ziir Eubmeeballe fOr die rheini^cheA 
KtUwtler gefunden zu baliea, die ich nieht gerne cnbeachtet liegea 
la^en mCchte. Eineraeite babe icb seue Ualer emtdeckt and zn 
bekannl^D Namen neiie Mitlheibingen macbeu kftmeD, ADderseits 
gUube ieh geoUg^^Dd Material gewoDnen za babeD, am mit zieni' 
licher Sieberbeit die Lage deaK^lnerMalcrBtandee mitten in seiner 
zweiteo BlUtbezeit beDrtheileii ku ki^DneD. Ht^ der Stoff nocb eo 
eprDde bcid, &o mrd docb besUdtage aucb vog denen, die ea sich 
ZQr AQftrabe ^enmcbt haben, die Bilder todq ^itbetiacben Stand- 
pankte atiB Kti wtlrdigcD^ fie mil eiii&nder zu vergleicben end in 
beetimmte Klaesen ai gmppiren, der IVertb aolcber arcbivaUacber 
Spezia)fbr8cbnDgen nor nocb Belten rerkannt. Icb babe ee fttr 
ricbtig gebahea, aueb Hobbe Angaben mitziitbeilen, die an sicb 
^aoz nnbedetiteDd eind; vielleicbt bietet gerade eine eolcb ktein- 
Itc^be BemerkQug: Bp&trrcn Foracbern einc Hatidbabe da^, am end- 
licb iDit Sichetbeit Meistei' imd Bilder in die lang ereebcte Ver- 
bindnng za bringen. 

Im Sommer dee Jahrea 1467 \iem der Ratb der Stadt K<lln 
SOT DurcbftlbraDg der Umiage eioer Steuer voit alien (19) Kircb^ 
Bpielen Listai') anfertigen, die Di^t den EigeDtbfimer, Einwobner 
Qi^d Mietbwrrtb jedes eiD^lnen HfitiiM^fl angeben. Kb eJnd noch 
1^ sokber Verzeicbniege iui et^dti^^hen Arcbiv vorbaDden, cfim- 
lii^b die voo &4. Alban, St. Bri^da, 8t. Cbriatopb, St. Jakob, 
St. KoliUDba, St. Konibert, St. Lapas, St. Maiia Abla«9, Klein 
SL Martin, St. Maniitiua, Si. Peter and St Sevemi; die der 
Ubrigeu Biebeu Ffarrei^ eicd al& veHoren za betrachten. 

In den Verzcichniasen von 8t. Rrigida, St- Ghriat^tpb, St. Jakob* 
St. KuQibert, St. LupuB, St Maria Ablate, St- Maurititifl iiod St. 
Se^enn let kein Holer alsaDBosBig bezeiebnet. Das beweist atterdings 
ti(>c\k ntcbt, dass tbats^cblich ^ar keitie Maler dort geivohnt bahen; 
denn id dieseu IJHten iat mcht itutner bei jedent Haase der Ein- 
wobncr mit Namen und Staud genaimt. Da^gen finden ^icb 
Namen ron Malera m den Lieten von 4 Kircbepiclcn. die mi der 



1) Einigft LEsren sinil genau fE;LlJrt, die St. KoluuibHS (foL Sa) voBi 
e. M-ii, Ru B"i^rt<*s (foJ. 2n) vorn 33. Mni Ufrj, St- AlbftiiK (foL 2ft> vom- 
h Jtihi J4@7. 



i>^ii.-&^Googlc 



M&ler tn <tet titftdt K5]n wUhrcntl der Jahre 1467 Tind 1493. IIT 

Hobeatrasse la^n, Alle vier geben mit Sor^alt die H&UBbeeitz^ 
«]i, i^cr betrcffa dcr Miether mochea sicciucngroBseQ Uuterechied. 
Die voD St, Kolnmha nennt die Eiowohuer §;ewObtt]icb uiclit, 
weim Bie nicbt zug-leich BcBitzer ihies HaneeB eicd, gibt aber 

Xfobl bci den 2AD3hiLaBCTn die HChc dcr Micthe fta^ ^- MftrtiD iet 
Ton zweten id Tersehiedener Weise bearbeitet wordeu; der eitie 
Termerkte mie gi-osflerer Re^lmiLftngkeit a]g der andere den Eigen- 
thUnivr, BcTTohncr nnd Nutztmgewcrth der einzelDeu HanaeT^). Der 
Scbreiber ron St. Peter nmeht diese ADg&ben bd f&at alien H&d- 
eem. Bei St Alban esdlicb Bind fvir in d^ beftondeni gl&ck- 

licLcn Lfig^, auaBGr cincr Liatc vom Jahrc 1-487^ die la^ nDr 

EigeDthtii&er and Mi^wertb angibt, nocAi due zweite^ f ortrcfflich 
ADgelegte Liate toid Jahre 149S za beutz«^ worin die E^^en* 
tbilmer, Mietber, HniiBinietbeii, FAhnei&Aen and dieZ&bl d«r Gcbom- 

«teine alJer Hfinser w>rgf^Uig aD^eecbriebeii sind> Die eine er- 
gftnzt die andere, nnd beide zasaniBieD gewAbren einen znver 

JJljMigen Rinblick in diB I'»ge der BeT^kemug ditiSCs TDrTjehmeD 

KircbspielB. Der KUrze balber nenne icb die Liste von St. Albim 
M& dem J. 1487 L. I, jene von 1492 L. U')- 

In dieseo 5 Listen hi iiati cine bemerkecswertbe Zabl von 
yialem (meler, in^der, meylre) erw&hnt, 

Bcginnen wir bei Atn mit ciDander Terbandcnen Hftn&cni znxa 

Aldt^ Gi'jD and Klein Earbnokel^ die vcm 1444; bb etfta 1450 
den bedeatendaten Meiater der altk^macben Maleracbnle, Stephnn 
Lochni^, heherbergi haben, Dort wohnte im J, 1487 Meiater Arnt 
vuii Metumiui^eu, der Sobn deit Mulera Htuw wii HemiLiiUf^eij. 
Wcgen dcH Titcls „MeiBler^ bat man vcrmodiel, daes Arnt aieh 



Ij Der eine der beldeit Schrelber, Heinricb Scpyer, macbt nuf 
foL iDb die nicht selir bolle^ialiBcbe Eemerkim^: Nota: Dese hdd^chdb 
van a. Mertyas Uerspel ib dorcb tjti&a eeel orereieu, want men Bich 
iiyet dnrnyfl xeachtea eti kan. 

2) IMe^neeeQ eiad in fleii Liaten meJst jucht auge^eben; dennoch 
lllflst dlch die Lage der hier In Fmge kommendlen Hfiuser mit Sicber< 
lieit f^HlHtHleii- Fm wiirdc zu weit rilhroQ, meirLU An^abna im EtczfllDPH 
-KM b^welBeiL Bci ^ AlbAu rausatcu tibcrdiea ^ic Htiaaor der eincn 
Uate in der ondem anfgoetLCbt werden. Dem Herrn 8tftdtarchhHr 
Dr. KeUifsen spreche Jdi flir seine aiugeselchitele and liebenswiirdige 
liilfe meinen herslLchen Dank aus. Dabs die zweice Li^ie von St. Albaa 
im J. 1492 ^eM'hneben ist, fterde ich bei einer »pfit«ren Bearbeituog' 
der bdden LiMea di€Be« Kurchapieb bevreLsw. 



i>34i.i.-&rGoOglc 



116 .1oB«ph Orcviagi 

der EniiBt BCiDesVatera befleieaigt h&be^). L^er Ja^enniLB bier 
bfdde LifiteD von St. Alban tm Stich; L. I n^Qt ihn Ancfa UoflS 
Meister, wAhrend L. II iho gar nicht mehr erwthnt. DunolB war 
Arat wabrscheiolich ecbcw gestorbeB, Bicberiich aber wohnte er 

□if^ht mefar im elterlichen Hauee. Statt Bern^r lebt& im Aldea. 
Giyn dn ebemsli^er Kaplan namena Heinricbj wuhrend Klein 
Karbmikel leer stand. Im J> 1487 wird Arat ah Ki^enthOm^r 
hddei- HAnser hezeinhnf^t, obwohl er nnr <^D FBnftel daron beaaas, 
wfllirend die. Ubri^^D vier Ftttiftel dem Prot^motar Edmund Frant 
ond deHseoFraii Barbara gehflrteo, die eioe Tocliter dea Haaa von 
Mpmniin^n BTid ^dc^ f^.hwpAlf^r Amte war: 14d1 wprdes EdmDDd 
Frnut luod aehie Miterben aJs EigentbUnier genannt 1u den 
J. 1508 uud ld09 veHtanfte Johann Fnmt, d^ Sohn jenes Ed*^ 
ntuDcl, beide HAnser, diA ei- in «eiiKr H^ad vernni^ hatte, mo^ 
den Malcr Jobaoc Vo68s and de&een Ebefran M&rgaretba '). 

VielleLcbt ist dieser Haler, der zwiacben 1533 nnd 1557 gc- 
Btorbei? sein mum, ideDtisclk oder verw&odt mit dem Maler Jobnoni 

Voyss, dCT 1492 ftr 10 oberl. Gulden rIb Mietha: einca HanBea. 
an^ftlbTt wird, daa an der Ostaeite der Hi^estrafAe KwiacheD 
Hoble nod Obenmarvpforten leg nnd d«m Tli0»ia vov Bachantch 
nnd aeiuer £befraii Stina ^diOrte'}- Ob Voyse Bcbou im Jahre 
1487 di9t% gewofcnt hat, Ifiast eicb nicbt festelellen. Wahr»cb«^n- 
licb hi er dttreh seine Knnat an aolcbem WohlBtsnde geUtigi^ 
daaa er nacliljer jeoe beiden Hanaer vtm Jobann Frmit ankaafea 
konnte. 



1) J, J. Herto, KblnJsche KCiiiHtlRr Jn alter und neoer Zeit, nea 
bearbeitct von E. FIrmenicb-Richfttts unber Mltwid^ULi^r von H. 

^ AlbaoH L. 1 tbl. 4a Hr. 91 ^bt fn eioem Nachtra^ den Mietb- 
werth b«hter BKuseT nnf 21 OL nil. Xach L. il foL la Nr. S betru^ 
der ZiikH flit dec Alden Gryn 14 oberi. Gl. A 4 Mark, fflr Klein Kar- 
bunkcl 7 cberl 01.; jeues Hans hatte 2« dleaes 1 flcbornBtem. Eiii 
dQrcb[jtri(;hener Vernierk anf foL 22b ^ibt die Fahrretiie flir betde Bnf 
10 beseheidene Gulden an; lib*r die^e L*st s. Serin. AJbaai Senb. 1491, 
1&0&_ 1&»: vf^ Aorh M^rlo ATS f . 

8) Nadi Albans L. II fel. 8a Nr. 66 batte A&» Hans S echoeren- 
sleyn mjt eyme Fuyeketgen ici eynmo der vures. schoeFensleyn g'haycda- 
Laat ALbQiLs L. 1 Tol. &a Nr. l26 ^horte daasdbe Knus 14^7 dem Hen- 
nch Sohroeder uuder Df-acht^DpoTii^en. Oem etii ungenamtier Hieiliar 
9 GI. ZiiiK gal). Ueber Vobhs r Merlo 901 f. 



U^g4£i.-&^GOOglC 



Malfir in der Stadt Kciln irKtireBd der Jabre I4ST und 1492. 119 

Dae zweite Hfiiie ndrdlicb ron der Wohtmn^, die Joh&no 

HohestrasBe D&be bei Obemn&rBpforten lag, wird ca doeh im 
ScbreiD als ftzoin BDiesgjn in der Scbildcr^aaeeti gelegeo^ be- 

zeifthnet. M&o TCistand nUmlich daicAlft nnter Schildergasse uicht 
blofls diejenige Strasee, die famte so genannt ^irdy aondem Auch 
einen Theil der jetz^n Hobe^traBse. Am 38. November 1488 

war jenen IlaiiB voa eineui Maler CIrih StODltze oitd sdner Pran 
BlftzgyD (Blitbilde) vigekanft word^, and id der Liste von 1487 
findea vrir d«n Clais SuAiz ooch im Hoesgeii a1» Eigentbfltner 

wolmcfi. loi J. 1492 war cr nSf^t mcfar mn Licbou^ dnioa1« 

elaad st^a^ Wittwe das EigeDthnDi an detn RaoBe za^ nnd sein 
8abn Cbiistian Stoltz, der sicb d^ BildbaoefkunBt gewidmet hatte, 
wohntc dort amstHiat, Daa Hautf ka.l,te 2 Bclu>ra«t«Ine, tvurd aaf 

GineE Nuttungewertb vou 12 Galden ge«cbfttzt and war fret von 
jcdetn FabrzLDs. Am 30. Jannar 1506 ward Metegis, die einzige 
Toctiter de« Ma1t:o4 Cl^», die a'aAt lulL Ttbimiui Boichuultz vereLeLiuht 

batte, aa dae eltertiehe Haus angeBCbrmnt; die Matter gab ibre 
£i]]wiUigiiiig dazo, beJiidt »ch aber die Leibznebt vor^). 

Nocb eiu zweiter Muler iiamtsnflClaiH, vtm dem man biflUei" 

niehte gcwasBt bat, wirkte gldcbzeitjg m KQ\n, Oder wcr glanbt 
ibn mil je^em Claie identifuiren zn kfinnen, voa dran Juan nicbt 
nit^r £11 sagi^ wciHs, ahi flauH er aui 22. Sept^aber 1453 »ei]i 
Te«tamrait gemadit bat?^ Unser Claie wohote 1492 — vidleiebt 
aoch BcboD 148T — anf der West«eite der Martinstrasee zwiscben 
der Eltiiueu Sandkaol and FipiDstraBBe and zwar KwiBcbea den 
Haosem Snc^etibfTgr nnd aur Hcllcn. Der vid^faeD Haas- 
hf^tteria Gretbcben von d^ Bnrg labile ei' fAr seine Wc^tuuag^ 
10 oberL Galden Miethe*). 



1) AlbATiG J-, 1 fol. tb Nr. IQB, I- H fot, 8b Nr. TO. Stt^lts beaaes 
bis 1476 RTu^ elne Haifte dee HauBea ,flOva Turne. gclegeo la der 
Si^hilderg'aiweo'' iSvrin. Albanl VloltadiilT MT&), daH, wte men sns AlttacLS 
L, n fol fib Nr, 60 and 61 erkennen ViatiJi, an der OaiBeke der HobB- 
fitrasee zTrtetiEieii UohJe and Hnr^^hofchen, der hentigen tichildcrj^^neHe 
g^genLber, lag. Audi der Thntl der Hohestrassi^ zwtachen SchJlder- 
^aaso and HiaoritenfitiftBE^e hleee damale Schildergasse; vgl. uoten S, 97. 
(Jeb^r Stonltze s. such 7tf«rtD P&8. 

2) Merle 1S7. 

8) Nach Albane L. IT ToK Sa Nr. IS baUe dew Baas 2 Schoni' 



U^5r££i.^^SrGOOglC 



ISO Joseph Grevi&gri 

Acf der SQd^eite von Ob«nmarepforten zwischca Hohestrasse 
Qttd OnUchflplat?, — die Mi^epforteug&dBe bestand damala nocli 
niclit — bt i49£^ tiad vicllcicht anch Bcbon 1487 der Maler Liucas 
aiiB^esig: geweaen. Ei' h&tte sein Hans fllr 18 'rheiuische Guldi^ 
von Dietrii^ vod Schiederich gemiethet*). 

[}twais n&hcT itun fiheine fail], abor oaf deraelbeo BlfAsecn- 
seite wie LoeaSj wohote im J. 1487 der Maler Ulricfa im Hmn^ 
zovi (EteiueD) HoDt^yn; trotzdcm ee ein Btattlichee GebAade nut 
5 BchoroBteineii war, verlf-ngte Beiu Miethslti^n' Jtrhnun v&n den 
Beveu nur J 8 sog. Hatie^uldf n '>. Ulricfa muaa in gotec Verfafilt- 
niBsen gelebt baben; id dem^lbeu Jnhre bexeichnet die Liate von 

Bi. CbriQtoph 4 IlikiiDcr aut dcr FHcHCnQtrotwc (uj^bi; bc4 tirrr 

St Apemstrafise) anedrllcklich als aetn Eig-enthnm, and vielleicht 
bee&aa ei' d&mals aQ«^ nocb lueLrere andere'). Im J< 1492 stand 

Ulricbs Wobnung anf ObenmfirBpforlen leerj er luass ftSao vorber 

verzogen oder gestorbei] seiD. 

Auf do* Martiuetraese mtttcn zwischen deo H&neerD zo dem 

Woeneubofcli uud W3 dem Verijcubvreb nobnie 1497 eiti M«i»tt^ 

Lambert Er iel der eiiusige M»ler, der eieb in der Pfarre Kldn 



steino: L. I fol. 9* Kr. QQ eagt in einem EiniiehicbBel nur; Dio«h »yp 
hottflch, gelt zynta 8 gl. 

1) Albaiifi L. IT loL da Nr/T6 gibt bd dem Haaue 2 Bchdmaieme 
an; L. I foL 6b Nr. 135 nenat ebenM* den Junker Dietrich ale Eig'eu- 
thUmer, ver»chwel^ abet ilen Namen des 14 KanfmaansguJden znhlen- 
den Miethera. Dp-r KanfiDaDDB^ldec wai'd damsla ebeneo wie der 
rhetnische Gulden gteich 3 Hark B bchilLi&^eDt der oberlMndisthe Gulden 
ader Guldeji fichlechthin ^lejcb 4 Mark i^eret^nei. VgtL Albans L. II 
N*_ H B5, M. 85. dS. I&+. 

2) Albans L. I foL bb Nr. 140, L, U foL 9b Nr 83. 

3) tu der Ll&te von SLChristoph fol 4a Nr.S40—343 wjrd Ufrieb 
Mvler hIh Eigviitliilnier vun 5 K4u4urii bHKeSi^liuei, von deuei:! «r ln»- 
g'eeHramt itur 2& Mnrk bnzog, wtLhi-end eic vlerleA, eia Bar.hbaub, »uf 
3 GJ. NntsongawcHh rcranschlagt war, aber leer stand- Laut deraelbcn 
Uete fei 2a Nr- 13^—139 war ^om Hnat^en, boven Marporzen anch 
iMi Beeltee von 4 Hftn^ern auf der aildliehen Seite den Alten Grabe&d 
van ,ie 6 Mark Hlethwcfth: in der Kii]iFer^afi£e le^ii nach der Llsre 
voit S<. Kotuniba' foL Gh Nr. 1S7 2H&iuer von je 10 Mark Zina, die der 
rrouire tjuim Huntx^^n bcvcc MArportiscD g-chortoc. Aaf ObcUEaaTO- 
pforten befanden flleh nebcnetnander £ Hfiuser zom Hnnlg-jT] (elnes mit 
detn Zuaatat aora Kle>-nen H.i vgl Albans L. 1 fol. 5b Nr. 139—140, 
L. II fial.&b Nt,82— 83), Wer nnn nnier jener vronwe tzom Hnntgen zu 
Tersteben ist, bleibt Bweifelhait; vietleitht iat die Fran [Jlrichfl g-emeidt- 



i>^£i.-&rGooglc 



H«ier ia der £>Udt K^tn wKbrend ^er Jftbre 14U7 and IIW, 121 

lit- Mmttii QRcbweiiieD tfiutt. Ads dem n&chlasnig verfasBten 
swcitcn Theilc dcr Listc diesee Eirch^pieJB kanti man nicht init 
Stcherfaeit ^krainen^ ob er Ei^cnthflmei (kIct imr Mieth^r Beinea 
Wobnbanfies gew€B^ iBt^); ea scbeint aber^ dagg der betieffende 
Scbrcibcr den Bcwohut^ cince Hanaee dort^ wo er ihn oicLt aoB- 
drflckljeh alB Hiether bratelcbnet itud ueb^ deio EigentliUmer 
nenuti anch aIb Beeitzer dee Hans^ anfgcfaset wisseii will. Far 

den Rath war es die HAUpteache, den Etgentbfluter nud Nutznti^ 
vftfth eiDCA jeden Hanees fe^snstelleD, dcebalb gebeii emzelne 
linttn grnndaMtzltch fast imr die Namen der Beftitzer an. Man 

vrird dfLnuu . jcncn Lambcirt anch ala Gigenbtflnicr mujchincn 

dlirfen. In der KdLner Knnat^eHcbicbte iat bekanitt, daaa ein 
Haler Lambert van Lu^tge (Lfltticb) 149] Kwei DriLtd dee H&uaea 
zniD Saale iti der 8childKrgaa^ aln Ldb^uichl enipfnngen hat, and 

dass ein Maler Lambert in den J. 1500 — 1506 von der Stadt 
^ftere ndl kleinen AaftL-ftgen betram worden iet*), Vidleicbt be- 

zjehen ucb dtese NacbnchtcD aof etDe emzige Person, nnscrit 
Meister Lambert; denn dieser Vomame gebOrte damals nicht sa 
den gebrEnchljcb^teo, vrie inaa ana den Lieten erkeunt. 

Andera veib&U ea eich mil deui Kameu JoLmui. Auaser 

dem bereite envahnten Johann Voyes gab ca in jener Zeit noch 
mehrere Tr&^er deaaelben VtMnamena, die Palette nnd Piuiiel ffibrten. 
Eiuer v4iii ifau^n wobutd 1487 tu dcr PfHiro SK- EoluEuba 
avf der We«tsettedCTHc^eHtra4sev.wl»Ghe]iMinoriten- nnd Briick^i- 
gtra^se tuiil zwar sUdlich rom Haase Salmanach; altem Spracb- 
gebntii^be gemil^ win! er deimoub als f,Ji»hanii Meylre in der 

&cbyLder|;aaeen" bezeicbnet^}- Sein WobuhauB and das dareben 
liegende Salmao&cb^ das ibm 9 Golden an ^^ie^le einbrACbtej ^- 
hOrten ibm zn elgen*). Ein anderer Jobaim mit dem Famili^i- 
namcn Wyn bewohnte gleichfalls Bein eigencs Hans, dae aaf der 
SfldKeite der henti^en Sehildergaene jfiwiHcben Hohestro^ee nnd Vor 
St. A^tba la^; allerdln^ mnBSie er davtm etnen Fahrzins \*>n 
£0*/^ Hark entrichten, besABS abcr in dcreelbcn Strassi: nocb ein 



1) Litite voD Klein St. Martin fol. Us, S. ThoiL Nr. 180. VergJ. oben 
S' 1 1T nebEt Anm. L 

S) Hiertiber 0. Merlo 561 f. 

3i) Ygl. oben S. IIS nnd A&m. L 

4) UeTe von St. Korumba fol. 16b Nr. 5J]. 



i>^£i.-&^Googlc 



122 Jofleph Grevingi 

/wGiteH HanH — dns vierte wcatUcb voit dem Wohnbfiuec — and 
bezog dafflr jftbrlich 24 Mark an Hiethe vom Steinmetz Anton*), 

Gin^ man ron Jobamt Wyn &iib zm Hohedtraasc bm, 89 
kAiii ina.li an dersdben Seite der Sctiildergasee oocb an zwei 
aD<1ereii Malern vorbei. Im 5, Hause CBllich von Wyn lebte der 
Maler Bftfifi ala EigcDtflmer seiner WofatiDng, musate aber 6 Mar): 
Patrrent© davon zahleu*). 

D&neben bewohntd Johann von Duren (Doren) fftr eicb 
allein gogar ti HAueer. Das erste gchGrte eciner Mnttcr, der er dafOr 
24 Maik Miethe gab; dae zweite war ailenlin^ aein Eigeutham, aber 
iQJt der grosften Suounc von 40 M^ Fahrrentc bolastef). Johann 
von Daren wirH zwar m der Liate von tit feter oicbt aUBdrncb- 
hcb ate Haler beseichnet^ aber eg nnterlicgt doch keinciu Zweifi^, 
da^ er mit dem in d^ KnnBtgcschicbte bekannten Jobann von 
UUren dem AJtf^ (im Begensatz %n dent Jdngeren) ideutiecb iai. 
DieHer tatte nUmlicb am 4. Jannar 1474 dn Haaa in der Schtlder- 
gasBC angekaoft, daa in der N&he dea Haneee der Kicbmodia vom 
Thnruie lag Dud ana dem Nachlaene den MalerH Pet^r vo» NQr* 
venieh hHTUlirte; ea war wohl daBgelbe Haae, worin er 1487 
als EigenthGmer wobnte< Dip, BeDUtznng zweier H^necr ron 
aolchem Werthe Ifiagt venuatben, dass es ibm an Auftrfigeii nrcbt 
gefeUt hat; ja er brachte &a idq LanEe der Jabre eowdt, daas er 
Eoch inebrera audere H&neer dazu erwcrbcn konnte. Von seinem 
Aiwebei] UQler den iStandesgenossen zeugt afieh der TJmt^t&Dd, 
(la«a er 1489 von d^ Maler/nuft in den Rath der Rtadt entsaodt 
wurde. Kiiiderlos «chied erKwisch^ dem 26, Jaui und dem 18. 
Aaguat 1495 aiig dem Lebeu*). 

Ganz nahe bd dem Haosc des Jobann von DQren, nebcn 



1) LUl« von Sc- P«lcr t'oL tOa Nr> 634: Item ThoniB Bteynnioteor 
gift, ic zyiifts 2i marc, dat baiirBH yfi dee meleT ben^veo Btedderswich, 

ncryt, da bee yn ivonu An der etnen SeJte ivohnt neben Uun Sryn 
C= QcLkin) Metzmecher (Nr. 586), an der andem \st Jobann Wyn syn 
hciBB, yilt fair 20*/j mare {Nr. 638}, danc folgeu *in KiBtecmaeher nnd 
ein Schnhniftcii«r iNr. Q3B f.)- Her m^er bcnereti Bledderswicli knuit 
ateo nor Jchaun Wyn aeiri- 

2) U«i* von S^ Peler fol lOb Nr. 543. 

3) Liete von St. Peter Fol 10b Nr. 544, ^5. 

4) MerJo SOTf. 



l>^g4^.-&^GOO<^IC 



Maler in d^r Stedt SiSlu wtthr^nd der JAhre 14BT and 1492. 123 

dem Eck dor Scbilderg&ase nnd Hobestrasse, ]&g ein Hane^ das 

1467 eimm Maler GorbiH gehffrrte, nod on Claie von And^n&ch 
Air 52 Mark venDietbet v/&r^), G g<hrt BeTber wobnte anf der 
BdrdlichfiD gcito d^ Schifdergaase Deben Acm Hanae ^es Vogls 

vOD BuHchbetlr der die cbaittl^^ft imnvdo TlGncAimi Ennart be- 

B&SB. Der genflnnte Msler bezo^ femer 8 Golden Micthe aoB 
deuL TveBtlich ueben eeraef Wohnnng gekgcncti Zinahause^ Uo8W 
Goil&rt iet identiBch mit dcm bekaimtcD Godart fintgj'n. Vod 
dieftctu beriuhtcn die Schreinsbllcher, dass ^ am 17. September 
1463 HCJn WobnhaDS nebeD KDeiart und ani 6. Mai 148.S mit 

seiner Fran rctcnw (PctroneUB) da« HtMa %ttut Sfutle iu d«r 

ScLiMergHfse erwcvben hat- letzteres iet wobl daa an Claia vem 
Andt^maeh verliehene Zinahnns^. Godart iat zwiftcbeii dran 19. 
December 1469 uod dent 14. Mai 1493 f^UfrbuD*). 

Ant der HdieatraBae awiecben ScbildergaBae mid BJindfrara^ 
nobnte 14*j7 der Maler Peler in eineDi ibm zugebftrigen, abcr 
roil 9 Gnldeu Fabrrente bescbwerlei] Hanse^)- Kaeh deut 8i;bfeli»»- 
bticbe, worin er Peter Aide von Arwyire genornt wild, batte er 
am 2^- September 14S4 „defi Wysen buyss'^ crworben, das neben 
^des Swanzen hnyae" in der RicbiTuig znr Hoebpforte lag, £b 
wird daa^lbo eein, w<»in cr nocb drei Jabre epftter WDbnte. ^eia 
Tod F^lt in die Zeit zwiacben deni 18. August 1503 uad 2. No- 
vember 1604*). 

Id der Kfinimergaaee lebte endlicb noch eine Drnytgin 
Meiers, die nacb dem Sprachgebrancbe der LiBien von 1487 fflr die 
Wittweodei allenfalla anci) fur dieXocbter cinesMalCTfl, nicbt aber 
far eine selbsUlndige Malerin tn balten let; Bie /ahlte von ibrMH 
Hftugeheu 10 Mark Mietbe an Jobauu Sudemianu ')- Ein TboniB 



1) lAeit TOQ St. PGtcr fol. 10b Nr. M<. 

3) Ufit« vt>n St. Kolnniba foL 17 b Nr, ^5. 

3) ClalM wohDf« In der Pfarte St, Pvcer, ilarum r4«ht Pr Iti 4ler«n 
iJKte Nr. MfL Das Haar< snm Saate tag auf der SUdaelte der Sthildei^ 
gHssBj deou der Ankauf Godajrta iat in Bcdn- Petri Clipeatorum 146$ 
dnj^ctragen- 1491 erhiett Maler Lambert von Lilttlch Va dieeea HaBE4>3 
■b Leibzacht: vgL Scria. Petri CUp. U9I imd ob&n S. 121, 

4k Merle 154 f. 

&) Uete Tor St, Peter foL 10b Uu 5&9: Item Peter Meier huyss 
sUt 9 ffi. Mr. 

in Merle 37 f. 

7} Li^e von St. P«4«r fiftl. Sa Nf, 2€. Merle 171 f. erkliirt eind 



u^^ii^'t^GoOglc 



121 JoAcplk Ornvlu^: 

J^Iol^, der dn Hana m dcrsclben Gasse fUr 12 Mark gemiethcl 

hattt?'), Hcheint nicht ein Maler (ein solcher wird in keiner TAMe 

^Moler^ gecannOi Bondem ein Htller geirceen zu aeb* 

Wu-fra wir nan einen RllckbLick and vereucben vrir ans 

LaHi^eit dee M&teiialB erkubt iet In den Lieten Ton zttOU 
Kirchapielen aub dem J. 1487 nnd in einer zweitett Liete von 
St. Albiin AQs t]efn J. 149^ fiLden ai(*li, abgegetieii von Meiater 

Amt, de^een Tbfttigkeit hIs Mnler aich nicbt nacbweiseTi las«t, 
£wOlf Nanieo von Mfiimem, die ofatie ZweitvH dem Malerstande 

jan^hf^rT baben. V«ti rlipsep WAfcn neoba (Claia, Lrpab, Ulrieb, 

Johans id dcr SchyldergosBe, JdIieuid Wyn and Hans) bisher voU- 
^tiiudig QubckanDt; dagegen kocnten vier (CUis StolbA, Jobann 

von Dufcd, Godart mid Peter) mit Gewissbeit nnd zwei (Jobann 

Voyse und Lawbert) mil mebr Oder minder Wahr&cbeinlichkeit 
jiIb solche bezeichBCt werdeu, die in Kfiluh KnDHt^e§cbichte bereits 
einen NiuneD eritatgi battsD- Aneeer iineeni sAWJllf oder *— falle 
^ie in den Liaten von 1487 crw&hntcn Johann VoyBs nnd Lainbert 
jiitt den bet Meiio vorkommenden Jobaiin Voese and Lambeit von 
Lnttiob nidit identiaob etnd — vier^ehn Malern gibt ea keincn 
jDchr, van dem man bia jetzt nacbweiaen k^nte, daae er ftich 
1467 iider 1492 in Kob anf^halten hat. Dieae Tbataache \egi 
die Vermuthnng pahe, dags in KoId dauiAle keii>e anderen oder 
Dtir vrenige mebr ala die oben genannten am Leben nnd in Tbatig- 
kcit ^-cwcaen aind. 

AUerdiDgs eiDd ja niobt alle Liaten der gan^en Stadt er- 
btdten, uiid nncb die^ weli'be auf unBere Tagu gekommen sind, 
lieunec nicbt sanimtlicbe Einwobner ihrer KirebspLele. Waa die 
Listen der am meieteu in Frn^e kommenden Pforreu aogebt, derer 
niiiiiicb, die an der nScbildergaase" im alien Sinne lagen, ao tfl^ 
die von St. Kolomba f^cbten, dasa der eine oder andere Maler, 
^GT nicbt HauacigentbUmcr war, dber^angcn worden lot; bei deo 
Listen der in .SL Alban nnd St. Peter Wobnenden ist dieae Gefnlir 
Kicadicb auBgeacbloBaen '). 

Coliunbii Mi'Jerscbe luF fine Mslerin: ^e wird nur die Wittwe einesMalers 
^ewesen aein, denn Bpuren vor efner Ausiibung der MaletiLimBt durcb 
Frau*rDh«nd baben siob In KUln bl« jetzt ahihi gr^unilen. 

I) Liflti^ TOn iSt Peter foL 7a Nr. 337. 

3} Xgl obcn 5. 116 f. betreff^ d«s VVcrthes der Ueton. 



l>^5r££i.-&rGOOglC 



M&ler m dar Stull K6I11 wHfarezid d«r Jabre tl&T and 1493. I2& 

Dae iat obne Zvreifel kein Znrall nnd narlidrllcklicher Be- 
toDOD^ wertlij duiM diu Maler uuuL uiil Eude dm 15. Jithrhuuderl& 

ihrc Wohneitee mil Vorliebe in der n&ch ibncn benannteii ^Schilder- 
gasae'^ (d. h> id 4tT jet7,igen Schilder^asse and zmn'Theil Auch 
HoheetTasBe) oder weui^teim ia dertu nai^heten Ntu^bbarHt^huft 
aufgcschlfi^n haben. Vou den awDlfen wohnien Tier in der 
benttgen Schildergnsse, Tier in der Iloheetrae^e, %we\ aof Oben- 
mBTflpfoTten, awei in der MartinBtraBse. Ferner bezogen 8tepbaiT 
LocbaeTr H&na nnd Amt ron Meinmiugen, sowie Joli&nu Voesa naeh 
einander dn nnd dieselbc Wohnnng anF dein Qnatterm&rkt. 

Hftcb Kircbsplelen ^eordnet enitiUlen rgn oltlj^s swolf Maleru 
flmf anf St. Alban, ™r anf Si. Peter, awei asf St. Kolonibe, 
einer ^of Klein St, Martin. In den Ffarreien 8t. BngidaT St. 
Ctaristopb, St Jnhob^ St. Knnlbert, St. Lupne^ Sr. Mftr»a AblaEs, 
St. Rfaitritii^ otid St. Severtn babe ieb ancb niobt einen Maler 
wolmend gefhuden. Zieben wir die sieben Kirchspiele in Betrucbt, 
deren Listen nns fehJ^i, so dai'f man mit KUcksicb^ auf die Eiit- 
ieraung; vou dt-j sonnt bei den Malem bi^liebteii G-egend wobl niit 
einigeoi Recbte anDebroen, d&B8 eieh in 8t. ApoEtelnVi St. JDhflnn 
Baptist nnd Ernn^liHtj St Maria in LyHkirchen nod im Pesch^ 
endlich ancb in 8f. Vaal keine bfaler nieder^latwen bfttten; eher 
ware dies id St Lanrene naCgltcfa ^wesen. 

Wae nun die BesitzverhiLlhnBae jener ^wOlf KOnstler angeht, 
so scheinen unsere Listen ancb hieHlber ctnigen Aufscblose ed ge- 
vv&hren. Sieben oder acbt wohnten ant«' ibrem ei^ncn Daobe, 
ja 7.wei von dieoen bcBaenen nncb eines ndcr niebrere ZumhaiiHcrr 
au8 den^^n sie Miethe xogen; dageg^en mnasten vier andere aus 
ihnen eine Fahrrente ron ihrem Eigeititbnm zahlen. Zm' Mietbe 
wohnten Tier Maler, nnd ?:war in aneehnlichen HKusf^rn^ sn da^ eie 
10 biK 18 Gulden entHcbteten; ^ner vc« diesen irar aber selber 
EigenthUnier t<hi ein^ Anzabl kleinerer Hjtuser, Aneh die Ans- 
ifl^f die Merlo ans den SchreinHakten gemacbt bat &nd die 
den Ankauf von HeLnsem dnrch ClaiB Stultx, Godart Biit^yn, 
Johann von Dtlren, Peter Aide von Aiwylre, Johann Vo(^ be- 
trcJfen, zeigen, dasa diese Maler m Lt»\fe der Zeit ivohlbahcndcr 
geworden aind. 

Ij Johaun van Coelne besH«« vou 1461—1415 rin Hhuh auf der 
Ehri>ii&cms8t- iM«rto ITI) ; dnss vx dort ^ewohui hnbe. kaiiu mau niclit 

hehauptcn. 



if^ii^-t^Googlc 



ISO Joseph Grevins^ 

Aoch die Zahl der Schorneteme, die bei den Wohntiiigen 
der 149S im Eirchapiele ^t. Aib&D Bngesessenen MaJer vermerkt 
iBt, kann als B«stftti^^img von deren gUiiBtif^^ii wirthscliaftliclien 
La^ angeficben werden* Die meieten KCilnei H&dbcf vntreQ klein 
and batten nnr wenig^e EA&me. Ira J. 158§ batttt mehr 0I6 eiik 

Diittel aller Hftnser niir J Herd, un^lthr ein Viertel 3 nnd mebr 
Herde'). Ein Jahrhnndert vorher werden die Wohnun^verhfilt- 

niMHe lEiE^her Tt\cht hensier i^eweaen sein. Hie Ijtfiteti vnn 1487 nud 
1492 zeigeo, da^a dainalg St. AUian '/a den reicheteu KircfaHpielen 
gebOrte D»d Hebr viele prftelLtigG HAnser ziLhtte. Im DarchBchnitt 
kaine!! nat'ti nifniiAn RAi¥j*hTiiingen im .T. 1492 m Hi. Alhan H bin 
2 SchoruHtelne anf jede« Haas. Voii den fQaf Mftlem in St Alb&n 
hewohni^ nnr einei' (Ulrich) ein Haas iiiit 5 SchoraBteineo^ drei 
(ClitJ« Stolb^, C\»K, Lucas) soldie mit 2, «in^ (Jobann Voyaa) 
ein Bolches mit 2 ScbcHiieteincn end I nFuycfcolgcn'* (= Bohr, 
daB in eineD SehonmteiD mflndet?), nnd — dies sei hiDKngeffl^ 
— Meister Arots altbernbmte Mftlerwotutiuig auf d«n Quattvr- 
maHttc x&hitc 3 SchomBteine '). Eb wohnt^n deo damale die 
Maler vcm. St. Albaii in stJt^br^ H&nBem, die selbflt iu dieBetn vor- 
nebnieD Kirebapiel waul^teiis zn deueD nuttlei'^ Grdast^ gehCrteD. 

Yer^rleicTit inan die Verh^dtniese der KDlner Maler Uberbfinpt mit 
denen der flbrigen Rer^lkerang BUmmtlicb^ 12 RirchB]nele^ deren 
Listen aim erbaiten HiDd, so nmsH man ibneu uobediogt einen 
Platz HBter den gEt aitairten KlaBsen zuerkennen'), 

Der UmBtand endlicb, dasB einige Haler, wie z- B- einer- 
seite Si^pbau Locbner, HauB vtm Mennmngea nnd Jobann Voese* 
uidenjcits Fetcr von Ntirvenicb nnd Jobann von Dflron racb eirander 
dn deniselbai Hatme gelebt baben, berechtigt in dein ScblQijije^ 
-dasB dieee Wobnnngen fur ihrc Arbeit beeondei-d paaeend, alao mit 
Bilnnaen rcrseheii wnren, die ftich %n AteUera eigneten. Wenn 
nicbt bei alien oben genannten Malern, so tabtm wir docb nu- 
xwdfelbafc b«i dJeaeD an EllDBtler imd niebt an gewobnliche An- 



1) Vfcl R. Bnack, Dia BevalUeran^aafthl dfur Stadt Kbln, in ^Bet- 
trtigc ^ur GeaehichtA vcmcbmUch Kb]c£ und der BheinJaode^ ama 80. 

'Qeboitstag^ Gnsiav vun MevEsseiid dnrgebrai^t von dem Arcblv der 
Stndt Knlti", K5]|| 1895, a 321. 

2) \gl obpn die Ang-abeo bel den betr^fftiiLdeii Malertj. 

SI I'tuaucieB wird sLch mxs xnelner Be^ubeltniis der titeaerlisteb 



if^M.-&rGooglc 



J 



Malct ic der Stadt EblQ wtthrend der J&bre 1187 nnd 1499. 1^ 

streicber zu dettkeu. AtlerdiogB ^itdct filch ia sammtTii^hen Liateit 
trots eiiier ^rosBen Hanm^lti^keit voq Benifsbezeichnim^a t^n 
dem facQtigeii Anstreicheretande entaprecbender Anadmck. Der 
fkuod wird nolil d&Ha He^auj dB»a eB damale Oberhanpt nocb 
niebt zur Bildnng eincB Bolchcn SUndes gekommen war and auoh 
noch nicht komnten ktini^, weil jeiie Zeit im Allg^Qemen aebr 
^iiDge Anfordenm^D in Beanie oitf die AusactmUc^knng der 
WDhntmg: Etellte* Gegebcnen Falles werdon die Handwerker am 
verwandtCD BemFsKweigen die IcicbtereuArbcitenauHgcftihrt habetL 
Handeltc m ^b aber nm eine kunatrollo BomaJnog der WofaniiQ^f 
wie etwa nm den Scbroack der Decke im HaUBC zur Mftble anf 
der Hohestraase '), bo war daa oiTciibar cine dcm Maler vrill- 
kommene Aufgabe. Ancb die flusBeren Verhflltniefic jeiier „Maler^ 
lassen ea ala gorathen orscboinen, me nieht mit den einfacbeii Hand- 
werkem aof eice Stufe tu stellen^ eood^n ala wirklicbe KUiifiller 
zn betr&ehten. 



1) Dicse reich bemidce Dech« entatanutnt dem IQ. Johrhundert 
und schiDfiokE selt 1896 oin Atbalt^imoier d«H Ktilner Sudtarchivs. 



i>34^.-&rGoo<^lc 



Der Zustand des bcigischen SchulwcscnG im Jahre 1809 
und die Napoleonische Universitfit in DUsseldorf- 



Von 
Dr, J. Afibacfa. 



Schon nDter der bayriscbefi Regierui^ wuren in Berg erD&t- 
gemei&te Versncbe gemacht worden, dae g^esAinmt^ Hchnlweseu 
KU beben. Dteee Vemicbe nabin Joachim Marat ISO^ mit 
doc!) grfleaerem Eifer wieder anf und faeste die GrlUidung einer 
LandesuniverBitSt in DUHseldorf inn Au^e. Ehe die scfaSiten 
Plane 2ur AuEfflhrnikg kfimeo^ wurde Jaachim zm' Thcaln&hiDe ao 
dem prensaiscbcD Eriege abbcnifcn und oaefa Bei&er Beendigrmg- 
anF den KOnigstbrnD von Neapel erhobcD. In Berg, das Napo- 
leon filr Feinen NefieD, den Bcthn des Kiinigg Ludwig von Hol- 
land, in eigeoe Vcrwttltang nahm, triit aj} die Bpit3:e der Ge- 
s<^hfifte Graf Beugaot als Eaieerlicber CoiuniieBar Im Jahre 
181)9 wurde dae Grofisher/ogtUuin durch Theile des Hiineter- 
landcs, Tecklenburg, Mark, Dortmund, Siegen und dae recht&- 
rbcinbclie Cleve erbcblicb vergi>)ssert mid MllDster xuro Sitie der 
LsDdeBuniversit^t be^tiuimt Eret naebdem 1810 daa AlnnBterland 
von Berg abgcxwcigt war, kam man anf DUfiseHorfs Anaprtiche 
'/urUck. 

In dem K^^iglieben Staataambiv mt Dlteaeldorf*) findet ^ch 
cin ana dicBcr Zeit Ptammende^f^ un^^drucktcp Aktenatflck, dafi 
v<m dem AdministmtioDsrath Hardung verlasst i^ der seit 1807 
Direktor des (iffentlichea UntetriclilB war. Das Gulacltten um- 



1) Berg. CultusHkt^n 790, 



feiaat dfts geBaiumte Outer rich tewesen der grr oe slier/, ofi- 

licben Lande uml beruht auf eiugehenden Ermhtliiiigen. Seine 
Be^lGi^ung beschr^nkt nick Dicbt Blleiu auf die Sebu}^?escbiclite, 
aucb fUr iXas Vcrhaltnipe dia- Confeseioneii und die wirtliscliaft- 

liche Ijdge <1er ein£elreD 8tlidt« and Lnndscbafteit ergelien stch 
dar&us die dtuikenaucnhGeten AufBclilUgse. 

1. Uuiverci tut en. 

T. Df^fftllK wird aiil' den Eniwurf. die Errichtiuu^ eluer all^e- 
melnen Lftndes-UniverKitftt Beztig genommon, wo sich clue B«ihtpfi be- 
fiudti, 6\e iiber die Fouds deiAiUJrlu Aiibki^iiJ't ^ibi, 

1. Nur Miinbtbi- mid Dttiaburg: ^iud eifreiitlich« von Pabetcn 
und KHiserii be^abie Uiiiv«^i>jULten, Herboni, HntTHiun-r und Lin^n 
E^ind ivat hohe Scbulen Oder AkHdemicii, und boRitzi'ti iiicht die snr 

ODiiFftlluIruTi^ iltfT lIiiTvrtsltaiteQ i^Froi-dei-^Lcbi-n £*rlvrlf;fi«ii- 

Fast idJti diese Institute s\iii] m V(.'i:litU grratheu, am meleten 
wird nof^h Hnneter IVcfjuei^itirt, wo noch alle Facultktcn mil LebrfitUfalen 
befall Ut bind. 

2. Der Grofii^heriog Joachim, jetKt K.5n]^ von Ne-tpet, wnhlce 
zuerst DUsseldorT znm Ortf, wo fiae alJeriaiuint LHnd(^^-UlLive^sttHt 
wodte enit:bW( werdeii; der I'lau kniu wtstr*'n det Kriepes-Lnruhe nicht 
BUr Ausr^run^i hemUchet im Jahrt mOB eiila^bled Sc, K- K, Hoheit 
fttr Mnni^ter- W^hi^cbJ^inliche Beweggjrftnde d.iau waren: «) Begua- 
dipunjd^ di4*tier S«ilt. mil einer Cuntrai-AuKMUf, Indein iiach der Ver- 
eiuisuiJ^ miL ileUL Grossberzoglliuiki Berg ^il^h die obtrtU'ii Behordeu 
in del- Capitaiatadt DUsneldor* verein!gan; b) mehrere in Miinsi^r vor- 
handene ofleotliche GebHude; c) gr5»;ere Wchlfeilheil der LebenExnittel 
und H^usmieiJie; d) weidger Oei-fiuecb, und nicbi «o vieie <>ftentliche 
Lusthnrkfltpii, wie in Diisiwldorf, relirerp SiEffji. 

;L Die Vorijchi-ift Se. K. tLHdheit fUi ^cn ITnivrrhiiHts-PlaiE war; 
,il I'audra que voire tritvitii^eoil bafi6 sur rorgftiiisation dea plus ccl^bres 
Univenit^e d'ADeinafpiie,'' Daber die lUTidnnientale Verschiedenheit vou 
deni Oi^aulBailrins-Dec!rei» ties OfTeiitllchtn UmeiTJiettiefl tm rranaosischen 
Knluerreithe. Um einem besoiJiJt-rn ko8tsp^eHgf^n Instltuie fUr dfu liohttn 
UniertJcht der prott^^tantischeiii Confe^ionieten ausauweicben, ist bei 
dent Eotwurfe die tbei^oclei^be F&culcat a^'eliHcb eini^ecbeiiti in eine 
katholificbe und in ^ne protofitantiscbe. Die neuere SonvertnitlUR- und 
stBtisbsche VerJSnderung im GrOKsJierzogthum hab^ii diti ReaHjiation der 
FroJ<tCEe blaher Huf^escholfeu , uiid uin dae Gau^^e klar zii til^lleit, 
niii66t;ii die recbKCthcn ubcr titn Kcal uud Perijounl HcutHod dc^oiii^ eu* 
was '«um 6ffen^tcheri Unierriehie eins<^]%ig M, In den neu ac<)Uiriiteii 
LttndKrn ToUftihrel worden. Desa EudeB, urn lUVBrfHssig-ere und er- 
H<:^opfende Xntizen zu t^hflltcn, sinA die Erkundignngi^TnbRTIen mxh 
dem aiilit-^iidGn Muster audi an dii- Behordeu dtsr neueu Proviiizen 
abgegangen. 

AnniOvn ilea hftit. Verema LXiX. 9 



i>3*i.i.-&^Googlc 



*M Dr. J, AsbflCh: 

IT- L^c^eu^ OymnaeieE- 

Dientd Diisfieldorf, Millhelm, SJe^burg, Dlllenhnr^, Stcinftirt 

Hud Clevii 

Lyceum 1 zu D&se«ldorf 

Gymnasteu 14 
LxteEii^thulcEi 19, 

2- Ifi dem neuerworbeuen Landes-Bezirbf', cfthmlicli Mfinster 
voniiahlB PrpUBBisrhRF] Anth«ilpn, Ter kSenbiirg, ClD^en, C^rafnchsft 
Mj^rk, Dortmund, Limburg;, Rheda und LippsUdt, so vie! fiir 
jot/.t, wo dip Krkiiiidl^ung»^Tftb«lleE] soch uicht b^^antwortet vlngc- 
ganf^eit, bet aunt ist^ 

1. Teckienburg'lJngeD* 

1) Ein inlt dem h5h«rn Uiit^rHchlu f^r piotc^tautiacbQ Theologen 
vprbiindenefl Gyiiin&niiiii] nu Lln^ttD. 

EJckiintte ppter 3900 Rthlr. ftiia deu Teckleubiu^LingdEi'scfa^n 

Domain i?ii- 

1) Eiii katholischcs Gymnasiura zu H^ualer, daa pAVlini&^che 

L«hrer 8. 
Eigeiie Hevf^iiUeu, so Aiifiehulich sEnd. 

2) EJD GymiM^ium su Vechtc. 

Lehrer 2, aig«ne iteveoiitoi. *^ 

9) Ein dfto zu Vrt^d^i^r Lehret 3, eigene Kter^uueii, iibor \uib»- 

4) Eiu dito &a Waretidorf, Lebrer 3, desgteichen unbetrfii^ht- 
licbe Einhflufte- 

3. GrBfschatt Mnrk. 

1) Eiu Gymn&emni aa Haieiid Hir ProteatAiiWiL 

Elgette RcvBDiieti, die durch ^uen beeDnderD AdmlnisErator 
verwaltet werdcn. 

3) Em prnl«H^aiitibcb<^ GyttuiKBiuia au tioefit. wobel Vltg'lelcb 
cine &oMiimrteteu-AB9taLt lbL 

Lehrer C. 
Thetis eigene ElnkSofte^ Cbdls ZuachlUse au9 d«r atitdtlschen 
Kaiwv- 

Dae Scniuiariuta erb&lt aucii emoxi ZuAchuu von 190 KChlr. 
BeirliD. Coiirftut, Ana dnr PrnvlnzJBl-OonrribuliimS'KHese. 
8) Ein protestaniificheB Gymua^um ea DortmiiDd. 
Lehrer 4. 
Tbdls eigeue Koveaiiei:i, iteiia Zuacbtisse aufi der Zjtadt-K»sse. 



U^g4£i.-&rGOOglC 



Dor Ziiatanil defi bCEgrificben SchulweACEis i%a JhIuo 16<KL 131 

i) Ein proteatanttechfiH GTmnnsinm vxi LlppEtftdL 
Lehrer ft. 
Tbeils E-i^QEie ftcftmikoi theA\6 Voiachtiflse aus rier Stadt-KuBae^ 

LateiciBche Schuleo. 

1) Teckteubuig-Lingen. 

S) M duster. 

1 za MtiuKter, 
d) Gratacbaft MArk. 

ft EQ AltOEia, Schu'film, Bochum, CAmunuud H&ttt&^en. 
BemerkUQg; Dag Lyceunj zu OfiBKeldorf jst uiH emor theo- 

buudeu. 



Lehrgegeu:4iS u de bei der Academtf^: 



4 ProfeE^orea 



? Professorec 



1 Protewor 



fi) Dogmntik uod Kirchengesdiicbtc. 

c) Piunotal'Theolog'ie. 

d) Kii-chetireciii. 

JuristiGclie. 

A) Rechlfigeschlchte. 

c) Pandecten mit BinKipbt nar den Code NnpoL^on. 

d) Sttttutnr-R^cht. 
€) CrimiuBHtecbt 
CHmernUEtiache. 



Zelchett-Acftderale. 

3 Lebrer. 
Eiue litteifea^sitte Sammtting von Kupf^rsttcheu. 



7 Lehrer 

8 Repeteutei:! 
S ExoTcitien- 

m^ister 



Bei dum Lyceum, 

Latelnlsche, f>aTiEQ»sdie uud deutsche Sprache h\& 
xuT claefiiacljeu Stjlfibuo^. Di« ADl^ti^firunde der 
BTiechrachen Spriicbe, PoetJb utid BhetoHk, Welt- 
^«ehicbt«, Mnthemallk uud PhyEifc^ Logik. Uelii^oiis- 
lehre, Zekhoen, Singeii, 
ESue Stemwarte, cfu phv^callsehes C:»blii9t von oicht ^oa^m Bel&tiga, 

eiire iiiLiieJiuftsd^go Bllilioiljck, 

Weg'eo BesoLdun^ dea PcrsonaU uud VerwaUung: 

di»« Fondf, 
Vid. ; Die beille^eiideii Tabellmi and die A»^la£^ dm piojet 



U^g^ii^-trGOOglC 



1^ l>i:. J. Afibachi 

HebftiDDi^n-lQstltut. 

I Lfihrer, 

Bmolilunif 180 Rthir, aus dem Bergischeii ProviuziHl-SchuifoadB. 

fur Hnndwerker uiid DieDstbotheu. 
1 Lehi-er- 

Besolduii^ 100 Ethlr., bisher auk der Bergischen CoEitributioDf^Kaase. 

Chlrurgfsches Bildu u^E«-TnHCltut- 
2 Lebrer, siiid nioht besfiiidprfi sniaHirt, da der Eiue »Is SlftabanrztT nnct 

ZiL'^l we]biieli« P^nstcufi-AnstaUeii. 

I Urrfulinen-Kloeter, 

1 J^ote&tnuIJache I^f^Jireriii- 
Lelattird ^irhAlt nus dcirt Ber^EdLen Ptovti]zz&l-&chuIfoiide 4O0 Rtblr. 

in. Primfir-Schulen, 

w«Ichen di«ii«!4 Int Jnlin^ 1S07 hatt«, 

RAthrllsulLe 3M 

ProiestaiilLtchc 56^ 

JUdlHcbe 28 

2) Aus dem seit dom Jahc 1808 iieuervorheneii Jjaaderbezirke 
tiiud die Ertundig:uu£;'ri-Tftbt^ll?ti ncch nkht beantwortet ein- 
gehomuien- Nach der ProporUon, v/'ta sicb die AuzkHI der 
Schuleu in deii rorgemeltcD itiihern BeE^tandtbeiLen de& Gto«&- 
berzo^huma aur Fopulntioit verhfllt, mdcht^u aageuommoii 
warden: kathollflclic luid prot^fitantiE^be Kchul^^n tm nnitzUD . 611 

DnntkAcb vJtre die GeKniriuit^Bhl nller Schulim Im 

CtrORsherYO^jum 1599 

BeaolduTig dei Schulluhrer. 

Dicue b«sCebt [n den melBteii eioselBeQ ProvitJaea aim einem g^ 
riugen Theila fizett EiBkommeziB, utid dcim v«»ti den Elndepu «u ent- 
ricbwnden mouBthlicheu SchuLgelde- Im HerKuglhum Berg' ifit Aiig«' 
Dorjimen, dnee der Jabr^h^UL des ScbuUehrere SO Ethlr. betrAgBn, and 
Kon CominuiiaI'MlltelEi erhubt^n werdeL E<d1 aud du^ benebat cln uLOnaih- 
Itcbefi Schuigeid vou icdom Kindc mit 7'/^ StUber zu entrichten fiei- 
Dte BeiiUihme deA Gt^halteii bat bi^er in Tielea Gprneindeii vregao 



u^54ii.-arG00glc 



D«r Zustniid des li«rgEscheii Schnlweaens ius Jnhre 1809. 133 

4ereit Uiivermegenlieit uicht hucg^flihn ^^rden kt&niieit. Einige Ge- 
m«1iic1«!n lEt fni1«Ai4 iiTif^i' dpx I'ori^.n BayRFfKpheii Reginrun^ der Ge- 

dem Hf^iLaburger Itecess roti 1803 Hufgehobenen Abteyen und KloJsi^^r 
ftugewietieu wocden. 

In <Let GntjecEian Mark liat mftD vor i^er UmIod dleseT Proviuz 
mtt dem GrossherEOgthum ilas SchuTg«id Hbg^iatolli und deu Bednrf 
sum Uitterttdto der Lelii-^ und Schul^bftudi: alb Vermog^ens-SteufT 
repATtirt; noch tt4t Aber diesa Mouerc^cl ^t^gea dca tou den Unter- 
tbftii«Q bezei^en Wider wiUeufi iDur In weaigenGileu ausgeffihrl wejden 
kouueii- 

Iii der Proviiia Miin£tor wird fur diE unvermogeade GenaeJnde 

bracht, umE wKre za, wiiuecheHi dasi^ dicse wohlth^itige and eweck- 
niH£jjj^£ Ma^Hfe^ flk due giaize GiothhtirzQglliuia geueiaMhirei ntlrde. 

Lehr-Gee:enetftnde rikr die BlemeDlnr-ScbuleD, 

ieeIi|rioa&-UDterrioht, Leseit, Bchreibeu, AecbDen, in den Stfidten 
fraQKi>fiiEche Spraehe und im AU^cmeJiieu diej^nigeik gemeinDtitnison 
KcnntuiES^, wclfhe nuf die Laud^^'ii-tliecbaifE und dflfi bfir^^rlich? Leben 

Schulfahige Kinder vimt volleiideteu Been bla volleudeC vb 

t2teii Jfthre. 

1) Befindeii sich im GroeBhetsogthum Berff, vie ee 1807 
var, i>d«r In don AirroxidJ££emeELte DUeeeldorf, Elber- 
feld, MulUcIm* Siegburg, DiUeuburg, Steiiifurt 
uiid Cieve, sueweise der TftbeUe D 78066 

^ Fiir dU- sp&tor hiuzntrekoiiLinAiLeii LnniJcKtheile, woher dEe 
Schultabellen Docb nicht bcaDlworl^t eingCkoniTneu, mochtoii 
nHch eiuem apptoxlmntiv-Calotil zu '/, auf dte Population 
gerechn^t, ttii^enomuien werdeu ,,......,.. 494AG 

GesaiiiTnre ADsahl der Schult^higca Kinder im 

Gro««hcr20g-thuni Berg = ....'.. I275S1 

BemeFkau^en; tTnter d«n Kindani hei 1. hi^ndnn niph 

SchulfKbi^ SdiuLbesuchende 

Kalholische 41483 221SS 

ProtesCsnlisohe . . . .^26i> 304S3 

JUdisthe fill — 

HIer erg-n^ »ich, daas 19296 katboUsche Kinder und our 6633 
protesiautische Kinder ohne Schnlunterricht hleiben, und die Hatipl- 
iirsaclie devEm 1st btd den Ea^iholiken der Manuel an Schulen, wl« 
aitb bel del femeren Ver^eichuu^ eoj^ 



U^g^^^-t^GOOglC 



134 Dr. J. Asb&ch: 

kAtholiaohe y94 



Aiso ScbuJeu weuiger - 112 

Obgkkh die AziEuhl der kntholiechoit KLnder die der protestut- 
Gischen m^r ats nm DOOO Kinder Ub^ftrtn; ntmmt tnnn hlu^iu, d«fle Mtf 
80 Kindec elueScbuIe zu rechttAn; ao w^eu fttr dieSutnme der katho* 
llEchen KJTidei zu 41489 

orforflerlicb 5lS Schuleii 

slad nur vorhaadeo 394 



richten, kitlJioliachf) SchultJi. . 124 Sdiulen 

Nach e1>en dle^m AnsAtze zn 60 Kinder auf eiii« ScbiUe wQrd^t 
fiir d^e 36S6G prote^aatische Kinder 

eiforderlicb ««iii 4fi8 SdiuloEi 

and vorhanden 666 „ 

Also mehr«re protastantiache Scholeu ltd SchnleD 

zu viele existiren, an riel ^^LsBer iet doch anauiiciimeu, d/tss boi dem 
Aneatze vcu SO Kiiidem auf one katholificho S«hu]e keiue ilbBrtriebeae 
Fordemiig ^emacht vrordeiL 

2cc Bemerbuu^; Eei deu Qenta-irorbcEieQ LHudcr-BcEirkQu 1&:ifit 
8ieh darfiber, ob die vorhandoneii Schul(?Ji den BediirlniSBi»n ^cnugieu, 
Boch k«fn Cftlcui artie^er, so langt nlrhi dip Krkundigs-Tftbelleii be- 
aoiworlet eingekonimeii mnd, deueii ni*m eufoljfe der erlaaftEuen V^- 
fttguDgeia eutg:egen Bielst, Ijudeseeii hat di^r Kfliumer-Fr^^^ident vod 
Umtater Crfaf vou Meervtildt, vorffluBg die Besthwecde vorgcbiAcbt, 
dase in Teokleubtir^-I^ioir^'' ^^^ urepiiiDg-Hchp katht^lisfht Sehul- 
gnt vOTi den protesrHiitilBclien Ijandesherrn tidiltrhierdiii^s filr urote- 
hUiutibchf- fkhulpD ajignwinnnn, imd die Kiiidei der katJiolThrkeii Altera 
greitiitbiireC Tvcrden, ebea dieee Sebi^en zu bi^uehen, odor doch dft9 
ScbulK^hl su EahleiiT welches den Katholikeu daj^etb^Ci dn >^e dJe Mehr- 
heft AiiamncheQ, uiid bi<^ z\i den protefliaitFittchen Efnvohueni vde 12/13 
gfc^HD 1/13 verhslti'n^ %iiT grOHseu Beacihiverde g^reicbe- 

Aiich dteser Beiwfawerde wird niidich dann. vr^ iin dt^ u%eiii«ibeii 
GrUDdetttze zur Eicricbtuoe: dea SchuJwesene hn Groeeherzo^tbuni znr 
AnwctiduniT komnjou, ab^hnlfeu werden moj^ii. 

3) Im Gaiizen fehit es tioch ait (7eii gehfirfgen An>4alteu zur Bl^■ 
diujg der Lebrt'r adbetr uud mit aIIcq Vorachril'teu iheni ^ich Ear Cr- 
reicJmng dee Zweck^ mit ZuveMsKigk^lt nicht virkeiiT ^ Inng-e die 
Or^ane^ durcb welcliti ^vlrkt wenlen soil, nicht fietbat ^t slnd. 

4) FUr die biintti^ Lander- UniverBJtbt, um eie dureh MJtnner 
Ton CelebHUt In Ruf und Aufoahmc zn briiigt-n, wwren voji Zeit an 
Zeit Einle^tung^G gclrofTen wordeu. uad mehrere bedeitteuda Gelehrt^ 



U^g4M.-&^GOOglC 



D«r Zufltand det; beq^lhcbeD Scbulw^utms Im jKhre 18D9. t^ 

dft sic vi>u det betielten AnEialt fiTOff*e Erwartucg fftaflten, hatteu achoo 
voTiKufi^ ihre Zuba^e f^i?geben; indflss da ^h die Sflche lEumer ver- 
Bc^grert hfii, d& die iftidigen Kriegea-Unrohpn fortwahrtuid die Mui^n 
ver«chea(^t«u, so koiifite bisher keiaem eiiie iiUhere QJid positive Zu- 
sicheruQg liber de&eeD Anstcliuug gegobou werdeui uud so eind uieh- 
njrft vortrefflieho MHnner, die rorlSue^ BaK-eo&gt battea, einem Safe 
ztir Grosshe^og-Bei^lBcheii U&iverBitUt zu folgen, nun verloren ge^ 
garigeri, z. B. Sehleyel^) uiid Wwraer, jener fiir daa ttathetlsi;lie Fach, 
mid dieser fOr Cheinie. 

HarduD^. 

Dae bocbwiditige Aktenstflck ^hrt nne alH> mitten in die 

Vcrbondlun^n hincin, dcrcn Gcgcnetand die RcorgODinatiOQ dca 

geeammten Cutcrricbts and seine CcBtralisirung id der kaiBcr- 
liches UniverBitit war. Die (rrund/llge der cenen Eioricb* 
tQQg wiirden hm kg Najrolecma Aimeaenhert id DGsBeldorF No- 
vember 1811 Feet^estellt nod durcb tin id den TuUerieD er- 
lassenefi Dekrct vom 17. December verCffcntlicb*')- 

Die DllRftisMoHer Uuiverftitfit errllte fUnf Pacultfttan mit vicr- 

zebn Lehrstulilen urafaEEen und am 1 . M^rz 1812 ws I-<eben 
treten; Augch<)it^e dee Qi-oseberzogthuma aotllcia vci'pfliehtet ecib, 
m DflBaeMoFf ai stndiren unJ die Staataprafiing ab£u)egen. Dk 

Fonds der Universitftt burden auf 114000 Franken bemeBBcn, 
von (ienen 8000 Fraokcn voc der aufgebobcnen Uoivei^itfit lu 

DDieburg berrQfarteQ. Dae Decret orgaDi^rte weiter d&a Lyceum, 
de^eu Director und Stodien-Tnajiector xugleieb MitgliE^er der 
FacultUt der Bcbunen WiawtiBcbefteD an der Univei'^t^t wareo, 
ricbtete ISMittelschnteu erater iind 20 %weiter Claeee 

em ttnd nahm etch endlic^ dee Elemcntarscbalivceens 
an, Dae gCBaimtitc ^hnlweaen dee Gi-o^faer/ogtbumB eoJltc n^ch 
dem MuBter der 1808 f^f^rQudeteu TJuivereit^ de Fr^iee g^j^liiltet 

werden- Embeitlicbkeit auf KoBten der persSulLcfacu ScItstSndi^ 
kdt war die Loaung imA auch die bergiscbe Einrichtang- lief 



I) Unziveift^lhAftFrSehle^^eL, der 1803 iiachKolngekommEin wkt. 

'2) Ziim erBteninsI TiflbU dem v«ni StKUArAtiiA Aii£^i4iAininPEi«n 
Oi^iiiaMiciDsptano her&iieK0|7cb«n von J- Aebach, Die Napoleo- 
ufschs Uni versElJlE zu Dfiueeldorf, B^Hnge sutq Jahr&fbcrkhce 
dca Kgl. GyimiaHiuine<ie99K Vgh die diesjllhrige Beilflifo ^Das DtiBsel' 
dvrrer Lycevm uuter bHlriH«hei' und franzOfiiBCbet Berr- 
scbaft t»05-1&lS 



l^g^i^i^-t^GOOglC 



IWS Dr. X AebACb: 

dantuf htnaiis, Lebrer und Sclifller au wiUfjUirigen Werkzergen 
der kaiecrlicben Eegiemng' zu [nnclicii. 

Bei den Verliaudluiigeii d^ Staaferatbes lintle Gecirg Ar- 
nold Jacob!, der Sohc deB PliilosoplieBj eine entscUeidende 
Stimiue. Er verF^ste iin Auftragc dea Mini^tera Riiderer eiv 
dA8 gcaainmte UnterrichtKwesen nmfaeserLdes GntAChteD^ in dem 
er gi-f^geru ABn&heniii^ an die (^rtlichcn Bedarfuis&e empfahl iind 
eine reieliere AugBtatttrng auf der Gmndlage ciqeb Etata') vou 
im^OO Frankcii verlangte. 

Die SitzuD^D des Htaatarath^ in df^en Qber die Aus- 
fniiruDg dea Decreta vom 17. De^mber 1811 ^emasK dea Vur- 
Bchl^g'en dee MiuisterB, uater ' BeiHeksichtigung der Ansicliten 
Ja(-<»br&f l)eratheB ^iirde^ fandeD eret am 11., 12. and 14^ De- 
cember 1812 t^ta,tt. Der Siaalsrath bat den Kaiser, seine Sel^pFim^ 
Kapoleonea Augneta ^u nennen nod eii:lftrte eine Delation 
voD 142 OUO l>pnken fftr nnbediu^ nolhvrendig. In einem ein- 
gebeaden Hriefe ah UJSderer bat B cannot die ISeschlnsfie ties 
StaatsratLes in eicer Weiae erl^utert, die ebenao eebr von der tiefen 
EiDsicht wie von dcin FreinEnthc des Kaieerlichen Commitisare Zeug- 
mes ahtegt, Er laacbte iinter anderm dett Vorscblagr <Qit der 
Unjv»^tiLt die von KarS Tbeodor gcBtiftete Akadeime der Kunete 
an verbioden und damit cin in Deatschland unerhOrtes Beispiei 
zn geben. Die Sympntitlcn der DtlsaeldorFer k^nne eicli der 
Kaiser am si(dici%ten erwerben, wenn er ibrien einen Tbeil der 
Parish Gf^Mlde %um GeBclienk macbe und somit einen Ersatz 
fUr die itai^li Mllnc1te» entFfliirte weltberQbrate Pinakotbek biete. 

Anch dem EleuientaTScbuIweeen war Beugnufs Sorge 2U- 
g^^wandt. Dies verdicnc um^ mehr die Aufmcrkeamkeit der 
kaiaerlicbcit Regierung, pt\^ «icJ) dict^er Zwerg dea Untern'cbts in 
BcliOneFer BlUtbe, decn in Frimkreicl] befinde. Auch unter den 
Landbewobncm sei ein betr&cbtliches Maaea von BUdung ver- 

breitet, nnd in jeder GfrnieindeheliQrde eei wentg^tena einer vor- 
haiJdeu. der mil der Eegicrun^ m lateiniscfaer Spmebe geUntig 
verbandcln kilnnc Er zweifelt, ob etn deuteeber Vertvajtan^be- 

amter^ der ajn ir^nd efnpn Ort Frankreif^iif; vta^etzt wQrde, Ge- 
legeabeit zu einer fibnlieben B^Derkang Jinden kOnne. Und des^ 



1) AnKali^ flUK c7ftin niitflphren hiptttt dii- obpii aiig^filhrLe Ah- 
handluiig:. 



i>^£i.-&rG00glc 



T>rr ZublHud Civn livr^Esijtieu Svliulvrvw-ua iiii Jahrv 1^0!)- JS7 

vregen sei ea nrthig, diese Schnleu unter die Ueberwachtmg ^- 
bilfletGr^ wo]jluieineiider Mfluuer zii stell^ii. Ctaniktenstisi^li fflr 

das frau^O^selie Rcfnincut iet feruer die Bcitickwchtieung aller 
Confes^onen, anch deu Jnd^ des Grofisher^o^hniiie Hollte die 
Univendtfit gefiffiiet sein. 

Zqdi Sehlosse des Bmfefi erbeht sicb Bengruot za Ao^ 
drClckeii der Bennndeiung des kaiseriicbeu Geniiie: Wenn Karl 
der Gr*>SBe den Stol* der Saobseu tiSadigeii nud ^ngieivb das 
Liebt dcr liildnng Uher das Land verbreiteti koiinte, in dent 
IXi«eeldorf gelegen, dann werde es Napoleon, dcr naeh Verianf 
voD innHend Jnlir^n in iihulio'heii V^i-lt^ltniaQpn lohf>, tiit'»b leii?bt^r 
gehtigeik, dieses doppelte Ziel 2a etreicben. Deim dieeeoi Heruu 
war es uach der FEignng ^er Gescbicke vorbebalteti, wieder- 
her:£iiEtellcii nud aa vergr^jseem, wa« winVcH^iUiger (pred^eesBcnr) 
Dttr hegmnen konute* 

Ebe die von hengnot aiigere^rteii Fragen eutscbieden 
wareDt macbte die Leip^i^r Sebla^bt alliMi derartigou ErwiLgnngeii 
eiD Ende. Die UnivereitiLt tvnrde in aller Form von <tem General- 
<30Dvern«Lr v, Orouer iiii Kerbste I8IS aiifgebolisn, ilie ihr fliier- 
wieeenen Mittd znm grroBeeu Tbeil fUr SebulKWocke venriuidu 



i>34^.-&rGoo<^lc 



Heiligthnoisverz^^iehnifise iii<?^errheinischer Stifier und 

Kloster urn 1500- 

Mii^priieiEt von 
l>r. Paol B«4Jicli (Koir). 



Um die W^de des 15. unci 16. Jahrli nit tier It^ uaiiiii die 
Beliquienverebnuig im fcirebiicLeii Lebcn eineii sehr bedentonden 
Ranm eiu. Gerade in jcucu Jalii-cu echuF man besondere Keli^inien- 
iestt, an denen dftm Voike die Ediquien anter OffentltcUer Ati^- 
mfimg ^/eigi wurden, wobei lUe Gluubigcn reicbt; Abl«sse ge- 
winueD konuleu. DaiuidB aueh euletaudeii jeue IleiligthiUDslvticherT 
in deiien die Reliqaieu veneichnet uud ilire BehUlter in mehr oder 
minder kmiBtTollen Holzschuittcn ahgehildet wareitf und iiuter itenen 
die Heiii^bnmsbflcbet vod Wieii, von Wittenberg end von Halle 
die bedeatendstcEj and bekanntucten siud'). 

Wie dort m den oetliehen Tbeileu dcB Reiehe, so barte man 
anch bier im Wcsteii das Bedtli-fuiss, die lieliitiiicn, die niaii bcsa.^ 
duiual zasamjfieuKitHtellen nnd zn verTeicbneii. Die drei Itiveutare 
Ton Relignien, die wir hier zmn Abdruck briugeu, stamiucii iP der 
That fiimnitlich vom Ende des li). oder am deu ersteu Jahr^ 
zebuCeu d«s 16. Jahrbauderts. 

t) Das Wlenci' Heili^hntribuch voti )bO^ ist hcraiui^e^el>en von 
FrftBz Kilter, Wi*m 1882: dae Wiltonberger von 1509 ist er&djtoni'n 
in Hiith'n Llehhfibe^<BibMm11et;. aller lUubri-atrirQE Id Faf^^mile-Ri^ro- 
d&ktiOQ. Nr. VI; dufi llalle'H;hc von 1520 cl}endB Nr. XUl, Ucbrr d«5 
Jetztere vy^l. v. T^rey. Cardinal ALbrecht von Brandenburg' nnd da» 
HaUe'eche HemKtbumftbuch vod 1^0, Sttnwbnr^ 1S92. and RedLicb, 
Ciu-dinal Albrecht vor BTandenbut^ cod d&a Neno SUFt an EaUe^ Ka- 
|)tipl tV- CDieHKapIteL im als Di^ertation ^erlnickt. dif* ^esamnirp Dar- 
idielhiag- vird deiauftcbfli bei FrK. Kirchheiin la Ma.in£ crscijeinen.) 



U^g^^^-t^GOOglC 



Heili^hmneverativhDCflse nteddTheioiBcJier Stlfler n. Kl^er am 1500, 189 

Von deiD mehen Bileligen Dameuatifc Dietkirchen* vor 

den Man&rn (io anhmbio) der ^ftdt Bona g^leg^n, be^h^eo mv 
zwei Veneielmiwe, heide dAtirl: vou 1488 nnii 1499. Sie finden 
«eb DDter den Akten des Stiftee DiclkirchcUf die im Stafitsarcliiv 
za Dftmeldorf ftafbewtihrt vrerdeii {it^. &), in eineiii Heft vnii 1 
B<^^ in Folioforuiat, Dan InvBntar vein 1499 stelit vornii, nnd 
da Doch 5 BUtter frei waren, hat cine auderc, aber nihezn 

gkit:hzdlT^e Hand dut Ven^cbnise vou 1468 in Ab»chritt Iudkh- 
gefftgit- 

EHeses illtere VerzeichniBg (A) int »on dner gewiss^niiaflfio 

KOfllcriii snfgrfcii^acl frOrdcD alii luFcnt^u* dcucii, mui ihi 1a<^ 

Autritt ihrc8 Amta urn 21, Pebniar 1488 xnr Bewabnni; ilber* 
gebnn norden ist Ibr Nsme ist Ida van dem YyteitkoveiL ibr 
Ami bt^leideie aic jedoch iitebt lAoge, d^ itie berett« iiit J^Lre 

1492 mr AebtiBsn gewabU wnrde')- — Da» zweite VeFsteielmiw 
(B) da^egen, vom Mftrx 1499, iet gam offenbar zn Zweckeii tier 

Be1i<|iiieii>e['ebrGug; T^assmiueii^eatellt wuideii- £s ist nicbt tinr 

ansdrilebiicb yon eiuer Samtnlvn^ dcr in der Ktrebe voHiandeuen 
Beliqnien die Hcde (in d^ Ueber&cbritt], Boadem es wird Anch 

vuu der Ztngnng d«CB«1beu gei!|;rf?clieu: bei der a& erBt«r Sretle 
an^cfUhrten Motiatranz wird bemerkt, daBa &\e zuerst an«gcntfeik 
werd^i aoW (primo dcnnncietnr), n&mUcb bei der feieHichen Vor- 
wetKiDg der Kvlnjoim. Zu^lvicb wi^rdmi ivlr bus di«H^' An^W 
entnGbTnen dUrfen, da^g die Rcliqnten and Relfqiitare m der Reilien- 
fol^ aiifgefflbrt yaad, in welcber aic an den dafltr fest^«et/,tcii 
P«8teiJ FerkQcdi^t and ge/mi^t wiyden stiHten- 

Etu Tveiteree HeiligtbnmBvcrzeiclm^ fnbrC nna m das nu- 
miitbige TIjaI dcT Dhflnn DAcb der berflhialen Ciettt-cienaei-abtet 
Altenbarg'). Es ist nns io zwei Exeniplarcu liaFbuwafaii^ von 
dcncn das ftltwe (A) nach 149Sf — dicse JahresKabl ist im Texte 
erwfibat (Nr- ^o) — ^ d^n ScEiriftcbarakter nacb aber wenig spfiter,. 
also Qm l&OM, nlederj^chrieben Eet. Dab nndere Ex^nplBr iB) 
eu&ftlt (Nr. 30) die Au^abe* dase eine groBae K^iqnicntafel vor 
22t> Jabriau aiif Befehl uiid nns den Mittdu dea AbteH Heinriclk 
angefertigt wcrden sei, mid znar nacb seiner Reeign&don auf die 



1) St-A' DtieiieldoH; Siitt Dktkirl^he1l, Urk. Ill; bier Ida vou Vico- 



u^^ii^-t^GoOglc 



140 FbuI Redltcb: 

Ablswflrde. Nfich der Abtsclironik ^) trat Heiiincb I. iia Jabre 
1-%2 voij seiLjem Amte ^tarUcb, <|i«i Tafel let also bald u&eh 13C^ 

ent^jiadeuu niid nueer Veneichitiss wird imJabre lo^f^ odcr \b'^9 
DierlergeBcbrieheu aein. Eiu gputerer Nac^btra^ erzabh you eiD«iii 
R«1]4{aiei]fDud dee Jabree 1644. 

Zn^leicfa endi^t dicse zweile Anaferti^Dn^ iteben detn Teste 
der ersten ^leJ<^Lmtige BemerkDii^:^] fiber das Leben derHeili^n, 
dercii Rolit|aten aafgefubrt n^rdent dice dentet doob wohl d&rauF 
bin, (Ub)^ dae VeiT^icbutBe kh Knttzivcokcn VorweDdang ^oden 
Bollte iuhJ die Xolia^ bentiinnit waren^ der Gcistlicbkctt cinen 
Avl»ftlt bci ctcr Zeiffung dor Reliqiusii iaQ bi«t<»i- Und daoiit wir 

faierflber iiicbt in ZweiFcl ^ud^ eo tiuden wir sm Schlneae die 
Fon»cl f^r die VerktiiidignD^ des Ablasses w^irtlicb an^fahrt, die 
stfitiAiidet iwie ebciifflUQ aoedrtlcklich geea^ wird)* uacbdem die 
Olauliigifii das werlbe Itebe Beifi^bnm gesebeu Ijaben. 

Der dritic Heili^thint^scliatK endlich, den wir imten ver- 
zekUiicI lindeii, iBt der dee AognstincHnncukloeters Morten an 
<ier 3ieg*=?. Die Dalirung dca VerrciebnisBes eigibt Bicb aiis der 
ADtTiihraiig^ eiitei' ,,Tefel mil Beliqaieu dejr heiU^^n Agnes aue der 
Kflpcllc", worfihcr wir aoflerweit zeitlich bestimmte Nachricbten 
baljen. Am 15. November 1510 worde iiOiulieb m der Ka]>e]Ie 
der lieibgen Agnee in Merteu dnrcb deu Genemlrieai- dea £rz- 

biscbofa i'hilipj> tou K5ln, Tbeodericu^ Bisf^liof vou Cyrene, ein 
wedcrhergcstelltcr Altar (qaoddaiti oltarc I'cFormalnm) geweibt'), 
nnd eiu ^utu^hernd gleichzeiti^a Cnpiar*) gibt dieser Crkande 
'die Ueberpcbrif) : Gopia Eittenimrn dc r^conaecrai^oue altsru in 
capdLa sancte Agnetis, que de novo fact& fnit pi-opter reliqaias 
indc levatas. Zti diesen ans dem Altar hcraiisgcnonimeneu Keli- 

^Dieii g^hi^rten KTreifeliwhne a»ch die in der en>iLtinteii Tafel eiit- 
faaltencn Ceherreele der beiligen Agnes, nnser V^^ehnies iei 
dabcr nacb 1610, deru ^ebriftcban^t^r nacb jcdoch nor weni^es 

fipater. oder wabrfsebf^inlicb ebcu danntls, als uinn bemfibt war, 

bisbei' imbeacbtet gebliebene EeUquien berroraaboleu, aD^ezeieboet 

«e^<-luclil>ir(>rcii]». Bd. 2!*- hier r-t. S- JW). 

2i St. -A. lHis^oJdorf, Merten^- Cupiar, B. Ha 

3> St.-A, nti6Bf»iri£»rf. Merten, Urfc. &S: Traneumpt der am 15. Nov, 
IMO au!>^eHietliei] Llrkiinde vum I&, Oktoher 1521. 

4) &I.-A. Da»sddorf, Me. B. 118. 



i>34^.-&rG00glc 



1 



HdlljjfltiumBverzelcbalittw Dtederrliviniisvtitfr 3(ifi«r u, Rlublvr uiu IfjOO, 141 

wordeii. Anch bier fiDdeu wir wiener AngahcB fther die Lehcus- 
geechichte der anfgefUhrteii Heilifreu, uuil eine U^>eraehrtl'r fiber 

dem Ver/cicbui8s beeagt, (lass die Reli<jni€n id der angegebenett 
Keihefifolgv vorgezeigt xterdeii sullen^ uiid Yw&r am Tnge deK 
h. Servfttine (J3, M&i), dem die Kiroh«^ '/ii Me/tc^ ir erster Linie 

Was U1IIL die Rdi<inien aalaugi, die in den Kitx^beD kii Diet- 
hireheiif Altenbcrg nnd Merten verebrt wiirden, po geb/^rteii die 
tneieteu scJt:£tver6titnd]ich der grossen Schai^r der Heibgen aH' 
welebe die katboliscbe Kircbe rerebrt, d^ncben aber fiiidet «icb 

cino nioht itnbodoQlendo Znbl DCDteBCamcntlicrher Roli^vien (vuu 

Cbrteta^ Mftna and derj Apoeteln), und hie nnd da komnil aocb 
eiue Erinnerung aits dem Alteu Teetaineiit von Die IctKiereit 
rciehen anHtok Lie Kur „er6ten Mutter Eva'', daiin Bind melirfneb 
ITieilcljCT Fom Himmels-Matina vorhauden, und eine Pnrtikcl rHbrt 
vom Pro[>heteu Jesaifts her, Da$ Lebeu Cbristi tUsst ^ieb von der 
Oeburi an bis Kur Himmelfabrt verf otgeii ^ Pnitikoi von dei" Krippe, 
wnrtii dfts KoJibleiD gelfgen, bis 7^m Stein^ vou dein ans der Er- 
iJiaei' geu Hirainel ^efahren isl, wareu in reicher Zidil voHiAudett. 
Guta bcsondcra wurdeo die anF doe Leiden CbriBti bc^u^bcbeii 
Helii^iiien, clie aogeaauuteu PafisiorisreliqDien, gescb^tztf nnd stt 
fjuden wir deiin anch in jeder iinserer drei Kirci^eu mehrfncbe 
Puiiikcl der Morterwci^Kcn^c Cbristi, vor allem Portikel vom bci- 

ligeu Kreiiz:e and solebe vom tieitigen Ombe nebeu vieleu andei-eu^ 
Aiich die TUcber^ in die der Leichnain Cbristi im Grabc ciDgeliflllt 

^cwcfiea war, warcn r^blrcich rcrtretcn, Farttkel vQn blntigen 
Tbriinei] Cbristi, sowie vom Blat nod Wnuderbint des H^td — 
Hoslien, die ftich mit Bbt erf^lt batten — ^vurden ^ezeigt. Dazii 
^ab cs Eahlrcichc RcJiqnicu voii Htihttcii, an dcneu Ohristus i>ei be- 
soiidereu GelegenbeitcTr geweilt batCe, 

Nebcn den Keliqiuen von ObriBtQB geDD^seu die von £ein^ 

heiJig^i Mutter berrUhrenden besoudcre Vcrcbnin^, Wir findcn 
in alien drei Kirebeu Partikel vou versehiedenen Kleidungssffitken 
der Jungiran Maria — Bogar von deu Handscbnben, die sie ge- 

trBg:cn — , dfisu Tbeile tou ihrecn Hoar nnd, ebcui'alJe in ailcu 



]) In der berelts Tit^rten t.Tvl:tii:ide wlrd nntereehf^eu ewlBchen 
dvr capella aancte A^netis nnd der p^celeeia in honorem eancti ServaeiJ 
epiecopi et Eoncte A^iieti£ virg^iniK dedlc&tn; der Tag d«6 KLrcbveiti' 
feetes wlrd Knf den Sotimag- npcb dem Seruatio.«;af« fetng-esetzi. 



l>g4^.-&^GOOglC 



im Paul Redlich: 

<]rci Kirchen, Partikel roo ihrer &nJclj. Letztere Bcbeint dAnub 
iu keinem ^rifasereu Reliquieuscbatze gefebU %a hali^n: «uc1i a 
WiUeiiborg and iu Ballo wnrden mehr^^e Parlikcl da^oti oAf- 
bewAbrt. VoQ drei derartigeu ReliqnieD des .SlTftee Dietkirchcn 
{Verzeiebuis B, Nr. 2, 24. 30) batte sicb, wie Dti» im VeneiclmiK 
Gelhat erztlhlt wird, die e»iie iufo%e dcr Uiig1ftnbig:keit gewi^ncr 
Lcn^e dnrch eiu Wouder in Fl^ir^b nnd Blot venvaudelt ^)- 

Vou anderen uenteBUmeutUebeu Reliqnicu komioeD Bolcbe 
dcr Apostel und Evaugclietca vor, allc drci £cliqnicnBcbatsc be 
wabreu Krmneningai an Job&nnea d^n Tftofer, hie uod da ^nd 
ancb eciite Elteni Zachorias nnd Eiisnbctb vertreten, dazn k<Hiiiiieii 

di^D Ktodldn, vom Grab des Lazarus Dod voli desaen Scbwester 
Martba. 

Vou dea Ubri^iL Hdli^en ^erdeu besondera It&nfig die 
LeiligeD Mfitiner aud Fraocn Kubia imd Uberbanpt dcr RbeinlaQde 
gctiannt; Maaritiue mit seiner MobreiiHchaar, Ursula luii den 1 1 000 
Jtiiigfrftacnf Berib«rt, Ail do, Alfred uh, Cateins and Flureiitins, 
Castor VL a. m. 

Wir gudcn in jeacr Zeit, nan^entlieb in den HciJigtliom^ 

biicbeni, diuw eiu RcliquieiLtiebkitcr n^^lj'cbet gleicbarti^c Re- 
Jtqnieii unischU^sgtT etwa Dnr Keliquiea, die auf Cbnstns B«Ziig 
habeii, oftioals nnr PaasioimreliqiueD, dfiuu wieder solebe ron der 

Jaugfran Mnru^i von deaApoctelu, von m&DuIIcbeD and Yon weib' 



1) Gei^dbnHcb wird^ wenn van der Mifch d^r Mutter Gottes di* 
Redt^ J^T — *" duch ctwas rsilioiialieiischer WeiriB — t^i-kJftrtf es handle 
filch uiii Tliellehen von dem Rlreider^ls d«r Mlkh^irrorte in Betbl^bem. 
wohin M^i^ia ditH JesUbkind vnr d<^ Scherg^ti dee Herodiw g^Schf«i 
liAbt^ (cf, hici-ilb<]vMj&liii, Die beiJI^n Orto, IU* S. 12 ff.). St. BciAacl 
fubit ill dCiDCiQ Huche iihpr ,Die Vei'ehrung U* X^ Fraaeu in Deatevb- 
land wfthi-end des MiEtelaltert** (ICrgftusTUigKhet^e ku den .Stimmen ao^ 
Marift^Lancb", Nr. 66, Freiburg IF^G, S. tO!J) vprschledene F^ln nn. wo- 
Dauli bei Ber&ubvng- oder Entfp4-nung ^ne« Marienblldee &a» Atesem 
eicE mik'hfarbigc PliEsBipkwt gefloBs^^n sci. Die Im Tost erwtthnte E^ 
EAhliuig von'Joner n'uuderbai'on YtrwandJung seigl jedoch deulJicb, 
dnsE iHits V'olU — nnd fluclk die StirtudBine, welrhi; t\s-a V«rzeLv^mj]E« 
niedcr^csc tint ben liat — ^lBubt«> wirklii-Ue Mib^ der Jotjgft'ait MniU 
vor liich 711 balH'ii, fit^tneikenswerth ieC HU^^b^ dass zn HHJ];e eiue eciiche 
Eeiiquii'ln eint-r oilbernen verg-oldeten Flasclie anfbewshrt wni-df, die 
^inem siJCrernen Bruuibtid dei' ftlaria luu den Hais gehttngi war. 



i>^£i.-&^Googlc 



** Itcbeii — ' bier wieder von verbeiratheteu und nuTerheiratheteu — 

^J Betlif^eoT (tie wie^^ nach M&rtyrern nnd Bekeimem ffeschieden 

*^ wenieQ. Na<^ dieMut OeaichlfipunkteEi war beispiebtreiee der 

fe gaeze Reliqnie&Bchatz za Halle angeordnet. In lingers Vcneich- 

^ nieA»L treffen wir Kwar in eincr Anzahl rou Reltquiareii ebenfalls 

**? DOT Reliqiiieu ^eicbcr Abkunrt — z. B. id dera zweiteo Diet- 

i^ kiri^hener Vermcbnisfi ia eioer Honalninz (Nr. 1) Eeliqnieit von 

M Ctiristoe, in etner andcm {Nr. 2) wcni^etens grtiBstentticU« Beli- 

fk ^oicn von der h. JoogfraQ, m ciner drittcn (Nr. 8} bis aaf eiiic 

il4 AnBU^me unr Eeliquieii von beiligei^ Jangfranen, In einer weiteren 

II (Nr. 20) TOQ 9 Partikelii 8 FnaeioaereliqiiicR, tn dtm AJteDbeiver 

IB VerzeicbitjSB etnmal (Nr. 9) nar Reliqttien vtm der h. Jutigfr&a, 

^r Q. e. m. — , aber mclBt wild doch bicrauf nicbt ^eachtet nnd es 

sind ReliQiiien voii Obrietua, Jklana uud den verBchicdenateD Heilig;^! 

ic huni durchetiiiuMler gewfirfelt. Imni^bin kOuueu wir ancb bier 

k in einigen Fkllcn beobacbteii, daae dauD, w«im die Betiquien- 

%' bebiUtrr glcicbarti^c K^diqaieu mnBchlJeaaen odcr wenii sic nar 

L> eine einzige Reliqnie euthaltea, die Form der EeHqaiaru auf deu 

labaLt Bcztig uimmt Qod doBsen inncren Gcbalt naeb aiisacD zur 

f: Ansfhaunng briogt 3o werdJen KreuzparEikel Yon dec Krenzai 

J Cbristi, Petri nnd Andreae id einem silber-vergoldetenKrenzeein- 

i gcecbloBGen (Dietkirehcc, Verz. H, 4), der Arm der h. Praxedie 

^ (Dietkircben, A, 21. B, IS) rubi in dnem AmiretiqDtar nnd fibe^ao 
der des b. CorneTiue in eiueni bdlzerDen Arhae (Merteu, ?), and 
dsB (ileiche ist ofFetibar ancb d^ Fall bei deu in Altenbei^ vor*- 
liaii<1enen Anru^ki, d]« imr einfnf^b nb hra.e*bia v4VHchiedEsier H*^- 

Uger anfeeflibrt werden (Nr. 21—23). Ebenso baben wir nm die 
dort aikgefditrteii cajiita (Nr. 28 and 29} alB Kopfrcliqoiare vor- 
nnatellt^i, welcbft die S^-bftdel odw Tbpile dj»r Scbfidp! d<*r be- 

troffeikdcD Heiligen nm^ben. Eip eilbemcE^ Marienbild za Di^- 
kircben (fi. 30) entbielt weii^;«tens dee gr^iuere AiiKabI ran 
KeTittiiieu der ^obeued&iten Jnng-frun nnd eui gm^ees Nilb«>mpB 

Krcnz (cbenda B, 32. A, 1) m der Hanpteachc Krenzpartikel, 
wie ancb zwci mil dem Bild dea Cmcifiins gesctiinflcktc Rdiqnien- 
lafelu zQ Merteu (Nr. 3 mid 4) w«iug<ieDS iu ersler Linie PnauiouH- 

leliqnien umfasateii. 

:^hr geni bewahrte mau die Beliqrieu m Mooatranzen 

Biifr flu Stelle ddr Lnuola mit dem AlZerhciligsten nmeebToss der 

Krystall' Oder Glaaeybuder Keiiqatcu maniiigfacber Art. Aller- 



lU Paul Redtichi 

djQ^ vverden anch TnoD»»tranz&hDliche Reliqniare, die vob vom- 
liereui znr AQfn&btue von Reltqnl^ hestimmt waren, oft al? Mod- 
%ii'&n-fjtii hezeicbnet, wie wir bu« den Abbildtmgefi der Heilig- 
rhntn^UebRr wisaen, iind in Altenbei^ hflbeii wir cue liic 22 Mod- 
Btiwi?£D. die wir enter den SQ KeLiqniaren aafgehlhrt fiudeiu 
siclierlieb vtm der iriaDiiigfachsteii F«rni vor/natelleii nnd wfirden 
fllr duB zn falecb^ VorstelInikge& fubrende Wort Moufitianz iieb«r 
dan atlg-enieiiicrc „()stC]isoriam*^ bmncben. B^ den 14 MonatranzeQ 
des Stit'tes Dietkircben sehea wir gcbon ans deu beigefti^eRr frei- 
lich dOrftigen An^alreD (cF. nnmeutlich luv. B, 1, 8. 16: ^rnud'^)^ 
dass ibrc Gcstalt sehi- rerM^biedmi war. Das VerEeichuiss ron 
Merten wclst unr 4 Monelraiizea ^f. 

Nebeu deu MoiistranzeD war^ Kreaze, meist vou Silber 
imd mit detn aT^ebefteten Reiland geschirthokt, beliebte Rellquien- 
t^ihlilter (Dietkircben, B. 4. 52). Mer^wUnlig^^veisc febU |edocb 
dicBC Art von E^iqiiiar in Altenber^ g^ii^Hcb, nud in Merten 
tinden wir nnr eiu st^bwarzes (eiBemesr'} Pa^ific^le nad e'mc R^i- 
<EiiientefeJ mil ilem Bild des Gekrenzigten g'cziert Zahlreich eind 
in tJietkircbcn die Reliqateukgatcben, die, tou Silber, Bern, 

llolz bergestellt nnd ini lelztereu Falfe nieittt mil Setde TJber^ 
20g:eii, wobl theilweiee an Sarkopba^e auch ibrer Fonn nach 
erlnncrt4?tt, ober dnrcbweg: vou gcnug:en DimcnHiciicn ^eweseo zu 

seyi »wlieiiteu. In Mertc^u da^t^en herrKehen iMe-. Reliqaien- 
lafeTu vor^ meist Doppeltafeln^ zwischen dereii W^udeu die Relf' 
qiijen eiitgescblos^eu warei^, hikI die zuin Tbeil be^fimlig den 
bnbm Altnr ^iprien. Aiieb Altenherg bat 7Avei K(J<>h»^r TafplD. 

Im 8(if^ Dietkircben w^re etwa noch die^Greifen- 
klane^ {A, 16.) bervorzabetieu, die im lateiuisGheu Text als 

^omii ma^nnm lie/eielmete Stini/iei' Hues Wiesent tH\er i4bn}i*^Ji*m 

Tlderes, wie eie damais Tietfaeb zu Ziei^rdtheQ nnd deB J>f^ereD 
aiicb als KeliqnienbehlLlter Verwendmig fatuleii. Attclt ein Peli- 
kAii, tier spin Her/blnt htn^bt ff^r seine Jaugpn, Haa ItAkAntite 
Symbol vou Christi Opfertod, kommt, wie hier aiis Silber gefertigt, 
in gicicher Weiec z, B. itn UaJleseben IleiLigthnm ale Keliqnien- 

behftUer vor*). !>»« eiitKeliien Ohjetl^ des I>i^kirch«ner Heilig- 
tbamesebaty.es werdeu QbrigGtm ^isC aaenabjuslos in jedem der 
heideo Verzeichnisse anfgcfiihrt nnd lassen sich init ziemiicher 

1) Afcgi^biWet bei Hirtli, Uebhabci'-ISibHothck fttc S. 48. 



Sivberheit ideutiiieireu. Nar bei eiiiigeu K^tobeii kanii der Ktlrze 
dcr Ant;rttbe!i wetrcu (lie ideuiititt der id dem eii^n Inveut&r ver- 
7:eichneteii mit deoeii da* andf rri iiicht gan/ sicbcrgestellt werdeu- 
Die im Inventer B ^Nr. 29) augefuljrteti reliquiae uoit omatae 
dltrften diesdbcii mr\, die nach dem VcrseichnieB A (Nr- ^2) in 
Riii^^m titessiu^beschla^aen Kufttelien aufbewabrt wnrder. Ausser- 
deni weist dae V^n-zeicliiiiss A (22) em klfiiues Bildeheu (Statnetti?) 
voQ CypreaaOnbolz luit einem Perleiihi&sciL and einetn ecbwarzen 
Pat€ruD6ter, sowie ein Klcinod, genanut pdie I'oiJ" — etwa ehie 
Altarpolle? — (Kr. 1), das VeiyekbuisH li d&gegen eiu £il1)cnics 
Jlarienbild (SO) auf. dae wir in deni aiideren Ven%ichmBB iiicbt 
vorfindfm. Ein Marienbild, von dceseit Kleideru die Rede iet 
(Vorw**rt 2IUI1 Verzeichuiss A), war sicberKcli aiie Boh gcfertigl, 
dicberlich eines der i^ltcsten StHcke der An^tattung: deH 
Slitfcs Dietkircheii wird nits in dem — ^eiclifalis nur iu dum 
VJktzGidmm B (>'r. 3l)erwahuteu — grossen Krenze vorgefubrt, 
daft vor dem Chor St Peters io der Lnft sebwebte. [n der mx- 
luitlelbnr au das HeliquieUTor/eiebmsE an^'schlof^seuen Auf^abliiiig 
der AbUeee, die mit der Vci-ebmug der Reli^inien der Kirche 
verbuuden sind, vnrd ersSblt, daas dienep Kreiiz, dns „[ibem3 Piilt" 
hkiige, eirst vora Erzbischof Si^Fried von KO)n aiif Bitteu der 
Aebtinsia ^igwidis erOffnet and mit Ablaas anege^f&ttet wordeu 

aei. Id der Tbat /indet »9icb im Aivhiv di-A ^tiftn iioc^h e.\tif. Ur- 
komle vor'X ^^^^ we1ch(>r Erzltisebof Syftiditt voii Kl5\n rth M- 
M^rz 1291 alien, die 7M ^iHsseit Zeiten dieses Kreiiz andllelitig: 
hesiii^hen, dnt'ti 40tSlg%eii AbUs« veHeiht- GleicbsLPitig CTf^breii 

\vir bier, dfisB dieses CmeiHs &De Hok geEcbiitlzt war, sowie daee 
in&n die Eeliguien in dcm K^rper de^ fleilaudefl ^borgcu battc^), 
und bereits damals wtrd gesagt, dses das Krei>% ec-bou „vou 

Alt^^ her" aber dem EvangelienpDlt bauge*). Wir babeu alBo 
in dem Kienze eiu h^lzernes Triiimpbkreciz zn erbliekenr 
das vor d«ni Hnnptchor der Kifche — denu djeser war dem Aposiel 

Petros gcweiht — Uber dem Lettner aiifgehEugt war. 



1) 3c. A, DOHSt'tdorr, Bouu. Dit^Lkij^heu, Urk. 16. 

2) Intra Itgnom corporiH crucifix) , * . In monasterio beati Petri 
de Dytkitrhen prope Bniuiain . . . nDnnuflas mncEorum BacroRnnetaa 
rellQuifts contincri — . 

^j dit^tani criicem mipGK pnlpttum, nbi tu-ftBgollum solet legi, ab 
antiquo pendenteiiu 

AMuten dfls hiRt. Verelmi LUX, 10 



i>54M.-&^G00glc 



146 Pnnl Rndlich? 

Neben dein Ai>09t^Urateii Petrns wird Jobaimea dei- TSafer 
aIb Pntrou der Kircbe nut gcnanut'). llitrt war der ^teste*} Altar 
AMuT dcr Kn-pta geweibt, der von 13 BischOfen mit AhUea aos- 
^tallet wsr, me aus unset Verzdchiiies der AblAeee sowohi aiB 
aneh die noch erbalteue Ahlasenrkmide vou 1517 lelirt';. 

Deu 8chhiss der AofzeichDun^u Uber Dietkirchei] bildeti 
flat'li namentlicber ALfUhmng der haiiptB^chliclisteii Wohttb&ter der 
KiiThe^ fUr welche gebetet weideu soil, AiiDrdituug^B Qber eiue 
Bniderschaft voiii heiligeij Krcnze, die sicb im Ajftchlnsa &n die 
ill der Kirchc vorbaiideite ^Yertbvolle Kr^zparlikel gebi^det hatte. 

In Altenberg ist daa mteressanteBfe Stiick de^ Schatzef^ 
die grossc goLdeiie Tafel, die Abt Heinncb I. %& Anfsii^ 
dee 14. JaLirbiuidert^ vou seincti KIcmodieu nud Edelsteiiie;i her- 
etelleu hess (Nr. IJO), mid von der wir echoii obeii btirtga. Kaeb 
der Ueberli^ening der AbtAcbrmiik war aie fflr deu hoheu Altar 
hcBliimiit'i), aud wir babeii darin uiCgbobenveise tine »h AUar- 
ftufeatz dieiiende Tafd, eine ^ofreimimte FaUa d'cro. za erblickeii, 
wie u'ir sie beiite noeb im Aacbeuer MUrster, hJer freilieb aoe 
fraberer Zeit, eiblicken. Die ait^fQbrliehere Kr^iltilnrg aber <1ie 
Hcrknuft dcr Tafel, die Dnr das zweite VcnieichiiiBB bringl nnd 
die ziim Tbeil wOrilieli intl der Darstelhrng der AbUr^bro&ik Mber- 
eittstimmtf scbeiut auf gidci- Itiecbrift, welebe das Kleinod tnig, 
kh bcnihen^). 

Von all die^eri ko«tbarcii Sch^teeu int nicbta auf tms ge- 
koiuitien. Das Sdft Dielkircben bt^ Dacbdein ea bereits im Tmch- 
BeasiscLeii Krieg^ ftehwer zn leiden ^babt batte, tkei der Bclage- 



1) Tn «lher Urkonde voin Mai I24€ (St-A. !>u£h(^[drrf, Bonn, Diet- 

cipib et saiictj Joha-riiLib bjipl^sCe in DletkEr^u Colon iei)»{lHHl)i}ceds, 

2) I3S0 wordc ein Katliiivijien-Airnr in der Krypu gesUfteU St,-A. 
Ddf., Dictk., Urfc. HS- 

d) Jn iKaterer hetrwi es von aen Stinem de^ AblflfiGPf: cupfem^s, 
lit ftliare inanoti JohABnie b&[)li»ite in cripta ec^leslo |>rJitil1ive iuDi^ckir- 
g&n profre mnroa BnmieiiAea ColnDjeoNB dincesis uoit^ruis honAilbas 
teqaentetur — . 

4J H«t-nrrciis . , , fieri fecil de clenodllG eiiis gcnimarura videlicet 
et ftnniilorum maforem tabiilam lelii^iiijii^m ad sfiiDaiuDi alUre. 

&} Am Sehluss der ErzfiliJnnp vtm dcr Tafel heU«t es in dcrAbtd- 
chronlh^ nt h&hetur In «adcni tubals, und da£se1hi? bvdfMilul orTeubHr 
auch der Zn^ts de^ Verzcitihnisses A: ut hn^ietui ibLdeiu. 



u^54ii.-&^Googlc 



rung von Bonn L J. 1689 gfinzlic^h eing^schert wcrdcn mid wm-de 
<Uiiach in die Stadl veriest. Vou Mcrten mOgen eioige von den 
hiGr verzeichnetcn Heliquicu erbaJten seifi, wae aber an koetbaren 
B«h&ltern vorhftiiden wRr^ das inriHste, cbenBo wie Ton Altenberg, 
nacti fler Anfhcbfing (ter KlOster untl Abteieu iiu Jalire 1803 nacb 
Dlleeettlorf {^dbracht werdcn and worde hier verbauft od^ w»n- 
derte in die Mitnze. 

Die in jencn Ven^iclinifiseii aufgefUhiten Reliquieiibeli&ker 

^aber belfcn dazu beitra^GUf ong d€D frUbGrcn Olanz der Kircl^eQ 

za veraiieebfluliehenT und dte Nachrichl^n von den ReLiquien nnd 

4en Abiileeen werfen ein eig^artigee Licbt auf die Art der 

Fnlmntif keit jener Zeit, 



1. Dietkirchen. 

A. 

De^e nn^eanilireveD cleynoid«n uiit hyltum getzeirt ind voirt 
allet. dftir man eyner tustersschcji zo levem plit, vau. anderen b^ratwi, 
kclvJien^ myagewanden, ipiarocken, alver, omytten [^ DuiictiiaJ ind 
En nn»"^r lievpi- vranwen bylde geborende ya mir Lden van rfoni 
Vytenkrtvan g^levert van beveU myner wyrdigen frauwen van stuck 
zo stnck, as neraliclieii beraat voiJge(^ neit uysbehalden, annn ilomitii 
M0( ■( '(^LXXX VIII up OofHrje tad Daiaiani martinini. 

L Item Eom ersten eyn groise silvern cruce mytliyttnin tjetKeirt 
vwi dpin liilligen cntce, (= Vj^rzeit'Imifls B, Nr, 32,) 

2, Item noch eyn andet cbyn overgult crilce v«i den Jkilligen 
criit^eu went Ppterw int aaixt Andwiflj ind eyn rverpilt crrioe up dem 
pyhapi^J). (= B, 4.) 

B. Item nocli eyn uruce, dair yniieji von »eai CatlieWnen nlinb. 

(= B, 22.) 

4. Item nocli eyn silvern monstrancie ovf^i-gult, getzeirt myt 
16 stuck hyltuma myt «inem silvern voiks neit vurgulL (= B, 1,) 

h. Item nocli eyn mrmatrancie myt dryn tomen, getzeirt myt 
bylt-Hin apo^EfluriiiJi J laartiruin, confcrvi«riiiii. (-= B, tij 

6> Itom noch eyn cleyn mmstrancie nvergult myt eynander 
gebseirt myt sent Jobannia byltnm. {= B, 28.) 

7. Item n<>ch eyn cLeynoid genant die pclL 

8. Item nocli eyn silvprn cleyn iiionatrnncle van s^nf Beue- 
dictuti ind sent Agatten, (= B, 10.) 

1) TAiisiB.pm, biJd^th: KDaurtScliUleriLLiibbBn; MiUvluieder- 
deutscbea Wi^terbnch). 



U^g^ii^-t^GOOglC 






148 Pf^iil H«dlEch: 



9. Item nocJf eyr cristalt inyt tEwen silvern en^len. petzeict 
myt olicli ^ent. Cftthcrinen. (= B, 23-) J 

jO, Item noelk eyn cleyn mlvern monstrancie ran seut Peter. 

1= B, 27.) 

11, Item ncch «yti gelich der eirster Hilveu>^ ind gctz^irt myt 
iv1ir[uftin siRnctnniin SarbarR ef, Nicoli [fj el^. (^ jR^ .'t.r) 

12, Tt«m nocli ejn eriflUll vajt 4 voyaflen mlveni, jEfts«irt 
myt Cecilie, Agathe, Bfirbare} Cordule^ Mar^arete. (» B^ 8.) 

13, Item eyu cleyn «ristftll myt 3 voiHaen, getaeirt myt. dem 
parp<»m cleyde etc. ^= B, 20-) ' 

14, Tt^m t^yn clftyn flilv^ni kyrttgin myt linger leven vrauwen 
hentecheii. {= B, 12-) 

15- Item noch eyn cleyn Ailrern kysisin, dair inne de ?^i>al- 
chro dcinini et Lozan, (=^ B, 5.) 

16. Item nocJi eyn neir cleyti iiiniiHtraiicie silvern^ dair von 
Jlarien Epi|iciftce. (= B, tO.) 

\ 4. Iieiii iii>i.:1i f.yii fus'ii- u\feyn iiiuiisiLHiicie de iiiiivcviiulju^- 

(= B, 16.) 

18. It-em jidch eyn ifryfen clage, dnir inner mannicherley 

(= B, 21.) 

19. Iteiij eyn ayden criatall myt eyn ^Ideii cnice, dair uinen 
de ciiieribuH ^nncti Johajinifi baptiste. (=^ B^ 7,) 

20- Item eyn boyin myt eyio sdlvei-en jjellit'aen. [^ B, 2o.) 
21* Itftm eya tu-oi, dair inncn vtuti aAnt PraKcden (^ B- 10-) 

22. Item eyn cleyn byltgin van ciprestieti myt eym perlin 
cn^in ind eym t^wartit pftter neater myt T Jiilvem kerncr. 

23. Item up sant Peters koir eyn monstraiicie overfull 5«^ ■^em 
wyrdiKen *HacmiUEjiS oacLftyndboiye darin(i')deai:genfco- (= B, 2V^ 

24. Item eyn syden ct^sm [^ Ka^^ten] van f^ent Odilen ind 
vail ^4^■nt EJizabetli. (= B, 6??) 

25. Item eyn oipreeiwn kyifte vrm flent LMxrenciun roiate ind 
mee etu. {= B, 14.) 

26. Item eyn syden cBHse myt gulden br»iataven, dair inne de 
lapide domuii. 

27. Item eyn cleyn groen aydan casse myt gnlden hertigeren 
T«ir dar an gemacht ind eyn cleyn crucifijfc boren np silvran- (^= B, IS.) 

28. Item eyn groise Hyden casae, ouch vurmyl gulden hertaeren- 

(= B, 9.) 

29. Item eyn Hcbryn myt den merturynen, deir innen beslossen 
dat corpoTflill. {= B, 26.) 

iSO. Item eyn swerta syden fcystgin myt 3 katzedonin^en 
[CJwtlcedon] boven getzeirt, (= E, 18.) 

31- Item eyn beynen kyst^, dair innen de casiJa sm^ctir 
Jcltannis ewangelista. (=^ B, 17.) 

it2. Item i\iH*h eyn Wnt^n myt meaninrk bealagen cum variift 
relji|uiis. (= Bt 29?) 



i>^ii.-&^Googlc 



Heiliglhumflver/efchnisHe niedf>rrlt«lnlacber Sclfler u. Kr^at^ urn 1500. t49 

Dp^criptio reljqainrum et ornntarum iu mcinetrnnciiBf 
IB rnpHiSj McriniitJ et aliis clenodLis in Deitkyrchen r«iio- 
vatariim et coHectarm annn doiuini MCCCCXCIX in fire 
ilarcii. 

1, In aia^Dft loiJgft moiuitrftncifi ai'g&ntea et i^eaurata at alto 
pe^e^ 2>i]|clira, que prlmo dpnunci^tnr, hnbentur iufrti scripta: 

PuthlLti baupt^fichlicli FEeliquleiL Clirieli, vcu der Krippt? nn bie ^nm. 

StPiiJ, Ton deei ane die Jiimmelfalirt erfolgle. IG partes- 

2. Item in brevi uion^tmncta argentea et deaurata, cuui aiii- 
Dkalibui» in lateribii^ hab«ntur Jtt infra: 

Tieiii itv lnL:t#i ItKHJt Miirlf vlr^irrlM, iz-l ferll riolutiriml. ftltiil i:rti)i^ifj^ 

MHiia, j« 1 Zahn vcu Anibouius abbas, Apc^inaris, CrinoKtrus- 

12 partes. 

^- III ^L^uplici uioiLHtniiif:ia iirgtiit4^i til. deuurHtn: 

Beliquien von Laurenciufl, Vpolitue, Nicolatte, PtuicraduAi Get- 

vacinfii Odulphun, SencliOH und andei^n. 6 partes. 

4. Iti par\'a cruce, qu« ponitur cuiu pfmi sacrato et alia H^ea 
cmce ftd sepuli liniin, hvtie nrnata, argeiitea et deaurata: 

Kreu^partikeln von Chriatus, PetniK, An^reA^. 4 puruii^ 

5. In parvo eerinec argenteo: 

Vf>n der OrKbern (^lieti iiud dee Laaanie, von St Miirtho, 3 parted. 

6. Ill virido H«rico capw> omato cum precioeie lapidibiis ant£, 
retfcTi cuin coronois (!) inteitis, at infra: 

Reliquien von Mana, von vei'm^liiedenen Apoeieln, vom h. Georg, 
d* t&nooentlbDB, de Mfvchaboia martiribiii^j votti h. Airrldeup, \-ottx 
h. AnnOr vom h- Laurcutiuri, von den Lt DOO Jun^frauen, von der 
h. AQastaitia und thrcr GceeUuchaft, vou EUaabetb der Mubter 
Johancls d. T. 15 p^tes- 

(. In der runder monatranciec van ayden dcich overzogeo, 
zait einoiii ho^weii breyden vicrktintigen voiya: 

lleliquitn dct JungTrau Mai-ia, Jobannis d T^ B«tbai-a und Ag&tha- 

& partes. 

B- III der mnder langer monstrancie inyt Tier vi-iHHsn ond eint^a 
t-horn oven up : 

von den h. Jou^tVauen Cccijia, Agatha, Batbinaf Barbara, Mar- 
garetba, Martha^ 1L0Ql> Jungfrauen, WalburRa, OdiJia, Dorothea^ 

MarlH Ma^ddJt!riK, AgUKs, Gelrlrudlb, Lu^la, CAthariiiH, JulLa, Cuji- 

aiEincia, FeJielcaSt Appolonia, Sueamia, Frasedis nnd fom Apo^tel 
Fetrua, 23 portcfi. 

9. In dem groisHCi! langen xnxd ifroen syden kestgin^ vur 
getzeirt myt gulden iiertaen: 

de liffiif) doEELinii mehrrrc Heliquien von der Jun^frau Maria, von 
niehreren ApoatelD, von Jchanuee d- T„ von den 10000 martiroa, 
von Qurrinue. Lam encinSf Victor, Dyoniaiiifit ApoUmaria, Eubtachiua, 
VinteuciUH, Kilianue, ThomflO. Oftivftldu*. voo dcu unrichuEdlsta 
Khidliiiii. quatuor coronsLConim martinim, von MavtinuH, von den 
Pttpfiten Silvester* NlcoEave, Jnnocenclne, Maivellinus, von den 



O^g^^^-t^GOOglC 



160 



Pkul ReJIlcb: 



& 



h. Jun^fraucD Cntlifki-iao, Barbam, Cecilia, Gf'irlrudiB* d(t Sanctis 
Mauris^ voci Ur^uJit, Conoraccra, ApoiJonitL, Maria MEL|rd«ieQa, Mar- 

10* In dcr ailpcr ntlwer monslTftncien; 

Von BenedlctuB, Rarbara, Agottit^ S \tnnetL 

11, In miJiiAtmnciA cum tnbfiH tuiTibui:^; in mediocri: 

Ei.'^liquieti von Dyoiiislua, Cafitma und Florenltui^^ LaurenciuSy 
ErafimuE. unschuid. Kinder, Viiiccni'.fiiSf Paucractue. ('ervasius luid 
Prothasiug. Stepliartua. Grtorgius Quumu^ Oeorgiu^ Stxtus. Fa- 
hiAiiufl uii^ ^«hHHtianuH, PrEmnn und Fp.LirtiLnuH, Pftntltalt^nn. Cle- 
mens, PotenciaiiiiH, PofophromiuK, ApoUonaris, Clpiianus, Ciriacua, 
CosmatH, BiftHtue, Adrianue. 27 partes. 

In aacnnda turri: 

Hcllqiiion vom K- FranctccUf]. von >T1cofau»f Bcuit^kriuc, £llvc$tcrT 
JacoblU, JbrrDnimua. Bencdictus, Willibrordua* Ciriacufi, Aniho- 
niaSi GuidarduH [wohl :^ GUdarduHJ. Seo'AciiiB, Heviberloa (von 
jfeiner St<*la und stinem liacvlus), MftrtUnu, Gregorius, Leonardos, 

1^ paite^ 
KeliqulB fiatiutornni apwEoloriun : von 9 Aposteln und deiu Ev&d- 
g«limen LucaB; 10 partem. 

IK, In inaiori ncrinio wgenteo^ 

Item ^ai> uerltecaivm [^^ vhirolhecftrutn]. quot »Aiitta virffri Mark. 

pTopnifl manlbufl portavit 

\S. IiL virid'> Hmcn capso, euro Auper<:^lau»w et '>ritfito onm 
cordibus et f!nriTm8 aureis: 

VoQ Krippc und Grab dea HerrD. von den Apoatehi I'auiu^ und 
BartboloDieus, von den 3 Ivi^ni^n. vom h- Benedictus. von S> Ur- 
sula, lie ManrlR. den llOOOJungl^nuen, Vitus und ModcAlufi- Ajriwa, 
Jobannee bupt. 13 partes. 

14. In longo acrwio cipreseino; 

Vom B«>Ht dea h, Laureutius, von S. Stpphanug, dp aepufchro 

patrlarchamm ec propbetarum, vom b. Nk'oJaua, Bemardue und 

verAchiedenen andcrn lleiB^u, T parted* 

LO. In minima longa mcu^trtmclA: 
De fi. Blarla K^pdaca. 

16. In mininia brevi rotunda monstrancia : 
Do Btmgwinc Banctorum innoceutum. 

17. In ilem vierkantJiert alden beynen rtchi-yngin: 

Kt^liqaien Ton Johannou d. T., Job. Kv., Lenren'^los Hu(i»-rtufl, 
Sevei-ln«8, Barbara. 6 partee. 

ly. In dcra swftrtacn i*ydcn ktsigiu, junffcro TKcppfinfelt 

leifi macheti: 

6 Heliqulcn von Jobannes d. T., ferner von^ h. Laureiician, vau 
Hupertus. von Bariiara. *") partes. 

ly. De brachlo beats Praxe^iis Virginia. 

2i}. In dem klejnPTi monstrancien rff thomgen inyt 3 voiesen; 
8 PaHtflonareUquicn und 1 von Maria. 9 partes. 



1} ITr^prlttiglirh stMid hier: 9: isr von derselben Hand korrigirt in 4, 



if^^.-&^Goa<^lc 



HeiJigthuDiAvera6iclu]]SfieDiedrarrh^Tiia(-herStifteru.KE5BteriiiQ 1^00. 151 

21, In conan mngnn: 

Rtdk^uli^ii von Jnh. Ev., vmn IVrab il#a flerrn und verachli^pnB 

22- In monetrfincift cupretv defturaU ed modum crncis: 

Ob paitu-utH de membiis A- Kathedne virginEEiE, et roCtLdie titillAt 

oleoib. 

23. In brev] lata motiatraiicia lU'fi^entea cum dxiobua nn^lin: 

24. In cftpso serrico ^— ') colons. 

De latrle bfi^te Mttrte virginis. 8, Barbara, S. Lucas ev,, S. Agaciua 
u^ GeiJosjieu, Gri^^Driufi, Lutgerus, Qoi^oniud, de ijmoeeiilLbus. da 
sAiictis Mauris u. ver3r,hiejUuen audixeu HellLgcn. 9 partes, 

25. Ctrca arborem cum betlicano: 

Reliquien vou Paotti&leon, Vatentluas; Laurencius, Adilanus, 

Chi1stophor«9, de narntiH MimrU, von MiLXtHiinus, Herlberftis. Mar- 
imus, UdalrU'ufl, Anthontus abbas, BernfltduR. Allfxiufl. s. Yvon 
advocatua paup^mm, ^zaberh l^uLt^Tavn ac vtdita^ Aj^tiia. Doro- 
ih^a, PraxedLS] Cordula, Seruelna. 21 phti^k, 

26. In quadnito eci-iaio diversia animftUbufl omato: 
Corporale. De caMiIa b. Huperti episcopi et allia diverala raliqiiiia 
noD omatk. 

27. In der mealicher eilr^m mon^traiicien j^wrHz bekieselt; 
8 fieliquieo tou St Petrua, aolche vou Sebaatian, Maria Blaxdalcna, 
Cecilia. 6 partes, 

2ft. TtAiki in rl*r andpr wlvf^m moimtninpieii, en w*nicli groisapr: 
6 Reliquicn votj jE^onnea d. T.. femer tou Hupertua, I^ui^nciuH, 
Barbara. 9 paries. 

29. ReUqnie non nmate : 

\om Ort, wo ChriatOE ^ebon^, von & Barbnrih Stcphonnc, Mw- 

tinufii Nicolaiw. Eva prima taater, Geirtmdte, 9 paitee. 

30- Heo sunt rcliquief qu« repo^ite stmt in yihagine aigenl*a 

beate vurginiH Marie: 

In primis de tacte beate Marl? vlrginiGT de oleo quod £u1l ita 
yma^inc in sardagUie eiusdem beate virj?^nlfl, von ihrem Gewcnd, 
Hcliijuien roii Gbriatua, u, a. de panno qui luk super facieut domini 
noairi, Reiiquieo von mehreren Apostein, von Maria Magdaiena, 
Geor^uB^ Chi^vtaferuG, Panorft4>1uG^ Blasius, Nofciuji und Achillt'ii, 
Prothna und Jncinctijfi. Dyoniaius, AEblnub, Albanus, PotenCinuA, 
Fanthaleou; MartinuG, Willibrordua. JlteruDiuius, Felix uod Juaru9; 
A)pies, 11000 .7uiigfrat]en; da manna- Tun Elizabeth, BcLTiardij»f 
Kathrina. ei miilre alie, quanim nMnina ignoninius. 38 parree. 

SL Hec euDt reliquie que continentur in cruce magna ante 
chomm sanoti Petri in aare : 

omis7G Reljquien vdd ChHstufl und der Jungfrau MaHa, de manna 
TsrEihelitlra, de efhiMione ttflDj^iiiiiiH )i^urhEiomm maitlrtiin, von 
Philippus, den h. Mauri, von Barhsra, Riephanns. Chrietoplieriis, 
Auno, preier uomlna muLrorum. quorum tituluni senium delevlt. 



1) Ea iat liter PlatK ^aaaen I'iir nat'btril^Ticha HIn£iirU£uug der 

Farhe. 



u^54ii.-arG00glc 



Indulgeocie- 

Aliv Christ^ fiuhlg<:n, die kotntitCK od cticlftfiAin in Dictfcyrctcn 
visitando cracein i^uper pnlpitum ab anti()U«> pendf^nteiD, quam Sifri- 
dutf &rctLi«piscopui4 Colonienatd ft|>Gnen8 nb rcf^ttuu dil«cto Sij^djs 
germane ^i nbb&tisse ac tociuu c^nventug , . . . in da noirnTie cc;iu- 
j)erit rp^iquiass multo quain b|teravil. ainpltoiis, ti( ergo preidictis 
reliquiis a Christi fidelibu^ reverencia noiplior prebeatur, 'verdienen- 
AblHsBt t'on 120 Tfigen and 3 KareTim. — Ee foJgen tceiiere Ab- 
lUas^, bflflondp^-a fU^^ die Uri'dersnhaft (fraternitan) vnd das *!erf 
Sanctae Cmcis, (fKwahrt von Stej/frkd von E^n, Botmwnd ton 
Trier itnd Gerh€trd von Maim. 

Sequitiir bulla XEII epiacopnmm ad altare Bftnt^ti 
loannifi i^apti^te m cnpta. 

AUpj die dfjs nll:ai'e naikcti IohtLnni<4 bapti^ite fN^nfiecratiim |>er 
aanutuui Matemum episcoimm in ciipta ecclesif primitive in Diet- 
kyIV^bel1 an bestimriiten Tagett betu^hen, vfirdienen g^nisw AbtOMtte- 

Weitere AhlW^ne fUt^ die Beeuchf der Kii-che <m b^imntUn 

2Vig€}i sotrie fUr ff':^cv^e f'romme Werkc* 

Ee folyejt achtiesfdit^ Ermalinungen zurn Gehet pro b^neFac- 

toi'ibu^ istius stalionis, qui dederuut et legaveiiint bona sua ad ho- 

norpm beatft Marie \"irghiia. 

\\e%ti ftwk^ pro Sandei-o de Draenfjtorp fit Stinn eioi^ uxore- 
Item orate pro Belonf de Melenheym et Kunigunda aiu9 uxore- 
Item orftte pro Go^ieliiio^ ftlio Sanderi de BraeriKtarp, et, eiue 

uxnif; ct fillip et filiabiiA. 

Item OTftte pro Amoldo Hachenberch et Metsa eiuR uxore et 

filiia ac t'iliebua eontin* 

Item pro Crititiftno HocJienberch, 

62. In mn^nft duplici arKent^w cmce: 

Magna pars aancte crucib in medioi ad tatnn d<: iancea domltti, 
di! lapldf. a <|UO dumi»us f^aufi ascend il &d ccluin, Kuperiun adhuc 
<ie aancca truue. 4 partes- 

BeHtinmungen tlber d!e Tbeilnabtae au den Segoungen der 

fi-aternitajH annti* cniti^ '). 



2. Altenberff. 

1, Til prima luonati^aiicia hubentur reliijnie Marie Magdalene 



I) liiesor !etste Ab*rt:hnTtt ieT von anderiT Hand g^Brfirleben, unti 
Ewar VCD derfiOlbon wit; das darauHoigcndE, von UDS a& erscer Stelte 
gegebene VerBeicbnisa A, 



i>^i.i.-&^Googlc 



E«lligthum'iJvfirz@TchTiiGQG niederrheiTUJWhcr St^fier u KloGt^Tum 1500. I&S 

2. Ttem ill sliiL reliijnip henli Beneijicti abbaHa^ u. a. 

3. Item in alin hfi4 di^il.! xHttivti Mftttlifti u. a. 

4. Iteoi m alia re^^quie sanctanim virf^inum UathahTie, Clirietiti^, 
de tipinen coronn domini u. a. 

5. Item in &Ua i^eliqaif^ aiu»ct<ii-rmi Georp:u nmrtiriij et atioj-nm^ 
n- Ttflm in ella de osnctn Anthonio lELBgun ft tdiiv- 

7. Ti«iii in alta reliquie floncl^iiMiin confesHoriini CAflrj>rii4 ^t 
f loriiii in Confluentm t^c. 

8. Item in Mia bra<^liiiim t^ncti HfiHberti nrchtepi^opi CoJon «fe. 
9* Itom in alia de crinibns beate Marie rlrgini^ et dc veeti- 

mentiJ^ «iiis. 

10. Item in alia bracinnm de KBnctis innocf^ntibiiii. 
IL li&va ill aViR de stn^ilis afft^tjiili^ f^j". 

12. Item in alia He tunica beati Bcrnardi abbatJe, 

13. Itf-iM in alia (Je sepiilrliro doinini et de ('olmQi»nH Cliristi etc 
14* III alia de saticto AntJionio et Jaeobo apostolo, 

15. Iwm if] aEa de aurpa |>orta, per quam dominus e^ivit ad 
passifmem, item dd nuinte, in qun Chriatus ieiuiiavit XL di«bii« et 
XL rioctibnfi^ item de monte, in quo steljt Chnsturi et Flevit Auper 
Jbcruftaiem, etc. 

16. Item de Inpide Cftlvnne, in quo crux Cliriati afcetit, de la- 
pjde, super quem invents est Bancia erun, etc. 

17. Item in alia de sanguine doinini mifaccilosOr etc. 

18. Item 111 iiliA df IhuIb beftle Marie vii^iniH, flc- 
Id. Item In alia de vwte 1>eate Mane virgiiiih ^. 

20. Item in alia brachium Hancti Viti maitlris, digitus beati 
Petri apOBtoIif den>i^ beftti Andree tipoi^toli, etc. 

2\. Item brachium aancti Gregorii pjipe. 

22. Item brncJiift eanctonita Egidii et Leomtrdi abbatum. 

2H- Ttem bi"a*?hiunj unius virginiw de XI^ virgiunm, . - , de 
ligno cracit* domini, i^c. 

iJi. Item in novit monflfrnntia : Frexedit»i Tecle virginum, Cassii 
mar'yrifl. 

25- Item off^a <4tillantia oleum in maiori moiiBti^antia eum dnabus 
&diuri-tia, et ra[>erta sunt anno domiDi 1492. 

26. Item in [rarvft tftbula cum reliquiis, rscilieet de ligno cruci» 
domini. de sanct-o lehanne baptieUf Petri apoiJti>lz» ^> 

27. Item pftTn pofltertor copitifl aanoti Etherii cvxa retiquiie e«ie, 
scilicet de erure doinlnE, de tunlea inconfiurilE, de lactttimis san^Ino- 
lenttti Jhfsu ChriRtif de lintheo, quo precinctua emi, quaiido pepeijdit 
ill crute. de pyndoue, in quo involntuBi cmt corpus eiun, de £epuU'bii> 
domini, dc purpurea veate, de litiiheOp quo quingue vuluera eEiis te^raA 
faeruDl, de (^ordiSp quibus doEuinud li^tu^ fuil ad cLfLumpnaiiif de p&niiie 
iu quibuA iLtvolultjfl erai puer JhesUA, de una tunica domii^i, 6r. Inpide^ 
Id quo steCit ascensurns ad patrem, de menea, Id qua mutavit aquam 
In vinum. 

2S. Item <raput XI*" virginnm telam {B.: telumj habena in 
G&pjte. 



i^^^'^-t^Googlc 



IM Pnul RedJich: 

29. It-em dno cApIttt sancfoniiD JoJiBcnis et PaolP)^ et (-ajtitA 
Hanrtorum iRjdOTi et Saturuiiii niiutiruiu. (B. fdhit noi'h eiu (nput 
?>anrr.i BaiHs&iik e|>Jacopi Cietaoueii^iB and fins smicti M«chibEi^ mnrtiris 
ft (lucis auff luid von spclterer Hand iat noch ein caput s. Mer- 
i.-iU'ii epiecnpi et martyrie Ibin&fugefllgt-) 

:(0. liitm pcetre<van mniftrem t&bulam T>um reliquiU i4ui^ nt 
hsbetiir ibidera etc. i6,: ta1>ti]»Di cum r«liqiiii>J 4ui»^ qiinni ^jiinn- 
dam fieri fecit nbbas hi^iuH moiiaplerii ante dutentoa et XXVI nnitos 
vocatus Hinricuflf qui, poetquum resignaverat abbati&oi, per vi>iim- 
fntera el (wnHensum aui BUCceBeons, virtitatoiis et conventH': ti€ri 
red.r- ex magna iJevotione hanc tabnlam ex clenndiiH nuis &r;g«i>tM^ 
annulis aiireift et gemmia, in Jionorent ilomini Jftiu OLris^ nc riue 

ipHc propcrft toanit impoauit? et esi (^onsecrata per locum tenentenL 

«t suffragBiiiiim episcopi Olonientiis *), qui dcdit ociniba-j ipsrw 

nanct<>a ante henc t&bulam invocnntibus XL cUcfl indulgeiitiaLrwm 
perpetuo duratiU'Eiruiii, SO panicuif, ds.rniiicr von Jesatni^T <1<? niDLe& 
et uepuiuhrD domiui, Av pamiu li^rato busier cn-uloe dojuiuif i\*^ li^uo 
dr^tiiriifw cruelty de BAngtiiue ilDiiiini Jeau, de l&i-ie et crinibn^ b^iue 
llariv, voD lidinintllcheii Apoatelo, tou ntdnulichen und weiMiclien HeL? 

B.: Plnre* sunt reliquie in cistis, cftpellis^ He. . . . IKflJjr#ffteiJi- 
iich geitOren zu dUseu die Reluiuivnj wtfcJte tnU (teoht venfJti;iiilich 

gtschehener} UtberscMagttJig tines BhtiUs auf (?*?* htldtn niichstert 
Hciun aufgefUhH smd. 

DoTuni^r ist von apHtervr Hand bemerkl: 

Hid a<:ccdunt nominatao reliquiae ex sociel&te 8. Ursolae etc^ 
quee repertae mmt dub rcgiiuinc D. Jojumifl BlBQckonbei^ anno 
dmiiini 1644, qiifiH nDjniTiatink specificftt imEtramentum deauper <wn- 
lett.uixi arnio 1646, primo die mensie AugUHti, qoando parte!* exaim- 
natae fuenjnt*). 



1) Ni^ch eioGT 170^ ^ledemttfi^eran dentin Beiechrifl dcE Able> Uer- 
mannufl de Horrichcm narcii Johannes and Paulu^ Brnder und Mfirtvrer, 
beide primicerji pmeiioElti S. nonHtanliae, filiae Cuiir>1{uitiui iiiipejntona. 
Der Aht hat die Keliquien i. J, 13^4 zu Kfiln erworben von e^nem Jlanne, 
dec aic auK Italiett Tnit^^cbmcht hGlt«. (Akten Rcf:. 3.] 

S] Jn der Abtafhrouik beJsat es: Tpaatnque tabulam consccTari fecit 
fficLL HevDricud) per rererendum dominum Hra^anmun uuDudfiUj epia- 
ccipuni Saniblf^nsem cunc runf^entem auciortiaie epleropl Cclonleui^ls, ot 
habe^r id eadcm tabula- 

S) Abt Johaun vonBiaokenbeiF (1643— GS) berichtct hicriiber ^Ibat 
am 29. Januar 1B4T (St-'A- DoFHeldfrrf, Allenberg, Reg^^ 3): Noa JcanntK 
a Blnnrk^nb^rg . ,, vnm cob siih Inldum regtciirie coBlrf ... in eboro 
erclesme noatrHe B. M. de VEteri Mon1« qunedam ad ornatum eiu« 
InstauraremuB tt dee? propitio tlieAaurum tfttentem multorum corporuni 
nocrtinatoram e @ndadtute S. Ureulae - , , reperie^mue, adhibttis ad 
eraiBen eoruudem pntribus liiwietBti^ Jenu^ qui tuuo in adorn an da 
hiBlorln S. Uraulae laborabaol, fiabendent Je^uttencvUeff ztt AiHn cmige 



U^5r££i.-&^GOOglC 



HeiJigthumaTerseichukve niederrheiniacher Stlfter u. K Foster um 1500. t^ 

Das VerzeichnisB B schliesst aladaTin mit einer VerkUvdigtui^ 

deo AhlasMSj eing^fii^t dvrch die WoT*te: Ala ir nu bait gtwein <1ftt 
■worde leve hiltonij bo verkundigen ich nu vort den apflsie, de «-il- 
cLer [ina verleli^nt in van piti^liciier liillichcitj und tcoran 9ich ztitt^ 
Schlias tin Cital tau Apocal. VII anreihL 



3. Merten. 

Jn die t^k dervBcii c-f^tendDntur relii^uic letcr ordine. 

t. In tAbnla dupUcaU cum serico 

(De preeopio domini Sftlvatorie noi^T.rT Jhesu Chiisti, von Apostein 

und Heiiiffen, mit dcr LcbenaKeachichtc dei- l*ireffend*o Heilig"eiiV 

2. In l&bula parva cura serico contexta 
(von verflchiedenen HeUigenj. 

3. In UbnU lignca dnpJicat* cum yma^ine cracifiai 

(de eudnno domino; de cEipillia. TCBtinienti& fiepulchro be&le vir- 
^inbt; von Apoeleln und UcilSgeo, tn\t Lebenebeschmbnng). 

4. In nigro pacificaJi, in quo eei acnl^mv ymago crncifiKi 
(de coluiapnii HageJtaelonls ilonilai, de i4epulchn> domloi, de monle 
OUveio; (rej^ dentine in Eir^aidO von H^lJigen^ circ^uEiu ffrrvufi lit 
atgonto, quo neque eat aanctuA Anthoniua m tU^acrto), 

5. In magna llgnea et duplicata tabula 
(von HciH^en), 

6- Ii> tabula r^liquiamm sancte A^netl? f^x capella, in qua 
sunt vere reliqnie ciut^em vargjiai^ deargentJ^tJi cum aliis reliquiis*. 

7. In brachio ligneo bmchium sanc^ Cnruelii. 

8. In jnonatrarttiia depreAHis: 

(de mnnna ceTi, d^ laote heal? vir^rrlq, von Hclli^n). 

9. In mn^na monah'antia 
4voD Qeitigen}. 

10. In parva monHtran^a 

(von Jch. bapt. und eciuem Vflt«r ZncbapiRB; vom h^l^atins. x'Oih 
Kleidimgastitckoo MariH}- 

11. In media monetrantJa 

[de li^Do sanct« cruci« cum alHs roUqidis). 

12. In prima tabula sumiui altarlri cciirtinentnr reliquie flubacri|ite 
(vom h. Mauritius u. a. Bciligcn). 

IS. In sieciiiidfl tabula ruulill] altorrs hev. Hnb^<cript« continf^ntnr 
tvom b- Goreon, von dtiv llOOO Jirngfiitueti u. a,>. 



i>34^.-&rGoo<^lc 



MiBceiien. 

Mitgetlieilt von 
A. Kc^ster. 

C- G. HoDieyer konnte iu eeioem gruiitHe^^eudeu Werke 
Hbor die Ham- and Rofmarken ^) nur echr wenig tlbcr Kolner") 
HauemaikeD bericbten. Schon diessi Umstand m^fiAte die Kdlner 
LukfElliistonker aneirem, nun einmal die«e LOcke uuszufuHen mid 
■die HflUB- und Hofmarkon dieses bcdoutendon Geioeiiiweeena, bc- 
aondCTB die alien HAndclB- and KaufraannsEeiehen, aufzuBpflren nnd 
^esAnutiell: zu verOITenl lichen. SolAQ^e dies nicht gescheheit ist, 
mftg Auch die Mitth^ilting einer ein^elnen Haueioarke nicht nnuOts 
fieiHj znmfti die Gefabr voriiegrt, daea 8ie Ijbcrsehen wird. Sie 
bcfindet sicb nflmlich ini Buche Weinabeig uod 2war io den 
BUnden des liber seneottitiB uod dccrepitudtnis, wurdc ahor von 
^etn iieraofi^bei^ Fr. Lan^ wic so inaitt^c benierkenaweilLe intern^ 
k^ihiiscrhe Notia, nicht niilabgedruckt. 

£s hundclt eich um die Hetueinarkc dee Haoeefl Weineherg, 
■eia auf einer durch zwet geokrecbte Stricbe in zwd liegende 
KKUze zeriegten wagei-eehten Linie stehendee lothreebteti Erenz. 

I J^ I - ^^ Krenz ist bekanntUeb eiis der jUtesten Formen 

4ieft ^gnuin und bedeulet nr^rUnglieh die Anrnfung des N^amens 

]> Bj'rnn IKTC mU 44 Tnf^tlu. 

:2) S. 106/7 S «. 

^1 F^ Lull, Dhh Bui:Ii Weintbei;^, K53nlBche l)enkwlln]%keltea aus 
<l«m 1^. Jahrb. Bd. Tfl d. IV. Bono, Hai^stein, It^T und 1896. 



i^^^^i^-t^Googlc 



Eiii« K4^]Di<r Hn(isumrk«. 15T 

Gottea, eine Ergcbnng in GotkR Sciiiifo, oder die Heili^vng einer 
QaudUinf^ dnrch den gUttliolieii Segen, SpAfer wm-deu die cJufacben 

Kreuze individnalimrt nnd ahgewandeft dnrch Ziieittssc v<m ^trichetr 

ond Pnnktcii — viel zitirt ht das Fippinisclie Ki^enz J^ — , uud 

BO iel aucb uoeere Uftuemarke zu der Form gelangt, die eigent- 
licb drei Kreuze in nch enih^h. Urn so melit- AnlasH, Jen cliiist- 
licheii O^dfuiken der Helli^oiig und SegnuQg damit zu verbindeit 1 

Daa tbnt WeitiBberg aticli in der ausgiebigBten Wciso, Des 
langen uttd breiten ergeht er eich tibcr die Ucdeutnn^ der drei 
Rreuze in Bezug auf eein Hans itnd sem Ge^cbkclit Die Hnit&- 
luailte wird alac von ihm syntboliFcb atifgefa&st, gte soil die Ulie- 
dei" dea Hauses Weinaberg inahnen an das Kreui'- Cbristi nad an 
das Kreov., da§ d^i Men&chen hieniedcu zu tra^u beecliieden \bU 
Das dreifaclte Kreaz der Marke roa^ besonder^ tai eii^er Dcnluii^ 
Uenui^gefordert Laben, an and fur sicli isljedoeb eine solclie Inter' 
pretatjon, das Gewinnen eines j>ereiSnliclien VerlutltniBfiea z«r HaQs- 
marke iiinnerbin beniwkcrfmertb. Ob dies aber iu weileren 
Kreisen gesebah, oder ob *b hier anf Eeehnung der selbstpefidli- 
gen Rcd^li^keit WeinbergB zn setzen i^, da:^ mag dahin gc^teUt 
bldbf^ 

Aucb far die Anwendang und das Ftibren einer Hati^niarke 
in ^GT VolksBitte 0ht Wcinsbej^ intereaeante Anbaltfipunkte M- Ea 
scbeintf (tasfi scin Zciehen nrspiltnglich ein HaudelszeJcben ^wesen 
wij daB beim Fassbandel fUr AYdn uikl Bier^ aber auch bei au- 
deren Waaren in Amrendang kam. Ala solcbei^ einpBehlt er, es 



1) Die g«<-rutzeten hauHmirck uud fielchcn hat d«r hfinstntter utid 
hitUHj^iiuTicii uf venirlitfideu nej^t %u gvbrBncliii. <3uuti nit £U irjtclillteir 
ond v«rkl^n«ra[}g dRH wiipt^irs r?iit ili^m swart^pn «pjtrkJe im veiSAfiu 
feldct vore eyne ciogt i^au e^ uf leitagher deb h<tU6e£ ordiceren in das 
wTinpel nod cbQc dcm ivyinp«l nf die ieeren rhodo, ^ain andem marh 
man es ut die foB ritzen, nf die pucker mit kniten ruddelBlctti cff »v&riz 
zedchnen, zmn ddtten kan ui&ie ChrlRtuin drnri bloiti iriftJen nnd snitzJen 
wan es nf is^ncm Htjutgen Htucde mit dt-un vnnieben trauben nnd 
blottor nud hjadorCcn die drui trutslin nil dran, aLiO knnt man das 
cmcffix beaond^ oder af eyn«n randei> pf^nnknck von golt ^elQen 
nnd an liftltse hangen, c}der -trar zn man daa iutoflinirck dan m«lie mof^ 
gebranchen and ejn gollsniidt, iserBmidt, leidecteT-j miler, anitzler das 
wihten zu phftotisem <iad arttg ?,u thoin . . . (liber detrepibadini^i Ama 
a Mai 1&88 r. 380 



U^g^^^i^-t^GOOglC 



15S A. M«islfir: 

AiKh fttrderbin zu gebmueheii. Wip erfahren aber aueh, dass die 
Kau^marke aoi Dach dea Hauses, aof dcm Wimpel iind Qber draii 

'Winipel anf d«r Spitr^e flpr cifl^mtm Stange n.ng<^hTa(*,Vit zTt werden 
pf e^. Aiicfa soheint mao wohl zn^'eilen die Haanmarke anf eiD 
<reldf:tUGk eiiig:e«chnitta] nm d<^ii Hals ab due Art Medallion ^:^ 
trag*m Kii liahen_ 

AifAcbaalicb kfianen wir mis das AuBseben der Eatwniarke 
a»f den Waareu vorstdZen, wenn wir erfahren^ dase Hie in die 
Fasser i^ingt^rityi wiirile, witbr«nd man sie anf die Packele mit 
B^lei fidcr schwarz anfEmg. 

Am werthTollsten aind Weinsbergs B^nerknng^n iiber die 

TndivirliinKBiriiii^ dpr TTRjiHmai^rp hpiiit n-^hnutplii'. dur pinv.^lni^n 

FiuuiUenniitgUeder. Striche, Baebfltaben und gauze Zetcben^ wie 
«inc Eicb^l zitm IkiBpiel, treten hmzit^ nin die HauRinarke flir 
4en fiehrauoli der emae^nen Fainilietmiilglieder gereeht au macb^D, 

Auffdicnd ist nnr, da^s dieae Beizeicben »Gb aucb anf die Stamm- 
baltei^ erstrecken, w^hrenrt ixmn erwarten solUe, daes das Zeicben 
dei? Stain 111 vHters in der crutgcboreceu Linie unver^nd^rt bJeibe 

und niir die Ubri^n Glider die Marke durch einen Stricb oder 
Seicben abwandehi. Die Frauen des HaiiBen Weinnberg' baben 
sL<^b der HattHinflcke mvht bedient- Wenn eie b^ratbeteo. eo baben 
ihre Maimer wobl daw VVappen des Hauses Weinsbei-g — einen 
acbwar/.eii .Sparren und drei scbwarze Kleebifltler im weifisen 
St^bilde — Ub^iiomDien, aber nicbt dii> KAUBmarke; mc eeUten 
<3ann da« WeiDsbtiger Wappeii nebeo die eigece Haoemaike- 

Das Wappen stebt aa Wertb Ubev dcr BaasiDarke. Weins- 
herg fubit deoLgemaiv m seinem Haaptsregcl das WetfiBber^cbe 
Wappen init Hehna^ier^ dag<^ii hat tv in eiiiem klednen Gegen- 
sieget die Hau£marke mit einer Traube, letiteTe zur Eritmerung 
an die Heikanft von Weinebcr^, angcbracht* 

Von den zwei fol^t^den Ausztig^i atis dem in dem Etilner 
St»dtarchiv beHndliebeo OngiiiaJe dei' Deiikw&rdigkeiten Weins- 
berge ist da^ emte dem liber Fcncciutiii zum 1. Januar 1682 
(f. 323), das xwcite deu^selben mm 3. Mai 1.^2 (f. 339) ent- 
Douunen. 



i>^£i.-&rGooglc 



Dlases , | | mirck Iftt ftlso geBtnlt^ eyn line* oiler strich 



f-H 



[ig[ ULidev h&t an jedera ordc zur recbten nnd aur lincketi klelQ linien 
durcrti^iu, die lEwei crucer greben, tnitten aber der hgender Jin««n zwischen 
den awlen crfliiet gJbt cyn iiffTicliHgP ITdps. ^hG fit>i?n Aiirh eyn tletu 
tinea Oder strichlin hat, gflit nui^h eyn cnitz niso daf^ ^iilch mirck oder 



zeidien drei GTUtaliu mUpriDgen. eynO oben ucd swel nnten 



4± 



DEss<^ mirck hat Gotachnlck van Wdnaberch, myn ang-h, mynb fntteril 
fatter, off eyoBn vein end boirfflfiseu gernitast und g-ebrancht neben 
a>'imm (vapeo dem «i)Brkle im waemtu derf^lcheu hat myn falter ChristiaD 
VBD Weioebergh diO mirck anch ufTsyn weidlbalien, weinfftCund artder 
Tare j^machL Tcb fiiid« dnch, daQ myn anchor Gotacliakk zum nntler' 

#cheidi eva xX Eii^hel dmndfin g^^malt hut nn pynptn orde ab^r myn 
fatter hatf ufT syn(>m etempel eyn T- aol Guislus bvduden darunden ge- 
uiAcht- Teh httb anck dae mirck _jrf, . mrt* *y<i> "1 gebraicbt, dived ieh 
Herman helach. Myn broder Cfarlatian gi^ch aucb eyn .C. drunden ge- 
machr, myn brodcr Gottschsik bat . jg ,^ dae mirck Im oberewn wrieh 
m^vl eyni O ^macht und im dem signet und ofT faNifin g-ebraueht. Myn 
brodtT Jheronfmoa hat dSI vii ^rebrncht, woJi ea aber ^y ^ machen. 

myu Mi^teriL habmt« uit gebraUE-ht, di^tr ire meuner haben in dpr stadt 
n^ben ire b^Bonier mirf k dafi swart^ ef arkle im u'ei£Sen scbitde gesetzsL 
Nu habfln myc broder nebeo ireoi vapen difi mlrck, wie kau ichs dan 
incn ^i^beci, dafi «io pipm*f hsben- wan ieh vTilcherr mitrcker hett vom 
flarem g-olde der *^ynfi eyn pout swar wjege, der wait ich in malllch 
eyii ^ben zum neweu jar. Sufchon taogt innen etwae bi'lfrtai sle wur- 
deti €s aneh woi !£u nutE liidBgeD, aber go vil goltze ia nit hit. Was icb 
darn tut UB,t, dae hate der rlche Goti UberfiilsBig^ den bltt icb daQ er 
4«m ^mdnen Hau& W^infib^r^h and jedem Hann^noEO vrU} gebeu, 
daQ in M'iich iat and beaser dan roit golt, edel pfrlen und gesteiuD, Dafi 
hilli^e crute ChrEfitt eie fiber aie, behuit nic vcr tdlttia boeaen^ ^e inen 
snr liclitea und finken im nAnien deC tht&er« d^ sobnC uod dcC hilligen 
geieiea. DiO hlllige aeichen, wUchea ewer iriirtk vortildet, gebe ieb eiic 
anm newan jar, dan durch Christ! i-imts ^hI tiuf^ d»^r byminel erworben; 
daromb laiot cuch evret luirvk ermnneQ ad daG crutz lldeu imd jsterben 
Chrirtti nnBser eHosere de^ich ing-edAnckac und unC daO cu nuls zu 
machciL Es acJl €uch ohu dae ewer voreJtei' mirck und zetchen nach 
crinuecn vud taniAnen, das ea eyn direifachich crutz aeumet cyn(^ obt^o 
nud Kivel linden, ivEe ale, ir und ich iii£ Moiider criitz, jha nk eynfeHit'h 
den drifalti^ jede;; Kit getreat iLud uei:h aynt jha dull ghein haDi3 nocb 



1€0 A. Meifiter: 

gfiselecbt Doch tneitschH ohn Gulch mirck nnd tlreifXehich crutz v/oi &yn 
kAQ, so Aullen wir uud jeder tod dqC slch ^etroiftt^n iind ^dnllich nya 
oh im mehe dan eyn cruta, niehc dan eyn lioden jamer and rllendt iiber- 
quelm. dan diee welt hat den &rt, dfkO nit vyn crutu ucd lidun altein 
kumpt, und lEl £u s^ttfn tints gut und raLk-h, dftQ sulche cmcer nnd 
llfleii dem menBrhen fJberkomeD- Sol es flan hEbo syn und moiC es also 
rjij'D> AL li«ber» ^o luiat cutli ewer ^g:«n nngr«bornrh cnit^er mirck flatS 
Icj-ifhten, daC erinnoren und tJXfiafeo vod dec dritua crutzcr gteit erii«^ 
taittQQ in d«i hohe, laifit ouch dalJ onnaTicn daD Got anl? dein kuhBo 
hyiiimel Kjoen eynigen sou her abgew^hicki hat, dft& crnia vor luiG zo. 
tra^en, da h^r kompt qhG auch pilhch evn crut^lin b<-r daD ua9 you 
Got tiff^UihC ftird geduldg niit im ^n trag-<?ti, dan mvr scllen ettc j^em 
^yiteiL orden atiueineD iind mit ini vratzbruder&yn, d«D crutz uitd orden 

nit SD «u-Bir ict- tta v»htfflF erdeQ KhIts nanti «yn fvtttiz, dhH L'nfniif 

jfidcm von aynen kyndein, ^unden, ^uftem und ^uck her, zur [inckcn 

b&t'^ audi eyn ctatzot dAQ kotnpt jedcui von synen niddBrwlrdi^Dr 
fi&nden, uogli^ck von syuen bofienextten, auuden, moiinilLen, hynltisafg- 
heit und dergbi^lieo her, eumma ce ii^t Aan cnitz und iTdcti i>beu noa 
/G be&den fieithen bei unC her, kip syn nir sn^rvau m&n^iel^irltragen 
giTH und gewinf sLch In gedtilr, gn-lfft eynen frl^chi^Ti nioit nnd rerhotffL 
alle zit eynO heefiem. Dletireil dan nitD mirck dri«rl«i crutz and teiden 
vorbHd^, so habt daa mirck smn ueuwen jar^ ^d«nckt dran und laisc 
96 «fiich int troltir und zur nutKltcher leer syUi behalt «fiT nymer fiol evcb 
diQ new jHr gerewen .... 



[Den dritten Mai j^mventw S. crncis^ hat Wrla^eiy atK^ 
aJs HfiKsfeM df^ Hnitses Weit^terg festgetietzt, teozn fhn die drel 

. . . DiiS mirck hah icH mynca bedunckcna nil nnpiUi^ odftr nit 
nnuorgUcii mit verordnel:, auruck an deQ h&u^ Weinabcrchs sicgol an. 
trucken, dftC e« nit In v^igeD qnome und xnm h&i]^e«t erniaceie- Uff 
dem prfnzlpal siegel von sUber gentaeht steidt vol daC wapcn daQ swartz 
nparkle tm wcisaini Achitde nnd die croEn armffiuet kluppel nfTdum helm 

abertLafimirckauch nfTeynklelncn bynderfilglin ■ I | dock daGoyn 



H-f 



trublln daB alt irelnabei^hs Zeichen darzn geacUt. Obcn diB 82. jaifi 
den 1 jftuuarli hab icb diSi | [ | mirck dem h«ufi&ler und haue- 



t 



gcnoacn ^nui oe^ven jar grelien- EUas geh ich e» znm zeicben deQ bans- 
fcBtes zu Weineberch, da hab ich gesagt, ivie es myneo fatlers fatter, dar- 



j^i*-wGooglc 



KIdr KJVlnpT Hfiiuannrke. 161 

BHch myn fntter auch ich nnd myae brcidece ncben detn wapen iind apflrfe, 
eti8 zum Biid«rscheide aff den wHrh(<D gi^ritzsc nnd gemai^tt anch w«& td&q 
iiKiTHliiur uud iddiith bvl duvu TiJn'k tirial drlfjii cmcer ^d«uuk4?Q nod 
leren m)I, d^ ober$t f tHiesu Chiini, daflhatiuid ^il uufi stslCt:h naeheD 
dal^ f ant rcchlcn, da(^ myr umij putea wilkn leiden uad trag-on iat 
firuw, daU ZUT liuckHn f iac dali mlr unfs selbBt voo boiBheit nffladon wo 
wir daD nit eelbst straifftm, beHSvm nod Ijchr^n^ wil en unS^ iibel be- 
konien . . . 



Aunmkn Attn htH. VeTKlnn 1.X13I, H 



Zu NikolauH von Cues. 

Von 
Or. L. 8«kiBlU. 

Uei der lUckenl^aflcu Kcnntnia, die wir bialier von dera Leben 
iT€« Nikolaits von Cues bU in seineui Auflreten aiif dein Konzil 
ja Baael haben iiod die in tetzier Zeit niir durcb den Aufaatz von 
A. MeiBter in dieecr Zcitacbiift Heft 63, S. I ff.: ^Die hiima- 
uistiBchen An&nge den N^ v. C." eioe sehr dankenawertbe Er- 
weiteninff erfubr, wird jede — an sich noeh eo nnbedent^tide — 
Notiz ^^'illkouiinen sein^ die d&e Lebennbild deft berfjbmten Kar- 
dinsils gerad« in seiner Jn^nd^U irgendwie ei-gAuzeo kann. Icb 
bin in der Lii^e, mebrere nene Oaten ans den im EomiBchen 
Sliialsarchivc aufbewnhrten AnnatenregisterD') bei^nbringen^ 

AuB den unten abgcdnickten Eintra^nngen erfahren wir^ daas 
Nikoiaue noch m November 1427 acb in Eom anfbieit. Seme 
Anwcfienbeit daselbsj fUr die Zeit von Mai his Ende September 
bulte bereit» Meister a. a, 0. S. 5 nacbgewieaeii. Aucb die 
Worte dcfl Poju^^o: qNicol^ia Trevereitf^ia ita tractatai, nt et pndent 
et poentteat ad ctiriam venisse; nil eniin obtinuil a pontilice, itt 
iratng et nobis et libne recedat^ wei'deit aufgekUrt: KikoJaus 
batt« ver^ebbcfa oicb beim Fapste urn PfrUnden in seinei' H^math 
bcworbeii. Erat im AttgDst iind September vriUfi^rte Martio Y. 
eeiaen Bitten, indem er ihm kni2 nach einander die Pfar-rkircbe 
St. Gan^olf in Trier End die Dechaneien an St. Florin in Cobleni 
nnd an der Marienkirche io Oberweael Dbertrng^. Anf die er&tere 

1) Vergl^ dartlber und die uachfot^Dden AoazUge Hay a id diesar 
Zeitschr. Heft fi6, S. 144 fi. 

^} Uierasch Meietor a. a, 0, S. 2 obeu zn Jiadefn, 



i>34ii.-&rGooglc 



Zu Nikoldus von Cues- 163 

nmsete er nUerdings bfilO wieder venietten; ebeimo ging die 
Deehanci von Obcrweeol scbon im J. 1430 taa einen mtdera ttber. 
— 8dt 1435') war NikolaoH anch PropHt in MllnHtemi&ifeld. Als 
solcher erhielt ev im J, 1440 vom Papal Ei^|^€» IV. noch die An- 
wai^tachott aaf die PFaiTkircfac in Lay fllr den Foil ihrev Er- 
ledig:ung^ zitgewiesen^ 

Aqb seiner KardinEle^teit lernen wir endlicb noch mchrere 
F&miliare*j desNicdans kcnncn: eo Jt^bann Stom, dcr ^dn Kaplan 
war (1461/62)^ Simon de Welen") decretoram doctor — diese 
beidc aup der Triercr Di^rjCBe — , Heinricb Poroert auft der LH- 

bcckcr tind Peter WcjniflH aiiB Erkclcn/*-) in del- Liltticlicr Difi- 

zcse (146:^). -Simon foc Wekn erhiell nacb fler VeniclilIeiBtung 
des KardiralR nnd nacb seinetn inziviachcx eingetreteneD Tode am 

16- September 1464 von PauI II. die Prot^itei vfm MHOfiiGrmtalcld 
zDpewieBen*), in deren Besitz er irllerdings niclit sofort gelfljjgen 
Iconnte. sodass ilim mehnnale diePriat ftir die Zahlnng der AnitaUn 

Tcrlfingeil woixle. 

Aiiiiat. Vol, VI (nBi:li jetiigpr ZiiLlg. DI) foL HI. [1 

141'T yeph, 6 [VIII id, H^i^t an- X}. — !42T Nov. 8. 
Xt^riltLiifj dr CuMi principalis obligavU se ctonere ^mper Annat-n 

9) nivAre Pit TT 14^1— 14l» f. 3<)v n. tU; Dtvem. PatiU IT 1464 
bis 146&. f. 4S. 

3) Ana Wehlen, KrelB Bernk*Biel; eUft^tc 1468 dem N. v. Cues die 
OrabpLattein derBoBpiUlskircho zu Cries, 

4J BekonniQ POTSDDllcbkett, vergL Aach. ZeliAQhr- XV^ SSB, no, le. 
>— Pnul TI. prDvTdirL« ihn mir d^m dutch ^^n Tod d^ NlkoUuH v. Cues 
erlrdi^teti PeiAonat in Schundet (?), Lfittichet Dio2e8«; hii^durch ver- 
Hert er die Pfarrkirche in Pruta, Dioa. Hrizen, die mm Ulricna Fabri 
proBb. firixinenBis, qnl . . . bone memoriQ Nicolao tit. e. Petri ad ViuciUn 
preflb, eard. (= Nlkolpoa von Ones) vivenii IB annis swvivii, crtifllt. 
Staatsarch. Bsnnovsr, FnrmelbSeber a\v* der pttpeiL Kanzlt^i (vi^r^fl 
NeUDs ArchiT 10, Q- 44 fF,) vol. Xi fni. tSB n. ]£G^'. K&nonikun Am MarlKn' 
etii't in Aachpn, cnbicnlanns and f&miliarU c^tntiguu^ comimntaalia Panli 
IL 1464 Sov. 23; Div, PanU II a. a- O, 

ft) Die Proviaion«bu]|e abAchdftHcb in StaaUar^b. Bannover a. a. O. 
-vol, ST, fol. 102- Bin zu Betucr Eineininn^ Eum Propel hatte S- u. a. 
das Peraonat an d^r pfarrklrchtj in BeTukai^tel Inne, das nun an JohantieB 
E<ananuij de Bredtl cliu:- Trev«rc3ifiiB UbpFSfing. IbJd, foL 129*. LetzEorer 
|i:;oinmt an«h ~ «betiBo wie Simon ds W«leD, fi«inrlcb Pomert nnd 
P^rUfi Wj-maii — io dem von Uebin^er, Hist- Jahrbocb Bd, 14^ 
£L 55}^ fn verijffaniJEchten T^tan^unlH dea CusanuB vor. 



i^34^.-&rGooglc 



164 L. SfhiD!r:z* Zn Nikolflue von Cucb^ 

decAuatua eciJ. sanc-ti f lormj in CooflueDtift Ti^v. dioc., cninr< at- 
decanatus et jjrebendc ipsius eccleaie fmctus 30 m, . . . vac, p^r 
obitum Tbeo<loiici <le Alto^more in curifl, cir, K^u^^en Matrikel. 
124, 1- 

ibid. f. 87, p 

I42T Aog- 16 (17 ksJ. Sept, n. X]. ^ 1421 Nov. 8, 
Nicolaue Cancer priiic. oblignvit oe camere sn[)«r aimata dei.-a-^ 
iiatOB ecclesie be&te Marie in Wc;wlift Trever^nsie dlot:., ciiIuh ac 

oortoruui cauoutcatus ct prebondc dict« ecclo^c SO lu. . . • vuc> |>er 
inpressuoi religionis Petri Ein«r- 

1427 i^iH.. 9 [V Td- ife|tL. a. Xj. — 1427 D«K«uiber ^4. 

Fotnif SchilliiLjf pnnc nbii^Etvit ee < . • Efupcr aimata p&roctiialLt 
ePclcBJe j*ti« Gingulfi Trev., ciiine fmctiia 12 nt. . . . v&e, p^r atwecu- 
tionem decanatus cccieeie sti. Plorini in Confinentda Trev, dice, per 
Nicolaiim de Cuea decretotum doctorem. 

ibid- t, 26L (4 

142? Ang, 11 

Una bulla pro Nicolao C&Dcer tfQper parocb. eccL sU. Gan- 
j^uin Trevei^bNL^T cuius fruttuH 4 ia. : fuit reatltnta 8uia obli^tzone. 
Ita «Pt N. de Voile. 

Eug«n IV., Bd. I, f. laO, [5 

1430 Mfira 11, — 1432 April 16. 

lnt das Dokanat txk Weael — var:, per inodinm nova« pi'ori- 
HioniH ^ an He^wit^us de Btjpardia verjj^buu, 

Engea IV., Bd. XI, f- 197. [6 

Floren? 1440 Nov. 5 [dio noii. Nov. a, X], — 1440 Nov. 14. 
Jolkan&es Qri^^en, cftnouicuB eccl, ouitctoruia Sereri et Biartiiii 
Mouast«nimByiifclt Tr&v* diac*. ut prino. et pnv. persona obli^ 
RG , , , DomiBe Nicolai de Cuaa prepositi dicte cceL anper iuteiiT*- 
BJiBata [)orvnDatu8 pnroch. evcL in L«ye (licte dloc,, cuinv fructos ei<^ 
12 m, . . Fabrice dicte eccleate uDieadi, dum vacabit par cesaioDvnL 
vel dece»»um. 



i>34i.i.-&rGooglc 



T)es IvTirftlrsten Hemmnn von Cfiln Aufenthnlt zu 

Mainz 1517. 

MitthE^llnntr 

von 



Albrecbt von Brandenburg, Erbiecbof voo Magdeburg uad 
Stntthaltcr von Halberstftdt, war am 9. Man 1514 znm Maiozer 
Kiirfilraten gew&hit vrorden. Albrecbt kaiu am 8. November 1514 

itn M^iiz iwiVj. Ihn xnr Walil nnd Weihe zu be^lUckwdnBcb^, 
bamen niicb Gepflcgenheit der Zeit des KurfUrstcn Bnider Kur- 

ffh-rii Joachim vnn Brandenburg Am 31. Mai l&lT, am 28. Jnni 
1517 PfalKgraf Lndwig bei Rlicm^ Ta^ daraiif der Biacbof Oeor^ 
von Wonim Qnd am 'A. Jnli l&l^ Biscbof Reinbard Ton Worms 
nacb M:iin'/^;. Die germnnten ivnrdeit empfang^n, einqoarttrt 

Uttd eni|)tingen die UbJictie Spendc an Brot tind Wein von dem 
Klems. Am 3. Jitli 1517 langte aucb HermanQ KarfUrst vca 
CUWtt niid Tags dnraiif Hie.'bard KiirfUrst vim Trier nn')_ U^ber 

deu Anfentltalt HermaniB zn Mainz gebeii die Protokolle des 
Mwnzer Secnndarkiernii foifreHden Bedcht : Die vero Veneria 
l«rtia Jiilii anno ut aupra veuil r«v«rendiaiQmufi domiima arc\n- 

cpiscopiui GofonieitBifi hora quarta ad MogronHam et fait facta sue 
gratie revei-endiBHJmc piopina^) diniidii maldri tiitiei in panibuH 

1} Vgl m^inen Anfstiiz in den hist, polit, BlUtetn CXVlll ^8%^ 
S. 74-75. 

S) Eben4a S- 78-HO. 
3J £l>enda S. 80, 
4] Spende. 



i>^s*s.K-i^G00glc 



lee Rntli: D«s KnrfiiTGten Hemmnn votx C^ln Aafetirlinlt ztiAlniifr 1517. 

et diiiiidii ame i;ini in H&scta, prout r^olitULit et mos est ^eri. quaro 
prrato snacepii aninio die douunica post Udaliici '), Coi rrveix'tj- 
diBBimufl (!) obvi&m m^ine tmTein venemnt Buam gratitiui rtivereti- 
di^imaiu neque ad curiHrn Knot alt^ scLuItei«Ben aH.4(iriAniiit, et 
poBt oblationem vini ct panis et potli dato invitavit deputatos ad 
cenam*). Wie lange dcs KarfUriAen Aofenthatt zn Main?, wabrte, 
mgt die Qnelle lucht. 

1) 5. Jali 1517. 

2) He. der MaiDEer SeminfirbibJ. Seitc 3g7. 



< 



Il^g4iy..-&^G00<^|C 



Berichte und Nolizen, 



Adrcfise ad Nerm <]^elielmrAth Hermann Hflir«r. Axn 94. Mfire 
1900 feierte Aei um uiiBern biitoriathen Verftin hochverdicnte lBriKJfi.hnge 
Ptilsident Hon- OoheimratH Prof, Dr, H, Htiffer in Bonn seinen 70j&hri> 
jpiti QukiurtntH^-, Ku we1c1i«£L Ihui iiftinerrfi des hiBtorihclien VcreLii^ fflr 
d^t Niederrheiij TIerr Domk&pUulat AL^KAnder Scbnat^ea folgende 
Adreaee perbljiULch ^bflrrdchte: 

Houliverebrter Herr Bebeimiat'h! 

An d«Tn Ta.g, an welchem Sie daa 70. Le)>ensj&br TOll«nden, d&rf 
nnter den OlfickwfUiBclienden audi dcr uiiferzeichncte Vnmtand ntcbt 
rehEnn, om Tlinen &Ls Tertreter und Im Kainen dea hietoHfiihen Ver- 
eiLiH fUi' den Kicdeirhefti seine Itcrzllchsten OlflckwilnGdiB in vofler 
Verehrang und Dankborkeit dar-Eabrln^n. 

Mlt Allen jenen, welche an dieser FeSer Antheil nehm«n, begillssen 
wir dFn hot^vHrdlHutmi Ljuhrt^r und GetelirtBD, d1« Zierdu dei rlielnl* 
Bchen Friedrich-WilhelniB-UniversitAt, den grUnd]ich«n KenQor dee 
TtlrchenrecliTs, den erfolgreirtien Foraeher anf dem 'fieblete der Ge- 
Hchkhte der f^GEcn Revolntion, den fefneinnigen LlEteraturhiBtorlker^ 

In 8*0 nz bebonderer Weiae aber f^ilt uneer Glilckwunech dem 
Sobne der w^utfai^Kcbpn Nacbbarpruvinz, dec eeit JabrzAbnCen h«i- 
mtBch geworden iat am lUieine, dcir aich anregend, fciidernd^ for- 
echeud Uod BOLbBtech&ITciad um rhciuIficliCE Rcclit, rhoii^Eicho Dichtung 
und Tor allem um dte rbciniache Qeachichte bo grosee Vctdicnflte 
orworben hat. 

Von den €Oer bla in die 90er Ja!ire blnt^ln, linger als vielleicht 
h^nd eines iinserer Mitg-lieder, baben Sl«, bocbverehiter Hexr Ge- 
helmrath, unRorer Zoitnchrift eine l^ngQ Reihe weHbvoIJer BettrHg-e 
s&TigeweiLdet, und die Krbnun^ dic£er Ihrer Thfiti^eit bildeE Iltr 
"WlrkAn nis erst^ VoTB^ti!«ndeT usHeres Vcrefnfj e^c dem Jahre 1881. 
Wenn derselbe auT vlele Jabre der 61iltbe and iw^^est^iHi g«dei]j- 
liclteT Entwickehing zurUckblichen darf, ko sch^iben wir dies mit 
Toiler Ueberzeuganic zam g'uleu Tlieil der raBtlosen nnd tielbnllosen 
ArbeU BOwie der gcwinnenfien persdnliclien LiebenewUrdiifheit ku, 
mit wdcher ^e auf den GeneraWereaamdungen wie Im Verkebr mil 



i>^^.-&^Googlc 



168 Berichte nnd Notizen. 

den Untere^cJm(^t«ii und acnaFigen Mllg-lit^dero den Verein und Heine 
Z«itec1iriri 2a fordt^rn liestrebt mtren. 

Doee dfctca GchKno Vei^iAlBnlBA ii«ch vlele 'Fnfirf fortbeflttjhoa 
mZge, c^ i^UntfChvn von gnn^em Herxcn 

Ihre dankbAr ergeb«nen Mltjr[iedi>r dei Vorsun^teT^ 
des hUtorischen Ven-init fUr d&n Ni^derrhein- 
Kfiln. Bonn, UUnhter. ^4. Mttra IWO. 

Alexander Scbnutgren, stell'veitr. Vor^teender. 
Aloys M«iBter, SckretAr, 
Ffbus Theodor Helmlten, S<jhat*melarer- 
H. Cardan ne. 8chr5re. Joi^eph Hnnacn. 

Id dor ^vp'Sdcrong: ituf Jio v^ttme Anapfnchc dou tlcrrn T3oiii- 

kapirular Scbniitgen geh der JubHar der Freude und d cm Dank e 
Aiu^uck, daee ilim von j^eijjen KoUt^en im V»i>b&n(Ie einu so yiili^ 
AnerkcnDiing za TheU werde, Wemi e^ b]or» auf don gaten WUlen an* 
kornme, brnuche er sEe nicht unverdivnt su nennen, denn tn den 46 
Jahren, wfthrend *fce\:bDr er dem Vereine, HCil 1654 alb Mltfflied, sejt 
1SG4 nla VoiEtiLndsmilglied, bhlT ItRl ale Voreitzender Jkngehore, e^^i dac 
Oedelhen, bo v/ie di« g^sieiift'rio WlrkflaniUitit und Be'^eutun^ dos V«r- 
einfi eincr seiner I^ieblingEwfinEcbe geweaen. Hie KrfUilung desFi«fbeit 
pei nhcr nur (!rmo{i^!i-ht wurden durcli ditf »te.t» thMkrrtftrgtt MU^irkuug- 
dp<r Herren KoJlrgt^n, insbeHondere dea Herrn Vizeprfijiidcntcn, und cs 
aei ^Ine echone tnnnerung, dnee ivAlLrend der leleten \dO Jnhre dep <^in 
MiEBlon die Harmonie im Vetvinsroi'Stcnde gcfetort hab6> 

Der TOjalirf^e Geburtstag nneete^ Prftsld^uten hat bci F4einen 
Freunden und Verehre^'ji die lebliaftefiten Sympatlfiektindgebung-fn hei^ 
vorgerufen. So t?urdQ dec ^4. MArs 1900 fiii ihn ein Ebrentag, an dcm 
die weitestcn Kreise llieilnahiiEen- Die Ta^resblAtler, inabe«onden' dw 
Kobiiecbe und dfe Bonner Zettung vidtn«(en ihm vanne WoHe der 
Ati«i-keniimig-. Auf dl«be Kablreifbvn A4^u':irwi~uiL^e[i d«F Visrcliruu^ linl 
der Gefeierlu durx^li Tol^endcE Kniidscbreiben ^anlworlrt: 

MftJnen Gdunern nnd Freunden! 
Der 70. GeburteUg- p&cgi mebi emale und nmhnende aJfi heitete 
und Kof^iungtivoJIe Gedanken nneuj-eg^n^ der melnigc, glaubfn ich 
wtlrdtt unhemerki vovUbtr ychen, Aber es let and«rjd geknmmtD- 
Zelclien dea WoLln-i'!lei:Eaf Beweiiie det Fi'euiidmJiai^ AeoBdeiung^Qi; 
gleichnrtig-er Oesinnuu^^ — fio senhJrukh, da^a icb uie im eiaxtjlnen 
nicbt GChrifUtch und eo, wie fch ti]f>chte, beantvorten kann — haben 
mir don Tag in Watirbetr zu ctnem F«SEtag« ffemacbt. Denn var 
kann erfreylichtrr RtiEn, ala Zunet^un^ und Anerkemmng' von Saflen 
deijeni^-en, die un^ dicN&cheten und HochRt^ereJirEun dndV Dnrch 
elg'ene Sclinid «Dd vtijllcii^ht iiidii weniger durcb oin Au^^vnleiden, 
d»G Im vere^ang^nen Sonuner iiein f&at^E^lthri£r«£ Jubilftntu nach- 
drUeklich ki^nnzeichnctCj i^n Icb mebrmatB ans der Babn gedrttn^ 



i>3*ii.-&^GoOglc 



Berichte und Notizen. ISS 

mehrmals vod Zieten, ili^ Ich am lleh£i«]i errelcht hflUt, etirQirk- 
gewoffen worden; e^n TrFwt bt i'B aber, d&sa d^H Geleistete, bO wenig^ 
«s eeizi mag', TOti vorj;tigl[dicii Mtinnem g'tiiislig-er ala vont Aiitoi- 
iind Itir die WioEenBchnft &]b nkht ganz bedeututigGlce an^'eselien 
wild. Dob fUrf fch sag-en: d»fl Lebeti let mir, eolange eu „M1lhetiiid 
Arbeit" B«iii kuiiuC«, itimwr audi aIh „bClEDii' Hr»c1ii«ij«u, mid Hollten 
mir noch f^n^ge Jahr« vergSnut sain, ao werde icli ue Diit Dauk 
j^effec Oott fVcudf^, ja mit dem E\Tc.r der Jug'end ea verwenden 
fiUchec* urn Abg-eriBseneB in Zusflmmenhang* und Ui!VDU«ndete^ Kum 
AbBidili:^ KU bilnj^Hi^ Das Gute und Frtundliclie, das mir In ilher- 
refcheni Maaaso am S4. Mtirz zu Thctl warden wird mir ein Sporti 
heEn; alien, die meiner gedai-hLen, unge tch innlgen, nur mlt deui 

Bonn, Ende M^n ISOO. Hermann HUrfer. 



AdrcMfr an Herni Hofrath JuftnH r. FtiJcer. Am ID. Dezc^mber 1R99 
varen 60 Jahrr vergimt^on, ecitdem Herr HoFrath Dr. Julius von 
Fick^fi ProL^aBor der beciht« in Innebr'Uck, euih DokCor der Phil or^cphia 
in Bonn promovij-c wiird«, Der hUtotiach^ VereJrt flit den Mledenhein 
widmete si-inem InngjfiliHgen Ehr«ninitgllede die fol^nde AdreBsc- 

Hochverehitcr Berr Kofratti? 

Untor Freunden end Verehrern, welche liineu am 19> Dea^entber 
%m Feler de£ Doktor Jubil&ams warm empfandene Gluchwuneche 
darbrmgen, darf der hietorische Verein fiir den Niederrhem ntcht 
felilen. Wur^seln doi-.h die Anfinge Ihrer wiHaensi'liiifTlifJjeii und 
f^chiiftflteElertoohen ItiilCigl^oit in dem fadimatb lichen rheiniech-veftt- 
f^lIlHclicit] HodeD. Df« BJographlen der RQIiier Er^bisc^hOfe Relnald 
von DsBQel und Eiifj^lbert dea HeiJijjfeii biiden einen Merhstein in 
der Entwicklang' rhainitfi^herGefidiiclitafOTBchiiiig; vieien NachBtrebeci- 
den ffind sie ein wirksamer Antrieb und ein ontlberti-offencs Vorblld 
^eworden. Ira Laur« einOfc halbeu Jatirimnderta w&rea Ihnen, hocb- 
verehrter Herr HolVath, dann yerffonnt, urd dem weiten Felde der 
KfLicba- and Eochtbj^ebichte ale g]ti<:klLchpr KntdecbeF und ale ncharf- 
«&nniger Foracber Bich ein unverganglichnB Denkmal ssn errichten, 
ftbflT vein eJlpD Erfln1g«n Hpttfnmr .IhIitm wendRt idch dvre Bkick, -ate 
Bu ciner ersMn Nei|rang, jcern eu jenen Triihen Arbeiten auriick, die 
so dentllch an den Tag legCon, wae von dem jitgcndlichen Verfa^aer 
dereinsi eu erwarlen ee^- Uem hleforlachen Vei-cin gereJcht es zu 
ireudig^r Genugthuung, daas er rten Namen .InJliiB Flcker achon 
itn drlttcn Jahrc aeinea BeetehenE in dem Verseichnies seiner Mit- 
^ied«r aufTiihren und seU bainahe drei Jahr^ehnien Ln der R«lbe 
B^inet Khrenniit^lieder nonnen darf, Er he^t den innigen Wonticbf 
da«e die bevor&tehende Feier nicht den AbtiChlues, eonderu denNeu- 
beglnn etner reicb belobnten wlKseni^i^Bft lichen ThAtigkeit beKeichnea 



i^^i^i^-t^Googlc 



1 



170 'Berlclite ami NoEizen. 

mfiffc, undEnglekb Fftr aich eelbat ^it>t Er dcrHoffaun^ Rjumi* Ibiien 
ftk QiiK^ra fUtif^lgjUhrJ^en Mitgliede bej eitiem neuen Jnbiilum im 
Jfthre 1906 seine GlUrkwiinhrbe iM-neuern zu ktinnen- 
In Verelinuig und Et^benheit 

Der Vor&tand den hfetoi^acben Vereine f, d- Niederrlwiti. 
R HOfffljf, VcrBiiB6ad«r. 

Aleiarider SchtiUtgeo, Htellvertn VoraitceBd«r- 
Aloy^B MeiBter, Sekratflr^ 

Loerach. OArdaunB. Haneen- H- Scbrf^rs. 
Frz. Th. H«ltQken. 

Der Jabiltir erwidertfl am iDtiabinek itm fil. December? 

Ks hei mir z\x bpfictid«rer Fieude gereichi, dass auch der bieto- 
riHoIte Verein bei Gele^nhtit meinps filiit>:igj&brigtn Doktor-Jiibi- 

selhf'-Q beg-lftckwUriHCbtB- Mtinc er<l«n Vvi-Bilche g^irhichrlli-hpr For- 
richungf bewegt«tj aich jh auf di-m licjdeu iiIederrheiniBcheT Go^^bicbte, 
end ich wiirde mich Mich vciter jcwcifellos vcrHu^aweiBP mi* der- 
Hclben beechLltigt baben, wenn ce mir t'er^bnni ^ewoseu w«re» 
dau«md in der Heimath zu bleib^n- SoMl« daa Aiid«» fipiHj habe 
icb nmln^. Kweite Heliimtb Int flLtaser8teii SQden dra deutst^lien VMCflr* 
lander ffefunden, m hubR Ir.h w«ni^filcn» inini^r mit gnisHiem InrereHse 
dftfl Fortsthrcitcn dei Forachnng- naf dexD Gobiele rliciuiech-wcei- 
nUificher Ge^chicbte v^irTol^ und tuhic mich d^her bcuorder^ ^et-hrt 
diircli d1« An^rkeimiiiig, welches mir von Seiteo ^iiu^» Vf^rcins m 
Th^ fTurdf-f d«r slcb ^ ^-Qa«e V^rdicneie uiii d1«w«lb« erwnrhen und 
d«m leh eelbst bcreiU^o inn^fe jAhie nn^horte. 

Mit aurrichlL^em Dnttke und In voraflglicher Harbachmnfr 

Ibr (tahz erg^beiiBtGr 

Dr, Julias ft w FUker. 



OeDoralironMBaHlQairdflHGMikBiiniTecei&BderdciuteehcbClMelilchta- 
md Alt«rULUiiiBverolit« la Straeeburg 1- £. la ¥erbladaag mlt 4em 
ent«n aIlgenielB«n deutuhea Arcbirtag Sfi.^28. S«pt. ISM. 

ArcbiTtft;^, HontBg' 2fi. S«pL Konstlluirende Vereamuiiun^ iui 
BezirkearchiT. VortrOg-edes ArcbEvdinikturh Pmf. Dr. Wlegaud: U«ber 
6ie TviseetiacbHfUJche Vorblldiing dea Arc^ivarsi dee Rf^khearcJiivraLbfl 

Dr. "WiCtmaDnT Ueber ArchivheouttncgiiOrdDUOK^i ^^ Heglemsffs* 
r&thn Arcbiva.r l>r. Krinlftch: TJ«b«r die B«!TiAhungnn der StaorsarrblvA 

tm den Eegbtraturcn und Archlven dei Verwaltimg»- uud Justisbe^ 
hQrdETi: dee Prof. Dr. Flckar und dea &tadtarcblvar« Df- Wlnckel^ 
mann; Ueber tice Ausjifabe toe; Str-nflsburireT HanrlechrEftenproben de^ 
ift, JabrhuiideriK, — An die Vonrflge ficblo^ Bicb eine Be»tchHgiin|ir ttoa 
Bi^tdrkHftrchivs nnd nricb dem gemeinaani«n Mltta^q^n \m .EnroptUscben 



i>34iy.;&^G00glc 



Hop eiite Bestcbttg^n^ der Univers^UitsbibllothelE, voBfltbst Obersmbr^ 
Ajnt Dr. Schil! ^leichzeidg wiin Zaponverhhrcn erklttrte, und scbliesa^ 
Ucli ^ne Besichti^ng des StftdtArcliivs. 

OeneralverfiamtnluDg, 2b. Sept. Abendfi im C^vilkasino 6«- 
gruuTu^veraanualuiig tnit dekla-matonechw Vortr&gen und Auf- 
fUliTUD^en <d' KuD^stnbb)- 

DienflUg, 26. Sept., fiVs^^ erste HstJpfcvcrsanrtifang in der Aiil» 
der Unireraitai, OeechRftsbedciit. Vortrajr d«s I'rof.Ih-^ V*rretitr«pp: 
StrnBiebiiT|>rfl Einwfrknnjar auf GoeEhes historieche Anechnnuiigen, Um 

II Uhr begannen die SektJonBBltinngen. In der Sit^uug der S^ktlDii 

III u. IV behandelt Kaplnn Dr. Geny Stadtbibliotheknr von Schlettsladt 
dre Entwlc1?!-m)g d1es«aQrte«Knr$Udc und KBlohnitt&dt, ibre VerfMRunga- 

nmi RachtD^Dsctiiobto »n dor HAbd dor StndtrwhtoT dor Sob^i^i'rbriDi'e 

and dpi Eidbilcher. Oberlehrer Dr, Heinr. Witlo (Hs^geixftiE) sprach 
ttber don BofififtftfBn Friedricb m, von Nfimber^ und den aitaolleni- 
when Besttz In OesterrAich. — In der f^ieirha^tf^n Stt«Rng der I. itod 
II- CarcbttologlrtcbeTi) Sehlion erGrterte Prof Wolf (Frankfnrf) die offi- 
sieQe Bfithoili^ng: der weatdeatA^ieti Altcrtkn iu ff y g v ci nc an der von 
der Ri^icl^sregieruD^ in An^ff genonimenen Aofpttben- Beknnnt^idi 
irt hpabeivhtigt, olu CcneniliiumutC ffir tdmivch-jCMTnianificbea Altcrrlnrm 
zQ ^riindbn^ welcbsB aht Sekiinn de« kaiwrl. nrchltoloj^xcheii In^^fmrB 
in Berlin gedachtuit mid tach ans eini:n] Dirigenienuiideiuer KorLimisSioD 
anaammenfleUon soil, Es werden awei Rceolutioncu Wolfs fltiK"Pnotnnien. 
ilecen auch Prof Coxiec t^rlinj ausdmctiich Buatioimte, nwniJieft a»8a 
bei der BJIdung* der Komtniswon Hitg^eder d«r Ver^ioe nugezogen werden 
M>1leo, reroer dasft die Iteglerung fUr die FGrdprung der LokHlmusMn. 
an denen diR Vereiiie befturidereH TnlereKse liaben, einEii-etcrL ino^e und 
b« Emchtung dcs CentralinstitntA die Selbi^Undi^keir der Ix^kalveif^ine 
gesit^ert werden solle, — Um 6 Uhr bogann dnH Pestcasen iiii #BHcke- 
hicdel", von desaen &^lreichen Rtiden der seta ^efichivhte KiiuertofLst 
des Oberbflrgtu'ui^HrvrH Back, der In waniHT Eil]drhl|iflk^bkBll nbii *n 
die rielen erEchieneuen l^lr^Hsj^r Hchtete, und die tt^e dee Prof. Brci^a- 
Iftu erw&bnt werdon mflgen. B. wtes daraiif bin, wie gernde dk Ge- 
BChichtavjsflenficlisft im Gt^entiatE zu andervnZveitfen der WisRenschaft 
die Anlgahe hab(^ popninr za seixi, Wabtend dioandemfticb anf i^lnen 
m^t en^n KrelB vnu FacTileuten berfchrflnken, ffnde sich hiei mil dexn 
Fachmacn auch dti Laie zaanmnien und jeder enttrickde und echtdfe 
durob die ireTQcinoMnc Arbeit den bintoriBthen Sinn dea andcm. Getade- 
dfln Dilettantiemue mftchte er ui demZusapibaenftrb^ten t^kht emb*hreDj 
denn er erzeuge einen Ldealen Sinn, den wir iiU-bt rnlHsen k^nnniL — 
An dna EiiHen echlOBS ii^h utn ft Uhr Konserl nnd Seebeleucbttm^ In 
der Orangerie. 

Mittwocb, 27. Sept, 8»/| Uhr ewelte Hauplversammlung, XoHrng 

des Pro! Dr. E caning C5trBwi>ur|r) ^^^ ^^*^ Vor^eecbittite dea EJf^fia. 
— In der dArenffnlfrenden Fanoe erfolj^Ee nnun' f^tung dea I^rof 
MLcbaeliB ein Etundgnng dun-b die arclifioio^j^chei] SHmnrTuns^ii der 
UnlTerflicHr. Daran echln^n sich eEn Vortrag' dea PHv.-Dok. T>r. Blocb 



o^54i.i.-&^GoOglc 



1 



171 Bfiriclite "and Notijoeo. 

uiiler Uem Vorsilae desHeiTTt BGrgenneieterB Klota in Mrer g^bildni. 
DfiE ■;:teiche tat in Montjoie g^cheben unCer dem VorsiUe d&a Herm 
BUi'g't^rmeistere Vogt. Im L^ute dee Jatiree h&beti drel Mfitiatever- 
eHmmliinf^eii etatt^et^unden, Im Januaz spr&ch Hen Architect nitd 
PHi'HlduEviti Buchkri-mer tLber die Erij^bniHAe der Anagrftbungcn Im 
Vorhcjf des Aacheiier Miinpteis und fiber die dadurcli erniBgUchte B*- 
konatiuktiori des Karollcgi&cbeu Atriums D«r Vortrngf iat outer Bei- 
gab« von IKufifj&tionori dem weboutlichon InhaJtc each tm dritteu Bericlit 
4er Proviti^iAlkcniiQiBelQn filr dl« Dcnlrmarpflege, S. 7, in ftusftibriichorcr 
Dnivielliiug iiij ^0. Bmidt d«r ZeiUi:hrirt dm Aocbenur OeKcUcfaiavvr' 
«ifLa, S- 247, verolTeiitlScht n*oi-deii. In der Kwelten Versammlnni^, dit 
im MUFK stnUfand, Bpracli dcT Abr^ietent ttm Stadtarchiv^ Herr Dr. BrfL- 
tiinS' t^l>c>' <teii ersten Oberprfl^ideuten der Rbelnproviuz , JohxnEi 
Au^ift Saek- In d«r letzieiit Im M^ &bgehaTtenen VerHammlnng cr- 
^rtertp Herr Dr< Heinrich Kelleter eing-ehend den Urfiprun^ d«s 
NsiT]«-nft des GranuBthurmEfi und die sAcbliche Bei^tlmrnung dps Bauwefke, 
diba (;r lUa Suhatt:knmiD«r uad Aufbe^ohnxngBort dog Rcich&archtvfi in 

Karoliiis^'*^*' 2^t angeaehen wu^en wlH. Am 3. Annuel 1&98 unter- 
nahm eine gi-oase Aneahl von Mit^Jedem die Begehung eines Theitos 
dor das alle reicbftntadtknlie Qeldet einftrfiliesnt^nden Landwehr. bei d«*r 
Hen- Dr. Hninricb Kelleter einen erlKuternden Vortrng hielt. In 
4er nm ISl Oktober 1^^ nbgcIiaJ tenon GeneralvereamniluiLg gab Herr 
Sudrbaai-Hth Lflurcnt dn d€r HaxtA eiQer graven Z&hl von Zeicli- 

nunj^^it iind Phntngraphlnn nine iwhr ^An&uH T^rtitt'lhiii^ rltm Tniu^ren 
und AeusHf^mi d«ft G^rnniiBtliurmE-a. Der Vurh-Hj^ wird, reiclr i11ustrlrl> 
iiQ 21. Bande der V>4-oliieEeitfccbrift rercffcntUcht wcrdcn. 5uct dea 
verhinderLcu Herm Kektora Bosbacb ana Vohwinkel gab der Vor- 
Sitsende Nachr^cbt liber eliie tud Uerm Bosbaeh Im RtaneenerBChen 
Haoec zu Burtscheld ^'^efundene groase Meng« von Urkundeit und Akten 
Aiw dem frfllieren Bnrcfe^heider StadUrcbiv. Der Vorsitzende lieapracli 
4ann die Schildcvung der Stftdt Aacben, welche der Pejiser Eciaendc 
Pierre llergeran ant Grund der Beo bach tauten, die er bei einem von 
Spa KC9 □[iteniGmmenen AiMfJugre lia Jatire 1619 macbte, in einer 
grfifiHOnm Reisebescbreibung gegeben bftL Dor Band XX der VexeSns- 
reitHcIirifr cnthlUt von groaeerert Aufoacaoi: von OidliD&nnp Der ohe- 
nutligi' RitterflitB RAtb boi Mcdiernitb; VeJtmann, Aachener Protease 
am KeiclifikammergeHchi; Boebacii, Das tllteiite Burtef^beider Nekro- 
logium; Adf^naa, Archbotog^^he Funde in Aafiien bis znm Jshr 1HS8; 
Tdichmann, Neae BeitrAg'« zui f &atrad&HH ^^^ ; Buehkremer, D«a 
Atrium der Karolingtscben PtaLzkapello zn Aochun, 

Aachen. Teretn FUr Kunde der AECbeuer TorzeLt. Der Voreto 
^h\U' Mwa SW MErglEfidpr. Tm linfe dfia Winters 1S38— 18Wt warden 
dJe folffcnden Voitrttg^ gehalTcn: Am 18, NoTember 1898; IUFereDd«ir 
Dr^ F. SchofEeii, ^ber verfasenngsgefichJchcllehfr Entwickelunif Aachtatc; 
Dr> Boujrnrtz und OberJehror Dr, Savelsberg, Projektionsbilder einer 
Rethe vou themniigen unii nocb beetehenden biBton&chen Gebanden 
Auchene, Am 13. Janunr iB9d: Dr. W. Brflning, Vieior Hu^b B«iitcb 



i>^£i.-&rGooglc 



In Aachen iTn Jahre iStJO. — Sti-BfiLiiataltBpfftrrer ScbttoclL- Beitrfl^ 
Em Gcflt^iuhte Bnrtadieids in romischer und miUelalt^licher Zeit. — 
Knlrr, Ellnf) iu?u« Auf^lcbt ttb«r ilie Ricbtun|f tier rOmiKEheit WasHer- 
leituag. Am 29. MHrz 1899: Dr. Br&nin^ Die Be7Jehung«n zifischen 
Earl dem Kuhnen UDd der Reichanradt Aachen; Meng^hius, Uober 
pfiBScnde Straasen bene n nun ^n. Am SO. J nit 189S unteniBhm der Vcrein 
eiu^n AuHflug- luch Ct^melimunnter, hex dem Herr Slrw&aaialupfBrper 
Sctinock ikb^F die Entwicfcnlun^ von CcmeHmUnster sprach and Hui-b 
die Pfihrung bei der Bealchtigaag; dcr Abtei, det ettemaligeu AbCeikirche 
und dor altcn E't'arrkircho nbcrnabm. Von dcr ZcjtechrEfl dos Yctcinu 
erschi^n das 11. Heft; ea anthmt nebpn ^ner Anzntil kletnei^r BeiFrftffe 
die fblRenden Aufsfttse; A. Botntnee, Zur GeechEchte der Ffarrel 
8efiev«uhtitte ; W. BrQnEng, BftodaAhtiniiciie Chrontk. 1770—17%; 
H. Rellcten Vcrtra^ der A&chener KupferHuhlSf^nr^nQrt o^t Brabant^ 
W. Brfiuhig. Die Aachetier Kronunj^sfulirt Friedridi m. Em J«hre 
14^^ H. KelleCer, Weie(huraer vcn CornelirnQnaier. 

¥ervln rati j|1tnrtlininarreiinf1«u im B-hPlnlAtid^. Am 9,NoveTnb«T 
189b hieli der Verein it^tn« Gen erHTveFfianim lung ab. Der VoE^eand 
WArd wredcrgreiv&blt, nur trat an Stelle des Heirn Profe«aor Dr. Sonnen- 
burgi d<?r einem Rufe an die Akademie zu Miinster £%fol^t war, ^err 
Pro^eswr I^. Loeecbckc. iHacb Krledi^unff tIic«oe geacijmiUcheii 
Th^]ea farden noch wigsenschaftlic^tie Vortrttge statt ond zwar apradien: 
Abgeoi-dneter van Vlt^ulen (iber eini^ MtlDeeD v^ner Santmlniig; 
GoheimcfLth Ni^aen fiber CaosarK und Agrippaa RhcLnbriickcn und 
Gae»aL-H tirlickenverscbaiiKaugen bei Urmita. Am 9. U<^neznher beginip 
der Verein in ^t^i^her Weise das WinckelmanEisfei^ Den FesEvortrag 
Helt Hn-r PrivaCdoiBnt Dr. 6track fiber GHechiscliea Geld. Datin 
epracb Uerr PrvfcEfMiF Locuchckc Qbcr cine ReihE aiugeatcJUnr Altor- 
th^mer- Kin g^nu-^nfiames Ab«ndeBBen beschJoss di« Feien Ad den 
VorErag'^abetiden Anfang^ 1839 tpvachen: airi 16. Januar: f^tadtbaoTHtli 
Schults^u iiber die Entwicklungsperioden der Stadt Bonn im Anectiluiis 
an die einzelnen BefesEiguiiffen. Dhji rtimlBCbe Lager vor BGnEi mE! 
den drei wichtigaten Gr^berfeTdcrn vor diBHf<Di- Die neuen Entdecikungen 
in der CoblenHcr Straaae und bei Gclegenhcit de* Bruckonbauea wur 
deti vor^fahrt, aodAnn d^a EntivicUlung der umninaerteb C^Pi^UEftel- 
heiC um die jUte«te Mtlnfiterkircbe und endtich der AUHl>Ba der g-rosseii 
Stadtmauer durcb Eonrad von HodtMaden im J. 1245. Elne Reihe von 
PlHnen, AafaahEne&derbaolicbenEeetei^terctt Anaichten ana BttLdlifichem 
Ucaitz erlAuterteii den Vortrag'. Dab^ kom auch das grosac Adod^ 
d«> ebeu nbgebrochenfQ Sternthores ate de^ letzten etaEtlichcn Rostoa 
dEeoer Beic^ti^Lin^ mh den eingeherrlRii Aufnahmen^ die durch den Voi^ 
tra^nden «ng:eferti$rt warden waren, zur AoHstpTlimff. Prof. Dr. Knerte 
iiber einuu Fund r5miachen Schmuckeu und eine mlbeme Meikure- 
sUtuede aUA Bcnn. — Am 22. Februar: Dr. Krfi^er fiber Jupiter^ 
pfeiLor, Dr. Siebourf^ bber eine Terracottagruppe der drd Matroncui, 
luid irn AtiAcliluDB dufai) fkber die EnlwltkLuDi;- und dti; DenkmMlvr doH 
Uattonetikfiltufl in den Rheinianden. Prof. LoeBcItcke ober durcb- 



if^£i.-&^G00glc 



IIH fie¥iohte untt Notizfii. 

Dici Zahl der Vereinsmiig-licder hul eich uelC deu^ vurrgen BtricliCe weni^ 
(fCilndert. ^G lot urn i ^cetEegen und botrlk^t jotnt 616 oidcntlitke, 
2 nnsserordeDtUche und 4 t^reomirgHedcr. DSe Blbllothek, dercn Ver- 
wdUung in dftnlLenfiwePthwWeffleHerrUniveraitfttJi-Blblloihekftr Dr. Mnaa- 
Jfiv libnnnm^ieu IjAt, lint slch, besoMdeni duFC'li d«n TauacLverkehr 
mk MTidereii VerQinen in Qblk'httr Welae verjjiebrt; aiigtwchaJTt warden 

Archltektm- u&d Iii|:eii1«iiT-Ter«iii far .M^derrhcln und TfeHt~ 

luiig«n< in denen Vortrflgt: gehaJbea wurden; von dieaeii elrtd die fol-* 
geiiden, auch das hieiorteche Qebi«t berfihretiden Vorcriige ^u ei-wAhueii: 
Hrrr Sudtbaum»^pektQr Moritz fiber Bothenbor^ ft. d. Tauber. Herr 
<i«h. B«ut&ih Sciibr>Gn ut>er «ngiii>i:iiQ ttiflcnonetbdEe. Horr SPidibau- 

inspekCor Scbllliiig ^ber das Kdmergrnb in Weideiu Berr Ober- 
baurutlt Jvogbecker fiber Athen, dafl ftlie -und dAH neae> Jd de&i 
S-L«icbeD Sfnne Hind diA Vereina&uEAtlsre am 39. Juni 1698 n&ch And«r- 
nai-li nnd die Beefchtl^ng der S. UreulA-Kirche in K&lti am 18, Juli 
ISSe au erwHhnen. — Von den witiEenai^haftlichen Untoniehnjiin^n iat 
i^ftTnentlidi die Betbelllffinig- das Vfireina an den Vorarbeitpn znr Heraua- 
^ftbp den pou den Ardiiteklea' und 1nf^«QEear-Vf-r«Jnen DeuiaclilKEidH, 
OcbierreLchs und der Schwd/. untemommcnen Werk^a fiber di«^ Enb- 
irickEungiBKeBcblchte deedcutsdien BauerrdmuBCB za ncnneii', derVereln 
hai bU Jetzt zn di^apm W«rk i^ HUtE Aufnahmen g-pliefert. In der 
SE7unp vom 24, Januar 1K>S bericbtete Herr Ari-hflaki EbErTetn au^^- 
niliflicLi liber die van Vercinwnitg'liedem aiifg-Knamrnenen BnuemhUuHer 
En di^Et Keg^ierung'dbezirken KJ>En, Koblenz und Trirr* deren BearbeitQn^ 
d«r Verein ILbernciiiinen hkt. Der VortrAf^nde erlllutert« ein^ehend 
die Id Anfnahmeti vnrliegmdeii BtLuemhtiui^Hr, eia Zehul^iaua des 12, 
Jahdinnderta in Obergpai, ein Haue votn Be^Lnit den IT. Jahrbnndertfl 
In Pet>a auf dem Wcu^erw&ld, «in noppelhJiua des If^- JabrhmitlerlB ^n 
Arieadorf um HbeEn, ein Hans um 1600 in Enkircti«n a. d^ MoBol^ oin 
•Hjksliee it) Ireia a, d. Mosel, den BnchheJmer Hof bei MUlheim v. J. 
lT8e, den Friedrjcheliot' bei R4>ndort' vom J, 1766, u. a. m. Herr Archf- . 
leUt HflnaeF erlflnlf^rte im Anac^hluaa an dlesen Vortraj^ die ran ihm 
Hjafgvijonitneiiei] BnuernhfLuaer im Kreia Gummersbach in Qroaa-Hunatigv 
VoLnierhiinfi«ii> Llefanroth, Grosa-BerroDbcrg, Berkenroth und Immecke, 
sowle In Lobmar itn Siegkreiae. Endlich apracb Herr WilJe nccb tiber 
elnlg« Bnu^nhauHer qur df>m WiiHterwald und In HeaBRn. 

Berfbcber GMchicbtsvereio. An Stelle den an doH Gymnftaiuiu 
in Bfin benifcnen Oberiebrere Dr. Nebe hat Dr. Meinera, Oberiebrer 
am GymoaflHim in EiberTeld^ daa Amt den SchrifUiiltrer^ ilbamommez;, 
Ee tind im Jabre 18d8^ Id Elberfeld 10 &ifviiTig:en g^balten worden. 
Ti\t in donaelbcn ^ebattenen Vortrfi^ beliandelten foL^nde Ge^eih 
«inde : Die ResiaurationBarbelten an; Alienberger Dom (Herr Provlnaial- 
conaervator Prof. Dr. Clemen aua Bonn). — KriogBorinnciruugan au& 
den Jahren 1^70 und 71 iu S Vortriiffen de^j Herrn Job. Wilh. Wertb 



/ 



\y^^.-f^/GoO<^\c 



j*,Ofi Bann«ii^ *- AuflflerdeTn wurden die folgpnden ThemaCs bebandi^Ut 
T>Ef^ riebchichttf den SchluBEcaVotniArateln. — Peter Lo, der ReToTniotor 

Elberffldh. — Die Stiflekirche z« Gprrefiheim. — Die AnacnijfTejre in 
31ii1heiin A, Kb. vom 16. U» in das li*. Jahrhundert- — Der gcQcliicht- 
Jlche AtlBs d[>r Rheinprorinz. — Die f^>:chi<^tlich«n BegebenheUen ftm 
Xlfiderrh^n ]TS£»— 16SD- — Zur Ot-siiiiichtv. dprKmist uru Htif^ zu D0«««]- 
rtorr uiiter Kurflirat JohnDn WilbeUo, -~ OrdensHcliloHs und Burg Marieii- 
^Mtrg in OAtpreiieaen. Der S4, B&nd der Zeitacirift dcH Bctgriachen Gn- 
fechichtrtvereinsenthaitflUHGcr kieinei-enMUtlidiunKen: Sebe, DiciBHete 
tiber Peier Lo'a Verfiandlungen mil den Wl«deriaufern in Rlnnkenberg 
1565. Hftrleaa, ZeBgenanefiaftrGti, hf.tr. die rcfOnnirten Gemeinden der 
KtAsaen Solingen und Elberfeld vof und tinch J609. S^hAfst&fdtj 

Dew Annfiniv<n>*n an Mvtheim hib ^xcin vom 16, bin nam Bceinn dca 

I5>. Jrthrhunderts. Leilhteuser, OTlsnntnen im Wupptt^ebiele. Von 
der voD Herm OUo Schell redl^irteQ MonAtsschrifC dee her^ncheo 
Oescb{chiHverein« erecbicnen 12 Heite mit kleiuer«n Miltiiviluiig«n seor 
bf^rglscKon L&ndea^eachidite^ — AuAgrftbungen <iiiid nidit veJfAn^tfJItet 
wordeu, docb eind die Tiefban-Arbpiten in EJberJ'old aeUens des Ver- 
eine* uUt AufmerkBamkelt verfol^ wordeu. Bei dietic^ Arbeiten wardfi 
dl« eh«mnllge Sr^tirmii«r snti der erAUm Hmfl« des IT. JahrlinndpTlv 
incbrninla Hur^efniiden. Elnige k^eEnerc FuDdt* arnd den Vereina^Siiinin' 
Jungen iiberffiefien worden. Die Samniluiigpii aind durcb grrisaere tind 
kkjncre GegenBtftnde verechiedener Art vermeiirt worden: MUnaen, 
Wiineu, Getaa^Bj Hftua^^er&th, GerafUde, inabeeondereeme gTaeae Aii^iahl 
Portriltft von Elberfelder T'er^UDllclikeiten. Die Hauptstflckp biWfl-n ehie 
werthvolle k^Atnmlnng^ von voU standi gen deutachen und frnnzd^lbctit^n 
Uniformen, aowic Waffen nnd Erinnening^Hoiclien rtih 6t'n\ Krieee 
1K70/7I, Uie bedGUtenden KoRten t'^X^ diese Sa.mnilunjf liFtt Herr Ab- 
g:ecrrtnel©r Dr. H. T. BQ{tlager geirageni dor Herr Krlegaminlatei' iiat 
die AneohafTung durch dankenaivertbes Entgegcakommen unterBriiuC. 
Im D«ceiLidj«r v. J, naren dies* aua dsin deutacb-franaoBfBchen KrJcy 
fliitnimondon Gegenelllnde eine Wocbe Inng in eincni groT^aeri t^ival© uns- 
peeEelli und errc^ten dn^ lebhalle Jnterea^e zahbreichei- Bfwcher auh 
Allen KrelKen der HRvolkerun^- 

Boun, Tereln Alt-Bonn. Im Jnhre 1S9B hnl fifcJt die MLiglledrr- 
EAhl dea Vereina nitjic weuetiLlich vorMndert {16l>; dftKC^™ **^te der 
btngj&hri^ Vorsiuende, Herr J^rofessor Dr. So nnenbury, inIo!|?e 
eeitier Berufmiff hu die Abademie in Mitustor seHn Amt nS^er, An 
Mine Stellc wurde Herr Gymntuial'OberJeltnT Dr. F. Knicken berg 
aum VoraUiv^enden gewflbll. Der Vereln vemnT^taltete bda 1. December 
]89^ Geine HanptvpHt-aammluug. In dieser ^pmch zunftcbst llerr Scndt- 
bourath SehuJl^e ilber daa ehcmaU^<^ L\HpuEinrrt:loatei' In Bnnn, bbi 
desaen tor koizem erfulgien Abbnidi ea siah Ketgte, da^g da^ GebUude 
ftber rbmischen und iniEtelalterljchen Et^ten erHehtet ivnr> Beeanderfe 
Jnterease kfln^eriscber and geschlcTidicber Art boien dje betden Gmnd- 
stelnt; von l^i und 1T&4, welch letstert^r vorln^, — Sodann beapriich 
der Voraitzende dee Vereina in Iftngerer Ausftlhrung die netienten Foi^ 
Annalui <teA bitt. Vctdne LXIX. 12 



178 Berichte unci Nctizcn. 

fldiungen iiber den Truciinosa'dtbcn Krieg uwl dereu llrg^biiifisc f(ir 
dia Bonner Geficiiiehre* Ueber betde Vortrfl^ haben di« Bonner Tog-ee- 

biart«' Be&n«r Zeit bericbtet. — Die S*mniliitifreii dCB Vereiiw hitbeii 
sich KWftr nnr ntn wenip?, ib*r nicbt unberieatende Stilcke verraehrt. 
ZuiJkdibt tibfirlienH die KtAdtiHE-Jie V«ma11iing^ den oben erwILbnlen 
GrundeKin dea KtiptidnerkloBtGrs ncbeC deepen TCichom Inhatt, beson^ 
dcre einer hervorrag-end schonen Medaille dee Kurl^i^ten Ciemeos 
AugGst. Der Vermin erwarb eme pr^chtig^ ^asae D«DkmUcze Fri«d- 
richs in. von Bmiideiibur^ rnif den Krl^ htei Hhein von lt>8S; feroer 
eine AniAiil alter Anslchteii von Bonn und einzelner Par Lien der Stadt, 
aowie Berichtp fiber eitii^ Ge^cbohniEaa in Bonn auu dem ^italt^ der 
ReFormatJOTL Die deni Ver^n gehbiigv Saininluiig von ArcblvAlien tel 
im Lauf« dee Jahree durch Herm Dr- Armin Tilte ^oirdttel; and 

It^LlBlJ Sib nuJ ttnu. 

IHlBfieldorr, DflaBeUorfer (i}eAchiebtBver«tn. Die Mitgliedei^&bl dea 

Ver^ns beCrll^t 349. Herr pTOf, HasBencamp, der erst fm verg'&n^eneQ 
Jahr ddn VoreiU deu VerefoA Qbernommen hette, vurde durch eelne 
Versefxunff bIb GjmnMlal-tWrelcior nicli Dtlren Ear Nlederlegnng diews 
Amtee gezwungen; an eeiner Stelle wurde der RCnig'lli^he Arehtvar, 
Herr Dr. Bedlich, ^ewfi^hlt. Das biaher vcn Herm Dr Redlich ver- 
wakcte Amt d^s llLbliothokare tib^ranhm Herr O. Btoofij an Stellc dee 
an dae Staftta-Arcliiv in Marburg: vfireetzlcn flerra Dr. Kikch trst Hwr 
t>berJehrer Dr. Crsmer tn den VorBCand ©In. Der Verein hiett (m . 

Lftuffl dert Tahreh 4 Versamnilun^tjn itb; es warden die folgrenflen Vor- ) 

ir^ge g^hall«n; In der Sitzimg: am 17. Januar 1696: Prof. lIiLSAen- 
cainp> Die Fi-Anioaen nm Nicderrhein im Jahre 174^. Nach ekker aU- 
^jremeinen Darft^lluag der KriegRerei^iese im J. 119S beHprach ddr 
Hedner ausfflkirlicb die sebr InEerefisante nnd ein^eh«nde Hiinrlw^brlfC 
trlrioa franztieisclten Ge^iEeofiizJers^ des Marquis de Cbatilloi;], die aicb Im 
BBefU des Herrn EectnerB Beuth in Hemmerden bei Grevenbroicb be- 
tiudet. In der SiUung am 8. Februar Iti^: Oberlebrer Petera, Die 
Beve^f^unde und die Auaatchten dcs Hiirf(lret«o ijebhard TnichBesa , 

von KQln bei seinem Uebertritte zum ProteRtantismati. In der Haopt- 
veraammlung- am 24. Febraar 109S; Direktor Fraaberg-er tiber die 
Technik von £ivei edten QlaafenAtern in Gerreaheim- In der ausaer- 
ordtntlichen EauptverBBmraiunji: aui &. April 189*^: Biehard Sohn* 
Die Einwirkung der Kunst auf DtieBeldorfa moderne Kntwietdun^, £r- 
tnn^ruTig^n an eEne ver^ang^ne Peri ode- In der SltzEinp ant 95. October 
IB98: GvniniuiiBl-nircttOt PfoF, Aebs cb. Die NApoIeoniflcbe Univerisltftt in 
Dii&aeldorf in den Jaitren 161.1—1813. (Der Vortrftg: wird in erwelterter 
Form atfi Programm dea Diiaaeldnrfer Qymna^uzns erechcinen, a. u.3. 186). 
In der aaHBerordenllichen Genera I vereatntnlnnf am 6. Deoembt^r apracb 
KUnficJihi der Vorsileende ilber Aui^ben und Ziele dea Verelna, ftrner 
OnnaiirvaEor Schaarschmidt ilbcr Grnppelloa Handzeicbnong^n za 
aeinem Kelterstandbilil dea KarfUraten Jobanu WJIhelni. Der Kedner 
^b ouattcbBt eiuen kursen Uoberbiick tiber die hOnstlerlBGhen Ide«n 
and Beatrebun^en Johann Wilheltna nsd ilber die Tbfitigrkelt Grappeli<% 



O^g^ii^-t^GOOglC 



Bettulitv und NoiUfUL 173 

sm D^Bscldoifer Hof; d1« Qpichtcbte rtes R^t«r&tandb1]d«e vnrde ftQ 
d^ HaqiI dnr Im Knpfei'fttJchlcAblnnt Aftr KunaUkademiR bRftndltcbea 
ZeSchrmrgen und EntwHrfe anageftibrt. In dergelben SitKung vprbrrftfit** 
sich ABBeoenr Dr. W«5-g:avd aiiBftihHlcb Uber die EatwickJung- dew 
ber^lBehen Miinzw^iaeiiB vom frtUion MlCtelalter hd uud iiber die ber- 
(fiBChen MtiBistlitten ; nnch liiflser Vortrag vna-do dnrch die ealtfmon 
l^&clie VOQ bPr^flschfTL MilDzen nnd M^H.[1l(nra aun der SninnilnD^ den 
R^Dt^^8 UliBtdrt. — In Laufe dea SammerB hiU dnr VRretn xwei Aufl- 
fjiige QiitemonimfiV^, den ereten am IB- Mai nach Knecbtfited«n tur Be^ 
^ditigim^ der dortif^en rcmaniscben AbteikiTChe, den Ewniten am SQ- 
JoEl nftch £BE»prL und Wetden zuta BeHitcb d*!i- dortigen Bauwerke und 
IvTiristacliAtEG. — Die BibUotbelt des VerclDB fli-lii&tt dnf^n betrficbtltchen^ 
wpTthvollflD ZnwHclis dnrch din Schenkunicnn dRH Hern Natars von 
FnchsiuSBOwiederFrtuSteiierrathGDeckfljWeleheletKtoredomVereln 
d1e¥on IhremdohOtdAmStadtHrchiTJirDr. Goeckf^hJnterlaweDeDBiielier 
tiber^eB- IHe StadtVArwaltun^ bat in sehr ai:jArl£«nn«nbwerthei' We^Re 

d«m Vuiviii 3 Rhumik En deiu Hauh HEJkf>rMnLHbK 14 vui AnrHivlTun^ ifcf 

BibLluthek tibetiHeaen. Von dftn V^erUlTentlJc-Jiuiigftn dt^ Vpreins. dfin 
BeE^Sfim tut Geachichta dea Niedetrbeias, eracbifm det XIIT. fiftnd. 
Eh fiind dai-auB die folg^nden ^daefirpri Anfastze bq ArvOhnent Q. Mnr- 
h^^ille, Siadien anr kireblicben Potilik dPB PJalsgraft^n Wolfg-ang Wil- 
tielm vDQ Ncubur^. Otto R. Re. dUcb, StORtllcher Si^hciz dvn Handels 
nnd VerkfliirB atn Niedtrrhein ^c^gfm beirenLoae SGldnerei^baaitn nm 
dfv Wende dee 1G> und 16, Jabrhunderte. E, Paula. ZAttberwoecn nnd 
HeKRUweBsn nm Medfirrheln. H. SehoUen, LTrkundHcbeB i^bei- die 
HeiT^n von MCrmter and das HauA Rofin in ObflrmcrTnter, P. von 
Lot{, Die BeHlUnn^n den DnmlnJkanerkloatArB zu Weeel. ArmEn 
Tille, Drei noEedruckte Urknndtjn dea 16. JatuhnndertH aua Hei-ken- 
rath, — Aiuserdero «rsch]«n eine von den Henren Dr. KedUch and 
Dr. RttcJi TerfsMte ,Denkacbrirc iiber die HeraiiPg-abe von Ui-kanden- 
hilobflTO d*»r p*»iBtllfli*ri StiflTirigvr dflft SiederrhflinB', die den Plan dieaefi 
Urkundenwerks aoaf^hdiclL entwickelt mid i>inR kurz« [r^btrjilcht fiber 
die Qeschtchte uud den nocli erlialtenen Oikncdenbcstand znnMclLst der 
ter^iechen StlFTAr und KiBfiter xibt Damit let d«i- Verein der VenvEvk- 
H^ung des aetion im J- 19&B Auf^^tellton nnd ftli' did rhelnlBche. Ge' 
Hchicht(> tibei^nf wtehtl^^n PUnes e^nen Sohritt nfihcr jfetj-etpn. 

Rsa«, Htid4VrUcher Terele nir SUdi uad Htlft Eaeen. Die EWl* 
gllpdemahf d«A Verdnfi flti«^ wJUiiend dea Jahrea &nf 17&; an Sddle 
^ti» rerotorbenen Herrn Koc^uJ Rudolf W^aldthsuficn wurde Hevr 
Otto Corlf", znu\ SehatimeiBter des Vereina gewfthit, Heir Lai^drath 
FHi. von H^T-fil Kcbt^ Infol^ eefner Verselenn^ hIh ReglerangHpraEl' 
iIriiI' iwl' KobLena auB dem VorataiidR aua^ Der Vetein bielt ditd 
^iKung-en ab: Am fi& Februar Bpracli Herr Qy mTi&Rinilcb rer Bor- 
ch ardl liber EsHen lin Zcitalter des 30jXhtigen KrlRges; am 17. Mrtrz 
Herr Frana Arena iibflr dkB Ewflener Keitecbuch, «3np QneU^ aur 
Wirihscbafts- und Knlinrg-escbiPhle rles Mlitelali*™ ^ am 1ft Nowcnibpr 
Jlerr FraCE Arena liber eLnenkircMidjtniFuBtna(:ht»braucliderE£aeDer 



i>?i^-irGooglc 



' 



180 Derichtc uq4 Notiscn. 

Bfirger ita Mltti-laltni-; Herr Gymna^aiJehrer Borchsrdt tibct die Bcisfi 
fiinrn EfiSAner Rathnianns iiach Spfjpr ini Jahre 16K6. Wnhrend il<u< 
BerkbtsJAlireb (ir»cfiJ4^ji ^ab 1^. Beft dci pBeili'fl^e und GeschlEhtA roii 
StM^l iind Stift ExBcti'', fiothaJtendj Dr< KoDiftd Ribbech, OeGchicht« 
dcB Eeaenflr Gymnn^iunifl, IL Thfil. Di« lutherieche Stadtachule 1564 
bis 1611. 

<3eTd€ritj Hbtarlscher Terein rur Q^fdern and Cmgc^md. Der 
Voifltand beeiehi auf^ 9 Mifg-liedern ; die Zahl der Mitg-Jtedei Isptrfigt 
IbO. Dev Verain hiek 1898 eine SiUnng iti Geldent ftb, bd d«- swpi 
Vonrogc g«bBlC«iL wurd«& von d«ii Kerroti F i □ k e d in L«uth uber 
da» Wcrbnvrtwea ^m Niederrheio und Elir«nbtirgerindBter Hlllleii- 
m«iHCei- in Nieu]rE«rk liber die Schl&cM b«t VVorriDg-eii am &. Juul 
I28B. Von beidRn VnrtiiUn'c Kin^ SepnrittAbdrucke erw;h[«n«i. r>a» 
Vomftadflinit|?Ei«d, Bctrr Frtiherr M&jl von Geyr-Schiveppetiburg- 
aut' Hauh Ga«a, dackCe in dt-r Zt^it vom 9. Mftrz bis 22. April ItOH aar 
deni Hoci^rt b«t fitraeleu Si Rotnprg-r^ber auf. T^n Bericlit ilbw die 

Aiii»giAbuQg«fi wTrd 111 pIkh JaLrbUdieiii dcui Verelaa vdd AllRFtljuruM 

freundfsii im HIieiiiLiQd erscheln«EL. Die MiiDEeDBaiumiuug dea Vereiua 
umraBHl: nind 400 Stiickn IMe ^'erdnabibHothek i&l euf b70 Bfiode an- 
f^u-flchBen. Ad Erwerbiitigen d«* VereiDS iat ein IMef des letiteu Her- 
ttotfK von Geidprii (niit desBen eigenhandigei- UniersehTift) z\x verMichnen. 
Im J. tSS^ fandtfti ^wel SiizungAn Eti Gfi1d(>i'n «tfltt, woiin Vortj-fl^e 
iiber: ^miiie und Aoslditftn der elicinalig-aii Festnu^ Geldei-Q" nad 
„D&r4£oL1un|feiL Waohtcodonke 4UQ drr Ft^BtanifB^ft'' g^balten irurden, 
di« In den BljltUrrn GclderneclicB Wochenblalt xmd GeEdorneche Zeitnitgr 
verQrfentllcbl und audi in Reltfonn PTBchlen*n sind. ni« Saininliin^eD r 
Bihiiotlu^k, Mfinstpji vud dw alEec Gegenntandr v/trrd^m vou Jahr zu 
Jitiir verg-fOBBcrt Die 1B5S bei der Grundung- des ^'«rol^e angeiegte 
BiblEf)tlit>b eiidmll kqt Zeli 600 Nnmmpm. In d^r 1890 eiTicliieten 
llnnKCnsaminlvng Bind Qber 400 Sttick (darunter &0 in Gold) nnd swar 
feolchp dtn' Graren mid Hnrz^i^ von GpSclern, Mtinzen aus d^r s^tdrlHcli- 
Bpaninchen itnd aujf dei' pr«iuBiBrhRn Zect- Mil der Somiuiung von 
GoneCigua GegtinetAadAn, wie Waffen, Eruge, BchCb^do, Umen, Herd- 
piatten, Schcftzereien in Holz n. b. v., fUte LAndkarten, StfidteanslehCeii, 
Bltder, FoitratE u. E. w. tturde IB^ b«gonnen, 

S&ln, Verclb der Alt^rthunififrf^und*!. Dri' A'pi^In K&hlte G4 Mit- 
gtiedfir; im Lanfe dea Vi'rein^ahrei^ 1R98y^£» aiud aurgenommeii warden 
8 Herren, aoticeflchioden 4Hcrr«n, fruAtorlen ist 1 MitKlied- Eb fknden 
10 A'erEannnJunj^eu fit&tt, in welchen fol^nde Yot^lLgG jfehaJtEn warden : 
1. IZngliBchti Bifit^holsAtndto LlD^MklD^ Yoi-lc und ClieHtAr (Geh. Baurath 
Slfibben); 2, Daft Rbmergrab in Wmden fSUdtbanlnspektar SE^hilling); 
8h BildRi- flu» dcni Ofttcn (Ingrjaicur F- Scliiiltali 4. Uebflr die vflr- 
schiedenen Arten dor Pi«u <DoiDkapiCuIar Scfantitgen); t. Athen 
(OberbaurKth Jncgbecker); 6- Wo »chlng Caesar Beia« BrUc^e ilb«t 
Af-r Rhein? (G«n(^Tal Wolf); 7- Die bBUgeBt^htcl^tlicbc KntvlekluDg dcr 
SudiBonn {Sradibanrath Schaltze); fi. GothUche SchmncUwaffen (Bei- 
gADi^neter Then all); 9. Mtm nod Neuea oiu DaQEig {Arebitekt 



U^5r££i.-&^GOOglC 



Bft«aeker); 10. B&a- uod Bildnet-kfi auB attaHchsiBChcti Stac^ten (Bah- 
r^Ii Hplmann). Eg nuiden S wlBBROfichAftltcht^ AusSCLgf! vftransr&lrei : 

1. nacb dem RomKrgrab zu Wfiiden und der Kirtbe nj LdRv^^nich, 

2. Dacb dfim Grftbcrfelde hu dor LuiEom burger Strasse, aiid 3. Dacli d^n 
Aue^rabungen d«fl EiimeL-caBteLLe an dei' Altebiu'g. Der Vorstand <]Ge 
Vt^reinb bcHfHnd niiA den Uerrftn Bsi^eDfdTuiteTi Thew^alt (1, Vorsltteen- 
4ler)j D(imkH,p]mlar ScliTiQtgRii [2. VctrnitE^ividcrX B&ur&tli Reiniani] 
(Schnitriihret), Geh. BaurAtli Stubbf^n ucd KsufViuiiiu A- vcm Eatli 
<B«i&itzeT). [>er VoreiQ zahU aI^ Mitglif d dcfl Altoiberger Dombou-Vcr- 
ejn» einen Beitrap vtm ^ Mark al^jahrUch. 

HeDiB, A]terthiimi-Verein. Im Luufe dea J&brr^ l^BB/Sd 1st die 
Zfttif d«r Mitgliftder urn 5 f^awai^hBen; «i» steht jndocfa ein veiterer Zu- 
wuchH zix erwArtRu. da der Voieiu Heiii« Satzuutfen dahic eu fii-wRitRrn 
b«BChlcAfieQ bat, daae &r vicb nichtAileiotnitAltflFthtimeni dprrbmiBchtti 
and der fi^nkischtm Z«it beschitftigl^ BondAm aucb Fragon aos d«r 
sp^tcron GABCbjcbte der Stadt wad dea KieieeB NeuBs behandelt. Jm 

Mli^flfi-ufeTiKii Winier L&t der VorsltKenclK, DLr«k.tor I>r. Tlicklug, ia 

MEin)iiAverBaiiJinliiiig:fMi riinf Vortrflge gehaltt^n. Der orbte behandelt« 
dki JakobBhiiider in Neusbt und zwar in drc^achei Entvickchrngsatufe: 
m) PII^T nach ij. Jagro In Spaoten^ b) elue tsircbllGi»^ Bruderschfift, di« 
j47!> eiTlchtflt wnrde, c) ein TerAlu von 6chfit««>TigeG(>Ilf^ii, di« >4ich tm 
]^, Jahrhunderrvon t^f^baKUanuflbrddfiri] abzwel^en, dn dieee die Arm' 
bruftt beibc^hiellen, j«ue d!f^ Bacbaea ia Gebrauch iiAhinec; zur Z«Lt 
UDtei'fichfllden Clah die V'er«iKi« alaVogel- und ScbfiLbcnschUtBen. — E>fT 
sw^iLP Yorcrag Bchildert« d&« Auftreteii doe Tile KoJup als SaiB^ in 
NeuHH, — T}tT diitte bandelte ijh«r die Kaisf^rkrone Im W&ppen von 
NfMiafi- Durcb eiu Privllcg dea KaiflerD ^iedv-EChlU. vcm Sh September 
147& 1/uTde der Stadt ^^tatt^t, den Keichsadler und eine Kaieerkronc 
1m Wappen zv fUhren, AIb bei der H^trstellnng d«B EUttihauaes in d«r 
jtingaien 2eit daa Stadtwappen itn GiebelfcLde angebiacht wurde, ent- 
stand di(> Frug4t oh din Kronp in dpt bl«ber Ublichf<n Welep Oder In 
der rorm, die man tiacb Karl dcm Qrosfien ku bezeichneti pflegt, dar- 
geatctll werdea miisae. Da die Urbunde mit einer darin enthaltenen 
2efehiiuzig der JKrone nicbt mehr voriiegt, bo liesti Bicb die forage tmi- 
lodlreki eiitBCteldPB, Indem lunflcliBt liacJij^fliviesun wurde, ddte fried- 
rfeh in. aelbbt niF.mala die BO^nanote Krone K&cla dns GroBsen ge- 
trngen hat ucd dasa auf Helneu Bildero wie aoch aiif dem Grabdenk- 
mnJ EU Wlea eine andere Krcme dare:QBteUt worden iec DIeselbe Krone 
wie &ul' dfiEzi GrabdenNmaJ flndet eicti auf dem Siegel an einem det 
Stadt Neuaa vevlieheneo Privlle^mn. Daiu kommt, ditsa ein PrSvilegipn- 
biicTi im Stadtarchiv neben piner Abachrift der Oben aogeaiOgeDen Ur- 
kuDdo e^ne ZcLchuuni; dee Wappcaa miC <utiRt Span^enkrone cnlhttlt, 
Ancb haben die NeuBser das attT dem Marttpl^z ihrer Stadt errielitete 
Gtandblld Friedrkha III. mit einet aoicben Ereoe gedchmiickt end erne 
ffans^ gleicbe auf Hilnsten der Sl&dt aubringert labsen. End^tch haben 
sie der KurRireiUcben Kanalei an Bonn ITOO auf eine Erkundigung 
ttAcb dem StadCwappeD die im PrivilegieDbuch entbaltene Zeicbuung 



J^g4i.i.-r.rG00glC 



1»2 BerUhto nnd Notixiin. 

mEt deer &patig-eiikroti« elne^^reidit. DieettFonn dfii- Kroae wlrd dAb«r 
auch ftuTiflrhin fosCzuhalten eein, — Der vierle Vortrag brachte difl Er- 
jfobnisae ein^t ForBCliung Utwr Christtan WierBtroiaSi a^c Sanf^r der 
Bt'tii^Rmng voQ Nmus ftdrch dfin Burgimderlwrzog Earl den Kttfaneit 
Eb war dRin BoflclilerstaCtur gelnDyeii, iwei Urkunden ven WiftrBtraiss- 
wied«r aufsuflndeD utid ein Exemplar d«r Reimchronlk von 1406 ma 
crwerbr.n- Eb konnten Eunttchst die Nachdcbten ttber die notarielle 
ThAtigk^St dea Wi«rfltTaiBH crg-^Lnzt werden- Femn vurde die R«im- 
chronlk nach Inlialt und Form «[ngRhfiid b«i)mn<]A]t, vobed «tch h«raiis- 
Kclltc, diUQ manchR Aamcrkcngan d^r l3«rAUflgeLiAr Qrote nnd Uliiclk 
^incj- BerjchtEgung bfldUrfeii. Der fttnfCe Voitrag Btand tnlt dera vorher- 
|!^beiidaQ la ZuuamaienhHD^, iodtMu er «[ne UiaarbAltung der Reiui- 
chronik ans dem Jahre 1664 behandelte und din saohlicheQ BDvle di« 
eprtLcbUchen MHng'el oachwieE. Vod diesan VDrtrflgflo ahid die firaten 
in bpflondflren HeilAgen m den hier erschelnc^nden Zelttingen gednicUl. 
Aucb diff ilbrigtiii warden dFmoHchBt als BelLrHg'R snr GeHcbiclite vou 
Nfvas und Um^^nd R^druetel wftrden. AuBgrabungeTi hut der V'erein 
aaf G«fne Rosten cicbt auBfilhren la£««Q; dbef dla fOHg^Beuten Aus- 
l^nUinngen fm B5ri>erlHgBF Novai^mn bacdetn besondere Berlchta der 
BoQiiet Jabrbficher. Hier mag niir noch erwlilint werden. daea attch 
jiiiigflt wiedermn ant: dnm nvibon d«m Loffor beleg«D<ii] Zicgrclfeldc dee^ 
Herm EelnrjoJi Sala netu>, Dicbt unerhflbJiche FnudG ^inacht irorden' 
sind. Voti ^Infitti Mitgllpde d«s VereiDs Ist die Lag^ ^ner SCelle am 
Khcitu die beaonden im burgundlBchRn Krie^ unlsr dun Ksnif-n ,Hn 
Oder auf den Slcinen" Htlter« vorkommtf feetgestellt ivorden. Sie Hegt 
in dflr RichtUD^ eines altcn Wtsge^ der vnn NeuBs diirch dae Hamfcld 
nacb dem Shcin I'Ubrt, nnd wordc nach groesert 8teinfiATiJpn benannt. 
die nb«[]tnvi ku beldm Sulten xUm FIuhbfi Huntdtm. ^ IUr SHuiiEiiiuu|^ii 
det^ VereinB Bind dorch einifce Uvkunden, Miinven, Bilder xtnd Bflcher 
Tftnnehrt worden. 

Prin, ee«ell9chaft nr AlUrttiaviHkHde. ULeZabI derMit^Keder 
betrug 70, damnter W ansivArtige. Ee wurden Sn der Zelt vom l- April 
leStf blB 1. Apri} 1899 zwei SCtzungen abgebalten. In der emCen <aiD 
24. Mai 1698) wurde an £telle dea nacb DUfi&elderf verflctiten Eerm 
Dircktoni Dr. Aebach Hcrr Director Dr. BriiH num Amtrn Vorsitsen- 
den, an Stelle dee aiugeBohiedenen Uerru BeBtmeiacere Marx Herr 
Johann Theie zum Kaarieirer gewHli^t AlB&-eti aprficb Herr Patter 
&preng«r ^Ims- die Etyinotogrie der OitenaEDec dea Kreleea f^ruin. 
Herr OberlebFer UooBbach macbtc Miltheilung von v^npn neueti 
groeeenf vor kuraem cu Urmont bei Prlim ^umachcen HftnefUDd- Die 
Uunien, etwa 1700 Sitberfttticke, melsE kJein, warpn in einem Thcn^ 
f^i^fOfe lit dip Stnllmaner eines HaiiseA eing-etnauerL daa ntwafe fiber lOt^ 
Jabre itebt. Die sftirimtlicbeii Itllln^n Crag-en die JahreBsahlen 1G40 
bi*" 1676 iHid g-ehflren melsJ,- dem KnrfUrBtenihuni Trlei- an. — In d«r 
KWf^iten Slteting- (am 18. November 189B) besprach zundtrhBt Herr Ober- 
jHiver Dr. TeuHcb ^up Hcib« voit Sifbf'in]iiEn7*'ii, die hub i^Inem lu 
i^DL-ksberg (Krelfi Daun) gemachten Mfinzfunde her)htH.mtiieii. DieMiiuEen 



U^g^ii^-t^GOOglC 



BGEichte xatd Nduk^d, 183 

geb^ren dem 16. i»i<t IT. Jahrhandert &a nod sind eflmmtlich auh den 
Nied«rlandftn. Dana ^ab Bpjt Oberlehrer DonHbacb trbe kursn Zu- 
dammnnetelluiii^ der fn dfir i:oTni£ch<iTi Provins ^ftrmanis vofT^oiniricndi^ii 
ori^nUlischfin K^]Tf>- Eitm SchluHae verbreitel^ Mvh der VorfiUzende, 
Hen Dirvktor Dr- BrtU, En einem Ifln^i^n Vortraj^e fib«r die [n 
ADdemncli gemoclitieii i^mischfiD und fi&nkiBchea GrfllierfiaDde, df« «r 
»elb^t fttiH eigencr Anschniiun^ kADnle^ Vorgexeigt vurdfn in beiden 
Slli^uagen buondfiiB intereBaantA Stiicke aiiB dec verseJuedeDen Mtiive- 
fund«n. 

Trier, Gesell»chftft nr nUUllclie Foracibiingen. Die ZaJd der 
V(ir«iiiB^it£-li(!d(^ hat sich ruclit veBVntJich verAndfu-t. Zvei gvist^hfift' 
liciie 8itiuDg*!n d«r ordenilichen Mit^ljeder fHodttn ran 1. Jalt mid 16- 

neEEfttnbflr 4CntT> dnb^i 'B^ri!l«n die Hen-ran Ceh«Tint<a.th de Nyn, Pi'nf 

Hettni^r, Dr. Keofrer, Fn V, Liotx uiid Reiiinunirai-allL Nusbaum 
zu VorbtandBmitgliedei-n gGw^iilt. F^r dif Vermuhrung' und ItiKlA-nd- 
Mfilzui]^ dRF BlbLfotlipk wurd«D UDO Mk. brwiMi^L P(ir die Aul^ahme 
fliter Tricrer iiBneer wurdf! eine Sumtne von IW Mh, znr VftrtTi^imK 
^■-flatellt mjt d«F BeBtiimnunf;, diLss die Auto ahmen iu 4hs £if^nthiim der 
5i[adililb1iciiliek tlbc^r^ehen bo1]«d. Eh wnrd^ fprner b«ech]o8«eD, mug- 
lEchHl ailt! zwel JahrR cIdrd Jahi-esbericLt hpruiiszug-Hben, to Wfilchi^n 
•li« B«;nrE}4utQng der miCEnlaltftrlichftn Geschichtn Triera ein^n mtiglicbsl 
breitcn Hanin einnfihtuf^n eoll. W&hrpnd dee WintrsrhrJbjabrf^B boIL 
jtdftn MonaT und zwar in dpr R«jcvL an jedutn erEien Monta^ flln Vor- 
tfH^ gehaltcn wprdfln, tn d«r H(igeL aarachltflBsUcli fQr naircn, blsvpllen 
KJoHtm aneh die AnguhliH^n za^^oirf^n ivei-den. Im fiominer H^ten 
KrklHrnn^n del KunntdeD kinkier von Trier und Umg-agend Hir die 
Mit^Ueder und deren An^hGrifre fltattHcdpzi. Herm gtadtbibliothetat 
D)'- K.euff«r, v^kher etae V^irbOtfintlichuzig der KuQathandschrinen 
KaroEingiBch^r Z^Lt der Trierer KlDeter plant uod am die«ini' Zwecke 
TitJC UnterstDtBung einea Privaten oach Pnria rt^ste, wnrdtt pine Summe 
voQ 500 Mk. tmt VerFii^nQg ^oatrilt, damlb «r diflBUder dcr Apokalypoe 
von Cambrel, wetche eu dtesem Zw«cke nach Parie ^o&chickE wnrde, 
und Probpn von Parifier HandBcbrirtftO aowle die xur Vergleicli ong 
»irfordei*Uclien Trierer HandBchrlfter i^otograplileren lasBPn k^SiiTte. 
Herr Regiemngn|wtta1deiit von Heppr, wt^Iefier krankbeitBhalbor Tder 
verJaaeen hat, wurde sum KhrerLmil^lLedcmaimt E^irurde beaehJosBen. 
ibtn dies untQr dein Ansdruck de.h wtirmfitcu Dankns fdr die ^oeee 
roTdflrung, weLche dip GCBellBchntt dnrch iha erfukren habe» in einum 
von s&mmtlicbeD ordentlEcheTi MiCgbedera mtterzelchoeteD Schrelben 
ntitziithetlfiD. Am 13^ Jult (^rklArte Heir Prof. Hettnet den Mitgliedern 
und d«ren Angeliori(ren die Trierer Thermeu, am £2, Juli Hpn Dom- 
kBpitQlar Aldenkirchc^n den 'lYierer Dom. Am 29. NDveinb«r faud 
d»: erute Vortragaabcod fdr die Mil£:li«der HtntC. Eb Bprnubec Hen 
DompropBt Dr. Scheuffgen tiber die PerfiSoJlchkalC Conetaatina and 
HeiT SudtbihlEotbekar Dr. KeiifFer iiber die voti der Getellachafl 
^eptaoto KunfitbandachHftcnveiSff«ntl{chung, wobet er auf dJe Frafir^ 
eingicg, ob THer in der Karolinger?^t Htttelpnnkt einev KQnstemwick- 



u^?4^-&rGooglc 



*ifie^ ttrosscn Zuliorerkreises. 

Wei^tv. In dem ftb^plRafAii«n Bc>richtfgnhre itit <!i<t Mit^bed&rtaht Aor 
I5i( ge.nt\o.geiiy wnhr<>nd in der Za»innini«nBeizun^ d4»4 Vorxiaadeb knrie 
Tflrhiw^Ki-iiiig eiiiar*^li«ten int. Die ordencKche GfinFralversmninTnTijrfand 
ftjii 25- Novemhrr fitattn in derselbtm n-urdeii z^ei Vortrftge gchnlicit 
uQil awnr von Herm Ui?tliant«ii GisbertK fliber die niton Ocl^cmftldP 
d«r Wcsnl^ner AbteikJrt'be mid deren Maler, nnd vcn Herrii Ih-. inpd. 
Kniiiz iiber d[« Htfldifbt-lie Vi^rfiufHiin^ Werdt^iiiH lu der MlELe (le» von- 
g:t*n JalirhnndArtti. — Von <l«r Vcr«iiitiEiJE4chL'if^, BelVehgt'. zur (^estrhii^ht^ 
dtw &if&;s WerdpD, tst das Vfl. Heft erwhipnen; es wiihait BUiifl<*r dea 
beiden gonnncten VorltHgei* Fehd^briflfe an die Abtei \V«rdeD« Biii- 
g^theflt von Dr. P, Jacobs, nnd vdd deniE^ben eJne aai^hrltche Br- 
^prephull^ dcB diemnllchst erschemenden [\t-t in^-vritichen er^chienm- 
A. d, R-l WerkftH des Hpim Prof. Effmnau Ubpr die Werdflner Klrcheu 
ants kitroliapiuch cltonipchcr Zdt, woiiia die vcv doov V^rfiuwcr ^v- 
wonnenen wiehti^m ReRUltnle oiUgotliellt vmleiu Deni Hefte aiA 
9 TMuKireiionfri b^igegeb^n, diiiimter iAbbitdangen nac^h dAH GeoiSlft^Q 
dmi WpxdeiteT MeUiere^ diti fiicit in d«ii NarinntilgHTfeHeD in T^ndoa uuA 
EdlnbuTjrli befindm. 



ADiTi^rkntiufpn lu iiiAtn*>iik AnfU-tc Hhtr dnn Trlpri^r FrzblAckof 
Meter tou KaHsan- (Ann. LXVIII , 1— &3.) In dein vorgvnamiteo 
Anfoatsc ha^ie ich von den drel Bewi^g-^riinden, irelche mftineE l>- 
ftclitene den Pnpsl BonifftH VJII. faesiimml hBben, each dem Todfl d^ 
Trlaror ErzbificliolBBoMniuid iw diesmftt dns Wahlre«h[ d«H DomUAiitjpb 
za enspenditen nnd atch sdber die Eroi^minsr c^nef ^achfolfrf^*^ ^^f" 
vnbehnlten, an zweiter StRir« (S- 4-^5} daft Vf^rhftllniRs ange<ceben. in 
welchein diei^t-r Papflt damak» ?n dem deninchen K£nt°;f Albrrcht tod 
(lealerreich bland- Da 9.1 deee«Q KthnigE^wtirde nicht Hneri^anntCj eob- 
dem fhn viftlmehr »Ih elnen Rebetlen gegen dan nnch seiner AuffasCTin^ 
rechlfdfis^^n Kbnl^ Adolf von Nasaan be1racbi«^le, sa rouasii^ ihnL irir 

itli d«rt aa^fl, ,riel tlAran liVgrn, den Td«rcr KiuliuE eiuf^m Mnnnr ra 

verechaffhn, der sicher zn den GRgrnevn Aibreclils zRhlen wiirde". Wie 
aehr g-pradt* dlc-e^ Beweg-^rnnd ftir den Papet beatimmend gewej^n ist, 
ergfbi alch ana dr^^ klidnen Urkunden, die mir vobl eben we^u lUrw 
XoHwrat kurEtui Wortlanta bel AbfHfifiDn<r mt^liHifi Aufsaties «n<^n^m 
warftn. 

In der «rflten vom 4. Januar IdOO apdcht dcr P*pH dl« nbeit- 
4»pwflhiite Siv>fiendlmn(f dee WnhlrftelitP dc* Trieret Doinkapitotv nnWi 
dem ibm beTeita gt^«fdpten Tode DoemandK aua nni^ bebftit slcti die 
ErrtCnDUng eines Nnclifolg^rs vor')^ die dann anch achon II Ta^re sft^v^ 
erfolj^e, Ed dei- ^^w^ilen und ddUen voia 15. Jaiiuar 1300 tbut er ebeo- 

L) Vatik, Arcbiv, Ke^^tr, 47 rol. SGO nr- IJCXIII (M9J. 

i>^5*i*TSf Google 



B^richte nnd Notineii. 1f& 

dBSflelbe bezii^ich de^ WahlrechtB deH MHlnnnr und des KtHnev Doirh- 
knpitvlH ntr den Pall des AbaterbeiH det Keltignn f<rftbiBchGfta von Mahts 
und K6Id>). WAhrend nun d«r PapBl b«i AuHfertigrung dtn- ei^ten Ur^ 
kundc fcer^tB den Tod dca TnflrRt ErebiBchofe erfahren hatte, wai^tt 
abci- b<^i AusfAi-tigung- der zweiten ttnd drittfln di(> ErKbiBCbore vuti 
Mains und KtilD noch avQ Leben. Der Kdloer slarb c^rst cAch v^^r, der 
M^n3«r nacb fUnf Jahnn. Dk hier zu Tage trt^nde Eilp^ wotnit d«r 
Pitpsl gleich nach der Nadirkht vom Tod« deslVtcrftre die Eroeiinting' 
einfjr NnchroJ^eiB, i%-<^iiige Tq^^c dar&ut auch dip Emcnniing- von Naoh- 
fotgpvii d«r noE'h lehpnden Er^tbiGchnfc vnn MalnK und Trier sich vor- 
bchhit nnd echon dtei Ta^e darauf din £nLennnngBiirkUDdc fiir den 
nmen THercw Ereblfichof aTisfErttgc, lAeat mlE ^chnrheit «rUennen, v\^ 
sflbr d«tfie1be dornacli trachtAte, dEe Kurwfirden von 'IMer, Mtiiw and: 
K3ln an iolche Mfirin^M' kd bHngen, waIcHp zuverl9BElg« AnhHng-er 
seiner Politik ^e^eciiber Albrecht ^iren, and rtgt die VormiiCbuiig aur 
4ffl.v«i jir dfflmniA #inp n^ii^ KHnT^Hwalil plants. 

Koin, a Dewmber 1899,- H. V. S^uetUnd. 



Zv TTfkclEBH T. Cues = NlkoIaoB TreTirenda, dcreo Identitilt Ich 
in m^nciD Antaatj;^: Die human ieLiBch en Ant^nge dee Nikolaus vour 
Ca«B in d«n AnDal«>n, R 63, tSSe, S. i— Si wwieeen %n liaben glanbc, 
litetpn dl^ rintf zpn di4i Rf^i-rn Prlvaldnaenten Dr. Ll f^chmitz in obigvF 
Mifizi^Ne S. IfS-— 64 neup Dateu, um f ini^p L^ckf^ in. dei Gt-achichtfi der 
JuKf^nd NikolauB' auefiillen kd kpnnen. Sie piLMfln vorlrefilich zu tueinen 
diimaiigen AueJubrung-en. Einen n-piwren Be!*g dafiir, d&se irian ixi 
Rom NtkolaoB von Cn«B mlt der Beznichnun^ KzknlauM TrevereiiHin ill* 
>rcnti^iid gel(ennKeJcIin«t er&chtet«, Siefert noch heute eeine GxBbschrit^ 
in Rnm In S^ Pietro in Vineoli. 

M e i B t e r. 



Die 1I«?iltKer deH Annalea FrRtmni MinDram dcs l.acaH Wadlntf^ 
ireLche nut den Foi'teetEUngeit jet«t 2& Foliobgnde uiiLfoeaeu, werdeit 
mit Vergnfigen Ternelimen. dnm tj^e jctzt dtn faat liberal] felilendeii 
Bftcd XX billig erwerban nnd das w eHJi voile We rk vervollBtlindi;it€ii 
bj&nnen. Durch einen KuflLLlfg f^nrstandenen Bi'and vnrdv nllTnlirh liei- 
nahi^ diR p-RUXe Atiflngv jcnea Ini Jabrc 1T97 »u Rom gedi-utkcen Ban- 
defi Temichtet, t«o dass seibat in Iralien and nnch mehi: jenecitb der Alpcn- 
nur hUBaerfft uelten ein i^zemptar deeselliftn Bicb vorlindet- Auf Yer- 
Ritlagsnng des OrdenEgfmemls ist jelac ic der Typographlft des Celie- 
giiEiiiH d«i hi. StiiinL'eiiiuFii Jeiie pi^bli- AuflngH vLi]]H[jd.[]dL^ wit^drr ab- 
^dmctl, rtjvidirt nnd mlt p-inigen nenen Doknmerten vennehrt von 
dem Hn^oHgeber des So. Band^ dpr Annalpu, dem Annal^CflD d«H Or- 
drtii^. r. Eiifiabto Fermendsin 0. F» Min^ der leider wHttrenddesr>»'Ucke& 

JJ ft, a O, fol. 2lil ur, LSXV ^551), 



186 Bericbte and NotjEttn. 

i1Ke«?ti Bandes (Hm 2&. Junl 1^7) v«rstorben lat. Uw vorJteg«nde Band 
gibt die AuDalPD der J&hre l&SG— 1&74, Er Int s.af vU-rkem Pflpfw ^ritt 
gedvuckt und hat xx u. 711 FoKofldteu, DerTitHliet: AunKles HiDomui 
, - . coniinuati a, R F, CaietRno MicbclRBio AbctiUho . , . ot a P. F. 
Etis(>b]o FermfinclBin . . , ijiuo Emi P- AJolslo Lanet Ministri Geceralis. 
Tom. XX. Ad CIafu A4UIH (Qnaracclilj, ax lypographlft Collegll S, 
Bonft^-enturaft 1R9S (Prftls dea B»nd*» 25 Maft/ D«bH bei fierdet in 
Fraibnrf;). 

TfoTitKteD! Hflrr Dr. W. Uritchm(iH«r hat aelnen VortmcT den 
er anf imserer Geiitt-&lv«rBatmnlcng in Brtliil am 14. Juni 1899 ge- 
hLlien hal, in der Woeid^utbchfic ZpJbAchrift Bd. XVHI S. 266—308 
niHDDigf&rti fn-gHuzt end iniE BalRg-en verspJifin im Druck ^icheiiken 

laDBt^b. ^ HbciiBo hot IlDrTDiroUorUr. M. Mtirtrno, dor Auf deraolbon 

VerBHmmluQg filnen VottTRg flher die Ge*chichie Brtthla hiell, die Par- 
tieen, io welchftn er die 8chulppachkbce Bruhla damate nur ^relfen 
koiinte, wftiter ausgc^arbeftet und v«rti<(ft und glp jdtat unter dem Titelr 
IJie hbhflre Leliranstalt an RriiLl wttlirend dpr Jahrw l7Hfl— 1B21 als 
wiflseiiBckBftliche BeiJaiffl Bum Jahreebeiichi fiber daH&ckulj'akr 1899^900 
vcrOffenllfchr — Unaer VereinfimitgUed und lanKJ&hriKor Mitarbeiter der 
Annal«i K<irr Pftimr L. Heoriebfl hat mn^ Brofichiirci Ub^r diA Mftrk 
StraAlAn nnd iht^ eugehiivij^pnOrtR (GeldAm bclSckaffrath^ geBchrleben. 
DerBClbft hat sdoe In der GpiderQ»ch#in ZeHung erBchlftnenen geschicht- 
lichen AufeHtzo in Buchfonti gftsammelt im Veriag von Ch. E. MUIIer 10 
Geldern herautigegeben. — Uerr Ui\ Michel IluiHmann vnrfaafite 
isuaen auch fUr die rhemiBCh^ Gcbchichte Mbr bamerkenavartlsftn E^Hai 
enr l«^ H-gnc. du prrnce-^veque d^ Lf^^ Maximllian-HeiiFl de Bavl^re 
(BTiixfillfifl^ H. LamerlinJ. — A- Oitm&tins, Gleschichl* dpr Pfarre 
Eiiilingen (Selbfitverlag). ~ C. voin Bergjnn., GeecMcbte der ebe- 
inalig- heTgi»rh«n Hauptstadt l*inn<ip. D^Bseldorr (Solbfilverlag)^ 8 Mark- 

— [n der Bellag-p eum Jab»fiberichC d«Q Kg\. GymnasiuuiH bti DfLsac)- 
ttorf e»i>v[tf(, uua Dlrektor Dr. Aalinvli eln klamt Blld dea nUHAtd" 
dorr«r Lycfuinfl uQter baynecher and frauzOBLSclier HRrmi^af^ Diirch 
Aufll^BiinK- dea JeauitenDrdens kam aein alte^ QytnDasium unter kurfttrfit- 
Iich« Venraltong und wurde im JaJire 1774 ceu gestaltet. Die Um- 
^HtaHung aber konvte d«n Ktickgang der S4^ul« nicht hindem. Erst 
B«if dem Jahre 1A05 trai; eine Wt^udun^ euid Bftflsern ^n, aJs die Er- 
^fTnung pines Lyceums mSt Tier Klaaeen erfotgt war. Tn der KUrxe 
ni-ird utiB dpf L»hr|^J&n iQit^ethflilt und das VfrbEUtniBS anaeinandrJ- 
gfisetat, in dem die in- and aimlflndiucben Schiller atim Lyceum etanden- 
Efi toigcrt eJjiEgx bfographfeche Noiieen Uber den Rektor Scballmafr 
Qiid die ProfbaHcren, sowIp die Besnldmifsverdflltniefie dea Jahree 1607. 

— Irti ftivQiten Abschnltte tinden irir dna Lyceutn iintei' franzn&iHcher 
Verwalian^, InieresHante Mittbeilungen werden una fiber die irmeiea 
Zuatktide am Lycenm pemachc, ao iiber dae Verhalten mancher Lehrer 
unit da4 Flingrr^ffm dnT Polizetvemaltung in d{« ScliuldinEiitlln. Wetter- 
bin erfahmn wit von den Vetoiilnungen, welcbe filr 6e:n Bekbor, die 
Profeaaor«n» die Repetitoren und Leiiror, fdr deu PfUrtoer nod die 



U^g^ii^-t^GOOglC 



Berichte nrtd NotiKcn. 1«T 

Lyeolst^ erl&aaen wtirden, um Ordnnng iind DJBzi|i1iD zn heben. — Dei- 
dritlti Abschuitt bencli^ig^t ajcti mii dow HxSonn doa LyceuDiSt wctchc 
mlt Beflcn d«& Schuljahrcj 1611/IS inB LebfiD trat. Dor V^rfaeeer 
uaterricht^t tiber din fiusfiure SchuJTArfasfeuii^ und besondere tiber die 
LeIiriiufgiLbeD dee LycemnH. Er gibt uiw turner elne g^nau? UebAr- 
elcbt 4b«r dl*^ VerEhnilung dnr LnhrH-uf^aben vmn JAhrF 1813. Ztim 
SfJifuBHR dea AbfiEhnittea nrvahnt d«r V'ftifEueet turz den Ucberg&ng' 
der L^ihmg ou K, W, Kortiim, d*r daa Lycemo nach dcm Sturze der 
iVpindlicrrBchHtt vGlIlg- ncu or^Dlfilrto- — Ddr Tierte and letzte Ab- 
Biibnitt, flir den LitterarhiBtoriker von grOBBem Werth«, bietet una inter- 
eaaante MHtheilungen liber don BDdung'Bgfi.ag Heiarich Helnee und 
Friedr. von An^inoie, die daa Lycenni — dftr ietzierft sell 180B, d«r 
eraterp, B^t tW7 — besucht tuiben- — Itn Achaug-o lotgt eine Hetlie 
f^edrncVtRr Aki«nst1!ck«. HlnsuwFilBen wflre noc.h aiif das am Schluflse 
befindlichc V'erzt^tchniBs der Namen der LyccSBten vora Jahre ]8tSy]£< 



i>34^.-&rGoo<^lc 



1 



Unlvardtttfl-BBfibdriulHnl Vcn OvL Gcorgl lb fionn. 



l^54£i.-&rGOOglC